Platzhalter für Profilbild

WinfriedStanzick

Lesejury Star
offline

WinfriedStanzick ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit WinfriedStanzick über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.10.2017

Ein lustiges und warmherziges Bilderbuch für die kalte Jahreszeit, das das lange Warten auf den ersten Schnee garantiert verkürzt.

Die Schneemacher
0

Marsha Diane Arnold, Renata Liwska, Die Schneemacher, Gerstenberg 2017, ISBN 978-3-8369-5975-9

In unseren Breiten ist Schneefall im Winter ein eher seltenes Phänomen geworden. Wie sehnsüchtig kleine Kinder ...

Marsha Diane Arnold, Renata Liwska, Die Schneemacher, Gerstenberg 2017, ISBN 978-3-8369-5975-9

In unseren Breiten ist Schneefall im Winter ein eher seltenes Phänomen geworden. Wie sehnsüchtig kleine Kinder im Winter auf ein paar Schneeflocken arten, oder auch auf mehr, damit sie ihren Schlitten herausholen und den Berg hinabsausen können, davon erzählt dieses schöne Bilderbuch, das zuerst in New York erschienen ist (wo es mehr Schnee gibt als bei uns).

Der Dachs wartet sehnsüchtig auf den ersten Schnee. Er schaut in den Himmel, studiert Landkarten, aber der Igel sagt nur: „Es schneit, wenn es so weit ist. Wir müssen nur warten.“

Doch der Dachs ist ungeduldig und will zusammen mit dem Kaninchen, der Beutelratte und der Wühlmaus dem Schnee etwas nachhelfen, indem sie Zucker auf das Dach streuen. Doch dann haben sie ein Einsehen. Sie warten und spielen, warten und spielen – bis es soweit ist.
Ein lustiges und warmherziges Bilderbuch für die kalte Jahreszeit, das das lange Warten auf den ersten Schnee garantiert verkürzt.

Veröffentlicht am 11.10.2017

Es ist wichtig, dass du deine Bestimmung erkennst und sie dann auch lebst.

Meer als Alles.
0

Udo Schroeter, Meer als Alles, Adeo 2017, ISBN 978-3-.86334-166-4

In seinem ebenfalls bei Adeo 2016 erschienen Wandkalender „Bin am Meer“, das Motive und Texte seines gleichnamigen Buches variierte, schrieb ...

Udo Schroeter, Meer als Alles, Adeo 2017, ISBN 978-3-.86334-166-4

In seinem ebenfalls bei Adeo 2016 erschienen Wandkalender „Bin am Meer“, das Motive und Texte seines gleichnamigen Buches variierte, schrieb der auf die Insel Bornholm ausgewanderte Autor und Natur-und Sinncoach Udo Schroter unter ein Bild des Monats Juli:
„Die Vergangenheit ist für viele die Welt der Wunden. Die Zukunft ist oftmals die Welt der Angst. Das Leben findet im Hier und Jetzt statt“.

Doch vielen gelingt das nicht. Obwohl sie eigentlich alles erreicht haben im Beruf und der Partnerschaft, fühlen sich insbesondere viele Männer immer mehr als Fremde in ihrem eigenen Leben. Wer bin ich eigentlich wirklich? Was ist meine Bestimmung? Wofür bin ich auf der und was ist der Sinn meines Lebens?

Mit seinem neuen Buch nimmt Udo Schroter diese Fragen auf und nimmt den (männlichen) Leser mit auf eine Reise nach ganz persönlichen Antworten, zu denen er ermutigen möchte.

Sein Ich-Erzähler heißt Leif, ist so etwas wie das Alter Ego Schroeters. Leif ist Angelführer und verbringt mit dem Sinnsucher (steht für den Leser) eine intensive Zeit von fünf Tagen in der Natur. Sie kommen in ein offenes Gespräch, das auch vor sehr schmerzlichen Erinnerungen und Erfahrungen nicht Halt macht. Leif hilft Daniel sensibel und ehrlich, alte Schmerzen aus der Vergangenheit und seine Sorgen um die Zukunft loszulassen und die beglückende Erfahrung zu machen: das eigentliche Leben ist im Hier und Jetzt. Es ist wichtig, dass du deine Bestimmung erkennst und sie dann auch lebst.

„Irgendwann kommt der Tag, da musst du sterben!“ Charlie Brown
„Stimmt, aber an allen anderen werde ich leben!“ Snoopy





Veröffentlicht am 11.10.2017

So spannend und gegen den herkömmlichen Strich erzählt, habe ich Weltgeschichte noch nicht wahrgenommen.

Die Geschichte der Welt
0

Ewald Frie, Die Geschichte der Welt, C.H.Beck 2017, ISBN 978-3-406-71169-5

Ewald Frie, Professor für Neuere Geschichte an der Universität Tübingen hat 2009 schon ein erstes historisches Buch unter dem ...

Ewald Frie, Die Geschichte der Welt, C.H.Beck 2017, ISBN 978-3-406-71169-5

Ewald Frie, Professor für Neuere Geschichte an der Universität Tübingen hat 2009 schon ein erstes historisches Buch unter dem Titel „Das Schokoladenproblem“ vorgelegt, in dem er Kindern auf eine kindgerechte Weise die Verfassung des Landes Nordrhein-Westfalen erklärte und ihnen damit eine wunderbare Einführung in die Grundrechte bot und das, was eine Gesellschaft zusammenhält.

In seinem neuen hier vorliegenden, voluminösen, für Jugendliche und Erwachsene geeigneten und von Sophia Martinek hervorragend illustriertem Buch erzählt er die Geschichte der Welt erstmals ganz voraussetzungslos aus einer globalen Perspektive. Athen rückt so an den Rand, aber das traumhaft schöne Kilwa in Afrika wird niemand vergessen, der dieses mit wunderbarer Leichtigkeit geschriebene Buch gelesen hat.

Die Geschichte der Welt wird bis heute von Europa aus erzählt. Höchste Zeit für einen frischen Blick, dachte sich Frie. Denn Australien wurde vom Homo sapiens früher besiedelt als Europa. Menschen fuhren Tausende Kilometer über den offenen Pazifik, als die Römer noch ängstlich an der Küste entlangsegelten. Die Pyramiden und Städte Amerikas können es mit Babylon und Ägypten aufnehmen. Und während Westeuropa in der Neuzeit Glaubenskriege führte, erstreckte sich ein multikultureller Handelsraum von Ungarn bis Südindien. Aber natürlich geht es auch um die Barbaren im Abendland: Ewald Frie erzählt von ihren Entdeckungen und Eroberungen, ihren Revolutionen und Kriegen, die die Welt verändert haben. Seitdem wird unser Planet zu einer globalen Megacity, in der sich die Reichen von den Armen abschotten und trotzdem alle miteinander vernetzt sind.

So spannend und gegen den herkömmlichen Strich erzählt, habe ich Weltgeschichte noch nicht wahrgenommen.

Veröffentlicht am 11.10.2017

Ein wunderschönes Märchen, das aber nach Erklärungen der vorlesenden Erwachsenen verlangt.

Der selbstsüchtige Riese
0

Oscar Wilde, Lisbeth Zwerger, Der selbstsüchtige Riese, minedition 2017, ISBN 978-3-86566-348-1

Für diese, nun in der Miniversion von Minedition erschienene Ausgabe von Oscar Wildes Kunstmärchen „Der ...

Oscar Wilde, Lisbeth Zwerger, Der selbstsüchtige Riese, minedition 2017, ISBN 978-3-86566-348-1

Für diese, nun in der Miniversion von Minedition erschienene Ausgabe von Oscar Wildes Kunstmärchen „Der selbstsüchtige Riese“ hat Lisbeth Zwerger schon 1984 bei seinem ersten Erscheinen mit bezaubernden Bildern genau die Stimmung geschaffen, in der sich diese berührende Geschichte abgespielt haben könnte.

Als dieser große Mann von einer langen Reise zurückkehrt, stellt er fest, dass sich fröhliche und spielende Kinder in großer Zahl in seinem Garten eingerichtet haben. Er jagt sie zornig weg und verbietet ihnen jeglichen weiteren Zutritt. Ein Schild an der Tür zum Garten droht jedem Zuwiderhandelnden Strafe an.

Als nach einigen Monaten der Frühling nach einem langen Winter kommt, wollen die Vögel in seinem Garten nicht singen und die Bäume nicht blühen. Doch eines Morgens, geweckt durch seltsame und liebliche Musik, entdeckt er aus seinem Fenster schauend in seinem Garten neben vielen anderen Kindern einen kleinen zarten Jungen, der ihn schlussendlich erkennen lässt, dass er mit dem Vertreiben der Kinder im letzten Sommer einen großen Fehler gemacht hat.

Christliche Anklänge (der kleine Junge hat Stigmata Christi an seinen Händen) machen den Tod des Riesen auch für die zuhörenden Kinder erträglich: Der Junge sagt zu dem Riesen: „Du ließest mich in deinem Garten spielen, heute sollst du mit mir in meine Garten kommen, welcher das Paradies ist.“

Ein wunderschönes Märchen, das aber nach Erklärungen der vorlesenden Erwachsenen verlangt.


Veröffentlicht am 04.10.2017

Ein schönes, warmherzig von Eve Tharlet illustriertes Bilderbuch, das Kindern und Eltern Mut macht, sich gegenseitig ernst zu nehmen.

Zu groß oder zu klein
0

Catherine Leblanc, Eve Tharlet, Zu groß oder zu klein, minedition 2017, ISBN 978-3-86566-311-5

Der kleine Bär Martin macht mit seinen Eltern bei den verschiedensten Gelegenheiten die Erfahrung, dass sie ...

Catherine Leblanc, Eve Tharlet, Zu groß oder zu klein, minedition 2017, ISBN 978-3-86566-311-5

Der kleine Bär Martin macht mit seinen Eltern bei den verschiedensten Gelegenheiten die Erfahrung, dass sie ihn für manches zu klein und für wiederum anderes zu groß halten. Für die Babyflasche ist er zu groß, für das Essen mit Messer und Gabel zu klein. Für das Festhalten an seinem Kuscheltier ist er zu groß, für Papas Handy zu klein. Und so macht er viele Erfahrungen. Das macht ihn unglücklich und er beschließt, dass es so nicht weitergehen kann. Martin dreht den Spieß um.
Als sein Vater nicht an das oberste Regal seines Bücherschranks kommt, sagt er ihm, er sei zu klein. Und als er seine Mutter dabei beobachtet, wie sie einen Finger ins Marmeladenglas steckt um zu naschen, sagt er ihr, dafür sei sie doch nun wirklich zu groß.

Beide Eltern verstehen sofort, was ihr Kind ihnen damit sagen will und gemeinsam finden sie heraus, was sie gemeinsam machen können, und wofür niemand zu klein oder zu groß ist: sich kitzeln, sich Geschichten zu erzählen und gemeinsam Unfug und Quatsch zu machen.

Für gemeinsame Unternehmungen ist niemand zu klein oder zu groß. Ein schönes, warmherzig von Eve Tharlet illustriertes Bilderbuch, das Kindern und Eltern Mut macht, sich gegenseitig ernst zu nehmen.