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Veröffentlicht am 08.01.2026

Solides Buch, aber kein Wow-Effekt

Unter Wasser Nacht
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Zwar hat Kristina Hauff im letzten Jahr einen neuen Roman veröffentlicht, jedoch wollte ich mich zuerst an ihr Debüt "Unter Wasser Nacht" von 2021 wagen.

In der Nähe der Elbe leben Sophie und Thies sowie ...

Zwar hat Kristina Hauff im letzten Jahr einen neuen Roman veröffentlicht, jedoch wollte ich mich zuerst an ihr Debüt "Unter Wasser Nacht" von 2021 wagen.

In der Nähe der Elbe leben Sophie und Thies sowie Inga und Bodo auf einem gemeinsamen Hof. Früher verband sie nicht nur ihr Zuhause, sondern auch eine enge Freundschaft. Bis zu einem tragischen Ereignis: Aarons Tod. Er ertrank ein Jahr zuvor aus ungeklärten Ursachen im Fluss. Die Ehe von Sophie und Thies wird in den kommenden Monaten auf die Probe gestellt, die Freundschaft zu den Nachbarn zerbricht. Erst eine Fremde namens Mara sorgt für eine neue Dynamik in den Beziehungen aller. Und lüftet Geheimnisse.

Die Spannungen und Risse, die durch Aarons Tod entstanden sind, werden sehr gut und feinfühlig beschrieben. Das mag ich. Das alte Gefüge wurde gehörig aus dem Gleichgewicht gebracht. Nicht nur zwischen den Paaren, sondern auch zwischen den Freunden verändern sich die Beziehungen. Jeder geht auf seine Weise mit möglicher Schuld, Trauer, Neid, Misstrauen und der Realität um. Der Fokus liegt also eher auf dem Innenleben der Protagonisten. Stück für Stück wird jedoch unter anderem auch das Geheimnis um Aarons Tod aufgeklärt.

Ich fand das Gedankenspiel krass, dass der Tod eines Menschen, der zwar dazugehört, ja sogar geliebt wird, aber zeitgleich auch unfassbar bösartig ist, Trauer und Erleichterung zugleich auslösen kann. Kristina Hauff geht an diesem Punkt ganz schön tief rein und wirft unbequeme Fragen auf.

Ich fand die Geschichte, den psychologisch feinen Blick und den Schreibstil gut. Den riesengroßen Wow-Effekt hatte ich jedoch nicht. Vielleicht lag es daran, dass ich mit den Figuren, insbesondere Mara, nicht wirklich warm geworden bin. Ich empfand sie und ihre Rolle oftmals als störend, auch wenn sie diejenige war, die Licht ins Dunkel gebracht hat.

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Veröffentlicht am 08.01.2026

Inspiration und Jahresbegleiter für Buchfreunde

Ein Buch für jeden Tag
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Ein kleiner, aber feiner Buchtipp für 2026: Mir ist kürzlich dieses tolle Buch in die Hände gefallen, das perfekt zum Start ins neue Jahr passt. Hier erwarten euch pro Seite eine kurze Buchvorstellung ...

Ein kleiner, aber feiner Buchtipp für 2026: Mir ist kürzlich dieses tolle Buch in die Hände gefallen, das perfekt zum Start ins neue Jahr passt. Hier erwarten euch pro Seite eine kurze Buchvorstellung inklusive Textauszug. Perfekt, um ein Gespür für den Schreibstil und Flair des jeweiligen Buches zu bekommen. Enthalten sind AutorInnen querbeet von A bis Z der Weltliteratur, alte und brandneue Werke - eine wunderbare Mischung.

Hier einige Beispiele, wen ihr in diesem Buch unter anderem findet:

📚 Daniel Glattauer - Gut gegen Nordwind
📚 Selma Lagerlöf - Gösta Berling
📚 Toxische Pommes - Ein schönes Ausländerkind
📚 George Orwell - Farm der Tiere
📚 Alice Walker - Die Farbe Lila
📚 Sally Rooney - Normale Menschen

und weitere. Es sind tatsächlich auch viele AutorInnen und Bücher dabei, die mir bis dato noch nicht geläufig waren. Umso besser!

Ich finde, es ist eine wunderbare Inspiration, um neue Literatur zu entdecken. Oder ein täglicher Begleiter für kleine Lese-Momente für das ganze Jahr - wer sich, anders als ich, Tag für Tag gedulden kann 😉 Insbesondere als Geschenkidee finde ich es großartig.

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Veröffentlicht am 08.01.2026

Ein wundervolles fantastisches Buch

Ein Mädchen namens Willow 1: Ein Mädchen namens Willow
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Es wurde mal wieder Zeit für Kinderliteratur. Dieses Mal bin ich in die magische Welt von Willow eingetaucht. Insgesamt gibt es aktuell fünf Bände dieser Reihe. Gern möchte ich meine Rezension für Band ...

Es wurde mal wieder Zeit für Kinderliteratur. Dieses Mal bin ich in die magische Welt von Willow eingetaucht. Insgesamt gibt es aktuell fünf Bände dieser Reihe. Gern möchte ich meine Rezension für Band 1 mit euch teilen.

Willow zieht mit ihrem Vater in das Häuschen ihrer verstorbenen Tante Alwina und erbt den angrenzenden Hexenwald. Dort entdeckt sie, dass sie magische Kräfte in sich trägt. Ein sprechendes Hexenbuch hilft ihr, diese zu nutzen. Zudem macht sie sich auf die Suche nach drei weiteren Junghexen, um ihre Hexenkraft vollends zu entfalten. Nur gemeinsam und mit all ihrer Magie kann es gelingen, den Wald vor Immobilienhaien zu schützen.

Ich mochte die Geschichte, ich hatte wundervolle Bilder im Kopf. Es war schön, mal wieder ein fantastisches Buch in den Händen zu halten. Für mich als Naturfreundin war es leicht, sich in diesen besonderen Wald und seine Bewohner zu verlieben. Eine kleine Hommage an die Bedeutung unserer schützenswerten Natur. In der Geschichte geht es ebenso um Freundschaft und Zusammenhalt. Um Mut, für sich und andere einzustehen. Es ist kindgerecht und nicht düster geschrieben. Aus meiner Sicht eine klare Leseempfehlung für Kinder ab 10 Jahren. Dennoch ist es auch ein wunderbarer Roman für Erwachsene. Mir persönlich passierte zum Ende hin zu viel auf einmal, ich hätte mir gewünscht, dass die Spannung im Buch gleichmäßiger verteilt ist.

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Veröffentlicht am 29.12.2025

Ein solides Buch, jedoch keine Top-Empfehlung

Von hier aus weiter
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Dieser Roman lag schon etwas länger auf meinem Lesestapel und ist jetzt wieder nach oben gewandert. Die Geschichte war nett. Sie las sich gut durch. Aber insgesamt hat es mich (leider) nicht übermäßig ...

Dieser Roman lag schon etwas länger auf meinem Lesestapel und ist jetzt wieder nach oben gewandert. Die Geschichte war nett. Sie las sich gut durch. Aber insgesamt hat es mich (leider) nicht übermäßig vom Hocker gerissen.

Marlene verliert ihren Mann Rolf, der an Krebs erkrankt und sich selbstbestimmt das Leben nimmt. Sie kann nicht trauern. Sie ist wütend. Denn der ursprüngliche Plan sah vor, dass sie beide gemeinsam sterben. Nun ist sie allein in ihrem Haus und zieht sich völlig zurück. Ignoriert alles und jeden. Und möchte einfach nicht mehr leben. Bis ihr ehemaliger Schüler Jack in ihrem Leben auftaucht und sie beginnt, sich mit ihrer Trauer und ihrem Dasein auseinanderzusetzen... die Wärme kehrt zurück.

Im letzten Drittel nimmt das Ganze mehr Fahrt auf, Hintergründe kommen ans Licht. Hier hat es sogar ein wenig Road Movie-Charakter. Jedoch für mein Gefühl etwas, das ich so oder so ähnlich schon kenne. Insgesamt hat die Geschichte für meinen Geschmack zu wenig Spannung, zu wenig Handlung, zu wenig Tiefgang. Positiv: Obwohl es in dem Roman um Tod, Suizid und Trauer geht, ist das Buch nicht so schwer. Nicht zu sentimental. Und, es werden zwischen den Zeilen wichtige Fragen aufgeworfen: Wie bedeutsam ist für manche selbstbestimmtes Sterben? Wie lebt man weiter ohne den anderen? Grundsätzlich ein solides Buch, jedoch würde es nicht auf meiner Top-Empfehlungsliste landen.

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Veröffentlicht am 29.12.2025

Ein schöner Wohlfühlroman mit einer kleinen Portion Spannung und sympathischen Protagonisten

Winterglück im Café am Meer
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Ich lese gern Romane mit schweren Themen. Solche, die mich aufrütteln, bewegen und zum Nachdenken bringen. Und genauso gerne mag ich zwischendurch leichte Frauenromane (dennoch bitte nicht zuuu viel Kitsch). ...

Ich lese gern Romane mit schweren Themen. Solche, die mich aufrütteln, bewegen und zum Nachdenken bringen. Und genauso gerne mag ich zwischendurch leichte Frauenromane (dennoch bitte nicht zuuu viel Kitsch). Bestenfalls spielen sie an der Ost- oder Nordsee. Sie begleiten Frauen, die neue Wege gehen, sich neu erfinden und ihr Lebensglück suchen. Und oftmals auch finden. Das sind Bücher von Autorinnen wie Tanja Janz, Lotte Römer, Susanne Oswald und eben auch Christin-Marie Below. Ihr neuester Roman "Winterglück im Café am Meer" passte perfekt in meine freien Tage und las sich wunderbar durch. Die 32-Jährige versteht ihr Handwerk sehr gut. Ich war gedanklich wirklich auf der winterlich verzauberten Nordseeinsel Norderney unterwegs.

Konditorin Helena steckt mitten in einer privaten und beruflichen Umbruchphase, steht kurz vor Unterzeichnung eines Mietvertrages für ihren langersehnten Traum - ein eigenes Café. Da ereilt sie der Hilferuf ihrer Kindheitsfreundin Fenja und sie macht sich, ohne lange zu zögern, auf nach Norderney. Neben alten Freundschaften, einer alten Liebe und dem Entfachen von alten Leidenschaften, wird plötzlich ein Neuanfang auf der Insel denkbar.

Übrigens ist Christin-Marie Below die Tochter von Autorin Andrea Russo aka Anne Barns. Sie veröffentlichte bereits Romane vor "Winterglück im Café am Meer" - dieses ist jedoch der Auftakt der Muschelketten-Reihe. Ein schöner Wohlfühlroman mit einer kleinen Portion Spannung und sympathischen Protagonisten.

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