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Viola

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.08.2017

Ein spannendes Zeitzeugnis

Das Awaren-Amulett
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Mit diesem Buch gelingt es der Autorin Carmen Mayer auf hervorragende Art und Weise, ein spannendes Zeitzeugnis abzulegen. Detailreich und gut recherchiert werden die Jahre des Dreißigjährigen Krieges ...

Mit diesem Buch gelingt es der Autorin Carmen Mayer auf hervorragende Art und Weise, ein spannendes Zeitzeugnis abzulegen. Detailreich und gut recherchiert werden die Jahre des Dreißigjährigen Krieges dargestellt. Die Hauptfigur Johannes versucht, trotz aller widrigen Umstände, sein Leben in halbwegs geordneten Bahnen verlaufen zu lassen. Er ist anfangs noch ein Jugendlicher, der durch einen brutalen Überfall nicht nur seine Familie, sondern auch sein Zuhause und seine Heimat verliert. Das einzige, das ihm bleibt, ist ein geheimnisvolles Amulett, das seine tote Mutter um den Hals trägt. Er macht sich auf die Suche nach seiner Schwester, die verschleppt wurde....
Johannes entkommt mehrfach nur knapp den Tod und verliert dabei auch das Amulett. Das Geheimnis dahinter enthüllt sich erst nach und nach.... Denn Johannes hat immer wieder das Glück auf Menschen zu treffen, für die der Mensch und nicht dessen Religion zählt. Immer wieder zeigt sich die Menschlichkeit - auch in den Wirren dieses schrecklichen Krieges, der Europa so sehr verändert hat.
Man erlebt mit, wie Johannes sich regelrecht durchs Leben kämpft und sein Schicksal annimmt. Ein spannendes Buch, das die Schrecken des Krieges sehr deutlich beschreibt. Leider haben die Menschen seit damals nicht viel gelernt und streiten immer noch über Religionen.
Mich hat dieses Buch sehr berührt und ich kann es nur empfehlen.

Veröffentlicht am 05.08.2017

Gut recherchiert und viele Geschichten

Die Burgherrin
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Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen. Es war gut recherchiert und bot viele verschiedene, bunte Geschichten über extrem verschiedene Personen, die teilweise auch Persönlichkeiten aus der Historie sind. ...

Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen. Es war gut recherchiert und bot viele verschiedene, bunte Geschichten über extrem verschiedene Personen, die teilweise auch Persönlichkeiten aus der Historie sind. Etwas gestört hat mich die Tatsache, dass viele Fragen offen bleiben und man am Ende dieses ersten Sammelbandes keinen richtigen Abschluss hat. Dazu muss man wohl erst die Bände 2 und 3 noch lesen. Aber andererseits ist das bei Trilogien eben so.

Der Autor hat einen sehr interessanten Schreibstil, der sehr knapp ist und andererseits sehr viel erzählt. Es werden sehr viele Figuren vorgestellt, die teilweise auch untereinander verflochten sind und deren Schicksale in einander greifen. Das fand ich gut und auch spannend.

Sehr gut hat es mir gefallen, wie die historischen Hintergründe deutlich werden und wie Zusammenhänge erklärt werden. Ein spannendes Zeitdokument mit detailreich beschriebenen Figuren, die vor den Augen des Lesers lebendig werden.

Veröffentlicht am 05.08.2017

Leider etwas banal

Tausche Alltag gegen Leben
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Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, aber dann leider enttäuscht. Die Beschreibung auf dem Klappentext gefiel mir gut und ich hatte mir mehr von dem Buch versprochen, als es dann gehalten hat. Ich fand ...

Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, aber dann leider enttäuscht. Die Beschreibung auf dem Klappentext gefiel mir gut und ich hatte mir mehr von dem Buch versprochen, als es dann gehalten hat. Ich fand den Anfang noch ganz gut und auch die Überlegungen, die die Autorin Franziska Schmitt anstellt, bevor sie den großen Schritt wagt. Aber nach und nach hat sich das Buch leider in Banalitäten verloren. Es klingt als würde die Autorin einer Freundin im Detail alles erzählen, was passiert ist. Manches hätte ich gar nicht so genau wissen müssen, interessanter wären für mich Details in der Reisevorbereitung oder ähnliches gewesen. Vieles fand ich sehr vereinfacht darge-stellt und auch ihre Gedanken konnte ich nicht immer nachvollziehen. Klar fühlt man sich gut, wenn an auf Reise ist, aber einfach nur zu denken „Ich mag nicht mehr nach Deutschland in meinen All-tag zurück, ich bleibe dann einfach mal in Asien“, das war mir zu blauäugig. Und die Liebesge-schichte fand ich zwar schön, aber zu sehr im Vordergrund. Letztlich wird sich dann ja auch selbst untreu, weil sie fast nur noch auf Bali bei Stephen weilt. Indien gibt sie überhaupt keine Chance – das fand ich sehr traurig, auch weil ich selbst Indien als wunderschönes Land mit vielen tollen und liebenswürdigen Menschen erlebt habe.
Insgesamt hätte man meiner Meinung nach sehr viel mehr aus dieser Geschichte machen können. Leider ist aber der Schreibstil nicht sonderlich gut und auch die Geschichte leider etwas banal. Ich hatte mir mehr Seelenleben und geistige Erkenntnisse gewünscht. Schade.

Veröffentlicht am 05.08.2017

Raffiniert und mörderisch spannend

Saving Grace - Bis dein Tod uns scheidet
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Dieser Psychothriller zeigt auf raffinierte Weise, wie spannend es sein kann, auch wenn kein Blut und nicht mehrere Morde vorkommen. Die ersten Seiten haben mich herausgefordert, da ich noch nicht so richtig ...

Dieser Psychothriller zeigt auf raffinierte Weise, wie spannend es sein kann, auch wenn kein Blut und nicht mehrere Morde vorkommen. Die ersten Seiten haben mich herausgefordert, da ich noch nicht so richtig in die Geschichte reinkam und mich etwas langweilte, aber dann war ich so im Bann der Geschichte, dass ich voller Begeisterung immer weitergelesen habe. Grace lernt einen wun-derbaren, gutaussehenden und wohlsituierten Mann kennen, der nicht nur sie, sondern auch ihre behinderte Schwester liebt. Doch leider ist Jack nicht der, für den alle ihn halten, und Grace erlebt schon in der Hochzeitsnacht die ersten Schrecken... Die Autorin schafft es auf perfekte Art und Weise, den Leser mit zu nehmen in die wahnsinnige Welt von Grace und Jack Angel. Aber Engel gibt es dort keine...
Der Roman wechselt zwischen den Perspektiven Gegenwart und Vergangenheit und so erfährt der Leser erst nach und nach, was passiert ist, und wie es zur Ehe zwischen der wunderschönen Grace und dem perfekten Jack kam. Die Autorin schafft es geschickt, immer wieder Cliffhanger einzubauen und den Leser in atemlosem Stauen zu lassen. Bis zum Ende leidet man mit Grace und hofft mit ihr. Sie ist clever, aber das ist Jack auch. Und er ist abgrundtief böse. Ohne Herz oder Moral. Nichts ist ihm heilig. Da aus Grace Perspektive erzählt wird, war ich ihr sehr nah und das hat mich sehr berührt. Mörderische Spannung bis zur letzten Seite und eine Auflösung, die ich genial fand.
Meine Lieblingsfigur ist Grace Schwester Millie. Warum? Bitte selbst lesen.... Gänsehaut garantiert. Hoffentlich kommt bald ein neues Buch dieser ungewöhnlichen Autorin, die es so hervorragend schaffte, meine Nerven zu spannen und auf meiner Gefühlsklaviatur zu spielen.

Veröffentlicht am 05.08.2017

Wer bist Du?

Wie aus dem Nichts
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Was ist schlimmer, als dass der eigene Freund ermordet wird, wenn man sich gerade in dessen Wohnung befindet? Dass auch noch eine Frau ermordet wird, die man nicht kennt? Dass der Killer eine Fuchsmaske ...

Was ist schlimmer, als dass der eigene Freund ermordet wird, wenn man sich gerade in dessen Wohnung befindet? Dass auch noch eine Frau ermordet wird, die man nicht kennt? Dass der Killer eine Fuchsmaske trägt und den eigenen Personalausweis ganz genau anschaut? Nein! Das alles wäre schon grauenvoll genug, aber dann auch noch zu erkennen, dass der eigenen Freund, den man geliebt hat, nicht der war, für den man ihn gehalten hat, das ist wirklich grausam. Und genau das passiert Dana...
Auf dieses Buch von Sabine Kornbichler war ich schon sehr gespannt, da ich z.B. „Das Verstum-men der Krähe“ so unglaublich toll fand. Und ich wurde nicht enttäuscht. Auch bei „Wie aus dem Nichts“ ist die Spannung bis zum Ende quasi mit den Händen zu greifen. Dana befindet sich in ih-rem persönlichen Alptraum und es ist kein Ende in Sicht. Die Autorin schafft es auch in diesem Buch wieder auf ihre perfekte Weise, Spannung pur zu schaffen und eine ganz besondere Atmo-sphäre. Der Leser findet sich ganz schnell mitten im Geschehen und erlebt die brutalen Morde hautnah mit. Man fühlt sehr stark mit der Hauptfigur Dana mit und versucht mit ihr, die Hintergründe und Motive für die seltsamen Geschehnisse zu ergründen. Man spürt ihre Verzweiflung und ihren Schmerz, ihre Wut und ihre Angst förmlich durch die Zeilen hindurch.
Von der ersten bis zur letzten Seite war ich wieder voller Spannung und habe mitgefühlt, mitgefie-bert und mitgelitten. Einfach nur toll! Ich hatte unterhaltsame Lesestunden und freue mich schon auf das nächste Buch von Sabine Kornbichler.