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Veröffentlicht am 24.03.2021

Narrative einer Rettung

Die Fremde
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Claudia Durastantis autofiktionaler Roman „Die Fremde“ präsentiert gleich zu Beginn zwei komplett unterschiedliche Kennenlerngeschichten der gehörlosen Eltern. Beide beinhalten eine Rettung – der Vater ...

Claudia Durastantis autofiktionaler Roman „Die Fremde“ präsentiert gleich zu Beginn zwei komplett unterschiedliche Kennenlerngeschichten der gehörlosen Eltern. Beide beinhalten eine Rettung – der Vater will sich von der Brücke am Ponte Sisto in Trastevere/Rom stürzen, um im „giftgrünen“ Tiber zu ertrinken, erzählt aber, er habe die Mutter vor einem Überfall bewahrt. Der Einstieg in die Geschichte macht deutlich: Hier wird keine durchschnittliche, gesund agierende Familie beschrieben. Die Protagonistin und Erzählerin im Roman, die deutliche biografische Bezüge zur Autorin aufweist, gräbt sich aus einer dysfunktionalen, chaotischen und von einer bestimmten Sprachlosigkeit geprägten Kindheit nach oben. Anfang der 1980er-Jahre in Brooklyn geboren, immigriert diese als Kind zusammen mit Bruder und Mutter nach Italien, in die süditalienische, spärlich besiedelte Basilikata. Die Eltern haben sich getrennt.

„Auswandern bedeutet, mit all diesen Wenns des eigenen Ichs zusammenzuleben und zu hoffen, dass keines die Oberhand gewinnt.“

Gab es in Brooklyn noch eine Art sichere Enklave mit ausgewanderten Italoamerikanern der Familie und deren Regeln, sind die Kinder beim Heranwachsen in der Basilikata an der Armutsgrenze weitestgehend auf sich gestellt – die Mutter lebt in ihrer eigenen Welt, trinkt, zieht nächtelang durch die Umgebung, schwelgt in Filmen, die sie alle wie der Vater für wahr hält: beide kennen keine Fiktion, haben nie eine Gebärdensprache erlernt, akzeptieren ihre Taubheit nicht und geben sich ihrer eigenen Vorstellung eines unkonventionellen Lebens hin. Die Mutter sucht Halt und Deutung in den Tarot-Karten und der Kunst, der Vater (zudem psychisch krank) in kleinkriminellen Geschäften. Der Kontakt zu Familienangehörigen in den USA wird mit Besuchen aufrecht erhalten.

„Ich sah meinen Vater die Wut und den Wahnsinn fiktiver Figuren so leidenschaftlich ausagieren, bis er sich in ein Stück Zelluloid mit verkohlten Rändern verwandelte.“

„Meine Mutter fehlte mir, wenn sie verschwand, aber sie war nebelhaft und mein Vater eine tiefschwarze Galaxie, die jede physikalische Theorie widerlegte.“

Wie ein Echolot unter Wasser taucht Claudia Durastanti in die Tiefen ihrer Erinnerung und ihres Gedächtnisses – und das mit einer sprachlichen und stilistischen Wucht sowie Ausdehnung auf gesellschaftsrelevante Themen wie Identität, Migration, Fremdsein, gesellschaftliche Verwurzelung, Handicaps (psychisch wie physisch) und Vielsprachigkeit. Assoziativ, sprunghaft, poetisch und spielerisch in der Sprache verknüpft sie Familiengeschichte, Heimat, die Wege der Migration, ihren eigenen Werdegang ins Studium und in die Arbeitswelt sowie erste Beziehungen mit zahlreichen Szenen aus Film, Musik und Literatur, die sie geprägt haben. Zudem spielt Durastanti mit Metaphern, die an topografische Karten, Naturgewalten und Wesen aus der Mythologie angelehnt sind, um ihren Gedanken und Erinnerungen Form zu geben. Wilde, zeitlich unsortierte und episodenhafte Sprünge und zahlreiche Geschichten sind dies manchmal, aber tief bewegend und jeder Absatz eine eigenständige Denkfabrik, die teilweise auch mystisch und kryptisch sowie offen für die eigene Reflexion bleibt. Denn als Metaebene bezieht Durastanti noch das Spiel um Wahrheit und Fiktion in ihren Roman mit ein.

