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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.10.2024

Ein Erlebnis

Moments in Nature
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Im Buch setzen sich die zwei AutorInnen Una López und Gamander López mit ihren Naturerfahrungen auseinander. Die beiden Geschwister sind bereits ihr ganzes Leben mit der Natur verbunden. Während Gamander ...

Im Buch setzen sich die zwei AutorInnen Una López und Gamander López mit ihren Naturerfahrungen auseinander. Die beiden Geschwister sind bereits ihr ganzes Leben mit der Natur verbunden. Während Gamander López faszinierende Naturfotografien für das Buch beisteuert, unterstützen beide Geschwister das Buch noch mit wundervollen Erlebnissen in der Natur ihrerseits.


Man merkt beim Lesen dieses Buches sehr genau, wie viel die Natur den beiden AutorInnen bedeutet. Wir erhalten wunderbare Einblicke in ihre persönlichen Erlebnisse mit dieser. Dabei sind die Anekdoten fast ebenso schön wie die wundervollen Bilder, wobei es natürlich etwas ganz besonderes ist, beides zusammen erleben zu können.
Die Bilder sind wunderschön und erhalten ganz oft Erklärungen. Dabei gibt Gamander López auch Tipps, wie man selbst besser die Natur beobachten und fotografieren kann. Dafür gibt es auch ganz konkrete Fotografietipps.
Das ganze Buch macht selbst Lust auf die Natur und sensibilisiert die lesende Person, sich ruhig zu verhalten und die Natur in vollen Zügen wahrzunehmen. Dabei finde ich besonders schön, dass es in dem Buch auch vor allem um in Deutschland heimische Arten geht. Weswegen Arten, die bei uns eigentlich eher “standard” sind, noch einmal ganz magisch und spannend dargestellt werden.

Ich finde das Buch sehr gelungen. Sowohl die herrlichen Bilder als auch die wunderschönen Anekdoten sind sehr erlebenswert.

Veröffentlicht am 20.09.2024

Alles etwas unklar

Immortal Longings
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Im Buch geht es um Calla Tuoleimi, die geächtete Prinzessin. Der Grund, warum sie geächtet wird, ist, weil sie ihre Eltern, das Königspaar von Er, ermordet hat. Da sie ihre Mission nicht vollenden konnte, ...

Im Buch geht es um Calla Tuoleimi, die geächtete Prinzessin. Der Grund, warum sie geächtet wird, ist, weil sie ihre Eltern, das Königspaar von Er, ermordet hat. Da sie ihre Mission nicht vollenden konnte, nimmt sie sich vor, bei den Spielen in San-Er teilzunehmen, um dem König von San entgegentreten zu können, um diesen auch noch umzubringen. Dafür muss sie aber die Spiele gewinnen und ihre Gegner loswerden. Das inkludiert auch Anton Makusa, der die Spiele für das Preisgeld gewinnen möchte, um seiner Kindheitsliebe zu helfen. In diesem schweren Kampf sind Verbündete wichtig, weswegen die beiden sich zusammentun und sich näherkommen. Am Ende jedoch kann es trotzdem nur einen Gewinner geben.

Das Buch hat mir nicht besonders gefallen. Die Story war insgesamt eher nichtssagend, auch wenn es ein paar Plottwists gab, die die Dynamik auf spannende Weise geändert haben. Es war anfangs alles sehr unklar und es wurde im Buch zum Teil auch nicht viel klarer. Das Reich und die Fähigkeiten des Springens wurden nicht besonders gut abgesteckt. Auch andere Plotpunkte, die neu aufgeworfen wurden, waren unklar und wurden dann nebenbei abgehandelt. Ich habe mich oft gefühlt, als hätte ich irgendwas verpasst.
Die Beziehung zwischen Calla und Anton mochte ich nicht. Sie ging mir nicht besonders nahe, weil sie sich einfach nicht emotional und natürlich entwickelt hat.
Calla selbst hat leider auch oft Entscheidungen getroffen, die ich super dumm fand.

Das Buch war nicht furchtbar, aber letztendlich fand ich die Story nichtssagend und mittelmäßig und würde es daher nicht empfehlen.

Veröffentlicht am 09.09.2024

Geschwisterbeziehungen

Blue Sisters
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Im Buch geht es um die Blue Sisters. Diese haben im letzten Jahr tragischerweise ihre vierte Schwester Nicky verloren. Seitdem fühlen sie sich seltsam asymmetrisch und jede von ihnen geht auf eine andere, ...

Im Buch geht es um die Blue Sisters. Diese haben im letzten Jahr tragischerweise ihre vierte Schwester Nicky verloren. Seitdem fühlen sie sich seltsam asymmetrisch und jede von ihnen geht auf eine andere, zumeist nicht produktive Art und Weise, mit dem Verlust um. Als ihre Mutter die Wohnung verkaufen möchte, in der Nicky zuletzt gewohnt hat, treffen sich alle drei Schwestern in New York wieder und müssen endlich wieder zusammen finden.

Ich hatte von Coco Mellors auch “Cleopatra und Frankenstein” gelesen, was mir damals gemischte Gefühle gegeben hatte, da es zum einen sehr gut geschrieben ist und mich zum anderen aber auch einfach nicht so besonders abholen konnte. Leider ging es mir mit “Blue Sisters” ähnlich, auch wenn es mir etwas besser gefallen hat.
Die Schwestern haben sehr einzigartige Stimmen und Charaktere. Sie haben alle unterschiedliche Wege, wie sie sich mit ihrer Trauer und ihren Problemen auseinandersetzen, was recht spannend ist. Manchmal hat es sich in meinen Augen jedoch etwas überzeichnet angefühlt. Die Frauen sind alle drei herausragend, aber in unterschiedliche Richtungen, was sich irgendwie unecht angefühlt hat.
Ihre Streitigkeiten waren etwas anstrengend, da sie irgendwie alle falsch lagen und sich sehr krasse Sachen an den Kopf geworfen haben. Wie sie sich wieder vertragen haben, war dafür aber schön zu sehen, wobei mir das Ende vom Buch schon fast zu Friede Freude Eierkuchen war.

Das Buch ist gut geschrieben, wen das Thema interessiert, dem kann ich das Buch auch empfehlen. Mir persönlich ging das Buch irgendwie nicht so nah, wie es sollte, weswegen ich in Zukunft auch eher die Finger von Coco Mellors Büchern lassen werde.

Veröffentlicht am 08.09.2024

Zauberhafte Neuinterpretation

WITCH - Das Herz der Freundschaft
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Als Will mit ihrer Mutter nach Heatherfield zieht, ist sie sich sicher, dass sie sowieso bald wieder umziehen. So wie sie es so oft tun. Doch dann wird Will mehr oder weniger freiwillig Teil des Fußballteams, ...

Als Will mit ihrer Mutter nach Heatherfield zieht, ist sie sich sicher, dass sie sowieso bald wieder umziehen. So wie sie es so oft tun. Doch dann wird Will mehr oder weniger freiwillig Teil des Fußballteams, wo sich scheinbar erste Freundschaften für sie anbahnen. Als in der Schule seltsame Dinge geschehen und Elyon, ein Mitglied des Fußballteams, sich immer und immer mysteriöser verhält, tun sich die Mädchen zusammen, um herauszufinden, was los ist. Dafür erhält Will das Herz von Kandrakar, welches ihr magische Kräfte verleiht, um die dunklen Mächte aufzuhalten, die Elyon beherrscht.

Schon die früheren Witch Comics hatten es mir sehr angetan und ich war Feuer und Flamme für sie. Sie haben auch noch immer einen großen Platz in meinem Herzen, weswegen ich sehr gespannt aber durchaus auch etwas skeptisch bei dieser Neuinterpretation war.
Der Zeichenstil auf dem Cover war im ersten Moment nicht besonders meins, aber ich muss sagen, dass die Zeichnungen innerhalb des Comics fantastisch sind. Sie sehen toll aus und sind dynamisch. Sie sind von Manga inspiriert, was bei diesem magischen Comic gut passt.
Eine Sache, die mir positiv aufgefallen ist, ist, dass die Charaktere in dieser Neuinterpretation im Gegensatz zum Original weniger gemein zueinander sind. Das ist eine der Sachen, die mich im Original gelegentlich gestört hat.
Wichtig zu erwähnen, finde ich, dass die Hintergrundgeschichten und Eigenschaften der Charaktere sehr anders sind im Vergleich zu den Originalcomics. Das Ausmaß dessen hat mich im ersten Moment irritiert, aber es ist nun einmal eine Neuinterpretation. Ich fand es schlussendlich sogar sehr spannend, welche neuen Blickwinkel in der Geschichte angenommen wurden.

Ich finde den Comic sehr empfehlenswert für jeden, der auf Magie steht und die Witch-Comics neu entdeckt. Leute, die Fans der alten Comics sind, müssen wissen, dass sie sich hier auf etwas ganz klar Neues einlassen und wissen, ob sie das möchten. Mir hat es auf jeden Fall gefallen und ich kann es empfehlen.

Veröffentlicht am 03.09.2024

Sehr unangenehm

Wolke Sieben ganz nah
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Das Buch beginnt, als Delphi stirbt. Sie erstickt jämmerlich an einem Mikrowellenburger. Doch als sie im Leben nach dem Tod, in Evermore, zu sich kommt, steht ein wunderschöner Mann vor ihr, mit dem sie ...

Das Buch beginnt, als Delphi stirbt. Sie erstickt jämmerlich an einem Mikrowellenburger. Doch als sie im Leben nach dem Tod, in Evermore, zu sich kommt, steht ein wunderschöner Mann vor ihr, mit dem sie sich gleich verbunden fühlt. Leider ist er auch ganz schnell wieder weg. Ein Fehlalarm, wie ihre Evermore Therapeutin sagt, und auch Delphis Seelenverwandter. Delphi bekommt die Chance auf ihr Leben, wenn sie es nur schafft, dass der Mann sie küsst. Ganz schön schwierig ohne romantische Vorerfahrungen. Aber für Delphi geht es nun wortwörtlich um Leben und Tod.

Leider hat mir das Buch nicht besonders gefallen. Ich fand, dass der Klappentext sehr gut klang, weil es eine romantische Geschichte mit leicht paranormalen Elementen ist. Was auch stimmt, aber leider ist da noch so viel mehr. Oder weniger.
Der Humor im Buch kam für mich persönlich sehr gewollt herüber. Es hat sich nicht besonders natürlich oder charmant, sondern gezwungen angefühlt. Auch die Gespräche zwischen Love Interest und Delphi waren nicht besonders charmant, sondern eher unangenehm. Delphi selbst ist wahnsinnig unsympathisch. Sie sieht in allen nur das Schlechteste und ist super negativ und egozentrisch. Das ist auch definitiv gewollt, da es im Buch darum geht, dass sich ihre Einstellung zum Leben massiv ändert, aber leider war ich unfassbar genervt von ihr.
Die Message selbst war eigentlich ganz nett. Delphi hat sich ihr Leben lang abgeschottet, aber im Versuch, sich ihrem Seelenverwandten anzunähern, begibt sie sich in neue Situation, probiert neue Dinge aus und ist offener für andere Menschen. Das hätte so schön sein können, wenn es sich nicht die ganze Zeit so angefühlt hätte, als wäre die Aussage irgendwie, dass Liebe deine Angststörung heilen wird.
Ein weiterer Punkt, den ich unfassbar störend fand, war, dass viele Situationen übertrieben und überspitzt waren wie in einer Sitcom. Ich bin in Büchern zumeist gewillt zu akzeptieren, dass manche Plotpunkte ganz zufällig passen, aber das Ausmaß in diesem Buch fand ich unerträglich. Situationen verlaufen im Buch immer in möglichst den absurdesten Bahnen und die Menschen reagieren fast immer auf die absurdesten Weisen, sodass ich ständig dasaß und mir dachte, dass doch kein Mensch sowas wirklich machen würde.

Ich fand das Buch trotz grundsätzlich guter Message schlecht. Ich kann es nicht weiterempfehlen.