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Veröffentlicht am 12.06.2017

Ein tolles Fantasyabenteuer

Schwertläufer
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"Schwertläufer" spielt in einer fiktiven Zeit und einer völlig anderen Welt. Der junge und frisch ausgebildete Schwertläufer Robin verliebt sich in Merien, der Tochter eines Schmieds. Ihr frisches Glück ...

"Schwertläufer" spielt in einer fiktiven Zeit und einer völlig anderen Welt. Der junge und frisch ausgebildete Schwertläufer Robin verliebt sich in Merien, der Tochter eines Schmieds. Ihr frisches Glück und das Leben der restlichen Bewohner Elegiens wird aber in der letzten Zeit stark belastet durch den Vulkan Tarantuil. Die ewigen Rauch-schwaden und die Asche verdunkeln den Himmel und verändern das Klima der ganzen Region. Die Landwirtschaft wird stark beeinträch-tigt und in naher Zukunft drohen Hunger und Elend das Land zu überziehen. Der Elm Boffo kann alte Skripte entschlüsseln, die besagen, dass es vor 740 Jahren eine ähnliche Situation gab und der Nebelberg Tarantuil durch zwei Schlüssel besänftigt werden konnte. Robin und Boffo schenken diesen Aufzeichnungen Glauben und sind fest entschlossen das Land von der großen Sorge zu befreien. Es wartet aber eine sehr lange und abenteuerliche Reise auf sie...


Der Autor Jan Peter Andres hat eine völlig eigene und neue Welt mit interessanten und spannenden Charakteren geschaffen. Er erzählt die Geschichte in einer äußerst bildreichen und sehr angenehm zu lesenden Schreibweise, die mir diese Welt hervorragend vor Augen führte. Ich fühlte mich als Teil der reisenden Gruppe und konnte so die Abenteuer hautnah miterleben. Die einzelnen Charakter der fünf Hauptprotagonisten werden ausgiebig und umfangreich erläutert und alle konnten bei mir schnell Sympathiepunkte sammeln. Das Besondere dieser Gefährten ist sicherlich ihre Gemeinschaft und man hat das gute Gefühl, die Rettung dieser Welt liegt in guten Händen. Sicherlich stößt man beim Lesen des Buches häufig auf Parallelen zu dem großen Klassiker "Der Herr der Ringe" ohne aber jemals das Gefühl zu haben, man liest eine Kopie oder eine nach-geahmte Geschichte. Sehr angenehm empfand ich die liebevolle und ausführliche Beschreibung der Lebensweisen und Umgebung dieser neuen Welt. Es versteckte sich nicht hinter jeder Ecke ein neuer Gegner und die Gefährten erlebten so auch ruhigere Passagen, was aus meiner Sicht die Reise nachvollziehbarer und authentischer machte, ohne aber durch die wohldosierten Abenteuer uninteressant oder gar langweilig zu werden. Insgesamt ein tolles und spannendes Abenteuer, welches trotz der 755 Seiten doch viel zu schnell zu Ende ging. "Schwertläufer" stellt den ersten Teil einer Trilogie dar und die nächsten beiden Teile werden zum Ende des Jahres in einem Buch erscheinen. Ich freue mich darauf!!!


Erwähnen möchte ich noch die sehr ansprechende Aufmachung des Buches. Es ist ausgestattet mit einem sehr umfangreichen und  sinnvollen Anhang, welcher gerade zum Einstieg in das Buch sehr nützlich ist und über die neue Welt informiert. Zudem lässt sich die Reise jederzeit an den beigefügten Karten nachvollziehen, was mir beim Lesen sehr hilfreich war. Das Buch besitzt ein sehr angenehmes Schriftbild, und die goldene Schrift auf dem Buchband hinterlässt einen sehr edlen Eindruck. All dies spiegelt auch wieder, mit wieviel Herzblut der Autor diese Geschichte geschrieben und veröffentlicht hat. Vielen Dank dafür.


Insgesamt empfehle ich das Buch natürlich sehr gerne weiter und es kann aus meiner Sicht in allen Altersgruppen gelesen werden. Ich bewerte es mit völlig verdienten fünf von fünf Sternen!!! 

Veröffentlicht am 01.02.2017

Echte Scheinheiligkeit

Fastenopfer
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Rainer Schut-Novotny, seines Zeichens Verwalter des "Tilly-Benefiziums", wird erstochen aufgefunden. Ein Fall für Kommissar Max Kramer, der zunächst aber mit ganz anderen Problemen zu kämpfen hat. Er findet ...

Rainer Schut-Novotny, seines Zeichens Verwalter des "Tilly-Benefiziums", wird erstochen aufgefunden. Ein Fall für Kommissar Max Kramer, der zunächst aber mit ganz anderen Problemen zu kämpfen hat. Er findet sich morgens nach einer durchfeierten Nacht  mit einem gehörigen Kater und der attraktiven Staatsanwältin im Bett auf. Jegliche Erinnerungen der letzten Nacht sind gelöscht und er muss zunächst mit seinem Kollegen Kontakt aufnehmen, um diesbezüglich Recherchen anzustellen. So kommen die eigentlichen Ermittlungen zunächst auch nicht wirklich voran, bis sich die Ex von Max Kramer die Novizin Maria Evita mit einschaltet. Eine turbulente Verbrecherjagd beginnt...
"Fastenopfer" ist der zweite Band der Serie um den charmanten und zugleich sympathischen Kommissar Max Kramer. Obwohl mir der erste Band nicht bekannt war, hatte ich überhaupt keine Probleme in die Geschichte hineinzukommen. Vor allem die lockere und hervorragend zu lesende Schreibart des Autors Anton Leiss-Huber konnte mich an das Buch fesseln. Er vermischt die beiden Stilarten Spannung und Humor wohldosiert miteinander und es ergibt sich ein äußerst unterhaltsamer Kriminalroman. Der Spannungsbogen wird gut aufgebaut, steht aber nicht ständig im Vordergrund und trotz einer recht blutrünstigen Tat kommt niemals eine düstere Atmosphäre auf. Immer wieder gibt der Autor Gelegenheit eigene Überlegungen anzustellen und führt den Leser gerne in die ein oder andere Sackgasse. Zudem überzeugt die Geschichte mit viel Lokalkolorit, die sich auch in einigen Passagen der süddeutschen Mundart bedient.
Insgesamt konnte mich Fastenopfer von Anton Leiss-Huber bestens unterhalten und ich kann es jedem Krimifan, der auch mal gerne ein wenig lacht, ans Herz legen. Von mir erhält das Buch völlig verdiente 5 von 5 Sterne!!

Veröffentlicht am 14.12.2016

Der Schatten des Todes

Schattenkiller
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Ein sehr düsterer und spannender Thriller aus der Stadt Rom.
Mehrere Mordfälle versetzen die alte Stadt Italiens in Schrecken. Es werden drei Leichen vorgefunden und der Polizei fehlt zunächst jegliche ...

Ein sehr düsterer und spannender Thriller aus der Stadt Rom.
Mehrere Mordfälle versetzen die alte Stadt Italiens in Schrecken. Es werden drei Leichen vorgefunden und der Polizei fehlt zunächst jegliche Spur. Auf Betreiben der Staatsanwaltschaft wird Commissario Mancini mit den Ermittlungen beauftragt. Er ist ein ausgewiesener Spezialist für Serientäter und zudem ausgebildeter Profiler, was ihn für den Job prädestiniert. Er befindet sich jedoch selber in einer sehr schwierigen und emotionalen Phase, da er den kürzlichen Tod seiner erkrankten Ehefrau verkraften muss. So wehrt er sich anfangs auch dagegen, dass es sich um einen Serientäter handelt und verweist auf zusammenhangs-lose Einzeltaten. Kurz darauf muss aber auch er eingestehen, dass es sich um das perfide Werk eines Täters handelt und allem Anschein ist diese Werk noch lange nicht vollendet...
Mirko Zilahy hat mit dem Profiler Mancini einen sehr interessanten, aber auch eigenwilligen Hauptprotagonisten geschaffen, der bei mir als Leser nicht viele Sympathiepunkte sammeln konnte. Dies lag aber auch sicher an seiner schwierigen emotionalen Lebenssituation, die durch sein Verhalten wieder sehr authentisch wirkte. Der Autor schafft in diesem Thriller eine sehr düstere Stimmung, oft herrscht das Thema Tod in allen Facetten vor und es regnet unaufhörlich in der italienischen Stadt. Die Spannung wird mit den drei Morden zu Beginn des Buches sehr gut aufgebaut und über die gesamte Länge des Buches aufrechtgehalten. Gespeist wird der Spannungsbogen ebenfalls durch die persönliche Entwicklung des Kommissars. Der Täter ist zwar relativ früh erkennbar aber die Lösung für die Ermittler wird clever hergeleitet und temporeich erzählt, so dass das Finale auch überzeugen kann. Eine Fortsetzung für die Ermittler könnte ich mir gut vorstellen und ich fände es sehr spannend die persönliche Entwicklung des Profilers weiter zu verfolgen.
Insgesamt hat mir der "Schattenkiller" ein paar spannende Lesestunden beschert, so dass ich ihn gut weiterempfehlen kann und mit vier von fünf Sternen bewerte.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Ein letzter Gruß

Todesgruß
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Ein spannender Regionalkrimi aus dem Raume Unna.
Kommissarin Maike Graf wird zu einem Leichenfund in den Stadtpark gerufen. Eine Zahnärztin ist erdrosselt worden und sie trägt beim Auffinden ein Lebkuchenherz ...