„Die Geschichte einer Familie ähnelt eher einer topografischen Karte als einem Roman, und eine Biografie ist die Summe aller geologischen Zeitalter, durch die du gegangen bist.“

Trotz aller Schwere der Geschichte, die durch das Anderssein geprägt ist und in der die Autorin wahrscheinlich versucht, sich ihrer eigenen Biografie auf verschiedene Arten anzunähern, blitzt auch Humor auf: Skurrile Menschen und Situationen, vollständige Milieus, Stadtteile und Landstriche, die Durastanti präzise beobachtet und in ihre außergewöhnlichen Sprache zwischen Prosa, Poesie und Essay verpackt. Intime Einblicke, aber nie zu aufdringlich – fast nüchtern-lakonisch kommt so manche Einsicht um die Ecke. Stets sucht sie auch das Verstehen ihrer Eltern sowie ihrer stillen Welt und exaltierten Charaktere. Die Mutter bleibt stets die Fremde, ist sogar stolz darauf, nicht als Gehörlose, sondern als Fremde bezeichnet zu werden – aber auch die Protagonistin bleibt sich oft fremd im Leben, fühlt sich später im beruflichen Erfolg gar als Hochstaplerin. Halt, Ausdruck und die eigene Rettung hat sie seit der Basilikata in der Literatur und später in ihrer eigenen Sprache gefunden.

„Je vulgärer und absichtlich widerwärtiger meine Eltern sprachen, desto genauer drückten wir uns aus, weil wir überzeugt waren, in der Wortwahl korrekt zu sein, würde bedeuten, auch im Leben korrekt zu sein, endlich befreit von ihren Eigentümlichkeiten.“

Am Ende des Romans sind wir wieder am Ponte Sisto – die Kennenlerngeschichte mit doppeltem Boden setzt sich zusammen. Aber war denn auch wirklich alles wahr?

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Veröffentlicht am 21.03.2021

Ednas fantastische Pilgerreise

Als wir uns die Welt versprachen
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Es gibt Herzensdinge im Leben, die müssen noch in Angriff genommen werden, auch wenn das Leben fast zu Ende ist: Die fast 90jährige Edna verlässt ihr Haus mit gemütlichem Garten nur noch selten, schwelgt ...

Es gibt Herzensdinge im Leben, die müssen noch in Angriff genommen werden, auch wenn das Leben fast zu Ende ist: Die fast 90jährige Edna verlässt ihr Haus mit gemütlichem Garten nur noch selten, schwelgt viel in der Vergangenheit. Dann liest sie wie immer ihre Zeitschrift und entdeckt auf einem Foto Jacob wieder. Mit ihm verbindet sie einen schmerzvollen, traumatischen Abschnitt im Kindesalter – beide waren verarmte Schwabenkinder, mussten weitab ihrer Heimat auf deutschen Bauernhöfen hart mitarbeiten und wurden auf „Viehmärkten“ begutachtet. Jacob hat seiner kleinen „Zimperliese“ Edna immer geholfen, ihre Freundschaft hat sie das Leid besser ertragen lassen – bis sie tragisch getrennt wurden und sich aus den Augen verloren haben. Nach den Blick in Jacobs Augen auf dem Foto steht für Edna fest: sie wird Jacob in Ravensburger Krankenhaus besuchen und hat sie sich dafür einen besonderen Weg ausgesucht: den harten über die Alpen, den sie schon als Schwabenkinder gegangen sind. Denn sie quält seit Jahrzehnten das schlechte Gewissen, will Buße tun: Sie glaubt, ein Versprechen gebrochen und Jacob im Stich gelassen zu haben.

„Aber dann, eines Tages, wenn man es am wenigsten erwartete, geschah etwas, was einen zurückbrachte. Und dann war es, als wäre man nie weg gewesen. Als zähle die ganze Zeit, die seit diesem Augenblick vergangen war, überhaupt nichts mehr.“ S. 141

Kurzerhand packt sie ihren kleinen Koffer und ihren geliebten Papagei Emil ein – (er stammt noch von Jacob aus der Schwabenkinder-Zeit), kramt eine sehr alte Landkarte von damals aus und wandert los, ohne zu wissen, wo sie übernachten kann und was sie zu Essen bekommt. Unterwegs passiert ihr allerhand Skurriles, Dramatisches und Berührendes – sie trifft auf die verschiedensten Menschen, die ihr helfen, von denen sie aber auch noch lernen kann und jeder geht aus den Begegnungen verändert weiter. Sie entwickelt schier unglaubliche Kräfte in ihrem Alter, um einem verloren geglaubten Versprechen nachzugehen. Und eventuell bleibt ihr nicht mehr viel Zeit. Unterwegs gehen ihre Erinnerungen und Gedanken kontinuierlich zurück in die Zeit auf dem Bauernhof und zu den bewegenden und traurigen Erlebnissen als Schwabenkind.

