Hatte es mir ganz anders vorgestellt
Das Igel-TagebuchAuf dieses Buch hatte ich mich total gefreut. Die Kurzbeschreibung klingt mega und ich wusste sofort, dass ich dieses Buch unbedingt lesen möchte. Ein kleiner Igel als Hoffnungsträger, das ist doch wunderbar! ...
Auf dieses Buch hatte ich mich total gefreut. Die Kurzbeschreibung klingt mega und ich wusste sofort, dass ich dieses Buch unbedingt lesen möchte. Ein kleiner Igel als Hoffnungsträger, das ist doch wunderbar! In Zeiten wie diesen suchen wir alle Trost und etwas, das wir lieben können.
Also war ich total glücklich, als ich mit dem Buch aufs Sofa sank. Leider hat dieses Glück nicht lange angehalten und die Freude ist sehr schnell einer Ungläubigkeit gewichen. Ich kann verstehen, dass aktuelle politische Geschehnisse neben den letzten Wochen des Vaters in so einem persönlichen Buch eine Rolle spielen, allerdings ist das Buch unfassbar nüchtern und trocken geschrieben, für mich waren die Emotionen der Frau kaum zu spüren. Der Igel kommt immer wieder vor, ist aber irgendwie Beiwerk. Ein paar Infos über diese inzwischen vom Aussterben bedrohten Tiere gibt es, aber auch da fehlten mir Gefühl und Warmherzigkeit. Leider habe ich dann sogar das Gegenteil gelesen: "Ich versuchte, ein angemessenes Gesicht aufzusetzen, und sagte sowohl mit kummervoller Freundlichkeit als auch mit Genuss: "Peggy ist gestorben." ..." Ab diesem Zeitpunkt war ich dann wirklich auch nicht mehr bereit, das Buch oder die Autorin zu mögen.
Einzig die Infos über die Tiere, die vielleicht noch nicht jeder kennt, haben mich ein bisschen versöhnt. Schade, aber meine Erwartungen wurden leider nicht getroffen.