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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.01.2020

Das verborgene Monster

Knochengrab
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Eigentlich will der FBI-Ermittler Maxwell Cho mit seinem Leichenspürhund nur die Natur genießen, als sein Hund auf eine Spur anschlägt. Dieser führt ihn zu einer unterirdischen Grube, in der unzählige ...

Eigentlich will der FBI-Ermittler Maxwell Cho mit seinem Leichenspürhund nur die Natur genießen, als sein Hund auf eine Spur anschlägt. Dieser führt ihn zu einer unterirdischen Grube, in der unzählige Knochen verstreut liegen. Die hinzugezogenen Forensiker stellen fest, dass es sich um die Überreste von voraussichtlich 7 Menschen handelt. Die hinzugezogene Ermittlerin Sayer Altair findet durch Zufall zwei weitere Leichen, die sich aber erst seit einigen Tagen dort befinden. Der Fall bekommt so immer mehr Brisanz und der vermeintliche Serientäter stellt das FBI vor eine große Herausforderung. Der Wettlauf mit der Zeit beginnt...
"Knochengrab" ist der zweite Band um die FBI-Agentin Sayer Altair und ich bin als Quereinsteiger in die Serie gestartet. Ich hatte zwar keinerlei Verständnis-Probleme, aber es werden schon einige Bezüge zum ersten Teil hergestellt. Die Autorin Ellison Cooper erzählt die Geschichte in einem sehr lebendigen und temporeichen Schreibstil, der sich flüssig lesen lässt. Sie arbeitet dabei mit vielen kurzen Kapiteln und sorgt mit den damit verbundenen Perspektiv-wechseln für ein zusätzliches Tempo. Der Spannungsbogen wird mit dem Leichenfund klassisch aufgebaut und über die zu jeder Zeit spannenden und durch häufige und überraschende Wendungen sehr kurzweiligen Ermittlungs-arbeiten auf einem aus meiner Sicht sehr hohen Niveau gehalten. Auch das fulminante Finale konnte mich mit einer guten und nachvollziehbaren Auflösung überzeugen.
Insgesamt ist "Knochengrab" für mich ein Thriller nach einem klassischen Muster, der durch eine sympathische und interessant charakterisierte Haupt-Protagonistin und dem Erzähltalent der Autorin zu überzeugen weiß. Ich empfehle das Buch daher sehr gerne weiter und bewerte es mit den vollen fünf von fünf Sternen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.01.2020

True Crimes hinterleuchtet

Der Mensch ist böse
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Oftmals steht man fassungslos vor dem Ausmaß eines Verbrechens. Was hat den Täter dazu gebracht, eine solche Tat zu begehen? Was geht im Kopf eines Menschen vor, der in der Lage ist ein solches Verbrechen ...

Oftmals steht man fassungslos vor dem Ausmaß eines Verbrechens. Was hat den Täter dazu gebracht, eine solche Tat zu begehen? Was geht im Kopf eines Menschen vor, der in der Lage ist ein solches Verbrechen zu begehen? Wie kann man bei der Bestrafung einer solchen Bluttat Gerechtigkeit walten lassen? Diesen und ähnlichen Fragen stellt sich der Autor Julian Hannes in seinem Buch "Der Mensch ist böse". Er bedient sich dabei an dreizehn realen und wirklich stattgefundenen Straftaten, um die Hintergründe der jeweiligen Tat zu beleuchten und das Täterbild auf die Gesellschaft zu übertragen. Er setzt sich damit auseinander, ob es sich um einzelne Phänomene handelt, oder ob diese Art der Tat durchaus häufiger anzutreffen ist.
Die dreizehn Beispiele stellen teilweise sehr bekannte Fälle dar, wie die Entführung der damals 5-jährigen Maddie Mc Cann, aber auch lang zurück-liegende Straftaten oder Verbrechen, die niemals eine große Aufmerksamkeit erzeugt haben. Grundsätzlich profitiert Julian Hannes dabei von der Faszination, die von den verübten Verbrechen ausgelöst wird. Der Leser erschaudert, wenn er liest, zu welchen Taten der Mensch fähig ist und welche Kleinigkeiten einen Menschen zu Bluttaten haben hinreißen lassen. Einige der realen Fälle sind bis heute ungelöst und werden es auch wahrscheinlich für alle Zeiten bleiben. Gerade dieser Umstand erzeugte bei mir tiefe Betroffen-heit, da der Täter seiner verdienten Strafe entkommen ist. Diese Geschichten zeigen auch deutlich auf, wie hilflos manchmal die Verbrechensbekämpfung sein kann und wie mysteriös sich ein Tathergang darstellen kann. Natürlich wird durch die Schilderung der realen Verbrechen eine hohe Authentizität erzielt und das Sachbuch entwickelt sich so für den Leser zu einem packenden Thriller.
Insgesamt gelingt es dem Autor Julian Hannes mit seinem Sachbuch "Der Mensch ist böse" einen spannenden und aufklärenden Blick hinter die Kulissen der Verbrechensbekämpfung zu werfen und gleichzeitig beleuchtet er die faszinierende Frage, was einen Menschen antreibt, eine solche Tat zu begehen. Das kurzweilige Buch konnte mich in den Bann ziehen, so dass ich es gerne weiterempfehle und mit guten vier von fünf Sternen bewerte.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.01.2020

Im Unterbewusstsein

Subliminal. Das Experiment
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Die Journalistin Natascha da Silva ist ins Visier ihres Chefs geraten, der ihr eine letzte Chance einräumt, in den nächsten Wochen eine packende Story zu liefern. Natascha stößt sich ein wenig an der Entwicklung ...

Die Journalistin Natascha da Silva ist ins Visier ihres Chefs geraten, der ihr eine letzte Chance einräumt, in den nächsten Wochen eine packende Story zu liefern. Natascha stößt sich ein wenig an der Entwicklung der Gesellschaft, in der Gewalt und Rücksichtslosigkeit immer mehr in den Vordergrund tritt. Woran liegt dieses Phänomen, dass gerade bei jungen Leuten eine solch explosions- artige Entwicklung zur Gewaltbereitschaft und der Fokussierung auf die eigene Person stattfindet? Als Natascha auf überraschende und zugleich auch schockierende Fakten stößt, löst sie mit ihren Recherchen etwas aus, was schnell zur Gefahr für sie selber werden kann...
Im letzten Jahr habe ich vom Autor Thorsten Oliver Rehm bereits "Der Bornholm-Code" gelesen, ein außergewöhnlicher Thriller, der mich gerade auch aufgrund der guten Recherchen in den Bann ziehen konnte. Ich bin daher mit großen Erwartungen in den Folgeband gestartet, und nach wenigen Seiten war mir klar, dass ich nicht enttäuscht werden würde. Mit seinem lebendigen und sehr flüssig zu lesenden Schreibstil erzählt Thorsten Oliver Rehm die Geschichte der Journalistin Natascha da Silva, die mit ihren Recherchen, einen Skandal aufdeckt, in dem durchaus das zukünftige Miteinander der Menschheit in Gefahr zu sein scheint. Das Ganze entwickelt er sehr clever zu einer komplexen Geschichte, die mit vielen Fakten unterlegt wird, so dass die dadurch aufkommende Authentizität den Leser stellenweise schockiert und gebannt zurücklässt. Der Spannungsbogen wird um das große Geheimnis, welches sich hinter den auffälligen Veränderungen in der Verhaltensweise junger Menschen verbirgt, sehr gut aufgebaut und über die spannenden und mit überraschenden Wendungen ausgestatteten Recherche-Arbeiten der Hauptprotagonistin auf einem sehr hohen Niveau gehalten. Zudem gelingt Thorsten Oliver Rehm eine schlüssige Auflösung, die den aus meiner Sicht sehr gut gelungenen Thriller hervorragend abrundet.
Insgesamt ist dem Autor mit "Subliminal" eine packende Fortsetzung gelungen, in der er wissenschaftliche Erkenntnisse und skrupellose Verhaltensweisen einiger seiner Protagonisten zu einem spannenden Wirtschafts- und Wissenschafts-Thriller vereint. Ich empfehle das Buch daher sehr gerne weiter und bewerte es mit den vollen fünf von fünf Sternen.

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Veröffentlicht am 10.01.2020

Die 2. Chance

Reset
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Phillip Steenken führt mit seiner schwangeren Frau ein glückliches Leben, bis die beiden Opfer eines Unfalls werden. Phillip überlebt, seine Frau allerdings kann zwar noch der kleinen Emma das Leben schenken, ...

Phillip Steenken führt mit seiner schwangeren Frau ein glückliches Leben, bis die beiden Opfer eines Unfalls werden. Phillip überlebt, seine Frau allerdings kann zwar noch der kleinen Emma das Leben schenken, aber sie selbst erliegt ihren Verletzungen. Phillip stürzt in ein Loch und zieht sich völlig zurück, selbst seine kleine Tochter kann ihm keinen Trost spenden. Als er eines Nachts in einen Strudel aus Licht gerät, erwacht er dreißig Jähre zurück in seinem eigenen Körper. Was kann er mit seinem neuen Leben anfangen? Bekommt er die Chance, seine verstorbene Frau wiederzusehen?
Der Autor Marco Monetha hat aus meiner Sicht mit "Reset-Gibt es ein zurück?" einen packenden und außergewöhnlichen Thriller geschrieben. Er erzählt die Geschichte in einem temporeichen und sehr flüssig zu lesenden Schreibstil, mit dem es ihm gelingt, dem Ganzen einen mystischen Charakter zu geben. Im Verlauf konstruiert er so mit viel Kreativität eine spannende Story, die mich in erster Linie mit ihrem für mich unvorhersehbaren Fortgang und den überraschenden Wendungen fesseln konnte. Beim Lesen wurde ich auch immer mit der Frage konfrontiert, wie ich wohl an Phillips Stelle reagieren würde und gleichzeitig wird man mit realen Geschehnissen der Vergangenheit konfrontiert. Eine wirklich spannende Kombination, die mir sehr gut gefallen hat. Natürlich ist bei dem Mystery-Thriller nicht alles logisch nachvollziehbar, aber der Storyline lässt sich immer gut folgen.
Insgesamt hat mir "Reset-Gibt es ein zurück?" hervorragend gefallen und ein paar spannende und unterhaltsame Stunden beschert. Der Thriller überzeugt in erster Linie mit der Kreativität und dem Erzähltalent des Autors, ich empfehle das Buch daher sehr gerne weiter und bewerte es mit den vollen fünf von fünf Sternen.

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Veröffentlicht am 30.12.2019

Das Böse in den Bergen

Eiskalte Hölle
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Die Profilerin Teresa bekommt mit Massimo einen neuen Partner an ihrer Seite gestellt, um einen grausamen Mord aufzuklären. Dem Opfer wurden mit grober Gewalt beide Augen entfernt und alles deutet für ...

Die Profilerin Teresa bekommt mit Massimo einen neuen Partner an ihrer Seite gestellt, um einen grausamen Mord aufzuklären. Dem Opfer wurden mit grober Gewalt beide Augen entfernt und alles deutet für Teresa auf einen Serientäter hin. Die Ermittlungen kommen aber nur sehr schleppend voran, zumal die Bewohner des Dorfes scheinbar mehr wissen, als sie sagen. Die Spur führt schließlich weit zurück in die Vergangenheit zu einem alten und verlassenen Waisenhaus. Liegt hier der Schlüssel für den grausamen Mord? Wird der Täter erneut zuschlagen? Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt...
"Eiskalte Hölle" ist der erste Fall für die italienische Profilerin Teresa. Die Autorin Ilaria Tuti erzählt die Geschichte in einem lebendigen und sehr flüssig zu lesenden Schreibstil, der mich schnell in den Bann ziehen konnte. Der Spannungsbogen wird mit dem Auffinden der entstellten Leiche klassisch aufgebaut und über die schwierigen und authentisch wirkenden Ermittlungs-arbeiten auf einem hohen Niveau gehalten. Sehr gelungen empfand ich die Charakterisierung der Hauptprotagonistin Teresa. Sie hat mit ihrer eigenen Vergangenheit zu kämpfen und versucht dennoch die Ermittlungen möglichst professionell und analysiert anzugehen. Ihr Auftreten ist distanziert und un-nahbar, was ihr zunächst wenig Sympathiepunkte einbringt, aber sie konnte mich mit ihrer Kombinationsgabe und Menschenkenntnis auf ihre Seite schlagen. Der Thriller erhält so seinen besonderen Charme und das fulminante Finale kann dann auch mit einer nachvollziehbaren Auflösung überzeugen.
Insgesamt ist "Eiskalte Hölle" aus meiner Sicht ein gut gelungener Thriller mit einer Protagonistin, die das Potential für eine erfolgreiche Reihe mitbringt. Die Storyline ist von Ilaria Tuti clever konzipiert, so dass ich das Buch sehr gerne weiterempfehle und mit guten vier von fünf Sternen bewerte.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere