Cover-Bild Aus der Mitte des Sees
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22,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Diogenes
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 256
  • Ersterscheinung: 24.02.2021
  • ISBN: 9783257071467
Moritz Heger

Aus der Mitte des Sees

Eine Benediktinerabtei, idyllisch an einem See gelegen. Ihr Gastflügel ist gut besucht, doch die meisten Mönche nähern sich dem biblischen Alter. Gerade hat einer der jungen das Kloster verlassen und eine Familie gegründet. Seither stellt auch Lukas, Ende dreißig, seinen Lebensweg in Frage. Da taucht Sarah auf, aufmerksam, zugewandt und körperlich. Um zu einer Entscheidung zu finden, überlässt sich Lukas dem See: Beim Schwimmen öffnen sich Körper und Geist.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.02.2021

Ein interessantes Buch mit einer guten Grundidee.

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Inhalt:
Eine Benediktinerabtei, idyllisch an einem See gelegen. Ihr Gastflügel ist gut besucht, doch die meisten Mönche nähern sich dem biblischen Alter. Gerade hat einer der jungen das Kloster verlassen ...

Inhalt:
Eine Benediktinerabtei, idyllisch an einem See gelegen. Ihr Gastflügel ist gut besucht, doch die meisten Mönche nähern sich dem biblischen Alter. Gerade hat einer der jungen das Kloster verlassen und eine Familie gegründet. Seither stellt auch Lukas, Ende dreißig, seinen Lebensweg in Frage. Da taucht Sarah auf, aufmerksam, zugewandt und körperlich. Um zu einer Entscheidung zu finden, überlässt sich Lukas dem See: Beim Schwimmen öffnen sich Körper und Geist.

Fazit:
Die Grundidee der Geschichte gefiel mir ganz gut. Zufälligerweise musste ich in Religion ein Referat über den Benediktinerorden halten, weshalb ich mich sehr freute, als ich das Buch auf Vorablesen gewonnen habe.
Der Schreibstil ist zwar flüssig, zieht sich jedoch sehr in die Länge. Bei sehr vielen Stellen wird über die Gedanken der Hauptperson Lukas geschrieben. Meiner Meinung nach hätte man ein paar Stellen kürzen können.
Das Cover ist typisch für den Diogenes Verlag. Leider finde ich, ist es dieses Mal nicht so gut gelungen. Der See im Hintergrund wirkt viel mehr wie ein Swimmingpool mit Leiter
Alles in allem würde ich das Buch ab einem Alter von sechzehn Jahren empfehlen.

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Veröffentlicht am 25.02.2021

Fließende Gedanken

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Das Buch hat mich durch das schlicht gehaltene Cover und den poetisch klingenden Namen angesprochen. Die Handlung ist chronologisch aufgebaut: Der Leser wird mit in die Gedankengänge des jungen Mönchs ...

Das Buch hat mich durch das schlicht gehaltene Cover und den poetisch klingenden Namen angesprochen. Die Handlung ist chronologisch aufgebaut: Der Leser wird mit in die Gedankengänge des jungen Mönchs Lukas genommen. Dieser beschreibt seine Umgebung und nimmt die Leser mit, in einen kurzen Abschnitt seines Lebens und den Alltag im Kloster. Dabei stellt er sich selbst viele kritische Fragen. Nicht nur sein eigenes Leben und seine Entscheidungen, auch die seines guten Freundes, der das Kloster vor kurzem verlassen und eine Familie gegründet hat, werden dabei in den Fokus gestellt. Viel dreht sich auch um die Frage nach der Zukunft. Der junge Mönch versucht herauszufinden was er sich vom Leben wünscht und was er erreichen möchte.

Der poetische Klang des Titels hat sich durch das gesamte Buch gezogen: Die Gedankengänge von Lukas waren sehr ausgeschmückt dargestellt. Außerdem war das Kloster mit seinem See und dem Steg sehr idyllisch beschrieben. Der Leser konnte die Ruhe regelrecht in sich aufnehmen und die Zeit beim Lesen auch für kritische Hinterfragungen des eigenen Lebens nutzen.
Die Idee das Buch aus den Gedankengängen und Erinnerungen von Lukas aufzubauen hat mir dabei sehr gut gefallen, da dies die inneren Zweifel betont hat. Der Leser konnte sich durch die inneren Monologe gut in den Mönch hineinversetzen und die Geschichte dadurch sehr nah an sich selbst erleben.

Gestört hat mich beim Lesen der Aspekt, dass Lukas Gedanken teilweise sehr ungeordnet auf den Leser eingeprasselt sind. Neben den Fragen nach dem Sinn und der Hinterfragung seines Lebens, hat er sich oft auch mit Nebensächlichkeiten beschäftigt. Dies hat dafür gesorgt, dass ich beim Lesen oft abgeschweift bin und nach einigen Seiten gemerkt habe, dass ich gar nicht weiß, was ich gerade gelesen habe.
Mein zweiter Kritikpunkt betrifft die, bereits im Klappentext angedeutete, Liebesgeschichte. Diese ist leider sehr vorhersehbar und stellt die davor wichtigen aufgeworfenen Fragen in den Hintergrund.

Zusammengefasst handelt es sich um ein Buch für zwischendurch. Es ist bis auf kleine Abschnitte leicht zu lesen und eröffnet dem Leser einen Einblick in die Gedanken eines jungen Menschen, welcher herauszufinden versucht, was er von sich und dem Leben erwartet. Durch die Vorhersehbarkeit der Handlung ist allerdings leider keine sonderliche Spannung entstanden.

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Veröffentlicht am 25.02.2021

Ein etwas anspruchsvollerer Roman

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Lukas der in einem Benediktinerkloster als Mönch lebt stellt das Leben so wie er es führt in Frage . Sein Mitbruder Andreas , der jüngste , hat vor kurzem wegen der Liebe das Kloster verlassen . Jetzt ...

Lukas der in einem Benediktinerkloster als Mönch lebt stellt das Leben so wie er es führt in Frage . Sein Mitbruder Andreas , der jüngste , hat vor kurzem wegen der Liebe das Kloster verlassen . Jetzt sind nur noch sechzehn Mönche übrig , davon die meisten im gesetzteren Alter . In diesen Tagen lernt Lukas Sarah kennen .

Der Schreibstil ist mir sofort aufgefallen : Ruhig , fast schon poetisch , sehnsuchtsvoll und im Briefstil . Die Spannung zieht sich wie eine gespannte Schnur durch das Buch , es gab für mich kein auf und ab . Die Protagonisten sind glaubwürdig dargestellt .

Fazit : Es wird aus Sicht des Benediktiner Lukas erzählt und zwar so als ob er einen langen Brief an die mitwirkenden Personen schreibt . Auf den ersten Seiten musste ich mich erst mal auf den doch für mich ungewöhnlichen Schreibstil einstellen . Ich war erst ein wenig skeptisch deswegen aber nach und nach bin ich immer besser hineingekommen . Zwischendurch zieht sich dieser Roman aber in die Länge . Es gibt insgesamt wenige Protagonisten die mitwirken so bleibt die Geschichte sehr übersichtlich .
Die einzelnen Kapitel umfassen vierzehn Tage .
Es ist ein Buch das außer der Reihe liegt . Es ist eine Erzählung die tiefgründig und voller Fragen ist . Lukas liegt vieles auf der Seele . Unter anderem auch welchen Weg der junge Mönch einschlagen will oder soll . Er ist im Zwiespalt mit sich und der Welt und dem Leben was er gerade führt . Ich habe mich auf diese Geschichte ganz unvoreingenommen eingelassen aber mir hat sie dann doch nicht gelegen . Ich habe lange überlegt wie viel Sterne ich geben soll . Es war gar nicht so einfach , weil das Buch doch anspruchsvoller ist aber meine Richtung war es leider nicht .

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Veröffentlicht am 25.02.2021

Der neue eigene Weg zum inneren Ich und zu dem Leben, das man leben will

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Bruder Lukas, der Protagonist dieser Geschichte, ist Teil einer Klostergemeinschaft des Benediktinerordens. Er gehört mit um die 40 zu den jüngsten im Kloster, lebt seit rund 16 Jahren schon weitgehend ...

