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22,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Diogenes
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 256
  • Ersterscheinung: 24.02.2021
  • ISBN: 9783257071467
Moritz Heger

Aus der Mitte des Sees

Eine Benediktinerabtei, idyllisch an einem See gelegen. Ihr Gastflügel ist gut besucht, doch die meisten Mönche nähern sich dem biblischen Alter. Gerade hat einer der jungen das Kloster verlassen und eine Familie gegründet. Seither stellt auch Lukas, Ende dreißig, seinen Lebensweg in Frage. Da taucht Sarah auf, aufmerksam, zugewandt und körperlich. Um zu einer Entscheidung zu finden, überlässt sich Lukas dem See: Beim Schwimmen öffnen sich Körper und Geist.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.04.2021

Sinnsuche eines Mönches

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Inhalt:

Lukas ist Mönch im Kloster Maria Laach und mit seinen 38 Jahren einer der jüngsten Mönche. Sein bester Freund und Mitbruder entscheidet sich wegen einer Frau das Kloster zu verlassen und wir ...

Inhalt:

Lukas ist Mönch im Kloster Maria Laach und mit seinen 38 Jahren einer der jüngsten Mönche. Sein bester Freund und Mitbruder entscheidet sich wegen einer Frau das Kloster zu verlassen und wir kurze Zeit später Vater. Dieses Ereignis löst bei Lukas eine Krise aus, er beginnt über sein Leben im Kloster, aber auch die Zeit davor nachzudenken.

An seinem Lieblingsort, einem Badesteg am See, stellt er sich seinen Gedanken. Wir erfahren so viel über sein Leben im Kloster, den Problemen die es dort gibt, insbesondere ist die Zukunft des Klosters ein großes Problem, denn es fehlt der Nachwuchs, der Zölibat und die Sinnfrage eines Lebens als Mönch.

In dieser Phase trifft er auf Sarah, die eine Auszeit im Kloster sucht und sie wird ein intensive Gesprächspartnerin für ihn. Eine Zeit lang schaut es so aus, als ob sich etwas zwischen den beiden entwickelt und die Frage nach dem Zölibat wird zentraler.

Meine Meinung:

Dieses Buch ist sehr ruhig, es lebt eigentlich nur von den Lukas Gedanken. Dabei erfahren wir viel über das Leben im Kloster und die Sorgen und Nöte der Menschen die dort leben. In seine Gedanken spricht Lukas mit verschiedenen Menschen, seine Freundin aus der Zeit vor dem Kloster, sein ehemaliger Mitbruder Andreas, Sarah und ein alter Mitbruder, der für ihn eine wichtige Rolle spielt. So entsteht ein rundes Bild von dem Menschen Lukas.



Das Buch gibt so einen intensiven Blick auf die Sinnsuche eines Mönches in der heutigen Zeit. Mir ist diese Welt sehr fremd, aber mich hat dieses Buch sehr berührt, zeigt es mir doch eine fremd Welt. Ich konnte Lukas Gedanken und Zweifel sehr gut nachvollziehen. Ich hatte erst etwas die Befürchtung, dass die Theologie in diesem Buch eine Rolle spielen könnte, aber das ist gar nicht der Fall. Es geht eigentlich nur um Lukas Lebensentwurf, dass durch die Entscheidung seines Freundes Andrea das Kloster zu verlassen, etwas ins Wanken gerät.

Mit hat das Buch sehr gut gefallen. Es regt zum Nachdenken auch über das eigene Leben an. Eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 31.03.2021

Eine mühsame Entscheidungsfindung

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Lukas ist ein junger Mönch, der bereits seit 16 Jahren im Kloster lebt und dort seine festen Aufgaben hat. Er ist von seinen Brüdern voll akzeptiert und genießt einen geschätzten Status. Innere Unruhe ...

