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Veröffentlicht am 20.04.2020

Estella und Fabienne

Die Kleider der Frauen
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Paris 1940, Estella und ihre Mutter arbeiten zusammen im Modeatelier von Monsieur Aumont. Die Mutter und ihr Chef arbeiten für den französischen Widerstand. So langsam rücken die Deutschen näher. Als Estella ...

Paris 1940, Estella und ihre Mutter arbeiten zusammen im Modeatelier von Monsieur Aumont. Die Mutter und ihr Chef arbeiten für den französischen Widerstand. So langsam rücken die Deutschen näher. Als Estella eines Tages Aumont angeschossen trifft, erledigt sie seinen Auftrag und trifft dabei den mysteriösen Alex. Bei der Übernahme von Paris beraten die beiden Frauen. Estella muss verschwinden. sie soll nach NewYork und dort vielleicht ihren Traum wahrmachen. Sie möchte eines Tages Modeschöpferin sein. Schweren Herzens trennen sie sich und Estella hat ihr goldenes Kleid dabei, daß ihr als Eintrittskarte in die Modewelt New Yorks dienen soll. Hier hat sie hart zu kämpfen und trifft erneut auf Alex.Zeitgleich wird die Geschichte von Fabienne, Fabienne ist ihre Enkelin und Nachfolgerin?, erzählt. Die findet im Jahr 2015 statt.Viele Fragen, wird es Estella schaffen zur Modeschöpferin aufzusteigen? Wer ist Alex, lebt ihre Mutter? Erkennt Fabienne den vorgezeichneten Weg oder nimmt sie ihn doch nicht wahr und wer ist Will?
Es ist rundum eine spannende Geschichte von einer interessanten Frau, die in NewYork etwas über ihren Vater erfährt und kurzfristig Schwester wird.
Die Charaktere sind gut gezeichnet, man kann sich sofort in sie hinein versetzen, auch in den Bösewicht. Die einzelnen Lebenssituationen sind atmosphärisch geschildert. Man spürt die Folgen des Krieges und die Bedrückung hautnah, kämpft mit Estella um ihre Stellung in der Modewelt und leidet mit ihr mit, wenn es um Liebe geht. Einzig der Abschnit mit Evelyn Nesbitt und Harry Thaws hat mich etwas aufgehalten. Da gab es viel zu denken und überlegen.
Eine Lesempfehlung für alle die gerne Roman mit Geschichte verknüpft lesen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.02.2020

Natur pur, Liebe und Sternenblüten

Sternenblütenträume
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Wer Ulrike Sosnitza kennt, erkennt auch ihre Bücher ziemlich schnell am Cover.

Wunderschön gemacht, zart, unaufdringlich und trotzdem mit Wiedererkennungsfaktor. Auch der Erzählstil hat mich beeindruckt,sie ...

Wer Ulrike Sosnitza kennt, erkennt auch ihre Bücher ziemlich schnell am Cover.

Wunderschön gemacht, zart, unaufdringlich und trotzdem mit Wiedererkennungsfaktor. Auch der Erzählstil hat mich beeindruckt,sie nimmt den Leser direkt mit in die liebevoll beschriebene Natur und in das Fotostudio des Vaters. In viele Charaktere hab ich mich glatt verliebt, besonders ist mir Marlon ans Herz gewachsen. Zu schön, welche Entwicklung der Junge gemacht hat. Von den Müttern hat mir Rebekka gefallen.

Geschichte:

Nina lebt wieder bei ihren Eltern. Ihr Freund hat sie verlassen, eine Wohnung hat sie auch nicht und bei ihrem Vater als Fotografin zu arbeiten, gefällt ihr besser als der alte Job. Um wenigstens ein bißchen Bewegung in ihr Leben zu bringen, fängt sie wieder an zu joggen. Auf einer Traumlichtung im Wald lernt sie Felix kennen. Sie verlieben sich sofort. Eines Tages machen sie eine Entdeckung, sie sind durch ein schreckliches Ereignis miteinander verbunden. Nina glaubt garnichts mehr. Wer ist der Schuldige und wer fühlt sich nur schuldig?

Sehr schön verstrickt die Autorin die Protagonisten in die Geschichte. Felix ist das beste Beispiel.Der einzige Minuspunkt ist das Zerwürfnis, das an ziemlich kurzem Faden aufgehängt ist.

