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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.10.2025

Ein Liebesthriller der genauso schön, wie spannend ist.

Dark Ember
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Ich lese Bücher von Ewa Aukett schon seit den Anfängen meines Blogs und ich möchte diese wundervolle Autorin gar nicht mehr aus meinem Leben wegdenken. Sie ist so talentiert und kann wirklich alles schreiben, ...

Ich lese Bücher von Ewa Aukett schon seit den Anfängen meines Blogs und ich möchte diese wundervolle Autorin gar nicht mehr aus meinem Leben wegdenken. Sie ist so talentiert und kann wirklich alles schreiben, was sie sich vornimmt.
Was ich wirklich toll finde ist, dass sie einen angenehmen Schreibstil hat. Dieser ist für mich total wichtig, für andere eher weniger. Und jeder empfindet es natürlich auch noch anders. Aber ich mag es gerne, wenn ich mich beim Lesen einfach auf die Geschichte konzentrieren kann und nicht erst alles nachschlagen muss. Ich mag auch, wenn Bücher in kleine Abschnitte unterteilt sind, da ich zwischendurch dann kurz Luft schnappen und verarbeiten kann.
Dark Ember ist ein Liebesthriller und genau so schön, wie spannend.
Laurens Schwester wurde ermordet und sie muss ihr Hab und Gut ausmisten. Dabei hat sie selbst mit sich und ihrem Leben schon genug um die Ohren.
Ihr Mann hat so viel Selbstzweifel in dieser Frau gesät, dass sie da erst wieder herausfinden muss. Sie arbeitet hart an sich und hat ihre wundervolle Tochter an Ihrer Seite.
Und dann gibt es da noch einen aufregenden, fremden Typen Namens Kyle, der ihr die Selbstzweifel zu nehmen scheint und sie in den Himmel schickt. Mehrmals hintereinander. Doch scheint er etwas zu verbergen oder zu planen? Hat er vielleicht mehr mit den Morden zu tun, als nur ein trauernder Hinterbliebener zu sein?!
Mir gefällt, wie Lauren sich in der ganzen Geschichte entwickelt. Von einer gedemütigten, schwachen Frau hin zu einer so starken Persönlichkeit.
Sie scheint ein richtig böses Mädchen zu werden und wirkt selber manchmal ganz schön rabiat und würde sehr gut zu dem unbekannten Fremden passen. Bei Kyle hingegen mag ich vieles. Er wirkt so furchtlos und hat einen ausgeprägten Beschützerinstinkt. Ich würde bei ihm sicherlich auch schwach werden.
Wenn ich etwas Negatives finden müsste, wäre mir die Spannungspassage zum Ende hin ein wenig zu schnell vorbei. Ich glaube, wenn sie zeitlich etwas ausgedehnt gewesen wäre, hätte es mir noch besser gefallen.
Durch den schönen Schreibstil von Ewa lese ich immer weiter und weiter und will wissen, was als nächstes passiert und dann… bin ich plötzlich am Ende des Buches angelangt und traurig, dass es vorbei ist. Es ist jedes Mal, als wenn man mir etwas wegnehmen würde.

Veröffentlicht am 11.10.2025

Eine traumhafte Urlaubslektüre. Leicht und einfach zum genießen.

Eine Melange zum Verlieben
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Dieses Buch handelt überwiegend nur von einem Kaffeehaus, dem Schopenhauer. Es geht um die Bedienung Katie, die aus Gewohnheit dort hängen geblieben ist und um ihre Gäste, die sie ein wenig kennen- und ...

Dieses Buch handelt überwiegend nur von einem Kaffeehaus, dem Schopenhauer. Es geht um die Bedienung Katie, die aus Gewohnheit dort hängen geblieben ist und um ihre Gäste, die sie ein wenig kennen- und lieben gelernt hat.
Am Anfang hatte ich etwas Sorge, dass ich das Buch zu langweilig finden würde, da nicht wirklich etwas passierte, aber ich war so schnell im Buch drin und wollte immer mehr lesen.
Wer hier eine anspruchsvolle Lektüre suchst, ist hier falsch. Dieses Buch ist einfach zum genießen und genau das habe ich in diesem Moment gebraucht und in diesem Moment gefunden. Für mich war es eine Urlaubslektüre und genau perfekt. Ich fand es in vielen Dingen so lustig, süß und auch bewegend.
Katie ist das Herzstück des Schopenhauers und das wissen ganz besonders Elena und Lisi, ihre Gast- Freundinnen, zu schätzen. Sie erzählen sich von ihren Alltagen, von ihren Sorgen und Plänen. Nur Katie hält sich als Mitarbeiterin weitestgehend zurück. Als dann aber plötzlich ein geheimnisvoller, interessanter Mann weniger Worte im Kaffeehaus auftaucht und regelmäßig kommt, scheint es um die Bedienung geschehen zu sein. Sehr zur Freude von Elena und Lisi, die alles dafür tun, damit es etwas spannender wird.
Es ist so schön diesen ganzen Prozess zwischen Katie und dem neuen Gast zu beobachten. Wie sie nach und nach mutiger und offener mit ihm umgeht und anfängt zu flirten. Ich habe richtig mitgefiebert. Doch manchmal kommt es anders, als man denkt oder man hat sich etwas anderes ausgemalt. Damit muss ich als Leser auch manchmal klarkommen.
…Und dann sitze ich in Kroatien am Pool und mir laufen die Tränen die Wange hinunter. Dies zeigt mir, wie sehr mich dieser Roman eingefangen hat. Und dies wiederrum zeigt mir das Talent dieser Autorin. Danke dafür!