Bruder Lukas, der Protagonist dieser Geschichte, ist Teil einer Klostergemeinschaft des Benediktinerordens. Er gehört mit um die 40 zu den jüngsten im Kloster, lebt seit rund 16 Jahren schon weitgehend im Einklang mit seinem gewählten Leben hier und kann sich als durchaus mittragende Säule des Konvents betrachten. Doch dann, eines Tages,kommt es zu einer Veränderung im personellen Gefüge des Klosters. Sein Mitbruder und Freund Andreas hat sich entschlossen, sein Leben in der klerikalen Gemeinschaft aufzugeben und es gegen die weltliche Gemeinschaft in einer Ehe einzutauschen. Zudem ist er Vater geworden. Diese Wendung schockiert Lukas regelrecht und in ihm macht sich ein innerer Aufruhr breit, der dazu führt, das er sein ganzes bisheriges Dasein anzweifelt. Das, was da in ihm aufwallt, ist neben dem reinen Zweifel, auch die Angst, etwas verpasst zu haben, sich verschlossen zu haben, vor der Lebendigkeit der Gefühle, wie der Liebe und einfach all den Emotionen, die für die meisten Menschen einfach 'das Leben sind'. Dazu kommen äußere Begebenheiten, wie der Tod eines Mitbruders, der Lukas die Endlichkeit, die zeitliche Begrenzung eines jeden Lebens, intensiv nahebringt und dann ist da auch noch die junge Schauspielerin Sarah, die im Kloster einkehrt, um selbst nach den Sinn des Lebens zu suchen.
Dieser Roman hat eine feine reflektierende Tiefe, bestimmt durch die inneren Nöte und Kämpfe eben dieses Bruder Lukas und das tägliche Schwimmen im See der Abtei stellt wieder ein bisschen so etwas wie die innere Mitte her und lässt es zu, dass aus Aufruhr und (Ver)-zweifeln ein Finden wird, zum eigenen Ich.
Mir hat diese von den inneren Monologen des Protagonisten getragene Geschichte sehr gefallen. Man wurde so wunderbar mitgenommen auf diesen, seinenWeg und es bleibt nicht aus, unweigerlich auch selbst in sich hinein zu horchen und sich Fragen zu stellen. Vielleicht sind es nicht dieselben wie die von Bruder Lukas, aber der Funke ist durchaus übergesprungen, auf die ein oder andere Weise.

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Veröffentlicht am 24.02.2021

Aus der Mitte des Sees

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Ich habe in meinem Leben bisher keine persönlichen Berührungspunkte mit Klöstern, Mönchen und der katholischen Kirche gehabt. Umso gespannter war ich auf dieses Buch, von dem ich mir zum einen mehr Einblicke ...

Ich habe in meinem Leben bisher keine persönlichen Berührungspunkte mit Klöstern, Mönchen und der katholischen Kirche gehabt. Umso gespannter war ich auf dieses Buch, von dem ich mir zum einen mehr Einblicke in das Leben in einem Kloster und zu anderen Zugang in die Gedankengänge eines Mönchs erhofft habe. Protagonist dieses Buches ist Mönch Lukas, dessen bester Freund, Mitbruder Andreas, dem Kloster den Rücken gekehrt hat und in einer anderen Stadt eine Familie gegründet hat.
Als Leser:in verfolgt man Lukas Gedanken über einen längeren Zeitraum. Ausgangspunkt ist die Geburt des Kindes von Andreas, zunächst war die Freundschaft zu Andreas und seine Abwesenheit auch zentrales Thema von Lukas Gedankenwelt. Der Autor schafft es den inneren Zwiespalt von Lukas authentisch und nachvollziehbar darzustellen. Ich fand es sehr spannend die Handlung über den inneren Monolog von Lukas zu erfahren, so wirkte der Protagonist noch näher und facettenreicher. Die inneren Konflikte von Lukas wurden für mich so erfahrbarer.
Zentrales Thema in diesem Buch ist der See neben dem Kloster, wie auch schon der Titel des Buches andeutet. Beim Schwimmen in diesem versucht Lukas seine Gedanken zu ordnen und zu neuen Schlüssen zu kommen. Der See ist mit der gesamten Handlung des Buches verwoben, so trifft er Sarah dort, einer seiner Mitbrüder malte diesen häufig. Ein tolles Stilmittel, das sich wie ein roter Faden durch die gesamte Handlung zieht.
Die Sprache des Autors ist beinahe poetisch und sehr bildhaft, der Schreibstil liest sich flüssig und angenehm. Dieses Buch hat nicht nur zum Nachdenken angeregt, sondern konnte mir auch eine bessere Vorstellung vom Leben in einem Kloster geben. Ich habe dieses Buch sehr gern gelesen, es regt zum Nachdenken an und hallt noch einige Tage nach dem Lesen nach.

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