Sollte Liebe nicht mehr vertrauen?

Lesen sie die Geschichte und lassen sie sich auf den "Tanzplatz" entführen.

Die Erwähnung eines bekannten Försters im Nachwort, finde ich ehrlich und es tut der Geschichte keinen Abbruch.



  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.02.2020

Blue und die Liebe

Die Frauen von Richmond Castle
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Vom Cover war ich sehr eingenommen und als Tray Rees Anhängerin gespannt auf die Geschichte.
Richmond Castle ist die Heimat der Camberwells. Die Familie besteht aus Kenneth, dem Vater, seiner Frau Mitch ...


Vom Cover war ich sehr eingenommen und als Tray Rees Anhängerin gespannt auf die Geschichte.
Richmond Castle ist die Heimat der Camberwells. Die Familie besteht aus Kenneth, dem Vater, seiner Frau Mitch und seinen Töchtern Merrigan und Ishbel, genannt Darling Blue. Bei dem Fest zur Volljährigkeit von Blue, lernen wir die Familie etwas näher kennen.
Kenneth istzweifellos ein Vater wie man ihn sich wünscht, obwohl er Blue an ihrem Geburtstag heftig überrascht. Mitch, die zweiteFrau von Kenneth wird heiß und innig von den Töchtern geliebt. Merrigan ist verheiratet und hat ein kleines Mädchen und spielt eigentlich eher die Dame.Blue,die jüngste, möchte zu gern Schriftstellerin werden, soll aber sich langsam nach einem Gatten in spe umschauen.EinesTages trifft Blue auf Delphine, die ihrem Mann davongelaufen ist und nicht weiß, wo sie bleiben soll. Für Blue ganz sebstverständlich, sie bringt sie zu ihrer Familie. Alle helfen und sie darf vorerst, solange sie will, bleiben.Schnell entwickelt sich tiefe Freundschaft und enge Verbundenheit. Dann kommen die Rückschläge, Delphines Mann taucht auf, ein lange gehütetes Familiengeheimnis drängt ans Licht, Mitch verläßt die Familie, Blue´s Freund versucht Selbstmord. Neben all dem Schlechten gibt es auch die guten Sachen, Blue darf als Aushilfskraft für eine Zeitung arbeiten, Merrigan ist wieder schwanger, nach dem Tod ihres Mannes findet Delphine eine neue Liebe.
Es gibt soviele Fragen, wie hat Kenneth Blue überrascht,was hatDelphine erlebt,wie hat Delphines Mann sie entdeckt und wie ist er gestorben,wo ist Mitch, kommt sie wieder zurück, kann das Familiengeheimnis gelöst werden und wer überhaupt ist Barnaby Tanner?
Eines zeigt Geschichte ein liebevoll funktionierender Familienverband ist dasBeste, was einem passieren kann und zu was starke Frauen imstande sind. DieFamilie Camberwell ist mir ans Herz gewachsen, nicht nur die Frauen, insbesondere auch Kenneth für seine großartige Vergebung. Mitgerissen hat mich dieses Buch diesmal nicht so, wie die AmySnow oder die Florence Grace, es war doch an manchen Stellen etwas ermüdend zu lesen. Vielleicht bin ich aber auch zu verwöhnt.
4Sterne und eine Leseempfehlung müssen schon sein!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.02.2020

Ein Pferdemädchen beißt sich durch

Lindenhof
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Die Geschichte hat einfach alles.

Zuerst ein wunderschön gelegenes Gestüt mit angeschlossenem Ferienhof, ganz viele Pferde und Ponys. Arthur Morbach und seine Enkelin Toni sind die Betreiber und Besitzer. ...

Die Geschichte hat einfach alles.

Zuerst ein wunderschön gelegenes Gestüt mit angeschlossenem Ferienhof, ganz viele Pferde und Ponys. Arthur Morbach und seine Enkelin Toni sind die Betreiber und Besitzer. Leider sitzt Antonia, genannt Toni, seit einem Unglück im Rollstuhl, geht aber vollständig auf in "ihrem" Pferdehof. Sie managed den Ferienbetrieb und die Pferdetherapien. Kann trotz ihrer Behinderung reiten und sitzt fest im Sattel, ob das jetzt ihr Pferd oder die Belange des Hofes betrifft. Das sie einen guten Umgang mit den Angestellten pflegt, versteht sich bei ihr von selbst.

