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Viola

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.10.2024

Ich will Wikinger werden ...

Wikinger
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Na klar, wer wollte nicht immer schon mal Wikinger werden? Zumindest als Kind haben viele diesen Berufwunsch, weil es so spannend, aufregend und romantisch klingt. Da ist dieser ultimative Karriereführer ...

Na klar, wer wollte nicht immer schon mal Wikinger werden? Zumindest als Kind haben viele diesen Berufwunsch, weil es so spannend, aufregend und romantisch klingt. Da ist dieser ultimative Karriereführer natürlich genau das Richtige. Perfekt ist das Buch auf jeden Fall für alle, die sich für Wikinger interessieren und ein Sachbuch suchen, das weder staubig, noch trocken oder langweilig ist. Mir hat die Lektüre großen, großen Spaß gemacht und es ist eins der Bücher, die in mein Regal einziehen dürfen, weil es so witzig und interessant zugleich ist.

Man merkt deutlich, dass sich der Autor perfekt in diesem Thema auskennt und mit viel Humor und bisweilen auch Ironie präsentiert er nicht nur Fakten, sondern auch Geschichten, Anekdoten und setzt vieles, was uns so fremd scheint, in einen modernen Zusammenhang. Dadurch versteht man als Leser vieles erstmal richtig und tut sich leicht, nachzuvollziehen, warum das Leben gar nicht so einfach war und dennoch für viele erstrebenswert.

Die kurzen Abschnitte mit den Zwischenüberschriften, Abbildungen von damaliger Kunst, von Waffen, Orten und Karten erleichtern das Verständnis noch mehr. Für mich das perfekt Geschichtsbuch, das sicherlich auch jeden Schüler begeistern würde. Ob man dann immer noch Wikinger werden will, weiß ich nicht. Aber ich weiß, dass die Lektüre auf jeden Fall Spaß gemacht hat!

Veröffentlicht am 10.10.2024

Kreatives Basteln

Bauen? Kann ich! (Kunst für Kinder)
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Ganz einfach kreativ werden? Klingt so leicht ... ist es auch. Zumindest mit diesem Buch, das so viele tolle Ideen vorstellt. 20 Bastelideen, inspiriert durch große Bauwerke, werden hier auf ganz einfache ...

Ganz einfach kreativ werden? Klingt so leicht ... ist es auch. Zumindest mit diesem Buch, das so viele tolle Ideen vorstellt. 20 Bastelideen, inspiriert durch große Bauwerke, werden hier auf ganz einfache und kindgerechte Art und Weise vorgestellt. Bauen? Können wir alle!

Alle Kinder haben Spaß am Kreativsein und bauen gerne. Architektur ist überall, auch wenn wir sie leider oft genug gar nicht bemerken. Von antiken Pyramiden, über ein Schloss und die weltberühmte Oper von Sydney sind hier 20 Ideenvorschläge aufgelistet, die Lust aufs Nachmachen machen. Und das Beste ist, dass man dafür gar nicht viel braucht. Viele der Materialien sind wahrscheinlich eh schon zu Hause vorhanden und warten nur darauf, dass endlich jemand was Schönes aus ihnen gestaltet.

Aufgeteiligt sind die Bauwerke in die antike, moderne und zeitgenössische Architektur. Los geht es mit dem Steinkreis von Stonehendge, die ich selbst auf jeden Fall nachbauen möchte. Er hat mich schon immer begeistert und im Miniformat kriegt das jeder hin, wenn man nicht tonnenschwere Steine aufeinanderwuchten muss.

Richtig gut finde ich auch die übersichtliche Gestaltung des Buchs. Zuerst wird ein Foto des Bauwerks gezeigt, dazu ein bisschen Infos und ein kleiner Kasten wirft interessante Fragen auf, über die man wunderbar diskutierten, fantasieren und plaudern kann. Dann gehts ans Bauen: wieder ein Bild, dass das eigenen Kunstwerk zeigt und eine kurze Liste mit Materialien. Dann eine Schritt-für-Schritt-Anleitung in Text und Bild, die dafür sorgt, dass eigentlich nichts schief gehen kann. Und zum Schluss immer noch ein paar Extra-Tipps, was man noch dazu basteln könnte ... rundum gelungen!

Ein absolut unterhaltsames, spannendes Buch mit vielen tollen Ideen, die für alles andere außer Langeweile sorgen. Absolut inspirierend und gleichzeitig lernt man noch vieles über die jeweiligen Bauwerke und ihre Geschichte kennen. Perfekt!

Veröffentlicht am 10.10.2024

Faszinierend und anspruchsvoll

Unterwegs mit Billy und Lilly
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Schon beim ersten Blick auf das Cover hatte ich mich in dieses Buch verliebt. Normalerweise sind mit Cover nicht so wichtig, aber bei Kinderbüchern schon. Zudem wurde dieses hier ja von einem Künstler ...

Schon beim ersten Blick auf das Cover hatte ich mich in dieses Buch verliebt. Normalerweise sind mit Cover nicht so wichtig, aber bei Kinderbüchern schon. Zudem wurde dieses hier ja von einem Künstler illustriert. Ich habe mich gefragt, ob zuerst die Bilder oder zuerst die Geschichte da war. Aber das könnte natürlich nur Willy Puchner selbst beanworten.

Das Buch hat mir gut gefallen und mich auch in seinen Bann gezogen. Die Geschichte ist schön, besonders aber haben mich die Illustrationen in ihren Bann gezogen. Jede ist anders und auf ihre Art und Weise besonders. Allerdings habe ich mich gefragt, ob Kinder so lange und genau schauen und vor allem auch können. Ein Beispiel wäre für dafür das allererste Bild, auf dem man die rote Häsin sieht, die Anna zu Weihnachten bekommt und gleichzeitig sieht man auch einen Teil von Anna - aber ob kleine Kinder das wirklich erkennen? Für Fünfjährige scheint mir das Buch etwas zu komplex, ich glaube, es ist eher für ältere Kinder geeignet. Bestens könnte ich mir das Buch vorstellen, um damit ein Kunstprojekt zu machen. Und die Kinder selbst zu Kunst anhand der Geschichte zu animieren.

Auf jeden Fall aber sind die Bilder märchenhaft schön und faszinierend. Manche ganz einfach, manche hochkomplex, mit mehrere Ebenen und ganz viel zu entdecken. Ein Buch, das dazu einlädt, genauer hinzuschauen und sich ganz in die Kunst zu vertiefen.

Veröffentlicht am 10.10.2024

Solider Mittelteil

Signum
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Nach dem ersten Teil der Mittsommer-Trilogie, Refugium, war ich absolut geflasht und natürlich voller Spannung, wie es weitergehen wird. Auch, weil der erste Band mit einem fiesen Cliffhanger endet und ...

Nach dem ersten Teil der Mittsommer-Trilogie, Refugium, war ich absolut geflasht und natürlich voller Spannung, wie es weitergehen wird. Auch, weil der erste Band mit einem fiesen Cliffhanger endet und die Leser in Spannung hält. Schwer, dann so lange warten zu müssen!
Nun endlich hatte ich Teil 2 in der Hand und habe mich schnell festgelesen. Es war ein bisschen als hätte ich einfach weitergelesen, alles war recht schnell wieder präsent. Das mochte ich sehr. Julia und Kim sind mehr erneut schnell ans Herz gewachsen und die Geschichte war interessant zu lesen. Gerade auch Irma mochte ich sehr. Astrid ist auch eine starke Figur; vielleicht nicht die sympathischste, aber interessant.
Ich mag die Schreibweise von John Ajvide Lindqvist so sehr. Sein Blick für Details, die Kleinigkeiten und das Alltägliche, das er so pointiert darstellt. Einfach bezaubernd und faszinierend, wie man es schafft, auch bei solchen Themen und mit diesen sehr speziellen Figuren, den Lesern auch immer wieder ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern.

Für mich ein solider zweiter Teil, der nicht ganz so brillant war wie Teil 1, aber auf 3 hoffen lässt und Vorfreude macht!

Veröffentlicht am 08.10.2024

Im Traum anderer gefangen

Wavewalker
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Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, nachdem ich den Klappentext gelesen hatte. Man kann sich kaum vorstellen, dass eine komplette Kindheit wirklich so verlaufen kann. Da war und bin ich schon geschockt ...

Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, nachdem ich den Klappentext gelesen hatte. Man kann sich kaum vorstellen, dass eine komplette Kindheit wirklich so verlaufen kann. Da war und bin ich schon geschockt von den Eltern. Zumal die Autorin ja auch selbst schreibt, dass sie sich wundert, wie ihre Eltern, die selbst eine gute Ausbildung genossen haben, so gleichgültig der Ausbildung ihrer Kinder gegenüber sein können. Und dass es auch sonst niemanden gab, den das interessiert hätte ...

Doch von vorne. Suzanne und ihr kleiner Bruder gehen mit den Eltern auf dem Segelschiff Wavewalker auf große Reise. Sie ist erst 7 und wäre viel lieber in der Schule geblieben, aber die Eltern - vor allem der Vater - erfüllen sich damit einen Herzenswunsch. Und eigentlich sollen es auch nur drei Jahre werden - am Ende sind es zehn und damit die gesamte Kindheit. Suzanne muss Stürme, Arbeitseinsätze - auch in der Nacht - und vieles mehr durchleben. Sie ist nie alleine an Bord, aber trotzdem unglaublich einsam. Das konnte man durch die Zeilen auch nach den Jahrzehnten noch spüren, genauso wie ihre Verletztheit über die Gleichgültigkeit ihrer Eltern, vor allem der Mutter. Diese Passagen haben mir sehr zu schaffen gemacht. Man fragt sich, warum solche Menschen Eltern geworden sind und warum sie die Kinder nicht bei Verwandten, im Internet, ... zurückgelassen haben. So ein Leben ist auf Dauer nicht für Kinder und Heranwachsene geeignet, die sozialen Kontakte zu Gleichaltigen fehlen und vieles mehr auch. Wobei ich mir selbst das auch nicht vorstellen könnte, denn man hat keinerlei Rückzugsraum für sich selbst.

Ich fand es mutig, dieses Buch zu schreiben - auch gegen die Widerstände der Eltern - und so offen über ihre Gefühle zu sprechen. Gerne hätte ich mehr über den Alltag erfahren. Auch so banale Probleme wie den Toilettengang oder die Müllentsorgung. Oder auch wie es ist, wenn man so eng zusammen essen muss etc. Man erfährt viel über gefährliche Situationen, gleichzeitig hatte ich aber auch immer mal wieder den Eindruck, dass sich was wiederholt. Die einzelnen Fahrten - gerade zum Ende hin, als es immer wieder die gleiche Region ist - wurden bei mir im Kopf zu einer bzw. zu einem Durcheinander und ich konnte es nicht mehr gut auseinander halten.

Auf jeden Fall ein beeindruckendes Beispiel dafür, wie es ist, wenn Eltern ihre Träume wahr machen und die Kinder nur ein Anhängsel sind: "Er sah mich an, und in seinen Augen lag ein Ausdruck, den ich nur zu gut kannte - die Angst, im Traum eines anderen Menschen gefangen zu sein."