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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.05.2021

Literarische Reise nach Japan, auf den Spuren der Hofdame Sei Shōnagon

Dinge, die das Herz höher schlagen lassen
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In ihrem Buch „Dinge, die das Herz höher schlagen lassen“ lässt uns die Autorin Mia Kankimäki an einer sehr persönlichen Reise teilnehmen. Lange Zeit war die Autorin bereits von Sei Shōnagon und deren ...

In ihrem Buch „Dinge, die das Herz höher schlagen lassen“ lässt uns die Autorin Mia Kankimäki an einer sehr persönlichen Reise teilnehmen. Lange Zeit war die Autorin bereits von Sei Shōnagon und deren Kopfkissenbuch begeistert, als sie 2010 all ihren Mut zusammen nahm, ihre Arbeit sowie ihr gesamtes Leben in Norwegen zurückließ und nach Kyōto in Japan reiste. Dort wollte sie auf den Spuren ihrer Seelenschwester Sei wandeln und dabei genau dieses Buch schreiben. Und so erzählt sie in einer Art Tagebuch von ihren Erfahrungen, Erlebnissen und Gedanken. Leider muss ich sagen, dass das Buch mit seinen über 500 Seiten, stellenweise ziemlich langatmig war und mich so nicht immer fesseln konnte. Die geschichtlichen Einblicke in die Zeit der Kaiserhöfe und auch so manches Reiseerlebnis lasen sich aber durchaus interessant. Dazwischen gab es für mich allerdings auch immer wieder recht langatmige und dadurch langweilige Passagen. So musste ich mich aufs Ende hin regelrecht zwingen, weiter zu lesen. Trotzdem enthält das Buch auch immer wieder großartige Stellen, welche mich sehr ansprachen. „Dinge, die das Herz höher schlagen lassen“, ist geeignet für alle geschichtlich und literarisch interessierten Leser*innen. Wer eine leichte Lektüre bzw. eine unterhaltsame Geschichte sucht, wird hier eher enttäuscht werden. Durch die teilweise sehr besondere Textform und so manchen inhaltlichen Höhepunkt, vergebe ich dennoch 3 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 11.05.2021

Spannend, witzig und doch auch komplex

Der Donnerstagsmordclub
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„Der Donnerstagsmordclub“ von Richard Osman ist ein wunderbarer Krimi aus dem Cosy Crime Genre. Anders als bei anderen Büchern des Genres, war die Handlung aber durchgehend komplex, äußerst durchdacht ...

„Der Donnerstagsmordclub“ von Richard Osman ist ein wunderbarer Krimi aus dem Cosy Crime Genre. Anders als bei anderen Büchern des Genres, war die Handlung aber durchgehend komplex, äußerst durchdacht und immer wieder auch richtig spannend. Der typische britische Humor, kam dabei aber trotzdem nicht zu kurz. So ergab sich für mich eine wirklich gelungene Mischung. Besonders die Mitglieder des Donnerstagmordclubs haben es mir dabei wirklich angetan. Durch das Alter mit so mancher Schrulle versehen, ermitteln die Freunde so lange bis wirklich jedes Geheimnis aufgeklärt ist. Das Setting in der Seniorenresidenz ist dabei wohl ziemlich einzigartig. Häufig wechselnde Perspektiven werteten die Geschichte auf und zahlreiche unerwartete Wendungen sorgten für Spannung bis zum Schluss. Die meist kurzen Kapitel lasen sich schnell und angenehm und so wurde das Buch für mich zu einem richtigen Pageturner. Schon jetzt freue ich mich auf die Fortsetzung, welche es hoffentlich geben wird! Deshalb gibt es natürlich eine absolute Leseempfehlung für alle Krimifans und volle 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 10.05.2021

Tiefgründige Geschichte mit Urlaubsgefühl

Tausend Millionen Sterne
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„Tausend Millionen Sterne“ der Autorin Julia C. Werner war für mich ein richtiger Wohlfühlroman, welcher zum Glück überhaupt nicht oberflächlich war. Dies lag zum einen daran, dass die Handlung vor allem ...

„Tausend Millionen Sterne“ der Autorin Julia C. Werner war für mich ein richtiger Wohlfühlroman, welcher zum Glück überhaupt nicht oberflächlich war. Dies lag zum einen daran, dass die Handlung vor allem auf Usedom spielt und so schnell Urlaubsstimmung und Inselgefühl aufkamen. Zum anderen sind die Themen des Romans wirklich bewegend und auch die Protagonisten gingen mir schnell ans Herz. Der Schreibstil ist wunderbar feinfühlig, stellenweise richtig poetisch und liest sich doch trotzdem leicht und angenehm. Die Handlung schreitet flott voran und so flogen die Seiten für mich nur so dahin. An keiner Stelle gab es unnötige Längen oder überflüssige Abschweifungen. Trotz der zahlreichen Zusammenhänge und Charaktere, konnte ich immer gut den Überblick behalten und fand die Geschichte am Ende wirklich rund. Immer wieder spielen auch philosophische Überlegungen (z.b. über Glück) eine Rolle und regten mich zum nachdenken an. Besonders gut gefielen mir außerdem die nachvollziehbaren Charakterentwicklungen der einzelnen Protagonisten, wobei der Selbsterfahrungskurs dann doch weniger Raum einnahm als erwartet. Mein Fazit: Absolut lesenswerter Liebesroman mit Tiefgang!

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Veröffentlicht am 09.05.2021

Durchdachter Thriller mit überraschendem Ende

Eine perfekte Ehe
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„Eine perfekte Ehe“ der Autorin Kimberly McCreight war für mich ein absoluter Pageturner. Von Beginn an ist das Buch spannend und durch zahlreiche unvorhersehbare Wendungen, bleibt es dies auch bis zum ...

„Eine perfekte Ehe“ der Autorin Kimberly McCreight war für mich ein absoluter Pageturner. Von Beginn an ist das Buch spannend und durch zahlreiche unvorhersehbare Wendungen, bleibt es dies auch bis zum Schluss. Gut gelungen sind auch die wechselnden Perspektiven, welche sowohl aus der Sicht der Anwältin Lizzie (nach dem Mord) und der des Opfers Amanda (vor dem Mord) erzählen. So kommt man als Leser*in nach und nach den tatsächlichen Geschehnissen immer näher und kann dabei auch noch wunderbar mit rätseln. Der Schreibstil liest sich super angenehm und die Seiten gut 500 Seiten flogen wirklich nur so dahin. Dabei ergaben sich für mich keinerlei Längen. Immer wieder gab es Anspielungen auf den Titel, indem die Autorin durchaus humorvoll zeigte, wie unterschiedlich Ehen doch sein können. Der eigentliche Mordfall ist an sich dann gar nichts Außergewöhnliches, durch die ihn umspannende Geschichte wird die Erzählung allerdings richtig fesselnd. So erzeugte die Autorin einen spannungsreichen Sog, ohne dabei auf eine allzu blutige und grausame Handlung setzten zu müssen. Gerne vergebe ich für diesen atemberaubenden Thriller 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung für alle Thrillerfans!

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Veröffentlicht am 05.05.2021

Ein sehr persönlicher Ratgeber

Die Happiness-Lüge
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Die Autorin Anna Maas beschäftigt sich in ihrem ersten Buch „Die Happinesslüge – Wenn positives Denken toxisch wird“ mit dem großen Thema Toxic Positivity. Damit stellt sich sich gegen eine ungesunden ...

Die Autorin Anna Maas beschäftigt sich in ihrem ersten Buch „Die Happinesslüge – Wenn positives Denken toxisch wird“ mit dem großen Thema Toxic Positivity. Damit stellt sich sich gegen eine ungesunden Zwang zum Glücklichsein und plädiert für mehr Ehrlichkeit im Umgang mit (eigenen) Gefühlen. Die einzelnen Kapitel sind dabei in Lebens- und Themenbereichen untergliedert, wirken aber oft mehr wie ein Tagebuch, da die Autorin viel Biografisches einfließen lässt. Dadurch und auch durch eine lockere Anrede, liest sich der Schreibstil leicht und angenehm. Gestartet bin ich mit relativ wenig Vorwissen zu diesem zunehmend bekannter werdenden Phänomen. Am Ende des Buches fühle ich mich nun auf jeden Fall informierter, auch wenn ich nicht allen Argumentationen zustimmen konnte. Stellenweise war für mich der Fokus zu sehr auf negativen Erlebnissen (der Autorin). Besonders interessant waren hingegen für mich die Interviews mit unterschiedlichen Expertinnen, welche dem Inhalt eine fundiertere Grundlage geben konnten. Auch wenn es sich nicht um ein reines Sachbuch handelt, konnte ich doch den einen oder anderen Anstoß für mich mitnehmen und kann das Buch allen psychologisch interessierten Leser*innen empfehlen.

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