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Ziimtie

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.11.2025

Die tragische Geschichte von Alma

House of the Beast
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Das Cover, die Farbgestaltung und der Farbschnitt sehen sehr schön aus, sind aber sehr dunkel gehalten. Ich hätte mir gewüscht, dass die Illustrationen von Cover und Farbschnitt etwas heller gewesen wären, ...

Das Cover, die Farbgestaltung und der Farbschnitt sehen sehr schön aus, sind aber sehr dunkel gehalten. Ich hätte mir gewüscht, dass die Illustrationen von Cover und Farbschnitt etwas heller gewesen wären, um sie besser erkennen zu können.
Was ich wirklich positiv hervorheben muss sind die selbst gemalten Illustrationen der Autorin im Buch. Zwischendurch lassen sich immer mal wieder kleine Bilder entdecken, die inhaltlich zu dem passen, was auf der Doppelseite gerade passiert und ich fand es einfach richtig toll, weil man so gewisse Figuren oder Situationen besser verstehen und für sich verbildlichen konnte.
Zudem ist vorne eine Karte von Kugara und der Schattenseite, die ebenfalls wunderbar illustriert ist und eine schöne Hilfe darstellt, um sich vorzustellen, wann sich die Figuren wo aufhalten.

Der Schreibstil ist wirklich toll, flüssig und bildlich. Es gab hier und da mal Stellen, wo ich Formulierungen etwas merkwürdig fand (was evtl. an der Übersetzung liegt) und ich habe ein paar Rechtschreibfehler entdeckt, die aber zum Glück nicht sehr präsent waren.

Die Figuren sind großartig geschrieben. Besonders Alma als Protagonistin fand ich einfach stark, clever und authentisch.
Eine große Stärke dieses Buches ist das World Building. Das Konzept der vier Adelsfamilien, der Gottheiten aber auch der Schattenebene sind wirklich interessant und es lädt dazu ein, sich in der Story und dieser Welt zu verlieren und zu hinterfragen, was eigentlich richtig und falsch ist und welche Entscheidungen man an Almas Stelle getroffen hätte.

Die Geschichte beherbergt eine gewisse Tragik und Ernsthaftigkeit. Dieses Buch ist wirklich ein Fantasybuch, das sich auf Action, World Building und einer spannenden Story konzentriert. Man darf hier bitte keine große Romanze oder Spice erwarten, denn dann würde man enttäuscht werden.
Mich hat die Geschichte und die Entwicklung der Charaktere sehr berührt und an manchen Stellen war ich emotional sehr mitgenommen.

Das Ende war auch so mitreißend und ehrlich gesagt meiner Meinung nach perfekt so, wie es war.
Das Buch ist wirklich etwas besonderes und ich kann es Fantasy-Fans uneingeschränkt empfehlen.

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Veröffentlicht am 16.10.2025

düstere Spannung, Romance und (zu viel) Spice

House of Rayne
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"House of Rayne" hat mich angesprochen, weil es eine düstere Romance verspricht, mit Horrorelementen und einer packenden Story.

Das Cover spiegelt auch genau das wider, es wirkt düster und geheimnisvoll.

Beim ...

"House of Rayne" hat mich angesprochen, weil es eine düstere Romance verspricht, mit Horrorelementen und einer packenden Story.

Das Cover spiegelt auch genau das wider, es wirkt düster und geheimnisvoll.

Beim Lesen des Buches bin ich relativ schnell an den Punkt gekommen, dass mich einzelne Storyelemente gestört haben.
Es gibt wirklich sehr viele Spice-Szenen, zu viele für meinen Geschmack. Es gab keine Tension zwischen den Protagonistinnen. Sie haben sich getroffen, waren gefühlt von da an unzertrennbar und es gab dadurch ständig intime Szenen, die sehr ausführlich beschrieben wurden, inclusive BDSM.
An sich stört mich ein wenig Spice nicht, aber man möchte doch erstmal mit den Figuren warm werden und verfolgen, wie die Figuren sich langsam annähern und eine gewisse Spannung aufgebaut wird. Das war hier leider nicht der Fall.
Ich hab die ersten 1-2 Spice-Szenen noch gelesen, am Ende habe ich aber alle Seiten davon übersprungen sobald ich merkte, dass es schon wieder losgeht und mich nur noch auf die eigentliche Geschichte konzentriert.

Die Protagonistinnen Rayne und Salem waren mir leider beide nicht sonderlich symapthisch und ich habe sie auch nicht als authentisch empfunden. Viele Dialoge zwischen den beiden fand ich einfach nur übertrieben cringe und dieses ständige "braves Mädchen" und "Herrin"-Gesäusel ging mir echt auf den Geist.
Salem wirkte abseits ihrer Unterwürfigkeit stellenweise extrem naiv und eher jugendlich auf mich. Sie hat sich immer wieder in brenzlige Situationen manövriert, über die ich letztendlich nur noch den Kopf schütteln konnte und mich innerlich gefragt hab, wieso sie schon wieder so blöd war, dort hineinzugeraten. Einfach keine Reflexion bzw. logisches Denken an vielen Stellen.

Dabei hatte der Plot an sich echt Potential. Das geheimnisvolle Wesen, welches sich auf der Insel rumtreiben soll. Stimmen, die manche vernehmen und sich fragen, wer da spricht oder ob es nur der eigenen Fantasie entspringt.
Dunkle Wälder, die Abgeschiedenheit vom Festland, die Hilflosigkeit der Bewohner. Die Geheimnisse, die nicht mit Touristen bzw. Fremden geteilt werden dürfen.
Die Auflösung all dessen kam für mich leider nicht überraschend. Ich fand es recht schnell ziemlich offensichtlich, was hinter all dem steckt, dennoch fand ich, dass der Plot schön und spannend geschrieben wurde und mir gefiel, dass der Spannungsbogen bis fast zum Ende angehalten hat.

Die generelle Atmosphäre hat mir ganz gut gefallen, vor allem der Schauplatz der Insel und das alte Herrenhaus, in dem das Bed and Breakfast untergebracht ist. Es wirkt düster und creepy und konnte mir gut vorstellen, wie Salem sich dort gefühlt hat.

Aufgrund der genannten Kritikpunkte kann ich leider nur 3 Sterne vergeben.

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Veröffentlicht am 12.10.2025

Briefe von der verstorbenen Mutter, die alles verändern

Love, Mom
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Das Cover und der Farbschnitt von "Love, Mom" sind sehr dunkel gehalten mit einem Farbtupfer - ein blutiger Brief, der sehr gut zur Geschichte passt. Auf dem Farbschnitt ist eine Frage zu sehen: "Kennst ...

Das Cover und der Farbschnitt von "Love, Mom" sind sehr dunkel gehalten mit einem Farbtupfer - ein blutiger Brief, der sehr gut zur Geschichte passt. Auf dem Farbschnitt ist eine Frage zu sehen: "Kennst du ihr Geheimnis?"

Und genau diese Hinweise deuten direkt auf die Geschichte. Denn es geht darum, dass Mackenzie kurz nach dem Tod ihrer Mutter mysteriöse Briefe erhält. In den Briefen geht es um ihre Mutter und ihre Vergangenheit, von der Mackenzie nie etwas geahnt hätte. Es werden dunkle Geheimnisse beschrieben und schockierende Ereignisse. Doch stimmt wirklich alles, was in den Briefen steht? Oder geht die Fantasie mit einem Fan ihrer Mutter durch?

Die Briefe erhält Mackenzie mit zeitlichen Abständen. Und mit jedem neuen Hinweis aus den Briefen versucht sie, Licht ins Dunkel zu bringen. Doch will sie die Wahrheit wirklich erfahren? Denn die dunkle Vergangenheit ihrer Mutter Lizzy droht ihr Leben komplett zu verändern und sie stellt sich die Frage, wem sie überhaupt noch vertrauen kann und wie sie hinter die Wahrheit kommen kann. Auch ihr Vater und ihre Großmutter scheinen laut den Briefen ein falsches Spiel zu spielen.

Die Geschichte punktet mit sehr vielen Plottwists und einer wirklich clever gestrickten Story. Es hält viele Überraschungen und Wendungen parat, mit denen ich nicht gerechnet hätte. Manches allerdings konnte ich mir ca. ab dem zweiten Teil des Buches dann doch denken, da sich ab dann die POV verändert und bereits einige Erklärungen liefert.
Die Figuren fand ich sehr authentisch und gut geschrieben. Mackenzie kam mit hier und da etwas naiv vor (ich sage nur "Wein", wer das Buch gelesen hat weiß Bescheid ).
EJ fand ich so toll <3 Hab mich beim Lesen auch ein bisschen in ihn verliebt. So einen tollen Freund wünscht sich jeder, er unterstützt Mackenzie mit allem was geht und zeigt Verständnis dafür, dass sie hinter das Geheimnis der Briefe kommen möchte und auch muss, um damit abschließen zu können auch wenn ihre Mutter bereits tot ist.

Der Schreibstil war generell auch total gut, die Story hat ein gutes Tempo und ich fand es gab keine erwähnenswerten Längen. Ich fand das erste Drittel eeeetwas langweilig aber ab dann nimmt es wirklich Fahrt auf und ich hab den Rest dann fast in einem Rutsch durchgelesen, weil ich das Ende erfahren wollte.

Alles in allem kann ich sagen, dass "Love, Mom" wirklich ein solider, spannender Thriller ist, den ich auf jeden Fall weiterempfehlen kann.

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Veröffentlicht am 08.10.2025

Gemütliches Herbstbuch, spannend und mit viel Herz

Copenhagen Cinnamon 1. Delicate
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Das Cover und der Farbschnitt geben genau die Vibes, die auch zur Geschichte passen - cozy, herbstlich und für Kaffeeliebhaber!

Die Geschichte von "Copenhagen Cinnamon" ist wirklich etwas ganz besonderes. ...

Das Cover und der Farbschnitt geben genau die Vibes, die auch zur Geschichte passen - cozy, herbstlich und für Kaffeeliebhaber!

Die Geschichte von "Copenhagen Cinnamon" ist wirklich etwas ganz besonderes. Denn es erwartet einen nicht nur ein gemütlicher Liebesroman im herbstlichen Kopenhagen mit einem cozy Café als Schauplatz, sondern auch eine tatsächlich sehr spannende Story, womit ich ehrlich gesagt so gar nicht gerechnet habe.
Es gab einige Plottwists, mit denen ich nicht gerechnet habe und der Geschichte einen angenehmen Spannungsbogen verpasst haben.

Die Figuren sind einfach zum Liebhaben. Ich mochte alle gerne und wäre am liebsten mit allen in echt befreundet - besonders Knud <3
Jonna und Mads - viel muss man zu den beiden nicht sagen. Nicht nur deren gemeinsame Story, sondern deren individuelle Vergangenheit und Entwicklung, die sie durchmachen, sind total schön zu verfolgen und zeigen: Nobodys perfect! Jeder hat sein Päckchen zu tragen und trotzdem sind wir alle nur Menschen und verdienen es, geliebt zu werden!

Wenn es so ein Café wie das Copenhagen Cinnamon bei mir im Ort geben würde, mit genau solchen Menschen als Personal, wäre ich dort Stammgast.
Stefanie schafft es, dass man sich vom ersten Moment an dort wohlfühlt und beim Lesen fast schon den Zimt- und Kaffeegeruch in der Nase hat.
Einen Pumpkin Spice Latte habe ich noch nie getrunken, aber auch darauf bin ich jetzt neugierig

Ich hab mich beim Lesen des Buches einfach rundum wohl gefühlt und habe es als perfekte cozy Herbstgeschichte empfunden, die man mit einem heißen Getränk unter der warmen Decke genießen möchte, während draußen der Regen gegen die Fensterscheibe prasselt.

Ich bin froh, dass es noch einen Folgeband geben wird. Wird ein absoluter must-read für mich!

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Veröffentlicht am 04.10.2025

Anspruchsvolles Fantasybuch im chinesischen Setting

Till the End of the Moon 1
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"Till the End of the Moon 1: Verdorbenes Herz" ist der erste Band einer vierteiligen Romantasy-Reihe.
Das Cover und der Farbschnitt sind total hübsch anzusehen und zeigt natürlich deutlich den asiatischen ...

"Till the End of the Moon 1: Verdorbenes Herz" ist der erste Band einer vierteiligen Romantasy-Reihe.
Das Cover und der Farbschnitt sind total hübsch anzusehen und zeigt natürlich deutlich den asiatischen Touch und, dass das Buch zum Genre Fantasy gehört.

Inhaltlich geht es um Li Susu als Protagonistin, die in der Zeit zurückreist um die Welt vor der Vorherrschaft des Dämonengottes Tantai Jin zu retten. Sie trägt die Verantwortung, die sterblichen und unsterblichen Wesen vor ihrem Untergang 500 Jahre später zu bewahren, indem sie den Dämonenknochen von Tantai Jin findet und entnimmt. Dafür schlüpft sie in den Körper von Ye Xiwu und fortan muss sie es schaffen, Tantai Jin auf den Fersen zu bleiben und ebenfalls herausfinden, wie sie seinen Übrgang zur dämonischen Macht ein Ende bereiten kann.

Die Geschichte ist in fünf Akte mit jeweiligen Unterkapiteln aufgegliedert. Die POV liegt größtenteils bei Li Susu, jedoch wird stellenweise auch ein Einblick in die Gefühle und Gedanken anderer Figuren gewährt.

Den Schreibstil würde ich als durchaus anspruchsvoll und gehobener bezeichnen. Ich musste mich beim Lesen stellenweise sehr konzentrieren und oftmals auch Sätze mehrfach lesen, bis sich mir der Sionn dahinter erschlossen hat. Zudem gibt es wirklich eine enorme Menge an Figuren und Elementen, die aber glücklicherweise sehr detailliert aufgelistet und erklärt sind.
Dafür gibt es am Anfang des Buches einen Stammbaum und eine Auflistung der Figuren. Außerdem befindet sich am Ende des Buches ein sehr umfangreiches Glossar, in dem viele der Fantasyelemente bzw. chinesischen Begriffe erklärt werden. Viele davon werden auch bereits an entsprechender Stelle in der Geschichte als Fußnote eingefügt, welches den Lesefluss begünstigt, da man nicht jedesmal zum Glossar blättern muss für eine Erklärung.

Ich war sehr beeindruckt von der Darstellung der Charaktere. Tantai Jin als angehender Dämonengott wird so authentisch dargestellt in seiner Skrupellosigkeit und seinem kalten Wesen, dass ich mich nicht daran gestört habe, dass die die zuvor angemerkte Romance in diesem Band quasi nonexistent war.
Auch Li Susu ist so eine starke, clevere und zielstrebige Figur, von der ich sehr angetan war. Sie hatte gleichzeitig so etwas herrlich naives und unschuldiges an sich, das mit ihrer eigentlichen Persönlichkeit einhergeht, die sie 500 Jahre später ist.

Ich habe mir stellenweise etwas mehr Handlung gewünscht. Manche Szenen fand ich leider eher langweilig und wirkten eher so, als solle die Geschichte noch künstlich in die Länge gezogen werden.

Das Ende kam leider so abrupt und mit einem Cliffhanger, was ich einerseits total schade fand aber andererseits natürlich verstehen kann, da ja noch weitere drei Bände folgen werden.

Ob ich den Folgeband lesen werde, weiß ich noch nicht. An sich fand ich den Plot sehr spannend und würde gerne wissen, wie es mit den Figuren weitergeht. Aber ich fand den Leseprozess an sich etwas anstrengend durch den Schreibstil, mit dem ich leider nicht so warm geworden bin und den üppigen Begrifflichkeiten und der Quantität der Charaktere/Namen, bei denen ich auch Schwierigkeiten hatte, diese auseinanderzuhalten.

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