Leider schreibt der Hof rote Zahlen und Herr Morbach möchte verkaufen, da er glaubt Toni könne diese Last nicht tragen und er sein Alter spürt.

Eines Tages kommt Jan Ollson, er interessiert sich für den Hof und möchte kaufen. Toni verliebt sich wider Willen in ihn. Durch seine Arbeit als Physiotherapeut erkennt er, daß es eine Möglichkeit gibt für Toni wieder laufen zu können. Ab hier soll der geneigt Leser selber lesen.Es gibt soviele Fragen. Wer ist Thomas, wer hat das Unglück verursacht, wird Toni die Möglichkeit wahrnehmen, wieder laufen zu können? Wird Herr Morbach verkaufen und warum glaubt Toni Jan nicht mehr?.

Das werden sie nur wissen, wenn sie die Geschichte lesen. Ein klasse , bildhafter Schreibstil! Man ist immer mit dabei und kann fast mithören, reiten, riechen und schmecken und vor allem die wunderschöne Landschaft geniessen.

Zudem wird in der Geschichte sehr schön gezeigt, daß es sich immer lohnt zu kämpfen, ob mit Behinderung oder ohne und das eine Behinderung nicht das Ende aller schönen Dinge sein muß.

Sehr empfehlenswert!!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.02.2020

Der Radiergummi und der tägliche Wahnsinn!

»Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten« und »Einladung zum Klassentreffen«
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Der Schreibstil hat mir gut gefallen, diese Schachtelsätze, das Tempo und diese unglaublichen intensiven Beschreibungen man konnte richtig dabei sein. Die Dame muß federn! Herrlich, ich hab mich schnell ...

Der Schreibstil hat mir gut gefallen, diese Schachtelsätze, das Tempo und diese unglaublichen intensiven Beschreibungen man konnte richtig dabei sein. Die Dame muß federn! Herrlich, ich hab mich schnell mal in die Arme von Herrn Fredenbek gelegt und mir das vorgestellt.
Hans Fredenbek erlebt so einiges in seinem Monolog. Er vermißt schmerzlich seinen Radiergummi und fühlt sich nur noch als halber Beamter. Durch Karin Umlauf wird seine Phantasie angeregt, es wird hoch erotisch!! Wir erfahren so einiges über das Seelenleben der Frau. Interessant fand ich auch, daß die VBB länger anhält als beim körperlichen Sex.
Kurzfristig fällt er dann wieder in sein normales Büroleben zurück.
Eigentlich bestätigt er mit jedem seiner Sätze und Aktionen, daß er zwar verheiratet ist, aber primär mit seinem Beruf. Das wird zum Schluß bei der Auflösung von Shz nochmal deutlich.
Das Theaterstück kann ich mir sehr gut auf der Bühne vorstellen, am besten mit dem Autor selbst.Ich denke, er kann seinen Herrn Fredenbek, das Glühfeuer, die Zerrissenheit, die Hochs und die Tiefs am besten darstellen.Ein kleiner Minuspunkt, ich finde das Büro ein bißchen ältlich. Vielleicht kann man das ein bißchen modernisieren.
Insgesamt fühlte ich mich hervorragend unterhalten und hab auch ein bißchen was gelernt.

Einladung zum Klassentreffen.
Mit der Geschichte können sich auch jüngere Leute identifizieren.
Zu Anfang wird wieder das Bühnenbild geschildert und die anwesenden Personen.
Er Carsten ruft Sie an. Er möchte sie zum Klassentreffen einladen. Es folgt eine Phase des Wiedererkennens, dann wird die Klasse abgearbeitet. So langsam wird die Geschichte intimer. Es geht an das Eingemachte. Zum besseren Verständnis folgen Rückblendungen mit dem Ex Holger und mit der Therapeuthin. Marina ist eine tief zerrissene Frau. . Als Beweis , daß sie Marina ihm vertrauen kann, erinnert er sie an wunderschöne Poesie: Leg dein Herz in meine Hände....das sollten sie zu Ende lesen, herrlich romantisch!
Den Schluß müssen sie unbedingt selber lesen.
Die Geschichte liest sich gut, romantisch,poetisch, modern, können sicher eine Menge Leute einen Bezug dazu herstellen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere