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Veröffentlicht am 11.05.2021

Spannung in St. Peter-Ording

Nordwesttod
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Mit diesem Reihenauftakt konnte die Autorin eigentlich von meiner Warte aus nicht viel falsch machen! St. Peter-Ording ist für mich der absolute Wohlfühlort, ich verbringe seit 20 Jahren meinen Urlaub ...

Mit diesem Reihenauftakt konnte die Autorin eigentlich von meiner Warte aus nicht viel falsch machen! St. Peter-Ording ist für mich der absolute Wohlfühlort, ich verbringe seit 20 Jahren meinen Urlaub dort und kenne jeden Stein, jede Gaststätte, und alle Orte, die Svea Jenssen anführt. Außerdem mag ich ohnehin ruhigere Krimis mit viel Lokalkolorit, ich hatte schon im Voraus den Gedanken, dass dieses Buch wohl genau in mein Beuteschema passen könnte - und genau so war es! Von Anfang an war ich in der authentisch geschilderten Geschichte drin, der Schreibstil der Autorin ist ungeheuer flüssig und angenehm. Die Charaktere, vor allem die der beiden Protagonisten, Anna Wagner und Hendrik Norberg, sind Menschen wie du und ich, mit Ecken und Kanten, beide haben gerade in ihrem Privatleben einiges weg zu stecken, Svea Jenssen schildert sie so eindringlich, dass man sie direkt zu kennen scheint. Wagner, gerade aus München in Norddeutschland angekommen trifft auf Norberg, der kurz zuvor seine Frau verloren hat, und sich mit Hilfe seiner Schwiegermutter um seine beiden Söhne kümmert, und sich der Familie zuliebe auf der Karriereleiter hat zurück stufen lassen, um als alleinerziehender Vater nun mehr Zeit zu haben. Die beiden suchen eine als vermisst gemeldete junge Frau, die einer Hoteliersfamilie anghört, allerdings auch in einer Umweltaktivistengruppe sehr aktiv war, die sich gegen die übermäßige Bebauung an der Nordseeküste einsetzt. Was ist mit Nina Brechtmann passiert, was steckt hinter ihrem Verschwinden? Ist tatsächlich so große Eile geboten, befindet sich die Frau in Lebensgefahr? Auch wenn es sich nicht um einen absoluten Pageturner handelt, was ich nebenbei bemerkt, in keinster Weise schlimm fand, eher im Gegenteil, fühlte ich mich mehr als gut unterhalten, auf eine spannende, sehr sympathische Art und Weise. Der Reihenauftakt hat mich, vor allem auch durch sein tolles Lokalkolorit dermaßen überzeugt, dass ich bereits voller Vorfreude dem zweiten Band entgegenfiebere, der Gott sei Dank ganz zeitnah erscheint! Von mir die absolute volle Punktzahl für sehr gelungene Leseunterhaltung!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.05.2021

Carl und Emma - Emma und Carl

Die Senfblütensaga - Zeit für Träume
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m Auftakt der Triologie der Senfblütensaga lernen wir gleich zu Beginn unsere Protagonistin Emma kennen, eine junge Frau, die Anfang des letzten Jahrhunderts in Straßburg studieren möchte. Leider war dies ...

m Auftakt der Triologie der Senfblütensaga lernen wir gleich zu Beginn unsere Protagonistin Emma kennen, eine junge Frau, die Anfang des letzten Jahrhunderts in Straßburg studieren möchte. Leider war dies zu dieser Zeit alles andere als selbstverständlich, u. so werden auch Emma so viele Steine in den Weg gelegt, natürlich von Männern, aber auch ihrer eigenen Mutter, die durch das gesamte Buch hinweg nichts anderes im Sinn hat als ihre Tochter an eine gewinnbringende Partie ja geradezu zu "verschachern". Doch Clara Langenbach präsentiert uns mit ihrer Protagonistin eine extrem selbstbewusste Frau, die sich mitnichten den Vorstellungen ihrer Eltern und der Gesellschaft unterwirft. Auf ihrem Weg lernt sie Carl kennen, mit dem sie eins verbindet: der Wunsch nach der Verwirklichung des eigenen Lebensplans. Carl möchte nicht in die Firma seines Vaters einsteigen, sondern selber Senf herstellen und einen eigenen Betrieb gründen, aber auch ihm werden von seiner Familie fast unüberwindbare Hindernisse aufgebaut. Emma und Carl lernen sich kennen, es scheint sich mehr zu entwickeln als reine Sympathie, aber es gibt noch andere Menschen, in Emmas und Carls Leben, die eigene Ziele verfolgen, allen voran Carls bester Freund Antoine, der ebenfalls ein Auge auf Emma geworfen hat und seine Schwester Louise, die wiederum Antoine liebt. Die einzelnen Charaktere sind von der Autorin authentisch beschrieben, man meint, alle direkt selbst zu kennen, überhaupt treibt einen der flüssige, angenehme und spannende Schreibstil quasi durch die Geschichte, man möchte das Buch gar nicht aus der Hand legen. Ich mochte das Cover, auf dem wir Emma sehen vor der Kulisse im Elsaß, u. ich mochte das Nachwort, in dem der Leser einiges über die Entstehung des Romanes erfährt. Nicht alle Geheimnisse, die in der Handlung aufgebaut wurden, werden gelüftet, und so muss der Leser bereits jetzt der Fortsetzung, die im kommenden Herbst erscheint, entgegen fiebern. Von mir fünf Sterne und eine absolute Leseempfehlung! Danke an die Autorin für großartige und kurzweilige Unterhaltung!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.05.2021

