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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.08.2020

Für Modeinteressierte

Das Lichtenstein
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Das Lichtenstein – Modehaus der Träume

Was für ein toller Auftakt, dieser wundervollen Saga. Marlene Averbeck gelingt es von Anfang an, den Leser gedanklich ins Berlin von 1913-1918 zu entführen. Für ...

Das Lichtenstein – Modehaus der Träume

Was für ein toller Auftakt, dieser wundervollen Saga. Marlene Averbeck gelingt es von Anfang an, den Leser gedanklich ins Berlin von 1913-1918 zu entführen. Für mich war es äußerst spannend zu erfahren, was für eine Modemetropole Berlin doch war. In der Hauptstadt wurde nicht nur Mode entworfen, sondern auch noch genäht und im jeweiligen Modehaus sogleich verkauft. Die Protagonisten sind dabei sehr unterschiedlich und kommen aus allen möglichen Bereichen und Gesellschaftsschichten. Die einzelnen Geschichten und Schicksale werden gut herausgearbeitet und interessant erzählt. Die Aufbruchstimmung und rege Betriebsamkeit des Kaufhauses mitsamt seinen Mitarbeitern, wird ab der zweiten Hälfte des Buches leider stark vom Krieg überschattet. So wirkt die Geschichte allerdings auch noch authentischer und realer. Die Autorin schafft es hierbei die zahlreichen Auswirkungen des Krieges auf des Leben in der Stadt gut herauszuarbeiten. Da eine Fortsetzung bereits angekündigt ist, darf sich der Leser auf ein Wiedersehen mit den lieb gewonnen Charakteren freuen. Es warten schließlich noch weitere spannende Modejahrzehnte darauf, erzählt zu werden. Der Einstieg ist mit diesem ersten Band auf jeden Fall toll gelungen, so dass ich diesen Roman wärmstens empfehlen kann!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.08.2020

Mögliche Zukunft

New Earth Project
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New Earth Project – Tödliche Hoffnung

Auf 296 Seiten hat David Moitet eine Dystopie erschaffen, welche aufzeigt wie unsere Erde nach diversen Umweltkatastrophen aussehen könnte. Das Buch ist für Jugendliche, ...

New Earth Project – Tödliche Hoffnung

Auf 296 Seiten hat David Moitet eine Dystopie erschaffen, welche aufzeigt wie unsere Erde nach diversen Umweltkatastrophen aussehen könnte. Das Buch ist für Jugendliche, ab 12 Jahren geeignet. Die Geschichte wirkt dabei in Teilen erschreckend realistisch und man kann sich gut in die Protagonisten hineinversetzen. Durch den angenehmen Schreibstil und die große Schrift, lässt es sich wirklich leicht lesen, ist also auch für „Lesemuffel“ geeignet. Auch die wechselnden Perspektiven haben mir gut gefallen. Die Geschichte entwickelt sich sehr spannend, so dass man das Buch kaum aus der Hand legen mag.

Für sensiblere Gemüter, könnten jedoch die erschreckenden Wahrheiten, welche von Isis und Orion aufgedeckt werden, zu viel sein. Was die beiden genau herausfinden und was sich zwischen Ihnen entwickelt, will ich an dieser Stelle gar nicht verraten. Findet es doch selbst heraus und kauft euch dieses Buch. Es lohnt sich!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.08.2020

Wissenschafts-Thriller

Der gefrorene Urknall
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Zunächst einmal vorweg: Dies ist Band zwei einer Reihe. Man kann diesen lesen, ohne Band eins zu kennen, den vollen Lesespaß erhält man so allerdings nicht, da es immer wieder Anspielungen auf Band eins ...

Zunächst einmal vorweg: Dies ist Band zwei einer Reihe. Man kann diesen lesen, ohne Band eins zu kennen, den vollen Lesespaß erhält man so allerdings nicht, da es immer wieder Anspielungen auf Band eins gibt. Von Anfang an gibt es viele Charaktere und verschiedene Handlungslinien. Um hier den Überblick zu behalten benötigt man gerade zu Beginn eine Menge Konzentration. Zum Glück ist allerdings der Schreibstil, sehr angenehm zu lesen. Nach und nach lernt man die sympathischen Protagonisten dann aber kennen (und einige sogar lieben).

Die Geschichte gestaltet sich spannend und dank historischer Bezüge und den „echten“ Spielorte, erschreckend real. Man muss zum Glück kein Physikstudium mitbringen, um die wissenschaftlichen Zusammenhänge zu verstehen. Als Laie ist mir dies auch gut gelungen. Aus vielen kleinen Informationen ergibt sich am Ende ein stimmiges Gesamtbild, welches durchaus neugierig auf Band drei macht!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.07.2020

Gelungener Ratgeber

Der Beziehungskompass – Was Wissenschaftler über das Geheimnis von Liebe und Partnerschaft herausgefunden haben
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Dieser Beziehungsratgeber hat vielen anderen Sachbüchern eins voraus. Hier wurde sehr gründlich recherchiert und wirklich nur Studien aufgenommen, welche wissenschaftlichen Ansprüchen genügen. So ist Verlass, ...

Dieser Beziehungsratgeber hat vielen anderen Sachbüchern eins voraus. Hier wurde sehr gründlich recherchiert und wirklich nur Studien aufgenommen, welche wissenschaftlichen Ansprüchen genügen. So ist Verlass, dass man die Ergebnisse auch wirklich auf sich beziehen kann. Auch wenn natürlich nicht jedes Ergebnis auf jeden individuellen Menschen anwendbar ist. Der Schreibstil und auch der Humor, mit dem diese Erkenntnisse vermittelt werden, haben mir dabei durchgängig gefallen.

Das Buch ist in vier Phasen gegliedert, jede passend zu einem anderen Lebensabschnitt. So gewinnt man durch die Anschaffung einen „Begleiter“ den man immer wieder zurate ziehen kann. Am Ende jedes Kapitels gibt es eine tolle Zusammenfassung in Form der Kompassregeln. Diese sind so einfach und prägnant formuliert, dass jeder sofort etwas damit anfangen kann. Allgemein bietet das Buch nicht nur trockenes Faktenwissen sondern sehr konkrete Hilfestellungen, ohne dabei belehrend zu wirken. Wer will, kann hier sehr viele Anregungen finden um bestimmte Probleme erst gar nicht entstehen zu lassen. Ich fand es erstaunlich wie viel, vermeintliche Kleinigkeiten (z.b. mehr wir sagen, wie wie man über den Partner spricht, in welchem Umfeld man sich befindet) die Beziehungsqualität beeinflussen.

Im letzten Abschnitt ist eine tolle Zusammenfassung von konkreten Therapie- und Choachingansätzen gelungen. Dabei hat mir auch die negative Auseinandersetzung mit den einzelnen Therapeuten/ Choach`s und ihren Theorien gefallen. Nichts wird hier einfach so hingenommen, alles regelmäßig hinterfragt. Neben neueren Theoretikern sind hier auch alte Bekannte wie John Gottmann und Friedemann Schulz von Thun zu finden.

Mein Fazit: Dieser Ratgeber lohnt sich! Hier hat man nicht nur Spaß beim lesen, sondern gewinnt auch wichtige Erkenntnisse wie Beziehungen gelingen können.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.07.2020

Tiefgründig

Wittensee
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Der Roman Wittensee, geschrieben von Susanne Bienwald ist außergewöhnlich. Außergewöhnlich weil man sich hier als ruhiger, introvertierter Mensch einfach nur verstanden fühlt.

Die Protagonistin Xenia ...

Der Roman Wittensee, geschrieben von Susanne Bienwald ist außergewöhnlich. Außergewöhnlich weil man sich hier als ruhiger, introvertierter Mensch einfach nur verstanden fühlt.

Die Protagonistin Xenia weiß es schon seit ihrer Kindheit, sie ist Hochsensibel. Das bedeutet Situationen mit vielen Menschen, lauten Geräuschen und vielen Eindrücken sind für sie vorallem eins: anstrengend. Doch in einer Welt, welche immer schnelllebiger und lauter wird ist es schwierig anders zu sein. Nur wenige Menschen wissen, wie Xenia wirklich ist, denn nach außen hin gibt sie sich gesellig, laut und kommunikativ. Als Ausgleich dafür braucht sie dann wieder tagelange Stille. Im Roman reflektiert Xenia ihre eigene Lebensgeschichte und lernt dabei viel über sich selbst.

Ich empfehle diesen Roman wirklich jedem, egal ob extrovertiert oder introvertiert. Es lohnt sich! Susanne Bienwald gelingt neben wunderschönen Naturbeschreibungen, auch Xenia so differenziert darzustellen, dass der Leser das Gefühl bekommt sie wäre eine Freundin. Sehr gerne würde ich mehr Geschichten, wie diese lesen.

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  • Erzählstil
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  • Charaktere