Cover-Bild Die Kleider der Frauen

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12,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Aufbau TB
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Historische Romane
  • Seitenzahl: 512
  • Ersterscheinung: 18.02.2020
  • ISBN: 9783746635675
Natasha Lester

Die Kleider der Frauen

Roman
Christine Strüh (Übersetzer)

"Zu lieben kann Wunden reißen, aber es kann diese auch heilen.".

1940: Als die Deutschen Paris einnehmen, wird die Haute-Couture-Schneiderin Estella in eine Mission der Résistance verwickelt, bei der sie dem geheimnisvollen Alex begegnet. In letzter Sekunde verhilft Estellas Mutter ihr zur Flucht, und sie gelangt nach New York – mit nicht mehr in der Tasche als einem goldenen Kleid und einem Traum: sich als Designerin in der von Männern beherrschten Welt der Mode einen Namen zu machen. Und dann steht sie auf einmal Alex gegenüber, der mehr über das Schicksal ihrer in Frankreich gebliebenen Mutter weiß, als er preisgeben will ...

„Natasha Lester erzählt von Frauen, die den Lauf der Welt verändern – und die Kleider, von denen sie schreibt, bringen einen zum Träumen!“ Ulrike Renk

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.03.2021

Die Kleider der Frauen

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Hinter dem Titel hatte ich eigentlich nicht viel erwartet, wurde aber vom Gegenteil überzeugt und förmlich mitgerissesn von der spannungsreichen Geschichte um die Frauen von Stella Design. Was Estella ...

Hinter dem Titel hatte ich eigentlich nicht viel erwartet, wurde aber vom Gegenteil überzeugt und förmlich mitgerissesn von der spannungsreichen Geschichte um die Frauen von Stella Design. Was Estella die fast ihr ganzes junges Leben in Paris gelebt hat und während des zweiten Weltkrieges nach Amerika gegangen ist, dort auf die Beine gestellt und erreicht hat, ist spektakuär. Sie ist eine starke Frau die sich in der Modewelt trotz vieler Niederlagen durchgesetzt hat und ihrer Enkeln Fabienne ein Modeimperium in der Gegenwart hinterlassen kann. Der Roman brilliert von seiner Lebendigkeit, der Liebe den Entbehrungen, harter Arbeit und einem Famliengeheimnis über Generationen, das sich wie ein roter Faden durch die ganze Handlung zieht. Die Story ist schillernd, bunt und fesselnd









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Veröffentlicht am 02.05.2020

Eine gelungene Mischung aus Mode, Liebe und Tiefgang

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Der Roman spielt auf zwei Zeitebenen, in deren Mittelpunkt jeweils eine starke Frau steht. Estella arbeitet 1940 im, von den Deutschen besetzten Paris, als Schneiderin und fertigt nebenbei Zeichnungen ...

Der Roman spielt auf zwei Zeitebenen, in deren Mittelpunkt jeweils eine starke Frau steht. Estella arbeitet 1940 im, von den Deutschen besetzten Paris, als Schneiderin und fertigt nebenbei Zeichnungen auf Haute Couture Schauen an, mit deren Hilfe anschließend günstige Imitate hergestellt werden. Nachdem sie unbeabsichtigt in eine Mission der Resistance verwickelt wurde, muss sie mit einem der letzten Schiffe nach Amerika fliehen, erst in diesem Zusammenhang erfährt sie von ihrer Mutter, das ihr Vater Amerikaner war. In den USA trifft sie dann auf einer Party genau den Mann wieder, der in Paris an der Mission der Resistance beteiligt war, die zu ihrer überstürzten Abreise geführt hat und er übt eine große Faszination auf sie aus, auch wenn sie sich zunächst dagegen wehrt. Aber nicht nur das, plötzlich steht ihr auch noch ihre Doppelgängerin gegenüber und neben ihrem Kampf, als eigenständige Designerin in Amerika Fuß zu fassen und in Liebesdingen das Richtige zu tun, hat sie auch einiges zu klären, was ihre Familiengeschichte angeht.

In der zweiten Zeitebene, im Jahr 2015, steht Fabienne, die Enkelin von Estella im Mittelpunkt, die von der Mode ihrer Großmutter fasziniert ist, aber noch etwas davor zurück scheut, in deren große Fußstapfen zu treten. Die beiden Frauen haben aber ein sehr enges Verhältnis und Fabienne beginnt, nach und nach immer mehr Geheimnisse ihrer Familiengeschichte aufzudecken. Handlungsorte im Jahr 2015 sind Paris, New York und Australien, wo Fabienne geboren ist. Und auch Estellas Enkelin sucht noch nach der großen Liebe.

Mir hat der Roman sehr gut gefallen, ich mag es sehr, wenn Bücher sowohl in der Vergangenheit als auch, durch eine zweite Zeitebene, in der heutigen Zeit spielen. Hier habe ich mehr über die gefährliche Arbeit der Resistance erfahren und gleichzeitig aber auch über die Modeindustrie der damaligen Zeit. Dass die Protagonistinnen immer wieder Schicksalsschläge zu verkraften hatten, sorgte ebenfalls für eine gute Portion Tiefgang. Der Schreibstil des Romans war angeblich lesbar und die Handlung hat mich gefesselt. Die verschiedenen Zeitebenen sorgten noch einmal zusätzlich für Spannung. Ich empfehle den Roman daher gerne weiter!

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Veröffentlicht am 11.04.2020

Dunkle Familiengeheimnisse

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„...Sie wusste, dass die zarten Blütenreihen von Weitem aussehen würden wie ein einziger funkelnder Goldstrudel und ihre wahre Komposition – ein geschwungenes Band von Rosen – erst zu erkennen sein würde, ...

„...Sie wusste, dass die zarten Blütenreihen von Weitem aussehen würden wie ein einziger funkelnder Goldstrudel und ihre wahre Komposition – ein geschwungenes Band von Rosen – erst zu erkennen sein würde, wenn man der Trägerin nahe genug kam...“

Wir schreiben das Jahr 1940. Estella Bisette arbeitet genau wie ihre Mutter für Monsieur Aumant. Sie stellen Designerkleider her. Noch ist Estellas Welt in Ordnung, auch wenn der Krieg immer näher rückt. Doch als sie eines Abends den schwer verletzten Monsieur Aumant findet und für ihn einen Auftrag erledigt, ändert sich das radikal. Genau wie ihre Mutter arbeitet Monsieur Aumant im Widerstand. Estella muss aus Sicherheitsgründen Frankreich verlassen. Plötzlich erfährt sie, dass ihr Vater Amerikaner ist und sie deshalb nach New York reisen kann.
Im Jahre 2015 soll Estella für ihr Werk auf einer Vernissage geehrt werden. Fabienne, ihre Enkelin, kommt dazu nach New York. Dort stößt auf ein Geheimnis in der Vergangenheit der Großmutter.
Die Autorin hat einen fesselnden historischen Roman geschrieben. Sie spannt gekonnt den Bogen aus der Vergangenheit in die Gegenwart.
Die Personen werden gut charakterisiert. Estella will sich in New York ein eigenes Leben aufbauen. Dazu möchte sie Kleider entwerfen, die die normale Frau auf Arbeit, aber auch in der Freizeit tragen kann. Sie ahnt nicht, dass sie in Amerika mit der dunklen Vergangenheit ihrer Familie konfrontiert wird. Außerdem trifft sie dort wieder auf Alex. Er ist der Mann, zu dem sie Monsieur Aumant geschickt hat.
Gegenwart und Vergangenheit wechseln sich in dem Roman ab. Je tiefer Fabienne in das Erbe ihrer Großmutter eintaucht, desto mehr Fragen ergeben sich für sie. Ich als Leser weiß stellenweise ein Stück mehr als sie.
Sehr detailliert lässt mich die Autorin in die Welt der Mode eintauchen. Viele von Estellas Kleidern werden so exakt beschrieben, das ein Bild vor Augen hatte. Gleichzeitig darf ich erleben, wie schwer es war, in dem Geschäft Fuß zu fassen.
Die Spannung des Buches ergibt sich nicht nur daraus, dass Alex` Leben wegen einer Arbeit im Widerstand ständig in Gefahr ist. Einen wesentlich größeren Anteil an der fesselnden Handlung haben die komplexen Beziehungen zwischen den Protagonisten. Und der Blick in die Vergangenheit offenbart Gewalt, Mord und Erniedrigung. Die Autorin erzählt in ihrem Roman etliche Einzelschicksale und verknüpft sie zu einer Familiengeschichte, die tiefe Spuren bei dem Einzelnen hinterlassen hat.
Bedrückend ist die Reise mit Alex nach Frankreich. Nur wenige Sätze zeigen, was aus dem stolzen Paris geworden ist. Ein Beispiel für das erniedrigende Leben wird durch Estellas Freundin verkörpert.
Zu den Stellen, wo es um Fabienne geht, möchte ich keine großen Ausführungen machen. Berührt haben mich allerdings Weisheiten, die sie von ihren Eltern und Großeltern mit auf den Lebensweg bekommen hat:

„...Er hat immer gesagt, wenn man nicht bereit ist, alles für den Partner aufzugeben, dann ist es keine wahre Liebe, sondern ein Strohfeuer, das nicht das Streichholz wert ist, mit dem man es angezündet hat...“

Im Nachwort geht die Autorin ausführlich auf die historischen Fakten ein, die die Grundlage für das Buch waren.
Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Es zeigt, wie viel Arbeit und Flei0 hinter der schillernden Welt der Mode steckt.
Schließen möchte ich mit den Worten, mit denen sich Fabienne von ihrer Großmutter verabschiedet hat:

„..Meine Großmutter ist körperlich vielleicht nicht mehr bei mir, aber ich weiß, dass sie nicht tot ist. Denn dazu ist ihr Erbe viel zu groß. Mehr als der sanfte Sternenglanz, mehr als der Reigen der Vögel, wandert sie durch die Straßen von Manhatten, die Straßen von Paris, von jeder Stadt, in der die Frauen ihre Kleider tragen. Sie ist im Knopf an einem Ärmel, in der Falte eines Rockes, in der Blume auf der Schulter eines Kleides...“

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Veröffentlicht am 03.04.2020

Mode und die große Liebe

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Der Roman „Die Kleider der Frauen“ von Natasha Lester spielt auf zwei Zeitebenen. In den 40er Jahren begleiten wir Estella und 2015 ihre Enkelin Fabienne.

Paris 1940, kurz vor der deutschen Besatzung: ...

Der Roman „Die Kleider der Frauen“ von Natasha Lester spielt auf zwei Zeitebenen. In den 40er Jahren begleiten wir Estella und 2015 ihre Enkelin Fabienne.

Paris 1940, kurz vor der deutschen Besatzung: Die Schneiderin Estella wird zufällig in eine Aktion der Résistance verwickelt. Ihre Mutter schickt sie aus Angst vor den Deutschen, die hart gegen den Widerstand durchgreifen, mit dem letzten Schiff nach New York. Sie versucht dort Fuß zu fassen und als Designerin Erfolg zu haben. Eines Abends begegnet sie dem geheimnisvollen Alex wieder, ein Spion, den sie bereits in Paris getroffen hat. Er bringt ihr Leben gehörig durcheinander und konfrontiert sie mit einem alten Familiengeheimnis.

New York 2015: Estella hat es geschafft mit ihrer Mode ein großes Imperium aufzubauen. Fabienne soll das Familienunternehmen leiten, traut sich aber nicht aus Angst vor der großen Verantwortung und dem Gefühl, nicht gut genug zu sein. Wird sie ihren Weg finden?

Die zwei Zeitebenen haben mit gut gefallen. Ich fand die Geschichte von Estella interessanter und spannender, was sicherlich zum einem an dem Familiengeheimnis lag, aber auch an der Zeit des Krieges. In Fabiennes Abschnitten bekommen wir ebenfalls aufschlussreiche Antworten zu Estellas Leben.

Estella mochte ich zu Anfang sehr gerne. Sie ist eine selbstbewusste und mutige Frau, die genau weiß was sie will und ihre Ziele verfolgt. Sie konnte mich aber nicht immer begeistern. In einigen Momenten ist sie unnötig kratzbürstig zu Alex, fühlt sich ihm überlegen und gibt ihre Fehler nicht zu, das hat sie mir hin und wieder wirklich unsympathisch gemacht. Außerdem handelt sie manchmal regelrecht dumm, dass man sie nur schütteln möchte.

Alex ist ein fantastischer Charakter, der alles tut für die Menschen die er liebt. Der immer wieder sein Leben aufs Spiel setzt um anderen zu helfen. Ihn habe ich sofort in mein Herz geschlossen und ich hätte ihn manchmal so gerne in den Arm genommen, wenn er meint er wäre nicht gut genug. Und die kurzen Kapitel aus seiner Sicht haben mich immer besonders berührt.

Auch Janie und Sam, Freunde die mit Estella ihren Traum verwirklichen wollen, fand ich hervorragend. Die Geschichte lebt auch von ihrer Freundschaft.

Die Atmosphäre wurde gut von der Autorin eingefangen. Man konnte die bedrückende Stimmung im besetzten Paris förmlich spüren. Aber auch der Wandel und der Fortschritt in New York der 40 Jahre war greifbar.

Das Thema Mode ist der rote Faden der uns durch die Geschichte begleitet. Das Hauptthema bleibt aber das Familiengeheimnis. So wird die Beschreibung von Entwürfen, Stoffen und Kleidern nie zu viel, sondern ist genau im richtigen Maß vorhanden.

Fabiennes Geschichte mochte ich ebenfalls. Ihr Anteil fällt im Buch allerdings deutlich kleiner aus. Ihre Entwicklung war schön mitzuerleben und ihre Liebe zu Will ist bezaubernd.

Fazit: Beide Geschichten haben mich berührt und zum Weinen gebracht. Es geht um die große Liebe, Freundschaft und die Familie.

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Veröffentlicht am 30.03.2020

Liebe in schwierigen Zeiten

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In dem Buch "Die Kleider der Frauen" erzählt die Autorin Natasha Lester von
der jungen Estella, die 1940 in Paris Kleider näht, aber auch welche für sich selber entwirft. Die politische Situation ...

In dem Buch "Die Kleider der Frauen" erzählt die Autorin Natasha Lester von
der jungen Estella, die 1940 in Paris Kleider näht, aber auch welche für sich selber entwirft. Die politische Situation in Paris spitzt sich zu und als Estella in eine riskante Aktion verwickelt wird, verhilft ihr ihre Mutter zur Flucht nach New York, denn sie möchte das ihre Tochter ihren Traum als Designerin zu arbeiten, verwirklichen kann. Paralell dazu wird die Geschichte von Fabienne, der Enkelin Estellas erzählt, die in der Gegenwart bedeutende Dinge aus dem Leben der mittlerweile steinalten Estella erfährt.
Das Buch ist sehr vielschichtig und facettenreich, denn es gibt nicht nur einen Einblick in die schwere Zeit des Nationalsozialismus in Frankreich, wobei vieles angedeutet wird und ich als Leser jedoch weiss, was mit den Juden passieren wird, sondern auch in die Modewelt in Frankreich und New York. Wie ist es mit der Rolle der Frau bestellt? Damals und auch in der Gegenwart. Neben vielen, teilweise traurigen Familienereignissen, geht es aber auch um Freundschaft, Vertrauen und Liebe. Viele verschwiegene Geheimnisse kommen ans Licht und trotz viel Leid überwiegt der Optimismus. Lebensfreude, die in düsteren Momenten gezeigt wird, es wird gesungen, getanzt und gelacht.
Vielleicht hat mich deswegen dieser Roman so begeistert, obwohl es viele Szenen in der Vergangenheit aber auch der Gegenwart gab, die mir die Tränen in die Augen trieben. Es ist auf jeden Fall ein ganz besonderer Roman, der viele Themen gekonnt miteinander vereint - erzählt mit einer gewissen Leichtigkeit. Grandios!

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