Während das Cover verspielt wirkt, sind die Themen sehr ernst
Der Sommer, der uns bliebDas Buch fällt zunächst schon mal durch seine ansprechende optische Gestaltung auf, dazu zählt neben dem wunderschön verträumt wirkendem Cover, das sich nicht nur auf dem Schutzumschlag sonden auch auch ...
Das Buch fällt zunächst schon mal durch seine ansprechende optische Gestaltung auf, dazu zählt neben dem wunderschön verträumt wirkendem Cover, das sich nicht nur auf dem Schutzumschlag sonden auch auch dem Buch selbst befindet, auch der farblich bedruckte Buchschnitt sowie ein Lesebändchen. Die innere Gestaltung besticht durch ein ansprechendes Schriftbild, in der Mitte gibt ein transparentes Bild mit dem See der Kindheit der Hauptfiguren, sowie den einzelnen kurzen Kapiteln jeweils kleine Lebensweisheiten bzw. Sprüche in einer anderen Schrift vorangestellt werden. Mir hat die Gestaltung sehr gut gefallen und die Autorin hat die Geschichte ihrer drei Hauptfiguren - Britta, Martin und Pia, diese jeweils sie selbst erzählen lassen. Dies geschieht in kurzen Kapiteln, wobei der Name des Erzählenden immer genannt wird und sie wechseln sich scheinbar willkürlich ab und schwenken zwischen Vergangenheit und Gegenwart hin unher. Schnell wird mir klar, dass die schöne, unbeschwerte Kindheit der Nachbarskinder und Freundestro nicht so unbeschwert war. Nach dem Abitur verschwindet Pia spurlos und lässt die anderen beiden zurück, doch auch deren Kontakt endet. Zwanzig Jahre später treffen die drei am Ort ihrer Kindheit gewollt und ungewollt wieder aufeinander, wobei nur Martin dort noch wohnt. Mich hat der Roman sehr bewegt und auch sehr traurig gemacht, denn das Leben hat vieles für sie im Gepäck. Wer einen leichten und fröhlichen Sommerroman erwartet, liegt hier völlig verkeht, denn es werden viele ernste Themen behandelt. Eine Anmerkung noch am Rande, auch Corona wird häufiger erwähnt, obwohl es nie zum Hauptthema wird.
Trotz allem blieben mir die Figuren teilweise zu wenig beschrieben und ich hätte manchmal, insbesondere bei Britta und Martin mehr über ihr Gefühlsleben bzw. Gedanken erfahren. Es wurde einiges am Rande erwähnt und für mich nicht zu Ende erzählt.
3,5 Sterne