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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.03.2026

Während das Cover verspielt wirkt, sind die Themen sehr ernst

Der Sommer, der uns blieb
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Das Buch fällt zunächst schon mal durch seine ansprechende optische Gestaltung auf, dazu zählt neben dem wunderschön verträumt wirkendem Cover, das sich nicht nur auf dem Schutzumschlag sonden auch auch ...

Das Buch fällt zunächst schon mal durch seine ansprechende optische Gestaltung auf, dazu zählt neben dem wunderschön verträumt wirkendem Cover, das sich nicht nur auf dem Schutzumschlag sonden auch auch dem Buch selbst befindet, auch der farblich bedruckte Buchschnitt sowie ein Lesebändchen. Die innere Gestaltung besticht durch ein ansprechendes Schriftbild, in der Mitte gibt ein transparentes Bild mit dem See der Kindheit der Hauptfiguren, sowie den einzelnen kurzen Kapiteln jeweils kleine Lebensweisheiten bzw. Sprüche in einer anderen Schrift vorangestellt werden. Mir hat die Gestaltung sehr gut gefallen und die Autorin hat die Geschichte ihrer drei Hauptfiguren - Britta, Martin und Pia, diese jeweils sie selbst erzählen lassen. Dies geschieht in kurzen Kapiteln, wobei der Name des Erzählenden immer genannt wird und sie wechseln sich scheinbar willkürlich ab und schwenken zwischen Vergangenheit und Gegenwart hin unher. Schnell wird mir klar, dass die schöne, unbeschwerte Kindheit der Nachbarskinder und Freundestro nicht so unbeschwert war. Nach dem Abitur verschwindet Pia spurlos und lässt die anderen beiden zurück, doch auch deren Kontakt endet. Zwanzig Jahre später treffen die drei am Ort ihrer Kindheit gewollt und ungewollt wieder aufeinander, wobei nur Martin dort noch wohnt. Mich hat der Roman sehr bewegt und auch sehr traurig gemacht, denn das Leben hat vieles für sie im Gepäck. Wer einen leichten und fröhlichen Sommerroman erwartet, liegt hier völlig verkeht, denn es werden viele ernste Themen behandelt. Eine Anmerkung noch am Rande, auch Corona wird häufiger erwähnt, obwohl es nie zum Hauptthema wird.
Trotz allem blieben mir die Figuren teilweise zu wenig beschrieben und ich hätte manchmal, insbesondere bei Britta und Martin mehr über ihr Gefühlsleben bzw. Gedanken erfahren. Es wurde einiges am Rande erwähnt und für mich nicht zu Ende erzählt.
3,5 Sterne

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Veröffentlicht am 16.03.2026

Vielfältiges Kinderbuch mit anspruchsvollen Texten

Judiths kleine Farm
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Ich finde die Autorin Judith Rakers sehr sympathisch und kenne sie natürlich als Nachrichtensprecherin und Moderatorin. Auch weiß ich um ihre Leidenschaft dem Gärtnern, dem sie sich seit einigen Jahren ...

Ich finde die Autorin Judith Rakers sehr sympathisch und kenne sie natürlich als Nachrichtensprecherin und Moderatorin. Auch weiß ich um ihre Leidenschaft dem Gärtnern, dem sie sich seit einigen Jahren verschrieben hat. Bisher habe ich nur positives über ihre Bücher gehört, aber bis dato noch keines von ihr gelesen bzw. Kindern vorgelesen. Die kleine Leserin, mit der ich dieses Buch gelesen habe, fand die Zeichnungen der Tiere total schön und konnte sich insbesondere nicht von den Katzen losreißen. Doch genau an dieser Stelle tauchten dann auch Fragen und Ängste auf, da es fand, dass das Fohlen Charlie bestimmt Schmerzen wegen des Ziehens am Strick hat und als die Katzen alleine auf der Straße waren, da hatte sie fast keine Geduld auf das Beenden des Vorlesen des Textes zu warten, sondern wollte unbedingt weiterblättern, um zu sehen, ob es den Katzen gut geht.
Ich selber als Erwachsene fand den Text für vierjährige Kinder ziemlich viel und schwierig, da u.a. auch Ausdrücke "Tschüssikowski" oder überhaupt viele Worte mit denen Kinder, in dem Alter, nicht sofort etwas anfangen können.
Was ich sehr schön fand, war die Einheit über das Kartoffelpflanzen oder die Pferdepflege, die für mich aber besser hinten im Buch als Anhang mit Sachwissen aufgehoben gewesen wären. Stattdessen wurde die Erzählung dafür unterbrochen, was uns beide - klein und groß - gestört hat. Was ich trotz der schönen Idee der Bastelecke leider nicht so gut fand, war der Gebrauch einer Kartoffel als Stempel. Es handelt sich um Lebensmittel und da hätte ich anderes Materal besser gefunden.
Trotzdem hat mir das Buch gut gefallen, aber ich würde es definitiv nur für vorleseerfahrene Kinder mit viel Ausdauer empfehlen und auf keinen Fall abends zum ersten Mal vorlesen, denn es ist schon "spannend".
Vier Sterne - insbesondere für die schönen Illustrationen!

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Veröffentlicht am 15.03.2026

Eine Story, die mir unter die Haut ging

Der Kuckucksjunge
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Ich habe sehnsüchtig darauf gewartet, dass es nach "Der Kastanienmann" einen weiteren Teil gibt und meine hohen Erwartungen an einen zweiten Teil sind mit "Der Kuckucksjunge" voll erfüllt worden. Vorkenntnisse ...

Ich habe sehnsüchtig darauf gewartet, dass es nach "Der Kastanienmann" einen weiteren Teil gibt und meine hohen Erwartungen an einen zweiten Teil sind mit "Der Kuckucksjunge" voll erfüllt worden. Vorkenntnisse aus dem ersten Teil sind nicht unbedingt erforderlich, denn die Figuren werden gut eingeführt. Naia Thulin will als Kommissarin eigentlich nicht mehr draußen vor Ort arbeiten und schon gar nicht mehr in die Nähe von Schauplätzen von Gewaltverbrechen arbeiten, da sie zuverlässig für ihre Tochter da sein möchte. Doch aufgrund der Spurenlage vor Ort wird sie vom Chef der Cyperkriminalität ausgeliehen und kommt in das Haus von Silje, einer geschiedenen Frau und Mutter einer Tochter, die verschwunden ist. Diese hatte in der Vergangenheit Anzeigen bei der Polizei wegen Stalking aufgegeben und sie fühlte sich bedroht. Schnell gibt es Hinweise auf eine echte Bedrohung.... Der Ermittler Mark Hess mit Naia im Fall des Kastanienmannes zu tun wird ebenfalls mit dem neuen Fall betraut, der sehr verzwickt ist.
Ich habe das Buch innerhalb weniger Tage gelesen, denn es war sehr spannend und ich hatte das Gefühl ganz nah dabei zu sein. Die Bedrohung und die Angst, die der Täter mit Fotos und Nachrichten schürt , ist perfide. Währenddessen kämpft Marie, die Mutter von Caroline dafür, dass die Ermittlungen am Mord ihrer Tochter vor zwei Jahren nicht im Sande verlaufen. Sie ist von ihrem Mann Tom mitllerweile getrennt, da er es nicht mehr ausgehalten hat, wie verbissen sie weiterhin das Ziel verfolgt, dass der Täter gefunden wird. Die beiden gemeinsamen Söhne leiden jeder auf ihre Weise.
Der Autor schaffte es viele kleine Spuren zu legen, die ich ebenso wie die Ermittler verfolgte und doch hatte ich den Mörder keine Minute früher als Naia und ihre Kollegen in Verdacht. Spannung pur bis zu letzten Minute und dazu immer auch die private Seite von Naia und MarK, sowie der Opfer.
Fünf Sterne und ich bin gespannt, ob es einen neuen Fall geben wird.

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Veröffentlicht am 12.03.2026

Wundervolles Bilderbuch mit Aufforderungscharakter

Bloß nicht öffnen
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Dieses Bilderbuch besticht durch wundervolle, sehr ansprechende Illustrationen samt kurzen Texten, die die Kinder auffordern mit dem Buch aktiv zu werden. Ganz egal, ob es darum geht, wie das Buch zu halten, ...

Dieses Bilderbuch besticht durch wundervolle, sehr ansprechende Illustrationen samt kurzen Texten, die die Kinder auffordern mit dem Buch aktiv zu werden. Ganz egal, ob es darum geht, wie das Buch zu halten, zu schütteln oder zu berühren ist, es macht Spaß. Da der Text dir als Leser bzw. dem Kind mitteilt, dass du dazu beigetragen hast, dass die Tiere ihr Gehege verlassen konnten, musst du nun dafür sorgen, dass sie wieder in ihr Zuhause zurückkommen. Die Mimik und Gestik der Tiere ist so super, dass man sie auch ohne Worte verstehen kann. Ein sehr gelungenes Kinderbuch, was aufgrund der Größe sich auch für kleine Kindergruppen und Bilderbuchbetrachtungen eignet. Einziger Wermutstropfen ist die Ausstattung des Buches mit Papierseiten, die nicht für häufigem Gebrauch bestimmt sind. Es wären hier stabilere, abwischbare Pappseiten zu empfehlen gewesen.

Da das Buch ansonsten ein absoluter Knüller ist.... fünf Sterne!

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Veröffentlicht am 12.03.2026

Schwacher Teil

Einsames Watt
1

Ich habe viele Teile der Reihe gelesen oder gehört und manche haben mir sehr, andere mittelmäßig gefallen, jedoch gab es immer einen Cliffhanger, der mir Lust auf das nächste Buch machte.Ich habe mich ...

Ich habe viele Teile der Reihe gelesen oder gehört und manche haben mir sehr, andere mittelmäßig gefallen, jedoch gab es immer einen Cliffhanger, der mir Lust auf das nächste Buch machte.Ich habe mich riesig auf diesen Teil gefreut und bin nun ziemlich enttäuscht zurückgeblieben. Die Geschichte beginnt sehr spannend und interessant, denn neben einem Leichenfund gibt es fast zeitgleich einen neuen Anhaltspunkt für einen Cold Case, der John (Kriminalkommissar), an seinen Fall als Anfänger zurückführt, bei dem sein Mentor und Vorgesetzter spurlos verschwand.Damals war ein Serienmörder festgenommen wurde, an dessen Schuld an einen anderen Mord der alte Ermittler seine Zweifel hatte. Die Ermittlungen erschienen mir in diesem Buch oft sehr abstrus im Vorgehen und zudem fand ich die Teile des Privatlebens des Ermittlerteams manchmal überflüssig und oft wenig glaubhaft. Die Reihe hat bisher in meinen Augen bisher durch interessante Fälle, aber auch durch die besonders lebendigen und stimmigen Figurren "gelebt". Dieses Mal war dies icht der Fall und trotzdem würde ich dem neuen Fall noch eine Chance geben, da der Cliffhanger am Ende des Buches so "merkwürdig" ist, dass ich gerne wissen möchte, was es damit auf sich hat.

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