Ein spannender Regionalkrimi aus dem Raume Unna.
Kommissarin Maike Graf wird zu einem Leichenfund in den Stadtpark gerufen. Eine Zahnärztin ist erdrosselt worden und sie trägt beim Auffinden ein Lebkuchenherz um den Hals mit der Aufschrift "Ein letzter Gruß, G." Die Ermittlungen tragen zunächst keine Früchte, als dann ein weiteres Opfer mit einem Lebkuchenherz gefunden wird, befürchten die Ermittler einen Serientäter. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt für die Kommissarin Graf und ihr Team, um weitere Opfer zu verhindern...
Astrid Plötner gelingt mit ihrem lebendigen und bildreichen Schreibstil die geschickt konzipierte Geschichte sehr authentisch zu beschreiben. Die Ermittlerin Maike Graf konnte bei mir als Leser mit ihrer hilfsbereiten und kompetenten Art schnell Sympathiepunkte sammeln. Es machte Spaß ihr bei den Ermittlungsarbeiten über die Schulter zu schauen. Immer wieder gibt Astrid Plötner dem Leser die Möglichkeit eigene Überlegungen bei der Tätersuche anzustellen. Die Spannung wird von der Autorin direkt zu Beginn des Buches gut aufgebaut und über das gesamte Buch aufrechtgehalten. Im spannenden Finale wird das Tempo noch einmal deutlich erhöht und das Buch endet mit einem gut nachvollziehbaren Plot.
Insgesamt hat mich "Todesgruß" gut unterhalten und mir ein paar spannende Stunden beschert. Ich empfehle das Buch daher gerne weiter und bewerte es mit guten 4 von 5 Sternen!!!

Veröffentlicht am 15.09.2016

Killer mit Herz

Der Killer
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Ein atemberaubend spannender und fesselnder Thriller aus der Feder des Spannungsautors David Baldacci.

Der professionelle und erfahrene Auftragskiller Will Robie ist für die besonderen Aufträge ausgebildet ...

Ein atemberaubend spannender und fesselnder Thriller aus der Feder des Spannungsautors David Baldacci.

Der professionelle und erfahrene Auftragskiller Will Robie ist für die besonderen Aufträge ausgebildet worden. Er tötet im Auftrag der Regierung Personen, die dem Staatsgefüge Schaden zufügen könnten. Seine Dienste sind aufgrund seiner Zuverlässigkeit sehr gefragt. Eines Tages erhält er den Auftrag eine Frau zu töten. Der Auftrag wird aber nicht von ihm ausgeführt, da er zum einen in der Person keine Gefahr für die Allgemeinheit erkennen kann und ihr kleiner Sohn neben ihr aufwacht. Er zögert, obwohl sein Auftraggeber ihn über Kopfhörer immer wieder dazu anhält die Frau zu töten. Gerade als er beschlossen hat, sich unverrichteter Dinge wieder zurückzuziehen wird die Frau und ihr Sohn von einem Scharfschützen erschossen. Will Robie gelingt zunächst die Flucht, aber wem kann er nun noch vertrauen. Ein Wettlauf mit der Zeit gegen einen scheinbar übermächtigen Gegenspieler beginnt...

David Baldacci gewährt dem Leser in "Der Killer" einen Blick in die Welt eines Profikillers. Nach kurzer Zeit hat der interessant und ausführlich beschriebene Charakter des vermeintlichen Antihelden bei mir Sympathiepunkte sammeln können. In seiner unverwechselbaren Art beschreibt der Autor das Abenteuer des Hauptprotagonisten in einer temporeichen und actiongeladenen Schreibweise, die den Leser schnell in den Bann schlägt. Er arbeitet dabei mit kurzen Kapiteln, die durch die damit verbundenen häufigen Perspektivwechsel dem Buch ein zusätzliches Tempo verleihen. Die Spannung wird direkt zu Beginn des Buches aufgebaut und wird durch ständig stattfindene Wendungen und Überraschungen auf einem sehr hohen Niveau gehalten, um dann in einem fulminanten und äußerst spannenden Finale zu enden. David Baldacci gelingt es mit seiner clever konzipierten Geschichte den Leser in die Welt der Gehimdienste, Agenten und Verbrecher eintauchen zu lassen. Schnell weiß nicht nur der Hauptprotagonist nicht mehr, wem er nun noch trauen kann und wem nicht. Die weiteren Protagonisten in der Geschichte tragen ebenfalls durch ihre beschriebenen Charaktere zum hervorragenden Gelingen des Buches bei. "Der Killer" ist der erste Teil zu einer Serie um den Auftragskiller mit Herz, Will Robie. Ich bin gespannt auf die weiteren Abenteuer des wirklichen Helden unserer Zeit.

Insgesamt hat mich da Buch in den Bann geschlagen und durch den sehr flüssig zu lesenden Schreibstil begeistert. Meine Bewertung fällt daher mit der vollen Punktzahl von 5 Sternen sehr positiv aus und ich empfehle es gerne an Freunde spannender Lektüren weiter!!!