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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.05.2026

Ganz großes Kino für Hundeliebhaber wie mich

Penny, Prince und Ginny
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So sehr hatte ich mich auf dieses kleine feine Büchlein gefreut, Vorfreude ist ja bekanntlich auch sehr schön, und ich wurde nicht enttäuscht, so viel vorweg. Allein das Cover des Buches und seine Haptik ...

So sehr hatte ich mich auf dieses kleine feine Büchlein gefreut, Vorfreude ist ja bekanntlich auch sehr schön, und ich wurde nicht enttäuscht, so viel vorweg. Allein das Cover des Buches und seine Haptik haben mir sofort auf den ersten Blick gefallen als ich es gestern das erste Mal in den Händen hielt, und dann habe ich es letzte Nacht in einem Rutsch gelesen, das war bei den sage mal gerade 180 Seiten nicht allzu schwer. Vorne auf dem Cover sind drei goldige Hunde gezeichnet, überhaupt lebt auch das Innere von den liebevoll gestalteten Illustrationen, das hat mir u.a. besonders gut gefallen! Vorne und hinten im Inneren des Covers gibt es jeweils einen Stammbaum, der alle Hunde des Autors zeigt, als wären sie seine Familie, und das sind sie ja letztendlich auch. Das ist gut und hilfreich, so behält man als Leser den Überblick über die zahlreichen Hunde, um die es im Buche geht. Als bekennender und sehr sehr großer Fan dieser Tierart war diese Lektüre für mich quasi ein Muss. Ich teile mit dem Autor diese unglaubliche Leidenschaft für die Vierbeiner, habe selbstverständlich ebenfalls gleich zwei davon und kann mir ein Leben ohne sie nicht vorstellen. So ging es auch Brian Sewell, von Kindheit an begleiten ihn diese Tiere. Mit großer Liebe und in wunderbarem und sehr angenehm zu lesendem Schreibstil erzählt er von ihnen wie in einer Biographie, jedem von ihnen ist ein eigenes Kapitel gewidmet, darauf wird schon in der Überschrift hingewiesen, die den Namen des jeweiligen Hundes trägt. Für mich ein absolutes Highlight und eine große Leseempfehlung, auf jeden Fall für alle Hundeliebhaber, vielleicht aber auch für andere Tierfreunde!

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Veröffentlicht am 12.05.2026

Blieb leider weit hinter meinen Erwartungen zurück

Ein Versuch, meine Liebe zu ordnen
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Eigentlich hatte ich große Lust, dieses Buch zu lesen. Sowohl das ansprechende Cover, das leider in meinen Augen überhaupt nicht zum Inhalt passt, als auch der wirklich interessant klingende Klappentext ...

Eigentlich hatte ich große Lust, dieses Buch zu lesen. Sowohl das ansprechende Cover, das leider in meinen Augen überhaupt nicht zum Inhalt passt, als auch der wirklich interessant klingende Klappentext hatten mich bei der Auswahl bestärkt. Im Mittelpunkt steht die Ehe der Autorin mit A., schon dass sie ihren jahrelangen Partner, den sie vermeintlich so sehr geliebt hat, nur mit einem abgekürzten Namen nennt, hat mich von Anfang an irritiert. Nach dem Tod von A. mistet die Protagonistin mit Hilfe ihrer Schwester das gemeinsame Haus aus und reflektiert dabei die Ehe, die sie, so mein Eindruck, in keiner Weise wirklich glücklich oder wenigstens zufrieden gemacht hat. Insgesamt hat die Frau, die nun quasi auf einen großen Teil ihres Lebens zurück blickt, fast nichts mit großer Überzeugung getan, obwohl sie immer wieder die enge Bindung an ihre Beruf betont, habe ich trotzdem das Gefühl gehabt, dass sie nicht wirklich dazu steht, dass sie sich seinerzeit für eine Doppelbelastung als Mutter und berufstätige Wissenschaftlerin entschieden hat. Die Beziehung zu A., ihrem Ehemann, ist alles andere als glücklich, er erkennt sie nicht an, respektiert sie nicht, hat wohl allgemein ein schwieriges Verhältnis zu Frauen, da seine Mutter und seine Schwestern früh gestorben sind, was Bindungsängste bei ihm hervorgerufen hat. Die Autorin entschuldigt sein Verhalten, obwohl sie selbst so sehr darunter gelitten hat. Warum trennte sie sich nicht irgendwann? Mich hat diese bedrückende Schilderung einer unglücklichen Ehe ziemlich runter gezogen, der Schreibstil war betont intellektuell, das wirkte stellenweise zu aufgesetzt. Auch für mich und meine Beziehung, mein Leben konnte ich hier keinerlei psychologische Hilfen daraus ziehen. Leider von mir keine wirkliche Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 06.05.2026

Mal etwas ganz Anderes

Pause
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Mit dem Buch „Pause“ hat Lena Kupke einen Roman verfasst, der irgendwie ganz anders ist als vieles, was ich sonst so lese. Im Mittelpunkt steht Hanna, Mitte 30, eine junge Frau, die irgendwann in der Vergangenheit ...

Mit dem Buch „Pause“ hat Lena Kupke einen Roman verfasst, der irgendwie ganz anders ist als vieles, was ich sonst so lese. Im Mittelpunkt steht Hanna, Mitte 30, eine junge Frau, die irgendwann in der Vergangenheit ihr Elternhaus verlassen und zum Arbeiten nach Berlin gezogen war, wo sie seit vier Jahren mit Paul in einer Beziehung zusammenlebt. Als Hanna bei einer Panikattacke zusammenbricht und in die Notaufnahme kommt, ist es nicht wie zu erwarten wäre, ihr Freund Paul, der sich um sie kümmert, sondern ihre Eltern holen sie ab. Was anfangs als kurzfristige Lösung gedacht war, wird zu einem längeren Abschnitt: Hanna wohnt wieder in ihrem Elternhaus, ganz als wäre sie noch ein Teenager! Sie selbst ist mehrmals täglich hin und her gerissen, ob sie sich dabei wohl fühlt oder nicht, ja von ihren Eltern geradezu genervt ist. Einerseits merkt sie und mit ihr auch der Leser, dass der Alternsunterschied zwischen Hanna und ihren Eltern vieles naturgemäß erschwert, andererseits möchte Hanna sich in die Geborgenheit der Kinderrolle fallen lassen, weil es so einfach erscheint, und ihr derzeit offenbar die Kraft für eine selbstständige Lebensführung zu fehlen scheint. Worunter Hanna eigentlich tatsächlich leidet, hat sich mir als Leser nicht wirklich in Gänze erschlossen, sind es Depressionen, ist es ein Burnout? Zumindest ist sie krank an der Seele, das steht fest. In ihren Eltern und ihrer ebenfalls erwachsenen Schwester Sara findet sie nicht die hilfreichen Gesprächspartner, die sie bräuchte. Die Beziehung zu Paul geht während der räumlichen Trennung in die Brüche, man gewinnt den Eindruck, dass dies längst überfällig war! Was die letztendliche Einordnung und Beurteilung der Thematik psychische Erkrankung angeht, bin ich etwas hin und hergerissen! Zwar habe ich dieses Buch wirklich gerne und schnell gelesen, weil Lena Kupke einen sehr flüssigen und angenehmen Schreibstil hat, aber die Herangehensweise erschien mir manchmal auch etwas auf die Comedy Schiene abgerutscht, u. ich sehe es skeptisch, ob das der Ernsthaftigkeit des Themas gerecht wird, auch wenn es abwechslungsreiche Unterhaltung bietet. Das Ende ist sehr offen gestaltet, aber das passt gut zur Geschichte! Möge jeder sich seine eigene Meinung bilden. Ich werde die Autorin auf jeden Fall im Hinterkopf behalten und würde gerne weitere Bücher von ihr lesen.

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Veröffentlicht am 27.04.2026

Kaum aus der Hand zu legen

Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel
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Da ich schon mehrere Bücher von Alena Schroeder kenne, war ich auch auf ihr neustes Werk mit dem originellen Titel "Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel" sehr gespannt. Und wie erwartet, hat ...

Da ich schon mehrere Bücher von Alena Schroeder kenne, war ich auch auf ihr neustes Werk mit dem originellen Titel "Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel" sehr gespannt. Und wie erwartet, hat die Autorin wieder einmal spannende Leseunterhaltung vom Feinsten geboten! Erzählt wird die Geschichte auf zwei Zeitebenen immer kapitelweise wechselnd, was das Ganze sehr sehr kurzweilig und abwechslungsreich gestaltet. Der Schreibstil ist geradezu sogartig, ich war von Beginn an in der Story drin und mochte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Im Mittelpunkt stehen drei starke Frauenfiguren, die alle sehr mochte u. sie mir gut vorstellen konnten, da Alena Schroeder sie extrem authentisch schildert. In der Gegenwart lernen wir Hannah kennen, die gerade darunter leidet, dass ihre beste Freundin Rubi sie "verlässt", die beiden hatten eine gemeinsame WG in Berlin, doch nun ist Rubi schwanger u. zieht mit ihrem Freund aufs Land. Hannah bleibt einsam und frustriert zurück und zu allem Unglück taucht auch noch ihr Vater, den sie gut wie gar nicht kennt, da ihre Mutter ihn ihr vorenthalten hat, auf und möchte plötzlich engen Kontakt zu ihr, was Hannah immens überfordert. Im Teil, der in der Vergangenheit spielt, genauer gesagt 1945, lernen wir Wilma kennen, die in Güstrow lebt und beim Einzug der Russen zum Ende des Zweiten Weltkrieges eine Waise in ihrem Hause beherbergt, die auf der Flucht ist. Die beiden nähern sich an, doch das Ganze wird kompliziert, da Wilma ein Geheimnis hat, das nicht ans Licht kommen soll. Was all die Frauen über die vielen Jahrzehnte hinweg verbindet, möchte ich gar nicht weiter erläutern, um nicht zu viel zu verraten! Alena Schroeder hat eine wunderbare Geschichte geschrieben, die mich extrem spannend unterhalten hat. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Dafür gibt es die volle Punktzahl und eine absolute Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 25.04.2026

Gelungener Genremix

Die Insel meiner Schwester
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An "Die Insel meiner Schwester" von Sara B. Elfgren hatte ich zugegebenermaßen gar nicht mal so hohe Erwartungen. Angekündigt worden war das Buch als "Roman". Ich ließ mich also überraschen! Überrascht ...

An "Die Insel meiner Schwester" von Sara B. Elfgren hatte ich zugegebenermaßen gar nicht mal so hohe Erwartungen. Angekündigt worden war das Buch als "Roman". Ich ließ mich also überraschen! Überrascht wurde ich von einer überaus spannenden Geschichte, die durchaus auch romanhafte Elemente aufwies, die ich aber eigentlich sogar ins Fach "Thriller" einordnen würde. Im Mittelpunkt steht Mirjam, eine junge Frau, die als Kind fast wie nebenbei mitbekommt, dass sie eine Halbschwester hat, ja ihr Vater quasi eine Zweitfamilie, von der ihre Mutter (natürlich) nichts weiß. All das erfahren wir in Rückblicken, der Roman wechselt permanent zwischen Gegenwart und Vergangenheit, alles berichtet aus Mirjams Perspektive. Obwohl der Vater seine Affäre und das daraus entstandene Kind verheimlicht, gelingt es Mirjam, zu ihrer Halbschwester Nia (Kurzform von Lavinia) Kontakt aufzunehmen. Die beiden freunden sich an, diese Beziehung bedeutet Mirjam, die ansonsten wenig bis gar keine Freunde hat, ausgesprochen viel. Doch irgendwann entfernen sich die Schwestern wieder voneinander. Als Nia ihre Halbschwester überraschend zu ihrem 40. Geburtstag einlädt, fährt Mirjam zur Feier auf die Insel, die einst ihrem gemeinsamem Vater gehörte. Mittlerweile ist Nias Ehemann Konrad Eigentümer von Tallholmen, so der Name des Eilands. Doch die Ehe von Konrad und Nia ist alles andere als harmonisch! Auf der Feier droht die toxische Beziehung zu eskalieren. Die Handlung ist von Sara B. Elfgren in flüssigem spannenden Schreibstil geschildert. Nia und Mirjam als Protagonistinnen sind authentisch skizziert, ich fühlte mich ihnen nahe, konnte ihr Verhalten gut nachvollziehen und habe mit beiden mitgefiebert, wie sich die Beziehungen zwischen den einzelnen Charakteren entwickeln. Durch die Thriller Elemente konnte ich das Buch stellenweise nur schwer aus der Hand legen! Von mir gibt es auf jeden Fall die volle Punktzahl und eine absolute Leseempfehlung! Nur sollte man sich unbedingt eher auf einen Thriller einstellen, sonst könnte man ggf. enttäuscht sein.

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