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Veröffentlicht am 29.09.2016

Ein lange gehütetes Geheimnis

Das Geheimnis der Mittsommernacht
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Wieder hat es Christine Kabus geschafft mich tief nach Norwegen zu führen. Die Gegend um Roros, ein Bergstädtchen im Jahre 1895 ist Ort der Handlung. Es gibt herrliche Landschaftsbeschreibungen, dazu kriegt ...

Wieder hat es Christine Kabus geschafft mich tief nach Norwegen zu führen. Die Gegend um Roros, ein Bergstädtchen im Jahre 1895 ist Ort der Handlung. Es gibt herrliche Landschaftsbeschreibungen, dazu kriegt man das politische Geschehen zu dieser Zeit sehr gut mit, auch die damaligen Glaubenshaltungen. Ja, ich konnte sogar ein bißchen Norwegisch lernen, Land und Leute wurden authentisch geschildert. Die Kapitel sind sehr schön unterteilt in Sofie und Clara, die Hauptpropagandisten der Geschichte.Ich habe mich dank ihres Schreibstils sofort an den Ort des Geschehens versetzen können.
Zur Geschichte:
Olaf Ordal ist gerade dabei mit seiner Frau Clara undseinem Sohn Paul nach Samoa überzusiedeln, da erreicht ihn eine Nachricht aus Norwegen von seinen Eltern.. Er reist sofort mit seiner Familie nach Norwegen. Bevor er sich mit den Eltern versöhnen kann, passiert leider ein Unglück. Clara und Paul sind alleine. Der kleine Paul will nicht weg vom Grab seines Vaters. So beschließt Clara vorerst zu bleiben. Paul wird schnell ein kleiner Norweger, geht in die Schule, spricht Norwegisch einigermaßen, findet eine Freundin und gilt zuletzt als Wunderkind. Clara findet Arbeit und lernt Sofie kennen. Wer ist Sofie? Findet Clara eine neue Liebe? Wer ist Siru? Was ist das Geheimnis?
Das und noch viel mehr sollten sie liebe Leserin selber herausfinden. Es lohnt sich! Eine absolute Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 01.07.2018

Berührend, romantisch, einrach schön

Der letzte Liebesbrief
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Ich habe mich tief berührt gefühlt von der Geschichte die hauptsächlich von Nell erzählt und ihrer Suche nach einer verloren geglaubten Liebe für ihre Tante. Was mit einem Brief anfängt, hört nicht auf, ...

Ich habe mich tief berührt gefühlt von der Geschichte die hauptsächlich von Nell erzählt und ihrer Suche nach einer verloren geglaubten Liebe für ihre Tante. Was mit einem Brief anfängt, hört nicht auf, sie muß immer weiter suchen und sie entdeckt soviel, Mutterliebe, ganz anders als sie geglaubt hat, sie findet zu sich selbst, ein netter junger Mann begleitet sie. Beim vorletzten Brief findet sie ihren Vater und es lösen sich etliche Blockaden. sie kann endlich an sich selbst glauben und an die Liebe, auch für ihre Tante findet sie das Glück, eine lange verschwiegene Schuld quält nicht mehr. Es bleiben viele Fragen wer ist dieser junge Mann, kann sich Nell ihm und seiner Familie öffnen, wer ist Julie? Woher hat Nell eigentlich die Narbe in ihrem Gesicht? Auch bei der Suche nach den Briefen erlebt sie einiges, die sind nämlich oft sehr gut und schlecht begehbar versteckt, manche Rätsel müssen gelöst werden. Selbst am Ende bleibt es noch spannend. Was stellt das letzte Bild dar und wie entscheidet sich Nell!

Veröffentlicht am 16.06.2018

Dünenzauber an der Ostsee

Dünenzauber
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Klara und Jessi, zwei beste Freundinnen, reisen nach Prerow an die Ostsee. Klara haßt die Ostsee, da sie aber die Hochzeit ihrer Freundin hier organisieren muß, bleibt ihr nichts anderes übrig. Das muß ...

Klara und Jessi, zwei beste Freundinnen, reisen nach Prerow an die Ostsee. Klara haßt die Ostsee, da sie aber die Hochzeit ihrer Freundin hier organisieren muß, bleibt ihr nichts anderes übrig. Das muß in drei Wochen gelungen sein, also packen sie es sofort an. Dann verrät Jessi Klara ein Geheimnis und warum sie die Hochzeit platzen lassen will.Klara überzeugt sie vom Gegenteil. So ist dann eine Menge zu tun. Klara beschäftigt ein einsamer (alter) Angler, der sie retten will und ihr öfter begegnet. Da Klara sehr mit ihrer Schwangerschaft zu tun hat, ist Klara auch mal alleine unterwegs. Im "Binnen und Butten" bei einem Grog, glaubt sie eine sehr bekannte Frau zu entdecken. Das wäre für sie, die Redakteurin eines kleinen Blättchens natürlich der Knaller. Aus diesem Grund sind die Freundinnen ab und zu getrennt unterwegs, denn Klara hat herausgefunden, wo die Frau wohnt. Sie zieht in die Pension gegenüber, ihrem Chef hat sie schon davon erzählt.Sie muß es schaffen, die vermeintliche Person zu enttarnen.
Schafft sie das, wer ist der zweite Trauzeuge, gewöhnt sich Klara an die Ostsee, heiraten Jessi und ihr Freund wirklich, wer ist Tom? Viele Fragen!
Ich fand die Geschichte unterhaltsam, vor allem durch Klara´s Teil. Prerow muß ein sehr schöner Ort sein, auch Binnen und Butten gibt es wirklich. An der Geschichte gefällt mir sehr, daß man ein bißchen nachgoogeln kann und so eine bessere Vorstellung von den Örtlichkeiten und den Wegen der Protagonisten hat.
Insgesamt eine schöne Geschichte für den Strand oder ein paar andere gemütliche Lesestunden.

Veröffentlicht am 26.05.2018

Interessant, die Geburt einesParfüms und ein Stück weit dasLeben einer interessanten Frau

Mademoiselle Coco und der Duft der Liebe
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Meinung: ein sehr interessanter Teilausschnitt aus dem Leben Coco Chanels. Es wird hauptsächlich aus den Jahren 1919-1921 erzählt. In dieser Zeit entwickelt sie ein Monument ihrer Liebe zu Boy, Chanel ...

Meinung: ein sehr interessanter Teilausschnitt aus dem Leben Coco Chanels. Es wird hauptsächlich aus den Jahren 1919-1921 erzählt. In dieser Zeit entwickelt sie ein Monument ihrer Liebe zu Boy, Chanel No.5. Im Prolog lesen wir ein kleines Stück von ihrer sicherlich nicht leichten Kindheit. Sehr lange trauert sie um Boy, ihren bis dahin besten Freund, der bei einem Unfall ums Leben kam. In der Geschichte kommen sehr bekannte Persönlichkeiten vor, zum Beispiel Igor Strawinsky, mit dem sie eine kurzfristige Affäre verband, Picasso, ein russischer Fürst, der als Zarewitsch galt. Im Rahmen der Entwicklung ist auch sehr interessant von Francoise Coty und Lalique zu lesen,Sergej Djagilew, den Impresario von "Ballets Russes" finden sie auch in "Die Schwester des Tänzers" von Eva Stachniak. Von Picasso und ungefähr der gleichen Zeit, lesen sie viel in "Madame Picasso" von Annie Girard. Wer Coco Chanel und die Stimmung in Paris und in der Weltpolitik um 1920 besser verstehen will, dem möchte ich diese 2 Bücher noch empfehlen.

Bei der Schöpfung von Chanel No.5 fand ich interessant, daß Coco ein Duft gefiel, der extra für eine russische Fürstin hergestellt wurde, Bouquet de Catherine!

Auch die Geschichte von Fürst Romanow ist interessant zu lesen.

Im Anhang werden nochmal die Hauptcharaktere beschrieben und wie ihr Leben verlief.