Lukas ist ein junger Mönch, der bereits seit 16 Jahren im Kloster lebt und dort seine festen Aufgaben hat. Er ist von seinen Brüdern voll akzeptiert und genießt einen geschätzten Status. Innere Unruhe kommt aber in ihm auf, als sein Bruder Andreas, in seinem Alter und sein guter Freund, das Kloster verlässt, um eine Familie zu gründen. Als ihn Fotos von Andreas Baby erreichen, gerät sein Alltagstrott ins Wanken, und er hat Zweifel, ob sein Weg der Richtige ist. Das verstärkt sich noch, als er Sarah kennenlernt, eine junge Frau, die ihn emotional sehr anspricht.
Zum Kloster gehört ein See, in dem Lukas schwimmen geht. Während er sich im See bewegt, philosophiert er über sein Leben, seine Gefühle und seine Zukunft. Hier hat er die Ruhe, die er braucht, um in sein Inneres abzutauchen.
Dieses Buch ist nicht einfach zu lesen, da es viele tiefgehende Gedanken ausdrückt und man sich bisweilen sogar eine Passage zweimal durchlesen muss, um die Aussage in vollem Umfang zu verstehen. Aber in meinen Augen lohnt sich das. Lukas kehrt sein Inneres nach außen und lässt uns teilhaben an seiner inneren Zerrissenheit. Da spielen viele Gefühle eine Rolle: z.B. Liebe, Trauer, Neid, Eifersucht, Stolz. Außerdem glänzt der Autor mit grandiosen Naturbeschreibungen, die Lukas Empfindungen ausdrücken und teilweise ins Mystische abdriften. Hierbei verändert sich bisweilen die grammatische Wertigkeit. Das hat mir gut gefallen.
Am Anfang war es für mich nicht leicht, in das Buch hineinzufinden, aber ich muss sagen, dass sich das mit den Seiten gewandelt hat, ich wollte einfach teilhaben an Lukas Gedanken, die ihn schließlich zu einer Entscheidung führen sollten. So war der Roman trotz aller Tiefe und Interpretationsmöglichkeiten gleichzeitig auch spannend.
Dies ist sicherlich kein Buch, das man am Strand oder unterwegs lesen kann, man braucht Ruhe, um den Gedankengängen zu folgen, auf diese Weise fängt man dann auch an, sich mit dem eigenen Lebensweg auseinanderzusetzen. Das Buch hat mich sehr beeindruckt!

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Veröffentlicht am 23.03.2021

Eine stille Geschichte rund um die Gedankenwelt eines Mönchs

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Schon auf den ersten Seiten berührten mich die Worte des Autors Moritz Heger in seinem Buch „Aus der Mitte des Sees“ vor allem durch ihre ruhige Klarheit. Der Großteil des Textes besteht aus gedanklichen ...

Schon auf den ersten Seiten berührten mich die Worte des Autors Moritz Heger in seinem Buch „Aus der Mitte des Sees“ vor allem durch ihre ruhige Klarheit. Der Großteil des Textes besteht aus gedanklichen Monologen, welchen Mönch Lukas an seinem Steg am See, Abend für Abend nachhängt. Der Schreibstil ist durchaus anspruchsvoll, aber keinesfalls abgehoben und überzeugte mich durch feine Wortspielereien und poetisch philosophische Passagen. Ausgezeichnet gelingt es dem Autor dabei Gedanken mit einer besonderen Erzählstruktur lesbar zu machen, welche stellenweise, wie im echten Leben, immer wieder abschweifen. Gerade am Anfang weiß man nicht so Recht wohin die Geschichte gehen will, doch gerade das macht es auch spannend. Denn alle begonnenen Erzählstränge finden am Ende auf die eine oder andere Art ihren Abschluss. Bestimmendes Thema sind Zweifel, welche durch den Zwiespalt des Protagonisten ausführlich dargestellt werden. Dreh- und Angelpunkt der gedanklichen Reise ist dabei der See, welcher immer wieder anders beschrieben und wahrgenommen wird. Auch theologische Überlegungen spielen eine Rolle und fassen Glauben weiter, als etwas rein Kirchliches. Mein Fazit: Der Roman war so ganz anders als erwartet, ich konnte mich aber dennoch gut auf die Geschichte einlassen und wurde so positiv überrascht.

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Veröffentlicht am 20.03.2021

Ein ruhiges Buch das tiefe Einblicke in die Gedanken eines Mönchs gibt

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„Aus der Mitte des Sees“ ist der zweite Roman des Autors Moritz Heger.

Lukas ist vor 16 Jahren in eine Benediktinerabtei eingetreten. Die Abtei liegt an einem Vulkansee. Dieser dient ihm und seinem Bruder ...

„Aus der Mitte des Sees“ ist der zweite Roman des Autors Moritz Heger.

