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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.06.2026

Geteilte Perspektive

Sunshine Man
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„Sunshine Man“ von Emma Stonex ist wieder mal so ein Buch welches mir die Bewertung schwer macht. Einerseits ist die Geschichte durchaus fesselnd geschrieben und schafft es trotz langsamer Entwicklung ...

„Sunshine Man“ von Emma Stonex ist wieder mal so ein Buch welches mir die Bewertung schwer macht. Einerseits ist die Geschichte durchaus fesselnd geschrieben und schafft es trotz langsamer Entwicklung Spannung zu erzeugen. Die Handlung taucht dabei tief in die Biografien der Figuren ein und wirkt streckenweise wie ein historischer Roman. Auch mit dem Ende bin ich an und für sich nicht unzufrieden. Der Schreibstil ist eingängig und trägt durch die Erzählung. Nur inhaltlich ist der Plot, insbesondere aus feministischer Sicht, irgendwie deprimierend. Wieder mal ein Femizid, welcher sehr tief in die Psyche des Täters eintaucht. Aus Sicht der getöteten Frau erfahren wir gar nichts, stellvertretend blickt ihre Schwester Birdie aufs Leben von Providence. Auch deshalb lässt mich das Werk zwiegespalten zurück. Wer mit diesem Fokus zurecht kommt, findet hier ein spannendes Psychogramm rund um Schuld und Vergebung. Ich persönlich ziehe aus dem genannten Grund einen Stern ab und belasse es bei einer eingeschränkten Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 19.06.2026

Zarter Coming of Age Roman voller beeindruckender Naturbeschreibungen

Mit dem ersten Licht
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„Mit dem ersten Licht“ des Autoren Florian Knöppler ist für alle etwas die ruhige Geschichten mögen. Obwohl die Handlung durchaus schwierige Themen wie psychische Erkrankungen, Gewalterfahrungen und Trauer ...

„Mit dem ersten Licht“ des Autoren Florian Knöppler ist für alle etwas die ruhige Geschichten mögen. Obwohl die Handlung durchaus schwierige Themen wie psychische Erkrankungen, Gewalterfahrungen und Trauer bereithält liegt über all dem stets eine große Ruhe. Arne war für mich ein sehr angenehmer Protagonist und ich mochte es wirklich sehr das hier mal ein sehr sensibler und introvertierter Junge im Mittelpunkt steht. Aber auch die weiteren Charaktere überzeugen durch Authentizität und ganz viel Gefühl. Die Atmosphäre des Buches wird auf jeden Fall von der Umgebung in welcher sich alles abspielt geprägt. So ergänzen poetische Naturszenen, die Gedanken des Heranwachsenden. Es geht auch um eine Liebesgeschichte, wobei ich ehrlicherweise zugeben muss, dass mich hier insbesondere das Ende nicht so recht überzeugen konnte. Aufgrund dessen lande ich bei insgesamt 4 Sternen. Dennoch kann ich den Roman weiterempfehlen, da es eine wertvolle und durchaus besondere Lektüre ist.

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Veröffentlicht am 15.06.2026

Rückblick auf ein ganzes Leben

Die Mitternachtsreise
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Obwohl bereits „Die Mitternachtsbibliothek“ gut war muss ich zugeben, dass ich „Die Mitternachtsreise“ tatsächlich noch etwas stärker fand. Autor Matt Haig erzählt darin eine nachdenklich machende und ...

Obwohl bereits „Die Mitternachtsbibliothek“ gut war muss ich zugeben, dass ich „Die Mitternachtsreise“ tatsächlich noch etwas stärker fand. Autor Matt Haig erzählt darin eine nachdenklich machende und letztlich auch schlüssige Geschichte. Es ist auf jeden Fall spannend zusammen mit Protagonist Wilbur auf seine Lebensentscheidungen zu schauen und ganz automatisch denkt man dabei als Leser:in über eigene Prioritäten nach. Die Erkenntnisse sind dabei gar nicht weltbewegend, aber durchaus sympathisch und stilistisch ist das Buch zum Glück kein aufdringlicher Lebensratgeber. Der Schreibstil liest sich vielmehr angenehm und unaufgeregt und auch deshalb habe ich die Geschichte richtig gerne gelesen. Ich denke der Roman ist für viele Menschen eine empfehlenswerte Lektüre und betrifft uns im Kern alle. Gerne vergebe ich dafür volle 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 14.06.2026

Werte die wir gerne teilen

tiptoi® Abenteuer Großwerden - Smilla lernt ein gutes Miteinander
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Es ist toll durch „Smilla lernt ein gutes Miteinander“ wieder in die bereits vertraute Welt eintauchen zu können, welche wir bereits zum Beispiel aus den Büchern über Liv und Piet kennen. Mein Sohn mag ...

Es ist toll durch „Smilla lernt ein gutes Miteinander“ wieder in die bereits vertraute Welt eintauchen zu können, welche wir bereits zum Beispiel aus den Büchern über Liv und Piet kennen. Mein Sohn mag dieses vertraute wirklich sehr und insbesondere Kater Mopp, welcher auch diesmal durch die Seiten tiegert ist sein Held. Inhaltlich gefällt mir als Mama das Buch unheimlich gut. In verständlichen Alltagssituationen gibt es ganz unterschiedliche Beispiele, wie Hilfsbereitschaft und gegenseitiges Verständnis aussehen können. Sehr sensibel und wertschätzend werden aber auch Streit und Rücksichtslosigkeit dargestellt. So bietet das Buch zahlreiche Anlässe um miteinander ins Gespräch zu kommen. Die pädagogisch wertvollen Botschaften werden aber auch durch abwechslungsreiche Geräusche und Lieder ergänzt. So ergibt sich insgesamt eine ausgewogene Mischung. Wie immer gibt es mit dem Tiptoi Stift viel zu entdecken und so bleibt das Buch denke ich lange interessant. Wir sind wirklich voll und ganz zufrieden mit „Smilla lernt ein gutes Miteinander“ und können es uneingeschränkt für alle ab 2 Jahren weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 07.06.2026

Schwache Umsetzung

If Books Could Kill
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Im Fall von „If Books Could Kill“ ist der Genremix leider überhaupt nicht gelungen und ich bin ehrlich gesagt wirklich enttäuscht. Vor kurzem habe ich eine ähnliche Mischung gelesen welche so toll war. ...

Im Fall von „If Books Could Kill“ ist der Genremix leider überhaupt nicht gelungen und ich bin ehrlich gesagt wirklich enttäuscht. Vor kurzem habe ich eine ähnliche Mischung gelesen welche so toll war. Damit konnte Autorin Kate Eberle aber wirklich nicht mithalten. Die Geschichte ist dermaßen platt und die Metaebene in meinen Augen überhaupt nicht gelungen. Ohne jegliche Erklärung sorgt "Magie" dafür, dass Roxie im Plot eines Buches landet. Dies wird von allen fraglos akzeptiert und somit ist die Bühne für eine absurde und absolut unglaubwürdige Handlung bereitet. Alles ist dermaßen überzeichnet, dass von einem Thriller keine Rede sein kann. Schlechte Comedy trifft es schon eher. Obwohl Roxie ja eigentlich ein echter Mensch unter Romanfiguren sein soll, erscheint gerade sie als wenig authentisch. Ich staune immer noch darüber wie absolut unlogisch und auch ehrlich gesagt stellenweise richtig dumm, sich jemand anstellen kann. Dabei ist ihre Figur eigentlich anderes angelegt. Ein weiterer Kritikpunkt ist für mich die Vorhersehbarkeit, auch in diesem Fall sollte ein solcher Mix mehr Überraschung bieten. Das einzige gute war der flüssig lesbare Schreibstil. Ansonsten schrammt „If Books Could Kill“ für mich haarscharf an 2 Sternen vorbei.

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