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Veröffentlicht am 24.06.2026

Die Bienenkönigin

Gretas Männer
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Mit "Gretas Männer" hat Judith Reusch eine teils spannende, interessante und für mich sehr berührende Geschichte einer wunderbaren Frau verfasst: Im Mittelpunkt steht die titelgebende Greta, aber ebenso ...

Mit "Gretas Männer" hat Judith Reusch eine teils spannende, interessante und für mich sehr berührende Geschichte einer wunderbaren Frau verfasst: Im Mittelpunkt steht die titelgebende Greta, aber ebenso auch die drei nachfolgenden Generationen von Frauen, ihre Tochter, Enkeltochter und gerade geborene Urenkelin. Die Handlung beginnt in den 50er Jahren im Süden Deutschlands, wo die sehr junge Greta früh heiratet, eigentlich nur um ihrem Elternhaus zu entfliehen. Doch ihr Ehemann verunglückt relativ schnell nach der Eheschließung. Greta wäre nicht Greta, offenbar eine wahnsinnig charismatische Persönlichkeit, wenn sie nicht schnell wieder einen Grund, bzw einen Mann zur Heirat findet. Schnell sterben auch die anderen Männer, nur der letzte lebt mit Greta nun in einem Seniorenheim. Dort sucht Enkelin Lola sie auf, denn sie möchte herausfinden, was zu dem Bruch zwischen Greta und ihrer Tochter Marie, Lolas Mutter geführt hat. In bewegenden Bildern erfahren wir Stück für Stück aus wechselnden Perspektiven, nach und nach die Ereignisse aus Gretas bewegtem Leben. Mich hat das alles sehr berührt, es war zu keiner Zeit langweilig. Der Schreibstil der Autorin ist einfach wundervoll. Die Protagonistin Greta ist (ebenso) wie Judith Reusch eine sympathische Person, der ich mich von Beginn an nahe fühlte. Die alte Dame hatte ihr Leben lang ein großes Herz, so sehe ich es zumindest, auch wenn einige Menschen aus ihrem direkten Umfeld dazu eine etwas andere Meinung hatten. Mich hat dieses Buch sehr berührt, deshalb gibt es von mir natürlich die volle Punktzahl und eine absolute Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 24.06.2026

Ein ganz besonderes Buch

Ein weites Leben
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Für mich war „Ein weites Leben“ das erste Buch von M. L. Stedman, und aufgrund der vielen Vorschusslorbeeren hatte ich tatsächlich recht hohe Erwartungen daran! Die Geschichte beginnt irgendwie langsam ...

Für mich war „Ein weites Leben“ das erste Buch von M. L. Stedman, und aufgrund der vielen Vorschusslorbeeren hatte ich tatsächlich recht hohe Erwartungen daran! Die Geschichte beginnt irgendwie langsam und leise, und das obwohl gleich von Beginn an Schreckliches passiert. Ein furchtbarer Schicksalsschlag ereilt die Familie MacBride, die hier im Mittelpunkt steht, bei einem schweren Autounfall kommen Vater und einer der beiden Söhne ums Leben, der zweite Sohn überlebt schwer verletzt. Zurück bleibt die Mutter mit ihrer Tochter, die von nun an das Schafzüchter Unternehmen in den Outbacks im fernen Australien allein weiter führen müssen. Der Leser lernt das harte Leben der Familie kennen, das durch die Jahreszeiten, die damit verbundenen Pflichten, Verzicht und Kargheit bestimmt sind. Alles wird in einem wunderbar eindringlichen und dennoch unaufgeregten Schreibstil von der Autorin geschildert, was mich sehr berührt hat. Die Charaktere sind durchweg authentisch skizziert, dadurch kann man sich großartig in die Story hinein fühlen. Ich bin mir sicher, dass dieses Buch noch eine Weile nachklingen wird, auf jeden Fall möchte ich eine absolute Leseempfehlung aussprechen!

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Veröffentlicht am 21.06.2026

Das wirklich Besondere hat mir hier irgendwie gefehlt

The Artist
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Joseph Adelaide, ein noch junger Journalist am Anfang seiner Karriere, reist in den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts in die französische Provence, um den berühmten Maler Édouard Tartuffe zu interviewen. ...

Joseph Adelaide, ein noch junger Journalist am Anfang seiner Karriere, reist in den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts in die französische Provence, um den berühmten Maler Édouard Tartuffe zu interviewen. Doch die geheimnisvolle Persönlichkeit ist nicht wie erwartet der Künstler selbst, sondern seine Nichte, die ihm den Haushalt führt und schon lange bei ihm lebt. Joseph bleibt länger als anfangs gedacht, sitzt dem Maler Modell und lernt so auch Ettie, die Nichte des Hausherren, näher kennen. Dabei versucht er, hinter deren Geheimnis bzw. das der Beziehung der beiden zurück gezogen Lebenden zu kommen. In durchaus poetischer Sprache schildert Lucy Steeds die französische Landschaft und sehr anschaulich und bildhaft auch das Künstlerleben mit allem Drumherum. Einerseits war dies ein wirklich schön zu lesender Sommerroman, anderseits fehlte mir das wirklich Besondere, Herausragende an der Geschichte, das in der Vorankündigung so gepriesen wurde, immerhin hat das Buch zahlreiche Preise bekommen, was ich tatsächlich nicht immer nachvollziehen konnte. Für mich wies das Ganze leider immer wieder gewisse Längen auf, durch die ich mich hindurch kämpfen musste, und vieles war zu vorhersehbar. Zwar sind die Charaktere sehr ausführlich und bildhaft dargestellt, aber deren Beziehung zueinander war für mich nicht immer wirklich greifbar. Schade, der Roman blieb leider etwas hinter meinen Erwartungen zurück!

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Veröffentlicht am 12.06.2026

Familiengeschichte der ganz besonderen Art

Verlorene Schäfchen
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Im Mittelpunkt des neuen Romans "Verlorene Schäfchen" von Madeline Cash steht die Familie Flynn, die in einer amerikanischen Vorstadt lebt. Als Mutter Catherine nach jahrelangem Ehealltag, der sie zunehmend ...

Im Mittelpunkt des neuen Romans "Verlorene Schäfchen" von Madeline Cash steht die Familie Flynn, die in einer amerikanischen Vorstadt lebt. Als Mutter Catherine nach jahrelangem Ehealltag, der sie zunehmend frustriert und nicht zufriedengestellt, für eine sogenannte "offene Ehe" plädiert, zieht Vater Bud in sein Auto in der Garage und schließt sich der Selbsthilfegruppe "Verlorene Schäfchen" an. Die Autorin schildert den Familienalltag in einem locker leichten sehr legeren Schreibstil, immer unterlegt mit einem schrägen Humor und viel Ironie. Ein bisschen gestört hat mich, dass sie dabei so manches Mal über den Punkt hinaus schießt, hier wäre weniger ein bisschen mehr gewesen, so rutschen die Pointen ins zu Absurde ab. Von den veränderten Verhältnisse zwischen den Eltern sind natürlich auch die drei Kinder betroffen, die damit, der eine mehr der andere weniger, klar kommen. Auch den Alltag der Kinder schildert Madeline Cash auf humorvolle interessante Weise, so dass tatsächlich ein Bild der amerikanischen Durchschnittsfamilie abgebildet wird. Auch wenn einem das Lachen schon mal im Halse stecken bleibt, fühlte ich mich gut unterhalten und habe das Buch in einem Rutsch weggelesen!

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Veröffentlicht am 11.06.2026

Leiser und doch so gewaltiger Roman, der mich sehr bewegt hat

Elbland
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Im Mittelpunkt dieses leisen und doch andererseits so gewaltigen Romans "Elbland" von Claudia Rikl stehen Nina und ihre Mutter Irma, die gleich zu Beginn der Geschichte verstirbt. Wir erfahren, dass es ...

Im Mittelpunkt dieses leisen und doch andererseits so gewaltigen Romans "Elbland" von Claudia Rikl stehen Nina und ihre Mutter Irma, die gleich zu Beginn der Geschichte verstirbt. Wir erfahren, dass es noch eine Schwester, Katja, und den Vater gibt, der die Familie vor vielen Jahren im Stich ließ. Auch Katja hat sich offenbar in keiner Weise um ihre Mutter gekümmert. Alles blieb in den vergangenen Jahren an Nina hängen. Auch zwischen ihr und der Mutter gestaltete sich die Beziehung mehr als schwierig. Nach dem Tod der Mutter macht sich die Tochter auf in die ehemalige Heimat der Familie, nach Böhmen, von wo Irma offenbar vor langer Zeit vertrieben wurde. Was war damals passiert, dass die Frau ihr Leben lang an Depressionen litt, mit keinem über das Erlebte sprach u. weder zu ihrem eigenen Ehemann noch zu ihren Kindern wirkliche Nähe aufbauen konnte? In einem sehr ruhigen Schreibstil, der mir extrem gut gefallen hat, erzählt uns Claudia Rikl diese Geschichte u. verarbeitet damit Ereignisse aus ihrer eigenen Familie. Mich hat die Lektüre sehr bewegt, sie wird noch eine Weile nachhallen! Ich vergebe die volle Punktzahl und eine absolute Leseempfehlung!

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