Lukas ist vor 16 Jahren in eine Benediktinerabtei eingetreten. Die Abtei liegt an einem Vulkansee. Dieser dient ihm und seinem Bruder Andreas – mit dem er damals gemeinsam in das Kloster eintrat - als Rückzugsort, bis Andreas sich verliebt und das Kloster verlässt. Nun geht Lukas alleine zum See und hängt dort am Steg seinen Gedanken über den Tag nach. Über 14 Tage begleitet man Lukas, erfährt durch ihn einiges über das Leben im Kloster und auch über die Gäste, die sich dort eine Auszeit nehmen. Unter diesen ist auch Sarah ein junge Frau, die das Interesse von Lukas weckt.

Der Schreibstil des Autors ist ruhig und unaufgeregt, passt perfekt zum Leben der Mönche, zu der Atmosphäre des Klosters und des Sees. Man erhält tiefe und intensive Einblicke in die Gedanken von Lukas, die teilweise ein wenig hin- und herspringen. Dabei spürt man seine Zerrissenheit, er stellt alles in Frage, seine Vergangenheit, sein Leben im Kloster und seine Freundschaft zu Andreas.

Die Einblicke in das Klosterleben, in dem sich seit vielen Jahrhunderten nur wenig geändert hat, sind interessant. Moritz Heger berichtet in einem das Buch abschließenden Interview, dass er selbst regelmäßig eine Auszeit in einem Kloster nimmt und genau das merkt man beim Lesen. Er weiß wovon er spricht und hat seinem Protagonisten und auch den übrigen Charakteren ein authentisches Gesicht gegeben.

Für mich war das Buch eine regelrechte Pause vom Alltag, es hatte etwas Entschleunigendes und ich kann es als ruhige Lektüre zum Herunterkommen und Nachdenken empfehlen.

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Veröffentlicht am 07.03.2021

Der Sinn des Lebens

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Lukas hat sich für das Leben eines Mönchs in einer Benediktinerabtei entschieden. Er lebt seit Jahren dort und war sich eigentlich sicher, eine gute Wahl getroffen zu haben. Im Umfeld der vielen eher alten ...

Lukas hat sich für das Leben eines Mönchs in einer Benediktinerabtei entschieden. Er lebt seit Jahren dort und war sich eigentlich sicher, eine gute Wahl getroffen zu haben. Im Umfeld der vielen eher alten Mitbrüder hat er sich in erster Linie mit Andreas angefreundet, der sogar noch etwas jünger ist. All dies wird aber in Frage gestellt, als Andreas den Orden verlässt, um eine Familie zu gründen. Lukas ist zu diesem Zeitpunkt Ende dreißig und überdenkt sein Leben. Ist er in der Abtei richtig aufgehoben? Erschwerend ist für ihn eine Begegnung mit einer attraktiven Frau, die als Gast die Abtei besucht. Er bemerkt eine Verbindung zu ihr und sieht gleichzeitig bei seinem glücklichen Bruder Andreas was das Leben noch bereit halten kann...

Der Autor Moritz Heger hat mit "Aus der Mitte des Sees" einen aus meiner Sicht berührenden und stillen Roman geschrieben. Er erzählt die Geschichte von Bruder Lukas in einem bildreichen und sehr ansprechenden Schreibstil, der oftmals poetisch anmutet. Das Buch und der Hauptprotagonist haben mich beim lesen in einen Sog gezogen, der spannender war, als so mancher Kriminalroman. Die Lebensfrage mit den so gegensätzlichen Möglichkeiten bereiten Lukas große Zweifel. Für welche Seite soll er sich entscheiden? Muss er zu seiner einst getroffenen Entscheidung stehen oder soll er der Verlockung des Lebens nachgehen? Seinen Gedanken folgt er am liebsten beim und im nahegelegenen Vulkansee, der ihm nach der Klausur des Eingeschlossenen ein Gefühl von Freiheit vermittelt. Er lässt dort seinen Gedanken freien Lauf und genießt die Tiefe und Kälte des Sees und eigentlich ist ihm von Anfang an klar, dass an diesem Ort sein weiteres Leben entschieden wird...

"Aus der Mitte des Sees" hat mich berührt und der Autor vermag es aus meiner Sicht hervorragend mit Worten umzugehen. Ein Roman, der sich mit dem Sinn des Lebens beschäftigt und äußerst lesenswert ist. Ich empfehle das Buch daher sehr gerne weiter und bewerte es mit den vollen fünf von fünf Sternen.

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