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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.03.2024

Enttäuscht

Mayfair House
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Nach dem Tod von Mr de Vries ist seine Tochter alleine im großen Haus. Ihr ehemalige Wirtschafterin Mrs King plant mit anderen Helfern das ganze Haus an einem Abend auszuräumen. Dabei ist viel Geschick ...

Nach dem Tod von Mr de Vries ist seine Tochter alleine im großen Haus. Ihr ehemalige Wirtschafterin Mrs King plant mit anderen Helfern das ganze Haus an einem Abend auszuräumen. Dabei ist viel Geschick gefragt und eine lange Planung.

Ich war von dem Buch sehr enttäuscht. Meiner Meinung nach ist die Idee gut, aber die Erzählung schlecht. Man kann einiges nicht nachvollziehen. Zum Beispiel als die Janes artistisch Bilder abhängen, kann ich nicht nachvollziehen, wie es funktioniert. Insgesamt ist der Raubzug wenig verständlich beschrieben.
Die Bande an Frauen besteht aus vielen Personen und jede verfolgt eine andere Agenda. Teilweise ist diese wichtig für die Geschichte und meist einfach ein weiterer Nebenschauplatz.
Enttäuscht war ich auch davon, dass es eigentlich egal ist, in welcher Zeit das ganze spielt. Auch der Ball ist letztendlich viel zu wenig beschrieben und erklärt

Veröffentlicht am 29.02.2024

Süßes Eichhörnchen

Ein kleines Geheimnis - Spiel mit mir und ich verrat es dir!
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Das kleine Eichhörnchen hat ein Geheimnis. Der Leser muss einiges machen um das Geheimnis zu erfahren. Die Kinder werden animiert aktiv am Buch teilzunehmen. So müssen sie beispielsweise dem Eichhörnchen ...

Das kleine Eichhörnchen hat ein Geheimnis. Der Leser muss einiges machen um das Geheimnis zu erfahren. Die Kinder werden animiert aktiv am Buch teilzunehmen. So müssen sie beispielsweise dem Eichhörnchen etwas zu werfen, Seifenblasen blasen oder es füttern.

Das Buch erinnert mich an die Bücher von Nico Sternbaum. Hier bleibt man immer beim gleichen Tier, was uns sehr gut gefällt.

Die Altersangabe ist ab 2 Jahren und ich denke, das passt sehr gut. Mein Grundschulkind hatte auch Freude an dem Buch.
Ich hatte eine digitale Version und empfehle unbedingt das Buch in Papier. Daran hat man mehr Freude als digital. Dann kommt auch die beidseitige Gestaltung besser zur Geltung.
Die Menge an Text finde ich super für Kleinkinder. Der Text ist groß und gut zu lesen.

Eichhörnchen findet fast jeder süß und Kinder werden motiviert, denn das Geheimnis möchten sie erfahren. Und das Ende ist dann auch zuckersüß.

Veröffentlicht am 18.02.2024

Plötzlich Klimaaktivist oder doch nicht?

Climate Action
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In der Bahn fällt dir ein nervöses Mädchen auf. Auf dem Weg nach außen rempelt sie dich an. Daheim bemerkst du ein Tagebuch in deiner Tasche. Es scheint von dem Mädchen zu sein, Pauline. Pauline ist bei ...

In der Bahn fällt dir ein nervöses Mädchen auf. Auf dem Weg nach außen rempelt sie dich an. Daheim bemerkst du ein Tagebuch in deiner Tasche. Es scheint von dem Mädchen zu sein, Pauline. Pauline ist bei den Klimaaktivisten von Too Hot aktiv. Im Tagebuch erfährst du wie die Gruppe entstanden ist und welche Aktionen sie schon gemacht haben. Dich kribbelt es als du erfährst, dass sie eine neue Aktion geplant haben.

Ab diesem Zeitpunkt entscheidet der Leser selbst, wie es weiter geht. Ignoriere ich das einfach oder werde ich aktiv? Ich habe drei mögliche Szenarien durchgelesen und fand diese alle schlüssig.

Was mich etwas störte, war der späte Einstieg für den Leser. Da war schon klar, dass die Aktionen extremer werden. Interessanter wäre es doch, ob man schon bei der ersten Aktion dabei ist. Man kennt die Personen nur aus dem Tagebuch. Gerade Vic war mir da die ganze Zeit suspekt. Aber um bei so einer Aktion mitzumachen benötigt es Vertrauen, das schon vorher entstehen hätte können. Folglich hätte mir das Buch besser gefallen, wenn man schon zu Beginn entscheiden darf, ob man mitmacht oder nicht.

Ich finde das Buch für Jugendliche passend. Allerdings ist mir nicht klar, was das Ziel sein soll. Sollen die Leser aktiv werden oder soll man sich nur vor Augen führen, was man tun würde?

Veröffentlicht am 14.02.2024

Kindheit auf dem Bauernhof

Mühlensommer
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Maria wollte eigentlich ein verlängertes Wochenende mit ihren Kindern und Freunden verbringen. Doch ein Anruf ihrer Mutter ruft sie nach Hause. Denn ihr Vater hatte einen schlimmen Unfall. Zu Hause ist ...

Maria wollte eigentlich ein verlängertes Wochenende mit ihren Kindern und Freunden verbringen. Doch ein Anruf ihrer Mutter ruft sie nach Hause. Denn ihr Vater hatte einen schlimmen Unfall. Zu Hause ist für Maria eine Mühle auf dem Land. Als die Familie mit ihrem Bruder komplett da ist, muss auch ein Streit innerhalb der Familie geklärt werden.

Das Buch wird in zwei Zeitebenen erzählt. Da gibt es einmal die Jetzt-Ebene mit der Sorge um den verunglückten Vater. Die Erzählung, was Maria alles erlebt, fand ich interessant. Einzig fehlte mir manchmal die Sorge um den Vater. Das rückte teilweise sehr in den Hintergrund.
Die zweite Ebene sind die vergangenen Erinnerungen von Maria und damit ihr Aufwachsen auf dem Bauernhof und ihr Verhältnis zu ihrer Familie. Wer selbst auf einem Hof aufgewachsen ist, wird vieles wiedererkennen. Dabei gibt es auch eine Erinnerung an eine Schlachtung. Für sehr zarte Gemüter könnte das zu viel sein. Allerdings ist das Leben auf einem Hof sehr gut beschrieben, finde ich.

Maria lebt in der Stadt und hat sich dafür entschieden. Gleichzeitig merkt sie, dass das Leben in der Mühle ihr fehlt. Man kann das alles gut nachvollziehen.

Für mich war das Buch eine große, positive Überraschung. Die Leseprobe hatte mich nicht so überzeugt und ich hatte Angst, dass das Buch eher langweilig ist. Stattdessen war es kurzweilig und unterhaltsam. Gleichzeitig war es wie eine Reise in meine eigene Kindheit. Viele Gefühle von Maria konnte ich sehr gut verstehen.

Veröffentlicht am 09.02.2024

Moralische Frage

Trophäe
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Hunter White ist reich und möchte endlich die Big Five erjagen. Dafür hat er die Lizenz für ein Nashorn ergattert. In Afrika hat er Van Heeren an seiner Seite. Er vermittelte die Lizenz und sie waren schon ...

Hunter White ist reich und möchte endlich die Big Five erjagen. Dafür hat er die Lizenz für ein Nashorn ergattert. In Afrika hat er Van Heeren an seiner Seite. Er vermittelte die Lizenz und sie waren schon oft gemeinsam jagen. Als die Jagd nach dem Nashorn anders verläuft als gedacht, bietet Van Heeren Hunter die Big Six an. Hunter ist entsetzt...

Zwei Dinge sind an dem Buch außergewöhnlich. Einmal ist das die Sprache, die so schöne und fiese Bilder schafft. Gleichzeitig aber auch Gefühle und Gedanken von Hunter auf den Grund gehen kann.
Zweitens ist das Cover wunderbar.

Die Geschichte hat mit Jagdtrophäen ein schwieriges Thema und ich würde das Buch nicht empfehlen, wenn man die Jagd an sich komplett ablehnt. Es wird gut erklärt, warum die Großwildjagd zum Schutz der Tiere beitragen kann. Somit muss man den Sprung schaffen, Hunter bei seiner Nashornjagd nicht abzulehnen. Die weitere Entwicklung und Hunters Gedanken kann man dann nachvollziehen. Das heißt nicht, dass man ihm zustimmen muss und zur gleichen Entscheidung kommt. Ich denke nur, man hat mehr von der Geschichte, wenn man Hunter nicht schon von Beginn an ablehnt.

Es werden viele wichtige Themen angesprochen, die Afrika betreffen. Das Thema Grundbesitz oder Rechte von Eingeborenen. Allerdings ohne Alternativen oder Lösungen aufzuzeigen.

Ich finde die aufgeworfenen moralischen Fragen spannend. Gerade wie Hunter, der sich alles leisten kann, zu seiner Entscheidung kommt, ist sehr interessant. Denn das Problem gibt es ja nicht nur bei der Jagd, sondern die Superreichen können einfach alles kaufen, was sie wollen, egal ob legal oder nicht.

Fazit: Eine Geschichte über die Jagd in Afrika mit vielen Facetten, die zum Nachdenken anregen. Mich hat das Buch gefesselt und auch nachdenklich zurückgelassen.