Einblicke in das Leben einer Frau in Südkorea

Kim Jiyoung, geboren 1982
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In diesem Buch, Kim Jiyoung, geboren 1982, nehmen wir teil an dem Leben einer Frau in Südkorea der letzten Jahrzehnte. Unsere Protagonistin erleidet eine schwere psychische Erkrankung, offenbar hervorgerufen ...

In diesem Buch, Kim Jiyoung, geboren 1982, nehmen wir teil an dem Leben einer Frau in Südkorea der letzten Jahrzehnte. Unsere Protagonistin erleidet eine schwere psychische Erkrankung, offenbar hervorgerufen durch die alltäglichen Misshandlungen durch Männer aller Art in ihrem persönlichen Umfeld. Da Bücher aus dem asiatischen Raum in letzter Zeit extrem gehypt werden, zumindest ist dies mein individueller Eindruck, kam auch ich hieran wieder einmal nicht vorbei, irgendwie lässt mich die Neugier dann doch wieder schwach werden, es ist in kürzester Zeit das dritte Buch einer Autorin dieser Art. Und doch bin ich wiederum mit der Hauptfigur nicht wirklich warm geworden. Durch den extrem minimalistischen Schreibstil, dem Leser wird dies als fast schon sensationelle einfache Prosa angekündigt, blieben mir die handelnden Personen seltsam distanziert. Und immer wieder stelle ich mir die Frage, ob dies vielleicht auch anders funktionieren würde, auch wenn uns, mir diese Kultur natürlich nicht vertraut ist. Im KT ist die Rede von Alltagsmisogynie, die jede Frau auch in unseren Kulturkreisen nachvollziehen könnte. Tut mir leid, das muss ich passen! Ich musste dieses Wort tatsächlich erstmal nachschlagen, u. nein, ich kenne aus meinem Umfeld keinen krankhaften Hass von Männern Frauen gegenüber. Gott sei Dank! Ist dieser wirklich in Südkorea so derart an der Tagesordnung, wie uns hier weisgemacht wird? Die Protagonistin fügt sich in ihr Schicksal, erleidet dadurch eine Persönlichkeitsstörung, und das obwohl sie eine starke Mutter als Vorbild hat, die für ihre Familie das beste herausholen will, auch u. obwohl nach außen hin der Vater als der Macher dargestellt wird? Kim Jiyoung gibt sich meines Erachtens zu sehr mit der Opferrolle zufrieden, damit wurde ich nicht warm, ich hätte mir mehr Kämpfergeist gewünscht!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.05.2021

Einblicke in das Leben einer Frau in Südkorea

Kim Jiyoung, geboren 1982
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In diesem Buch, Kim Jiyoung, geboren 1982, nehmen wir teil an dem Leben einer Frau in Südkorea der letzten Jahrzehnte. Unsere Protagonistin erleidet eine schwere psychische Erkrankung, offenbar hervorgerufen ...

In diesem Buch, Kim Jiyoung, geboren 1982, nehmen wir teil an dem Leben einer Frau in Südkorea der letzten Jahrzehnte. Unsere Protagonistin erleidet eine schwere psychische Erkrankung, offenbar hervorgerufen durch die alltäglichen Misshandlungen durch Männer aller Art in ihrem persönlichen Umfeld. Da Bücher aus dem asiatischen Raum in letzter Zeit extrem gehypt werden, zumindest ist dies mein individueller Eindruck, kam auch ich hieran wieder einmal nicht vorbei, irgendwie lässt mich die Neugier dann doch wieder schwach werden, es ist in kürzester Zeit das dritte Buch einer Autorin dieser Art. Und doch bin ich wiederum mit der Hauptfigur nicht wirklich warm geworden. Durch den extrem minimalistischen Schreibstil, dem Leser wird dies als fast schon sensationelle einfache Prosa angekündigt, blieben mir die handelnden Personen seltsam distanziert. Und immer wieder stelle ich mir die Frage, ob dies vielleicht auch anders funktionieren würde, auch wenn uns, mir diese Kultur natürlich nicht vertraut ist. Im KT ist die Rede von Alltagsmisogynie, die jede Frau auch in unseren Kulturkreisen nachvollziehen könnte. Tut mir leid, das muss ich passen! Ich musste dieses Wort tatsächlich erstmal nachschlagen, u. nein, ich kenne aus meinem Umfeld keinen krankhaften Hass von Männern Frauen gegenüber. Gott sei Dank! Ist dieser wirklich in Südkorea so derart an der Tagesordnung, wie uns hier weisgemacht wird? Die Protagonistin fügt sich in ihr Schicksal, erleidet dadurch eine Persönlichkeitsstörung, und das obwohl sie eine starke Mutter als Vorbild hat, die für ihre Familie das beste herausholen will, auch u. obwohl nach außen hin der Vater als der Macher dargestellt wird? Kim Jiyoung gibt sich meines Erachtens zu sehr mit der Opferrolle zufrieden, damit wurde ich nicht warm, ich hätte mir mehr Kämpfergeist gewünscht!

  • Cover
  • Erzählstil
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  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.05.2021

Eine Frau zwischen Liebe und Kunst

Die Bildhauerin
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Bereits die Leseprobe des Romans "Die Bildhauerin" aus der Reihe "Außergewöhnliche Frauen zwischen Aufbruch und Liebe" erschienen im Aufbau Verlag hatte mir ausgesprochen gut gefallen! Im Buch geht es ...

Bereits die Leseprobe des Romans "Die Bildhauerin" aus der Reihe "Außergewöhnliche Frauen zwischen Aufbruch und Liebe" erschienen im Aufbau Verlag hatte mir ausgesprochen gut gefallen! Im Buch geht es um Teile des Lebens der Bildhauerin Camille Claudel, die Ende des 19. Jahrhunderts lebte und als Bildhauerin Großes leistete, was in der damaligen Zeit für eine junge Frau alles andere als selbstverständlich war. Die Autorin nimmt uns von Anfang an direkt mit in die Geschichte, der Schreibstil ist ungeheuer flüssig und angenehm, die einzelnen Figuren sehr anschaulich geschildert. Es hat mich entsetzt, auch wenn man es natürlich vorher bereitis wusste, wie viele Steine jungen Frauen in den Weg ihrer Selbstverwirklichung gelegt wurden. Das Selbstbesusstein Camilles, die tatsächlich bereits von Kindesbeinen an wusste, dass sie einen Weg in die Künstlerlaufbahn einschlagen will, u. vor allem, was sie nicht wollte, nämlich lediglich als Anhängsel einen für sie auserwählten Ehemanns fungieren, hat mich fasziniert. Zwar hat mich auch ihre Rücksichtslosigkeit teilweise ein bisschen geschockt, als sie beispielsweise das Dienstmädchen der Familie aus deren Kammer verweist, da sie diese als Atelier nutzen möchte, aber vermutlich war es anders nicht möglich, um sich auch nur ansatzweise durchzusetzen. Die Exentrik und Schwierigkeit Camille Claudels, mit anderen Menschen wirklich erfüllend umzugehen, zog sich offenbar durch ihr gesamtes Leben. Allerdings wurden ihr auch durch Gesellschaft sowie die eigene Mutter immer wieder Repressalien auferlegt. Einzig ihr Vater hielt dauerhaft zu ihr. Camille schafft es trotzdem, ihren Weg zu gehen, mietet mit anderen Studentinnen eine Wohnung an, wo sie ihre Kunst gestalten können. Die junge Frau lernt Auguste Rodin kennen und lieben, der sie in der Bildhauerei unterrrichtet. Die beiden verbindet eine tiefe Beziehung, u. doch bleibt Claudel in seinem Schatten.
Die Geschichte insgesamt hat mich überzeugt, ich wusste vorher so gut wie nichts über die beiden Künstler u. konnte hier einige Lücken füllen. Allerdings war das Ende nicht 100%ig befriedigend, mir hat ein Nachwort gefehlt mit näheren Angaben, oder wird es eine Fortsetzung geben? Auch hätte das allgemeine Leben der Boheme in Paris einen noch größeren Teil einnehmen könen für meinen Geschmack, das Buch hätte gut und gerne noch etwas länger sein dürfen. Trotz der kleinen Kritikpunkte gibt es von mir eine Leseempfehlung, ich fühlte mich gut und kurzweilig unterhalten und konnte ebenfalls auf eine spannende Art und Weise ganz nebenbei einige Wissenslücken füllen!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere