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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.07.2026

Tolle Coming-of-age Geschichte

Der Sommer, der uns blieb
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Der Roman "Der Sommer, der uns blieb" von Greta Herrlicher hatte mich eigentlich von Anfang an! Das Cover ist einfach wunderschön gestaltet, so zart und liebevoll gezeichnet und löst gleichzeitig wohlige ...

Der Roman "Der Sommer, der uns blieb" von Greta Herrlicher hatte mich eigentlich von Anfang an! Das Cover ist einfach wunderschön gestaltet, so zart und liebevoll gezeichnet und löst gleichzeitig wohlige Gefühle und Gedanken an schöne Sommertage aus. Auch der Klappentext hörte sich interessant an! Im Mittelpunkt der Geschichte stehen Britta, Pia und Martin, ein Dreiergespann, das viele gemeinsame Kindheits- und Jugenderinnerungen verbinden. Wir erleben die Geschichte auf zwei zeitlichen Ebenen, zum einen eben aus der Kindheit erzählt, in der die drei aufwuchsen, die Schulbank teilten, und kapitelweise wechselnd in der Gegenwart bzw. zum Beginn der Covidpandemie. Die Kapitel sind kurz, so dass ich immer dachte, "komm, eins geht noch", und so bin ich geradezu durch das Buch geflogen! Vor allem auch, weil Greta Herrlicher einen sogartigen Schreibstil hat, und von Anfang an klar ist, irgendetwas ist in der Jugend der Protagonisten passiert, das der Leser eben noch nicht weiß, aber das unterschwellig immer da ist. Dieser Auflösung nähern wir uns erst nach und nach, und das ist sehr sehr spannend erzählt, auch wenn es ja eigentlich ein recht leises und empathisches Buch über diese Freundschaft der drei ist. Ich fühlte mich großartig unterhalten, dafür gibt es auf jeden Fall eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 09.07.2026

Großartige Leseunterhaltung

Fünf, sechs, sieben, acht
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Schon etwas länger hatte ich nichts mehr von Ewald Arenz gelesen, was recht schade war, ist er doch ein großartiger Autor, wie ich nun wieder einmal feststellen durfte! Im Mittelpunkt seines neuen Buches ...

Schon etwas länger hatte ich nichts mehr von Ewald Arenz gelesen, was recht schade war, ist er doch ein großartiger Autor, wie ich nun wieder einmal feststellen durfte! Im Mittelpunkt seines neuen Buches "Fünf, scchs, sieben, acht" steht Anton, ein sechzigjähriger erfolgreicher Steptänzer mit einer Anstellung an einem Theater. Man hat den Eindruck, dass Anton nie besser war, als gerade in dem Moment, als ihm Hals über Kopf und für ihn überraschend mitgeteilt wird, dass er gekündigt werden soll, und seine Tochter Emma in seine Fußstapfen treten wird. Gefühlt hatten alle Menschen, auch seine Tochter, bereits gewusst, dass diese Entscheidung gefällt wurde, nur Anton selbst hatte man es verschwiegen, wohlwissend, dass ihn diese sehr hart treffen würde. Verständlicherweise fühlt sich unser Protagonist extrem gekränkt, versucht man ihm doch mehr oder weniger beizubringen, dass seine Zeit abgelaufen, und er einfach zu alt für seinen geliebten Job ist! Aus dieser eklatanten Lebensänderung ergeben sich für den Sechzigjährigen Verlustängste und Reflexionen über das Altwerden, das Wörtchen "noch" spielt plötzlich eine wichtige Rolle in seinem Leben. Auch eine lange Zeit vergessene Jugendliebe will gefunden und "geklärt" werden, hierzu macht sich Anton mit seiner Tochter auf eine Reise, auf der Vater und Tochter wiederum ihre Beziehung durchleuchten. Ewald Arenz erzählt diese Geschichte in einem wunderbaren Schreibstil, der mich wirklich berührt hat. Dafür gibt es die volle Punktzahl und eine absolute Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 01.07.2026

Highlight

Geschwister
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Mit „Geschwister“ hat Moa Hergren ein großartiges Psychogramm einer Familie bzw derer innerfamiliären Beziehungen abgeliefert! Es war für mich das erste Buch der Autorin, mit Sicherheit aber nicht mein ...

Mit „Geschwister“ hat Moa Hergren ein großartiges Psychogramm einer Familie bzw derer innerfamiliären Beziehungen abgeliefert! Es war für mich das erste Buch der Autorin, mit Sicherheit aber nicht mein letztes! In einem wunderbar flüssigen und extrem empathischen Schreibstil schildert das Buch aus den verschiedenen Perspektiven der einzelnen Geschwister, Ulrika, der Ältesten, Andrea, dem Sandwich-Kind und Rasmus, dem „kleinen“ Bruder. Der Vater der Familie ist verstorben, Andrea, die Tochter, die quasi sein Lieblingskind war, die engste Beziehung zum Vater hatte und somit nun auch offenbar am meisten leidet, nach meinem Eindruck sogar fast mehr als die Mutter. Die Verhältnisse zwischen den einzelnen Familienmitgliedern sind geprägt von Liebe, manchmal fast schon Hass, Misstrauen und Eifersüchteleien. Moa Herngren stellt das unglaublich einfühlsam und nachvollziehbar dar. Die Darstellung aus unterschiedlichen Perspektiven fand ich überaus gelungen! Die Geschichte war leicht und angenehm zu lesen und gleichzeitig sehr tiefgründig, mir wurde dadurch perfekte Leseunterhaltung beschert, für mich ein absolutes Highlight und natürlich die Höchstpunktzahl!

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Veröffentlicht am 24.06.2026

Die Bienenkönigin

Gretas Männer
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Mit "Gretas Männer" hat Judith Reusch eine teils spannende, interessante und für mich sehr berührende Geschichte einer wunderbaren Frau verfasst: Im Mittelpunkt steht die titelgebende Greta, aber ebenso ...

Mit "Gretas Männer" hat Judith Reusch eine teils spannende, interessante und für mich sehr berührende Geschichte einer wunderbaren Frau verfasst: Im Mittelpunkt steht die titelgebende Greta, aber ebenso auch die drei nachfolgenden Generationen von Frauen, ihre Tochter, Enkeltochter und gerade geborene Urenkelin. Die Handlung beginnt in den 50er Jahren im Süden Deutschlands, wo die sehr junge Greta früh heiratet, eigentlich nur um ihrem Elternhaus zu entfliehen. Doch ihr Ehemann verunglückt relativ schnell nach der Eheschließung. Greta wäre nicht Greta, offenbar eine wahnsinnig charismatische Persönlichkeit, wenn sie nicht schnell wieder einen Grund, bzw einen Mann zur Heirat findet. Schnell sterben auch die anderen Männer, nur der letzte lebt mit Greta nun in einem Seniorenheim. Dort sucht Enkelin Lola sie auf, denn sie möchte herausfinden, was zu dem Bruch zwischen Greta und ihrer Tochter Marie, Lolas Mutter geführt hat. In bewegenden Bildern erfahren wir Stück für Stück aus wechselnden Perspektiven, nach und nach die Ereignisse aus Gretas bewegtem Leben. Mich hat das alles sehr berührt, es war zu keiner Zeit langweilig. Der Schreibstil der Autorin ist einfach wundervoll. Die Protagonistin Greta ist (ebenso) wie Judith Reusch eine sympathische Person, der ich mich von Beginn an nahe fühlte. Die alte Dame hatte ihr Leben lang ein großes Herz, so sehe ich es zumindest, auch wenn einige Menschen aus ihrem direkten Umfeld dazu eine etwas andere Meinung hatten. Mich hat dieses Buch sehr berührt, deshalb gibt es von mir natürlich die volle Punktzahl und eine absolute Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 24.06.2026

Ein ganz besonderes Buch

Ein weites Leben
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Für mich war „Ein weites Leben“ das erste Buch von M. L. Stedman, und aufgrund der vielen Vorschusslorbeeren hatte ich tatsächlich recht hohe Erwartungen daran! Die Geschichte beginnt irgendwie langsam ...

Für mich war „Ein weites Leben“ das erste Buch von M. L. Stedman, und aufgrund der vielen Vorschusslorbeeren hatte ich tatsächlich recht hohe Erwartungen daran! Die Geschichte beginnt irgendwie langsam und leise, und das obwohl gleich von Beginn an Schreckliches passiert. Ein furchtbarer Schicksalsschlag ereilt die Familie MacBride, die hier im Mittelpunkt steht, bei einem schweren Autounfall kommen Vater und einer der beiden Söhne ums Leben, der zweite Sohn überlebt schwer verletzt. Zurück bleibt die Mutter mit ihrer Tochter, die von nun an das Schafzüchter Unternehmen in den Outbacks im fernen Australien allein weiter führen müssen. Der Leser lernt das harte Leben der Familie kennen, das durch die Jahreszeiten, die damit verbundenen Pflichten, Verzicht und Kargheit bestimmt sind. Alles wird in einem wunderbar eindringlichen und dennoch unaufgeregten Schreibstil von der Autorin geschildert, was mich sehr berührt hat. Die Charaktere sind durchweg authentisch skizziert, dadurch kann man sich großartig in die Story hinein fühlen. Ich bin mir sicher, dass dieses Buch noch eine Weile nachklingen wird, auf jeden Fall möchte ich eine absolute Leseempfehlung aussprechen!

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