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Veröffentlicht am 30.03.2020

Krimi aus einer längst vergangenen Zeit

Goldjunge (Ira Schwarz ermittelt 1)
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Köln 1967

Die Situation in Deutschland ist merkwürdig. Der Krieg ist vorbei, aber die Folgen des Krieges haben die Menschen immer noch nicht überwunden. Es gibt Familien, die wohnen immer noch in ärmlichen ...

Köln 1967

Die Situation in Deutschland ist merkwürdig. Der Krieg ist vorbei, aber die Folgen des Krieges haben die Menschen immer noch nicht überwunden. Es gibt Familien, die wohnen immer noch in ärmlichen Verhältnissen unter fast unmenschlichen Bedingungen. Das Denken und Handeln der Menschen ist oftmals noch in alten Strukturen, sie sind nicht offen für Veränderungen. Und doch gibt es kleine Neuerungen. Plötzlich gibt es weibliche Polizistinnen, die sogar versuchen in den Bereich der Ermittler, sogar bis zur Mordkommission vorzudringen.

Eine davon ist Ira Schwarz. Sie arbeitet als Kriminalhauptmeisterin für die weibliche Kriminalpolizei. Allerdings darf sie bei den echten Ermittlungen dann nicht dabei sein. Die weibliche Polizei soll eher den weiblichen Opfern oder auch den weiblichen Beschuldigten zur Seite stehen. Von richtiger Ermittlungsarbeit kann sie nur träumen.

Es ist großer Zufall, dass Ira in die Ermittlungen bei dem Mordfall um einen Jungen mit einbezogen wird. Dieser Todesfall erschüttert die gesamte Stadt. Der Junge wurde brutal misshandelt und ist an den Folgen gestorben. Sein Leichnam wurde dann auch noch angezündet. Die Suche nach einem Täter gestaltet sich anfänglich schwierig. Dann gibt es einen möglichen Verdächtigen, der für die damalige Zeit durch seinen Lebenswandel bereits auffiel. Er lebte unangepasst in einer Wohngemeinschaft und war zudem auch noch homosexuell. Die langen Haare und die entsprechende ungepflegte Kleidung lassen ihn als den idealen Tatverdächtigen erscheinen.

Dem Journalisten Ben kommen Zweifel und er stellt eigene Ermittlungen an. Obwohl Ira und er sich eigentlich nicht leiden können, merken beide schnell, dass sie an einem Strang ziehen. Gemeinsam versuchen sie weitere Spuren zu finden.

Das besondere an diesem Krimi für mich war, dass er zu einer Zeit spielte, von der ich so gar keine Ahnung hatte. So war die Auflösung des Krimis nicht nur lesenswert für mich, sondern auch die Ereignisse zu dieser Zeit. Viel zu wenig weiß man heute noch von damals, wie die Menschen gelebt haben und auch wie sehr man noch in den festgefahrenen Strukturen gelebt hat. Aber auch der Kriminalfall war in seiner Art besonders. Die falschen Spuren, die Unschuldigen die zu Verdächtigen wurden und die überraschende Auflösung haben mir in diesem Krimi gut gefallen.

Ich empfehle diesen Krimi sehr gerne weiter und vergebe verdiente vier Lesesterne.

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Veröffentlicht am 29.03.2020

Solider Krimi mit so einigen Überraschungen

Schiffsmord
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Das Auffinden der Leiche von Florian Gerber im Hafen von Sassnitz auf einer Yacht stellt die Ermittler vor vielen offene Fragen. Woher hatte der Finanzbeamte soviel Geld um sich eine Yacht leisten zu können? ...

Das Auffinden der Leiche von Florian Gerber im Hafen von Sassnitz auf einer Yacht stellt die Ermittler vor vielen offene Fragen. Woher hatte der Finanzbeamte soviel Geld um sich eine Yacht leisten zu können? Wer hatte das Opfer so brutal misshandelt, dass er an den Folgen starb?

Alles deutet daraufhin, dass sich der Tote offensichtlich in seinem Amt bestechen ließ. Vom Kauf einer Yacht in seinem näheren Umfeld weiß auch niemand etwas. Oder hat sein Tod mit dem tödlichen Unfall seiner Nichte vor einem Jahr zu tun?

Es gibt viele offenen Spuren in diverse verschiedene Richtungen, die es den Kommissaren nach den ersten Ermittlungen schwermachen die richtige Spur zu finden. Romy Beccare und ihr Team suchen händeringend nach Anhaltspunkten. Dann gibt es einen möglichen Verdacht und auf einmal haben alle das Gefühl auf ein Wespennest gestoßen zu sein.
Dieses war nicht mein erstes Buch von Katharina Peters. Ich habe auch schon einige Vorgängerbücher mit der Ermittlerin Romy Beccare gelesen. Ich muss gestehen, dieses Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Ein einfacher Mordfall entpuppt sich während des Lesens zu einem sehr komplizierten Geflecht, was scheinbar undurchsichtig ist. Da half auch kein konzentriertes Miträtseln. Die Auflösung war eine große Überraschung für mich, damit hätte ich so nicht gerechnet.

Ich empfehle diesen Krimi sehr gerne weiter und vergebe verdiente fünf Lesesterne.

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Veröffentlicht am 29.03.2020

Schwer durchschaubar, aber dann spannend

Wolves – Die Jagd beginnt (Ein New-Scotland-Yard-Thriller 3)
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Die Inhaltsangabe war es, die mich auf dieses Buch neugierig machte.

Ein Mann liegt tot mit einer Waffe in seinem Zimmer, augenscheinlich Selbstmord. Nur so kann es sein, denn Fenster und Tür sind von ...

Die Inhaltsangabe war es, die mich auf dieses Buch neugierig machte.

Ein Mann liegt tot mit einer Waffe in seinem Zimmer, augenscheinlich Selbstmord. Nur so kann es sein, denn Fenster und Tür sind von innen verschlossen. Und obwohl alles so offensichtlich zu sein scheint, gibt es Freunde vom toten Detective Sergeant Finlay Shaw, die nicht an einen Selbstmord glauben. Allen voran Detective William "Wolf" Fawkes, der das Opfer besonders gut kannte. Allerdings hat er selbst ein riesiges Problem. Aufgrund der Ereignisse eines vorherigen Falls in dem er involviert war, wird er verhaftet. Nur durch einen Deal mit dem Commissionar gelingt es den Haftbefehl auszusetzen. Gemeinsam mit seiner Kollegin Emily Baxter versucht er Spuren und ein Motiv für die mögliche Ermordung zu finden.

Die Suche ist kompliziert, vor allem weil es in der Vergangenheit aller Beteiligten etliche Verwicklungen in diverse Altfälle gab. Und genau dieser Umstand macht es am Anfang sehr schwierig für mich überhaupt in das Buch zu finden. Die Verweise auf alte Begegnungen oder vorherige Ereignisse erschwerten es mir mit den Protagonisten und den aktuellen Ereignissen zurecht zu kommen. Irgendwann hatte ich dann die Vorereignisse auch soweit verinnerlicht, dass ich endlich sehr viel besser mit dem Inhalt und mit den Beteiligten zurecht kam. Das war dann der Zeitpunkt, wo es für auch mich in diesem Buch sehr spannend wurde.

Letztlich hat sich der Ausgang des Buches für mich dann doch gelohnt. Aber das Fazit für mich ist, dass eine Vorkenntnis der beiden vorangegangenen Bände auf jeden Fall sinnvoll ist.

Von mir gibt es trotzdem eine Leseempfehlung verbunden mit dem Hinweis auf die Vorgängerbücher und verdiente drei Lesesterne.

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Veröffentlicht am 29.03.2020

Ein neues Ermittlerteam an der Ostsee

Der Herzmuschelmörder
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An der Ostsee gibt es eine neue Sonderkommission, die sich um alte, ungelöste Fälle kümmern soll. Aber auch die Suche nach Serienmördern und vermissten Personen bzw. Entführungen stehen auf dem Plan.

Molly ...

An der Ostsee gibt es eine neue Sonderkommission, die sich um alte, ungelöste Fälle kümmern soll. Aber auch die Suche nach Serienmördern und vermissten Personen bzw. Entführungen stehen auf dem Plan.

Molly Bleck ist noch gar nicht richtig in ihrer neuen Tätigkeit angekommen, da gibt es am Timmendorfer Strand bereits die erste Tote. Annika und ihre Freundinnen wollten sich am Wochenende beim Strandkonzert amüsieren. Annika signalisierte ihren Freundinnen noch, dass sie den Richtigen gefunden hätte. Stunden später war sie tot. Auffällig war, dass um ihren Kopf Muscheln drapiert wurden. Auch hatte der Mörder eine Nachricht hinterlassen. Für Molly und ihren Kollegen ist das gleich der erste Fall. Denn es gab in dieser Richtung bereits zwei weitere Opfer, die alle auf dieselbe Art getötet wurden.

Es könnte ein Krimi der klassischen Art werden, wenn die Ermittlerin Molly Bleck nicht dieses merkwürdige Gefühl bei den toten Frauen hätte. Sie hat den Verdacht, dass möglicherweise ihr Mann Ole, der vor zehn Jahren spurlos aus ihrem Leben verschwand, etwas damit zu tun. Alle Frauen ähnelten ihr mehr oder weniger und hatten auch ihre auffälligen roten Haare. Ihr Gefühl sagt ihr, dass Ole noch lebt. Aber ist das wirklich so? Wenn ja, haben die Morde mit ihr zu tun? Will er sich an ihr rächen?

Wieder einmal hat Ulrike Busch hier einen Krimi verfasst, der einen von der ersten bis zur letzten Zeile fesselt. Man will einfach wissen, was weiter passiert. Seite um Seite vertieft man sich in den Fall auf der Suche nach dem Mörder. Und es wird schnell klar, dass es da noch mehr gibt.

Immer wieder gefällt mir die Leichtigkeit der Sprache der Autorin. Zudem bin ich erneut begeistert von ihrem Schreibstil. Und obwohl es sich bei diesem Buch um einen Krimi handelt, gibt es da doch immer wieder diesen leisen, feinen Humor. Das macht im Übrigen die Bücher von Ulrike Busch aus.

Ich habe mich gefreut, dass Ulrike Busch sich dieses Mal an die Ostsee mit einer neuen Ermittlerin und neuem Team begeben hat. Ich bin mir sicher, dass wir von Molly Bleck noch weitere Fälle zu lesen bekommen.
Von mir gibt es auch für diesen Krimi eine Leseempfehlung und verdiente fünf Lesesterne.

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Veröffentlicht am 25.03.2020

Schöne Familiengeschichte über mehrere Generationen

Die Kleider der Frauen
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Paris 1940

Estellas Leben als kleine französische Schneiderin der Haute Coture ändert sich schlagartig, als sie einem guten Freund der Familie hilft dringende, wichtige Dokumente für den Kampf gegen die ...

Paris 1940

Estellas Leben als kleine französische Schneiderin der Haute Coture ändert sich schlagartig, als sie einem guten Freund der Familie hilft dringende, wichtige Dokumente für den Kampf gegen die Nazis an den geheimnisvollen Alex weiterzugeben. Nicht nur diese Begegnung mit Alex verändert ihr Leben. Er ist es auch, der ihr nahelegt sofort das Land zu verlassen, da nach dieser Aktion ihr Leben in Gefahr ist. Aber es kommt noch schlimmer. Ihre Mutter drückt ihr Papiere in die Hand und schickt sie nach Amerika mit den Worten, du kannst dorthin, du bist Amerikanerin und lebe deinen Traum, werde eine berühmte Designerin.

Mai 2015

Fabienne trifft in New York bei einer Ausstellung über "Die Schneiderin von Paris" ihre Großmutter Estelle. Diese möchte ihr Unternehmen "Stella Design" gerne in die Hände ihrer Enkelin legen. Auch sie hat früher einmal Kleidung für Frauen entworfen. Jetzt ist sie sich nicht mehr sicher, ob sie gut genug wäre um in die Fußstapfen ihrer Großmutter - der Schneiderin von Paris - zu treten.

Die Situation verändert sich relativ schnell, als Estelle erkrankt. Eigentlich wollte sie ihrer Enkelin noch einige Familiengeheimnisse enthüllen. Fabienne hatte sich über die Geburtsurkunde ihres Vaters gewundert, auf der statt des Namens ihrer Oma und ihres Opas völlig fremde Namen als Eltern standen. Es dauert lange, bis es ihr gelingt alle Geheimnisse ihrer Großmutter zu entschlüsseln.

Das Schöne ist, wir dürfen beim Lesen an der Auflösung der Geheimnisse teilhaben. So erfahren wir viel mehr über das Leben und die Entwicklung von Estelle damals in Paris, als auch später dann in New York. Aber auch das Leben von Fabienne und ihre Spurensuche in Australien und Amerika liest sich wirklich interessant.

Je mehr ich von Estelle erfahren habe, umso mehr hat mich ihr Schicksal berührt. Ganz besonders interessant fand ich dann im Nachwort, dass ein Teil der Geschichte wirklich passiert ist, dass es einige Personen die in ihrem Buch Erwähnung fanden und einen Teil der Hintergrundhandlung ausmachten gegeben hat.

Gut gefallen hat mir auch der Perspektivwechsel bei den beiden Protagonistinnen und wie es der Autorin gelungen ist, beide Handlungsstränge dann geschickt zusammen zu führen.

In diesem Buch geht es nicht nur um Liebe, sondern auch um Familiengeheimnisse, um Spionage und Mode. Diese Mischung liest sich wirklich gut. Der Autorin ist es gelungen eine Spannung zu erzeugen, bei der man gar nicht mehr aufhören will in dem Buch zu lesen.
Von mir gibt es eine unbedingte Leseempfehlung und verdiente fünf Lesesterne.

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