Veröffentlicht am 07.08.2025

Dieses Buch kann dir einige sehr wichtige Tipps mit auf den Weg geben, die dein Leben erleichtern werden. Aber bitte versucht nicht unbedingt die „ABC-Methode“ zu testen. Außer ihr wollt ein paar Freunde verlieren.

Die LET THEM Theorie
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Ich halte nichts von den Worten „lebensveränderndem Buch“ im Klappentext. Denn zu allererst ist jeder selber verantwortlich dafür, dass sein Leben sich ändert. Das kann kein Buch der Welt für einen erledigen. ...

Ich halte nichts von den Worten „lebensveränderndem Buch“ im Klappentext. Denn zu allererst ist jeder selber verantwortlich dafür, dass sein Leben sich ändert. Das kann kein Buch der Welt für einen erledigen. Was dieses Buch aber kann ist, dir einen Wegweiser in die Hand zu geben. Und die Worte „Lass sie“ können manchmal so befreiend sein. Du kannst die anderen nicht ändern. Aber du kannst ändern, wie du auf sie reagierst und was du an dich heranlässt. Damit arbeite ich schon lange. Es ist nicht immer leicht, aber sehr hilfreich. Auch radikale Akzeptanz ist im Grunde dasselbe.
Radikale Akzeptanz: Wenn du etwas nicht ändern kannst, akzeptiere es.
Lass sie: Wenn du andere nicht ändern kannst, lass sie (sein, wie sie sind).
Dieses Buch ist ein guter Start für jeden. Mit den Ausreden ist jetzt Schluss – Zeit für Eigenverantwortung. Du wirst deine Probleme nie anpacken, wenn du wartest, bis du Lust darauf hast.
Es wird nie einfach sein. Das Leben nimmt oft eine Wende. Freundschaften verlaufen sich manchmal im Sande. Lass sie. Jeder hat seine Sorgen, die ihn/sie vielleicht von dir entfernen. Lass sie. Aber lass mich nicht hilflos abwarten. Lass mich neue Menschen kennenlernen und Freundschaften knüpfen. In diesem Buch findet man einige Tipps mit dieser Lebenssituation umzugehen.

Ein sehr großer Minuspunkt in diesem Buch war die „ABC-Methode“. Von ihr bin ich persönlich überhaupt nicht überzeugt. Ich finde sie übergriffig und indirekt bevormundend.
Beispiel: Man findet ein dir wichtiger Mensch sollte gesünder Leben und du redest so mit ihm:
„Was denkst du im Moment über deine Gesundheit?“… „Ich meine, du sagst, dass du dich wohlfühlst. Mir kommt es eher ein bisschen nach Resignation vor.“… „Es klingt so, als hättest du dich daran gewöhnt.“.
Für mich hört sich der ganze Teil eher danach an, dass die Person, die andere verändern möchte viel mehr sich selber hinterfragen sollte. Wenn sie sich Sorgen um jemanden macht, kann sie das genau so sagen. Sie kann ein gesünderes Leben (in welcher Hinsicht auch immer) natürlich auch vorleben und dadurch animieren, aber diese Sätze empfinde ich nicht als sehr hilfreich. Für mich sind das weder „offene Fragen“ noch zeigen sie Mitgefühl. Auf S. 247 steht dann auch Diese Kommunikation „schafft Raum für eine echte Verbindung und ermöglicht Wandel.“ Und zwei Sätze später „Es geht hier nicht darum, sie dazu zu bringen, dir die Wahrheit zu sagen, sondern in Ihnen ein Gefühl des Unbehagens zu erzeugen…“
BITTE?! Natürlich. Ich verbringe sehr gerne Zeit mit Menschen, die Unbehagen in mir auslösen. Das ergibt total viel Sinn (Ironie aus).
Diese Spannung soll den anderen motivieren, sich zu ändern? Ich denke eher, dass diese Person sich in eine Trotzhaltung begibt oder sich von einem distanziert. Zu Recht. Ich finde es auch schwierig zu sagen „Deswegen ist es von großer Bedeutung, dass du den Wandel vorlebst und ihn leicht und amüsant erscheinen lässt, …“.
Das ist falsch! Eine Veränderung ist immer Arbeit an sich selber und nie leicht. Ich liebe zum Beispiel meinen Sport, aber den Schweinehund zu überwinden ist nicht immer leicht. Gesunde Ernährung kann sehr lecker sein, aber die Umstellung ist nicht immer einfach. Wie also soll sich dein Gegenüber fühlen, wenn du so tust, als sei alles leicht und amüsant und er schafft es nicht direkt? Er wird sich schlecht fühlen, als Versager vielleicht. Und im schlimmsten Fall wird er daraufhin aufgeben.
Da dies natürlich nur meine eigenen Erfahrungen und Vermutungen sind, sei es durch die vielen psychologischen Ratgeber oder durch mein Leben, habe ich weiteren Personen diese Methode beschrieben. Schon während ich die Fragen stellte, zeigte man mir deutlich, wie schockiert man war. Also ging es nicht nur mir so.

Aber auch, wenn dieser Teil ein großer Minuspunkt dieses Buches ist, gibt es hier auch vieles das man mitnehmen kann. Es gibt sogar ein paar Beziehungs-/Dating -Tipps. Es verdeutlicht einige Fehler, die viele von uns immer wieder begehen. Aus Hoffnung, aus Einsamkeit oder als Muster. Wenn jemand zum Beispiel schwammig uns gegenüber ist, hat er nicht das gleiche Interesse an dir, wie du an ihm. Das ist nicht schön, aber akzeptiere es. Investiere keine Zeit in die falschen Menschen, damit du schneller dem Richtigen Menschen deine Zeit widmest. Man kann nicht jedem gefallen, oder man hat manchmal einfach nicht die gleichen Ziele oder Werte im Leben. Deshalb bist du nicht weniger wert. Auch dir gefällt nicht jeder. Nimm es nicht zu persönlich. Du bist somit einen Schritt näher am Richtigen. Gebe dich nicht mit weniger zufrieden nur, um nicht alleine zu sein, Manchmal dauert es, aber es wird leichter mit der Zeit.
Auch ich habe lange dafür gebraucht (und es klappt nicht immer), aber sobald ich nun merke, dass der Gegenüber kein oder wenig Interesse hat, distanziere ich mich gefühlsmäßig und ziehe mich auch physisch zurück.
Es ist nicht leicht, aber merke dir: Du musst dich für keinen Verändern, sondern nur die beste Version deiner Selbst sein – Für dich. Und wenn du dich selber genug liebst, dann bist du dir genug wert, nicht alles und jeden in deinem Leben zu akzeptieren.

Veröffentlicht am 03.08.2025

Der zweite Fall von Karla und Luis ist noch spannender als der erste. Ich hoffe, es folgen noch viele weitere.

Klarer Fall für Karla
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Nachdem sie ihren ersten Fall Klarer Fall für Karla – Der verschwundene Hamster erfolgreich beendet und den Klassenhamster und seinen Entführer gefunden hat, hat sie auch schon einen zweiten Fall, um den ...

Nachdem sie ihren ersten Fall Klarer Fall für Karla – Der verschwundene Hamster erfolgreich beendet und den Klassenhamster und seinen Entführer gefunden hat, hat sie auch schon einen zweiten Fall, um den Sie sich kümmern muss.
Karla und Ihre Klasse haben Projektwoche und diese verbringen sie im städtischen Museum. Alle werden in Gruppen und verschiedenen Bereichen des Museums aufgeteilt. Natürlich bekommt Karla die griesgrämigste Person von allen als Aufseherin und muss in den langweiligsten Bereich des gesamten Hauses – Das Archiv. Zum Glück wurde Luis mit ihr eingeteilt, denn auch, wenn sie alte Gegenstände abstauben müssen - mit ihm ist alles besser.
Als Karla dabei einen alten Brief über einen gestohlenen Schatz entdeckt, entpuppt sich die für sie langweiligste Abteilung doch noch als äußerst spannend. Sofort ist sie Feuer und Flamme für ihren neuen Fall und zieht Luis direkt wieder mit hinein. Können sie den Fall lösen, oder werden die beiden für mächtig Trubel sorgen?

Der zweite Fall ist richtig toll. Ich hatte das Buch in zwei Tagen durch. Jetzt bin ich natürlich schon ein großes Mädchen, aber ich liebe Karla und ihre Art. Sie hat vor den Schatz zu finden und ich bin sofort überzeugt davon, dass sie das auch schaffen wird. Denn Karla vermittelt einem das Gefühl, sie kann alles schaffen. Und auch Luis ist ein wunderbarer Junge. Er unterstützt seine Freundin in allen Lebenslagen auch, wenn das eine Menge ärger bedeutet.
Zum Lesen für Kinder ist es richtig angenehm, da das Buch wieder in kleine Kapitel eingeteilt ist und man es gut vor dem Einschlafen lesen kann.

Und jetzt mal im Ernst. Ich als Erwachsene finde dieses Buch richtig spannend. Sogar spannender als manch Thriller/Krimi für erwachsene geschrieben ist. Die Autorin könnte sich auch mal an einen Psychothriller heranwagen. Ich traue ihr das auf jeden Fall zu und würde das Buch auch lesen.

Veröffentlicht am 18.06.2025

Ein Fall für Tom Skagen und sein Team, bei dem es nicht nur um Korruption und kaltblütigem Mord geht, sondern auch noch um eine fanatische Glaubensgemeinschaft.

Kalter Sturm
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Tom Skagen befindet sich unfreiwillig auf der Flucht. Und diese treibt ihn direkt nach Island, denn dort ist der fünfjährige Jonas spurlos verschwunden und auch er findet dort für eine Weile sein Versteck.
Doch ...

Tom Skagen befindet sich unfreiwillig auf der Flucht. Und diese treibt ihn direkt nach Island, denn dort ist der fünfjährige Jonas spurlos verschwunden und auch er findet dort für eine Weile sein Versteck.
Doch dort angekommen muss er schnell feststellen das er auf sich und seine Kollegen gestellt ist, denn fast keiner kooperiert. Selbst die Eltern des kleinen Jonas helfen ihm nur widerwillig weiter. Sie leben in einer Gemeinschaft, die keinen Polizisten vertrauen, doch das Leben eines Kindes ist in Gefahr und keiner will helfen. Und auch die Kinder der Familien sind zum Schweigen verpflichtet. Ist denn allen egal, dass der Junge in großer Gefahr schwebt? Werden sie den Jungen rechtzeitig finden, bevor er in der Kälte der Nacht sterben wird?
Und dann überschattet ein Mord auch noch diese Glaubensgemeinschaft. Jetzt müsste man sagen „Diese arme Person, wer könnte ein Motiv gehabt haben?!“. Allerdings war diese Person ein grausamer Mensch und fast jeder hätte ein Motiv gehabt, sie verschwinden zu lassen, denn keiner scheint sie zu vermissen.
Und was haben Asgards Söhne mit alldem zu tun, weshalb Tom Skagen auf der Flucht zu sein scheint?

Mir hat dieser Thriller sehr gut gefallen, auch wenn nicht so viel Spannung vorhanden war bis zum Schluss. Ich habe es ja doch gerne, wenn es Schlag auf Schlag kommt. Hier kam die richtige Spannung erst kurz vor Schluss, wo sich alle Ereignisse etwas überschlugen. Dies war mir ein wenig zu viel. Hier handelt es sich nicht um einen Fall, sondern gleich um mehrere gesonderte und auch dort fehlte mir dann die Aufdeckung von Asgards Söhne im Detail. Sie wurde zwar erwähnt, allerdings habe ich es mir etwas spannender vorgestellt. Da hätte man eine Blende zu Jette (Toms Chefin) einfügen können. Denn bei Ihr war es ja zwischenzeitlich ziemlich spannend. Tatsächlich habe ich bis zur Aufklärung nicht gewusst, wer der Mörder ist.

Die Charaktere waren ziemlich gemischt. Von äußerst sympathisch bis hin zu grauenhaft, solche Menschen braucht keiner in seinem Leben.
Nils, der Kollege und Toms Chef vor Ort war zum Beispiel sehr unsympathisch mit seiner arroganten Art. Sein Machogehabe und Chefgetue war auch für die sehr freundliche und liebenswerte Halla, eine weitere Kollegin, sehr unangenehm. Und trotzdem hatte er irgendwo eine Art, an die man sich gewöhnen kann. Jule Wittmann und Wiebke Brandt aus der Glaubensgemeinschaft waren das glatte Gegenteil von sympathisch. Sie haben beide um einen Rang und vielleicht auch Mann gebuhlt und konnten sich nicht leiden. Sie waren ungeeignet für die Lebensaufgabe einer Mutter und Ehefrau und haben ihre Macht gerne demonstriert. Die Kinder wurden instrumentalisiert und konnten sich leider nicht dagegen wehren. Bis auf eine - Abigail Brandt. Sie war die Rebellin unter ihnen und durch sie kam auch erst alles ins Rollen. Am Ende war sie es, die ihre Familie auf eine sehr fragwürdige Art gerettet hat.