So komponiert die Autorin Romina Casagrande ihren szenischen Roman in zwei Zeitsträngen und packt allerhand menschliche Schicksale und bunte Charaktere auf der Reise in ihre Handlung. Die bildgewaltigen Naturbeschreibungen und die berührenden Rückblenden zusammen mit ein paar poetisch, nachdenklichen Sätzen sind schön herausgearbeitet. Der fast fantastisch anmutenden Pilgerreise der hochbetagten Edna in der Jetzt-Zeit fehlt es etwas an Glaubwürdigkeit und Authentizität – dafür gab es umso mehr Slapstick. Wer sich daran nicht stört, den erwartet ein emotionaler, leichtfüßiger und humorvoller Roman, der einen wichtigen und traurigen Teil der Geschichte rund um die Schwabenkinder miteinwebt und sehr menschlich ist.

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Veröffentlicht am 10.03.2021

Zerklüftete Familien und Leben

Otmars Söhne
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Nach seinem erfolgreichen und preisdotierten Debütroman liegen die Erwartungen am Nachfolger von Peter Buwalda hoch – nun ist der erste Teil einer Trilogie mit 600 Seiten fertig und wird von 111 kapitelweise ...

Nach seinem erfolgreichen und preisdotierten Debütroman liegen die Erwartungen am Nachfolger von Peter Buwalda hoch – nun ist der erste Teil einer Trilogie mit 600 Seiten fertig und wird von 111 kapitelweise nach unten gezählt. Ein Panoptikum an kuriosen Charakteren, Bekanntschaften und tiefen seelischen Einblicken. Im Mittelpunkt steht Dolf: Erst alleine mit seiner Mutter zieht später Otmar ein, der die zwei musizierenden Kinder Tosca und Dolf mitbringt – zwei Dolfs wären zu chaotisch, also wird der Erste in Ludwig umgetauft.
Der Inhalt lässt sich ansonsten schwer greifen – es gibt mehrere Handlungsstränge und nach und nach wird eine Charakterstudie aufgerollt, die zahlreiche Themen wie Familienverhältnisse, Alkohol, Missbrauch, sexuelle Ausbeutung und musikalische Hochbegabung umfassen. Auch wird in den Zeiten und Erzählperspektiven gesprungen. Auf der sibirischen Insel Sachalin trifft ein erwachsener Ludwig eine alte Bekannte – die Journalistin Isabelle Orthel will den lokalen Shell-Chef Johan Tromp wegen eines Deliktes in Nigeria konfrontieren und war sexuell mit ihm verbandelt. Und Ludwig ist sich sicher, dass Tromp sein leiblicher Vater ist.

Peter Buwaldas Werk ist von einem opulenten, fantasiereichen und reichhaltig-detaillierten Erzählstil mit zahlreichen Rückblenden, Metaphern und präzisen Beobachtungen geprägt, auf den man sich abseits der Handlung einlassen sollte – hinter jeder Fassade brodelt es gewaltig, stecken vollständige Biografien und irgendwie hängt alles miteinander komplex zusammen, wird aber nur langsam entrollt. Die feinen, wechselnden Perspektiven in Ort, Erzählstimme und Zeit sowie die verschrobenen, aber dicht erschaffenen Charaktere erfordern hohe Aufmerksamkeit und Flexibilität im Lesen. Ein sprachlich hochwertiger und packender, aber nicht ganz einfacher Roman, der am Ende viel Fantasie und Spielraum für den zweiten Teil lässt und bestimmt polarisieren wird.

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Veröffentlicht am 07.03.2021

Schlangen im Paradies

Sommer der Träumer
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Erica ist 18, als ihre Mutter stirbt und ihr ein kleines Sparvermögen hinterlässt, um ihre Freundin Charmian auf Hydra zu besuchen. Die Beziehung zum gewalttätigen Vater ist keineswegs harmonisch und so ...

Erica ist 18, als ihre Mutter stirbt und ihr ein kleines Sparvermögen hinterlässt, um ihre Freundin Charmian auf Hydra zu besuchen. Die Beziehung zum gewalttätigen Vater ist keineswegs harmonisch und so fährt sie mit ihrem Bruder Bobby und ihrem Freund Jimmy auf die griechische Insel. Es sind die 1960er-Jahre und auf Hydra hat sich eine Künstler-Community gebildet – die Kolonie der Ausländer. Erica kommt bei der australischen Schriftstellerin Charmian Clift und ihrem Ehemann George Johnston unter – es gesellen sich immer weitere Personen hinzu und auch der junge, gefühlvolle und noch eher unbekannte Leonard Cohen wird auf seine besungene Muse Marianne Ihlen stoßen. Erica ist fasziniert von der Freiheit und Kunst, nach der alle streben, vom Lebensgefühl unter der Sonne, der Natur und dem Essen. Sie beobachtet ihr Außenrum sehr genau – ein Theater aus Liebschaften, Künstlerallüren, Lebensfreude und Neid auf Erfolg.

„Die Symmetrie der Steinmauern und Gebäude fügt sich zu einem perfekten Hufeisen rund ums Wasser, von dem aus Reihen weißer Häuser wie Sitze eines Amphitheaters aufsteigen. Ein magischer Trick auf nacktem Fels, ein Theater für Träumer, die Bühne beleuchtet von Sonne und See.“ S. 38

Polly Samson schreibt sehr bildgewaltig – Hydra mit Flora und Fauna ist der stille Protagonist, aber auch das Flair der 60er-Jahre mit den Wünschen der jungen Leuten ist absolut greifbar. Gekonnt mischt sie reale Persönlichkeiten der Künstlerkolonie mit Fiktion. Leider reihen sich im Mittelteil so viele Personen, Ereignisse und Gespräche bei Wein, Sonne und Musik, dass Ericas Innenwelt in den Hintergrund rückt – Samson erschafft zwar fantastische Atmosphäre, aber transportiert wenig Gefühle der jungen Frau, die noch um ihre Mutter und später um ihren Freund trauert. Die innige Beziehung zur charismatischen Charmian Clift ist feinfühlig ausgearbeitet und auch der Schlussteil mit der Wiederkehr auf die Insel nach 10 Jahren ist voller schmerzlich-süßer und melancholischer Erinnerungen gespickt mit Ericas Erleben ihres Sommers auf der Insel.

Im Rückblick wird klar: hinter der Fassade eines freien Lebens zwischen Meer, Mond, Retsina, Olivenbäumen und Gitarrenmusik lauern einige Schlangen im Paradies: Eifersucht, Fremdgehen, Egoismus, Drogen, Armut, gebeutelte Künstlerexistenzen und gescheiterte Emanzipation als Muse. Und so war es ein berauschender Sommer vor herrlicher Kulisse mit viel komplexem Theater – Samson changiert großartig zwischen Wunschvorstellungen, Traum und Enttäuschung im Paradies. Ein bisschen mehr Struktur im Mittelteil hätte dem Roman noch besser getan, denn Polly Samson ist eine leidenschaftliche Erzählerin, keine Frage.

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Veröffentlicht am 24.02.2021

Gedanken ans Leben

Aus der Mitte des Sees
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Der junge Mönch Lukas kommt in eine Krise, als sein Mitbruder und Freund Andreas den Glaubensorden der Benediktiner verlässt, um zu heiraten und Vater zu sein. Seit 16 Jahren ist Lukas Teil der Benediktinerabtei ...

Der junge Mönch Lukas kommt in eine Krise, als sein Mitbruder und Freund Andreas den Glaubensorden der Benediktiner verlässt, um zu heiraten und Vater zu sein. Seit 16 Jahren ist Lukas Teil der Benediktinerabtei und mit 39 Jahren unter den Jüngsten. Er schreibt gedankliche Briefe an seine Bekannten, versucht das Chaos, den Zweifel und die Unruhe in seinen Gedanken zu ordnen, sucht Selbsterkenntnis und betrachtet sein Leben sehr konzentriert. Dabei reiht sich Ereignis, Gefühl und Begegnung assoziativ aneinander, mal ruhig, mal stürmisch wie das Wetter. Daneben erlebt der Leser viele atmosphärische Szenen aus dem Klosterleben und mit den unterschiedlichen Besuchern. Immer wieder treibt es Lukas an den Klostersee – dort kann er sich orten und tragen lassen, beobachtet die Natur und das Wetter, schwimmt für sein Leben gern. Doch als Schauspielerin Sarah am Steg erscheint, gerät Lukas so richtig ins Wanken: Kann er sich eine Liebe vorstellen?

„Du hast eine Wunde, und das ist eine Chance für mich, weil ich auch eine Wunde habe. So viel Versteinertes in mir, so viel Abgekapseltes.“ S. 188

Unterteilt in 14 Tagen, gewährt Moritz Heger poetisch und in klarer Prosa einen intimen Einblick in den Kopf des Protagonisten und in seine Lebensfragen und Zweifel – wunderschöne und feinfühlige Natur- und Menschbeobachtungen werden in den inneren Konflikt miteingewoben. Sprunghaft wechseln die Themen mit den Gedanken von Lukas, finden wieder einen Ankerpunkt und strömen von Neuem los. Der Kreislauf des Lebens im Innen und im Außen, Geburt, Tod und Liebe wunderbar und präzise eingefangen. Eine intensive Selbsterforschung, literarisch gelungen und die anspornt, ein paar Ecken und Erlebnisse des eigenen Lebens mal wieder zu umkreisen.

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