Alles in allem ein Buch, daß sehr gut recherchiert wurde, einen interessanten Teil von Cocos Leben beschrieben hat und mich angeregt hat, eine richtige Biographie zu kaufen, sogar ein kleines Fläschchen Chanel No.5 hab ich mir zugelegt und natürlich hab ich viel gegoogelt.

Lesen sie es, meine Damen, vielleicht finden sie ja ein neues Dufterlebnis.



Veröffentlicht am 23.05.2018

Agneta muß sich entscheiden

Die Frauen vom Löwenhof - Agnetas Erbe
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1913 in Stockholm, hier lebt Agneta als Kunststudentin. Hier kann sie frei sein und leben wie sie mag. Sie hat sehr zum Ärger ihrer Eltern das heimatliche Gut verlassen, wo sie ständig in Pflichten und ...


1913 in Stockholm, hier lebt Agneta als Kunststudentin. Hier kann sie frei sein und leben wie sie mag. Sie hat sehr zum Ärger ihrer Eltern das heimatliche Gut verlassen, wo sie ständig in Pflichten und Konventionen gepresst wurde und leider nur das zweite Kind und eine Tochter war. Sie lebt mit einem angehendenArzt Michael zusammen und ist Anhängerin der aufbrechenden Frauenbewegung. Eine beste Freundin Marit gibt es auch. Doch dann, der Schock, ein Telegramm trifft ein. Ihre Mutter schreibt, daß Vater und Bruder verunglückt sind und ihre sofortige Heimkehr erforderlich ist. Im ersten Überschwang der Gefühle verspricht sie Michael und Marit auf jeden Fall zurück nach Stockholm zu kommen.
Zuhause auf Gut Lejongard wird sie von ihrer Mutter kühl empfangen und erlebt gleich den nächsten Schock, ihr Vater ist tot. Ihr schwerverletzter Bruder nimmt ihr das Versprechen ab für das Gut zu sorgen.
Agneta fällt nachdem Tod des Bruders mit einem Schlag in das Leben ihrer Kindheit zurück. Sie hat sich entschieden für das elterliche Gut da zu sein. Jetzt gelten wieder andere Gesetze. Eine Gräfin muß sich schon mal anders kleiden. Ab jetzt wird es spannend. Es gilt den Brand aufzuklären, bei dem Vater und Bruder ums Leben kamen. Susanna ein Hausmädchen ist schwanger. Von wem? Agneta kümmert sich um sie. Sie verschafft ihr mit Hilfe von Marit ein normales Leben mit einem Scheingatten. Warum spielt Susannas Kind auch noch später eine Rolle in Agnetas Leben? Eines Tages kommt Max, er wird neuer Gutsleiter und erweckt in Agneta alte Sehnsüchte. Er verschwindet eines Tages plötzlich. Warum muß Agneta noch lange an ihn denken? Da gibt es auch noch Lennard, den Jugendfreund! Auch ihre Mutter Stella ist eine harte Nuß, die aber so langsam Agnetas Leistung anerkennt. Zum Schluß lösen Agenta und Lennard noch ein großes Problem und auch ihre Mutter ist glücklich.
Meine Meinung:
Eine schöne Geschichte als Auftakt einer Trilogie. Ich mag Agneta, sie ist ein starker Charakter und läßt ihr Freiheitsdenken nie ganz los und ist trotzdem für die Familie da. Interessant fand ich die Stellen über die aufkeimende Frauenbewegung. Puh, man konnte sich mit 25 als volljährig erklären lassen, aber immerhin, ich hätte das nicht mal gedacht! Auch das Susanna praktisch das Eigentum ihres Arbeitgebers war, gottseidank hat ja Agneta nicht mehr so gedacht. Auch die Geschichten vom Gut gefallen mir, viel Schweden, viel Pferde und auch ein bißchen Adel.
Vorn vorne, man kann Agneta gut erkennen auf dem Cover bis hinten eine tolle Geschichte. Ich bin schon gespannt auf den nächsten Band,vor allem da Susannas Töchterchen ja Matilda heißt und diese Agneta versprochen hat, Matilda eines Tages von ihrem Vater zu erzählen.