Cover-Bild Aus der Mitte des Sees
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18,99
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  • Verlag: Diogenes
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Ersterscheinung: 24.02.2021
  • ISBN: 9783257611656
Moritz Heger

Aus der Mitte des Sees

Eine Benediktinerabtei, idyllisch an einem See gelegen. Ihr Gastflügel ist gut besucht, doch die meisten Mönche nähern sich dem biblischen Alter. Gerade hat einer der jungen das Kloster verlassen und eine Familie gegründet. Seither stellt auch Lukas, Ende dreißig, seinen Lebensweg in Frage. Da taucht Sarah auf, aufmerksam, zugewandt und körperlich. Um zu einer Entscheidung zu finden, überlässt sich Lukas dem See: Beim Schwimmen öffnen sich Körper und Geist.

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.03.2021

Tiefe Wasser

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Dem Titel nach handelt dieser Roman von einem See, tatsächlich taucht der Leser aber ab in einen Fluss, in den stetig strömenden Gedankenfluss des Bruder Lukas in einer Eifeler Benediktiner Abtei. Sein ...

Dem Titel nach handelt dieser Roman von einem See, tatsächlich taucht der Leser aber ab in einen Fluss, in den stetig strömenden Gedankenfluss des Bruder Lukas in einer Eifeler Benediktiner Abtei. Sein Tagesablauf mit den Stundengebeten gibt seinem Leben Struktur, aber abends geht er an den See mit dem Privatsteg und kann sich sowohl beim Betrachten der Wasserfläche als auch beim Schwimmen mit sich, seinem Leben und seinem Glauben auseinandersetzen. Der Autor hat eine wunderschöne poetische Ausdrucksweise. Er verwendet Metaphern, die zum Nachdenken anregen. Vor allem aber kommt man der Hauptperson sehr nahe mit ihren Gedanken. Dieser Roman von Moritz Heger lässt einen selbst zur Ruhe kommen und hallt noch lange in einem wider.

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Veröffentlicht am 12.03.2021

Schwimmen mit Bruder Lukas

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Eigentlich so gar nicht mein Genre, hat mich zuerst das Cover, aber auch gleich die Kurzbeschreibung fast magisch angezogen.
Ein Leben im Kloster bzw. ein Ausstieg aus dem Kloster. Einmal ganz was anderes, ...

Eigentlich so gar nicht mein Genre, hat mich zuerst das Cover, aber auch gleich die Kurzbeschreibung fast magisch angezogen.
Ein Leben im Kloster bzw. ein Ausstieg aus dem Kloster. Einmal ganz was anderes, eine Geschichte fernab des „normalen“ Lebens.
Lukas und Andreas, beide Mönche in einer Benediktinerabtei, seit langem befreundet.
Doch Andreas steigt aus, entscheidet sich für ein weltliches Leben mit Familie.
Und Lukas?
Er stellt nicht nur sein Klosterleben und seine Freundschaft zu Andreas in Frage, nein, auch seine eigene Vergangenheit und Zukunft wird beleuchtet.
In seinen „inneren“ Zwiegespräche gibt er uns Einblicke in sein Leben und Wirken.
Und dann begegnet ihm Sarah.......
Anfänglich brauchte ich etwas, um mich in die doch ungewöhnliche Schreibweise einzufinden.
Insgesamt unspektakulär erfährt der Leser viel über das Innenleben eines Benediktinermönches und dessen inneren Kämpfen, Zweifeln und Glaubenskrisen.
Ein schönes, stilles, leises Buch für ganz entspannte Lesestunden, definitiv keine Lektüre für mal kurz zwischendurch.

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Veröffentlicht am 08.01.2021

Gedanken

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Lukas lebt in einer Benediktinerabtei. Die meisten Mönche sind als und als einer der wenigen jungen Mönche das Kloster verlässt, um eine Familie zu gründen, stellt auch er sich der Frage um des Sinns des ...

Lukas lebt in einer Benediktinerabtei. Die meisten Mönche sind als und als einer der wenigen jungen Mönche das Kloster verlässt, um eine Familie zu gründen, stellt auch er sich der Frage um des Sinns des Lebens. Das soll sich erst ändern, als Sarah auftaucht, die so ganz anders ist, aber wieder ist er im Zwiespalt. Das Buch ist sehr tiefgründig und regt zum Nachdenken an. Es wirft Fragen auf, die auch wir uns als Leser schon in der einen oder anderen Form gestellt haben. Der Schreibstil ist angenehm und das Cover sehr schön. Ich kann das Buch sehr empfehlen.

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Veröffentlicht am 06.05.2021

Eine Sinnsuche

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Lukas ist Mönch und lebt schon lange im Kloster Maria Laach. Es gibt nur wenige junge Mönche wie ihn im Kloster. Als sein Mitbruder und Freund das Kloster wegen einer Frau verlässt, stürzt dass Lukas in ...

Lukas ist Mönch und lebt schon lange im Kloster Maria Laach. Es gibt nur wenige junge Mönche wie ihn im Kloster. Als sein Mitbruder und Freund das Kloster wegen einer Frau verlässt, stürzt dass Lukas in eine Sinnkrise. Er denkt unentwegt nach. Dabei kommen die Erinnerungen und er grübelt über seine Entscheidung Mönch zu werden nach. In dieser Zeit voller Zweifel begegnet er Sarah, die für eine Auszeit ins Kloster gekommen ist. Die beiden führen angeregte Unterhaltungen und die Fragen werden drängender. Das Schwimmen im Laacher See soll Lukas Klarheit bringen, da es den Körper fordert und den Geist öffnet.

Die Geschichte verläuft sehr ruhig und ich habe ein bisschen Zeit gebraucht, um mich einzulesen. Der Schreibstil mit vielen Sprüngen, die nicht immer gleich zu erkennen sind, machte es mir nicht leicht. Doch dann hat mir das Buch gefallen und ich konnte mich auch gut auf die philosophischen Aspekte einlassen. Dabei geht es nicht vorrangig um Religion, sondern in erster Linie um das Leben.

Lukas ist ein grüblerischer Mensch. Er hat einst eine Entscheidung getroffen und wird nun durch den Weggang seines Freundes dazu gebracht, darüber nachzudenken ob er wirklich den richtigen Weg gewählt hat. Dabei schweift er aber auch immer wieder ab und macht sich über alles Mögliche Gedanken.

Eine interessante, nachdenklich stimmende Geschichte.

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Veröffentlicht am 30.03.2021

Durch kalte, tiefe Wasser – Zweifel und Suche des jungen Mönchs Lukas

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Auf dem ruhigen See seiner Gedanken bin ich mit Lukas geschwommen. Habe mich tragen lassen von seinen Erinnerungen, Reflexionen, Sehnsüchten, mich mit ihm auf eine Sinnsuche begeben, die zu einer Suche ...

Auf dem ruhigen See seiner Gedanken bin ich mit Lukas geschwommen. Habe mich tragen lassen von seinen Erinnerungen, Reflexionen, Sehnsüchten, mich mit ihm auf eine Sinnsuche begeben, die zu einer Suche nach seinem Ich, seinem künftigen Leben wurde – und dabei auch so manche Untiefe und Länge in der Handlung umschifft. Und doch habe ich die einzelnen Schwimmzüge genossen, gerne Strecke mit Lukas gemacht und Seemarken mit ihm gemeinsam erreicht und auf diese zurückgeblickt. Verloren hat er mich dabei zu keiner Zeit.
Heger ist es mit seiner ruhigen, langsam fließenden Erzählung gelungen, intime Einblicke in das Leben des jungen Mönches Lukas zu gewähren und den Leser und die Leserin in seiner unaufdringlichen Art mit den großen Fragen des Lebens zu konfrontieren – Fragen, denen auch Lukas sich mit Blick auf seine Begegnung mit Sarah stellen muss und die ihm Entscheidungen und Konsequenzen abverlangen. In diesem Prozess gewinnt in Lukas die Erkenntnis Raum, dass neben der Liebe zu Gott auch die Liebe zu einer Frau in ihm bestehen kann und keine Ausschließlichkeiten darstellen – anders als mit Blick auf die konkrete Ausgestaltung seines Lebens. Das Ende der Handlung schwankt dann auch zwischen Vorhersehbarkeit und Unglaubwürdigkeit und bricht für mich in puncto Sinnhaftigkeit und Kraft seiner Bedeutung.
Die Worte, die Heger für die Suche des jungen Lukas wählt, stehen hierzu für mich im klaren Gegensatz. Sie sind häufig geprägt von eben dieser Liebe zu Bild und Botschaft und erinnern in ihrer Prägnanz an Aphorismen und Sinnsprüche. Sie bleiben im Kopf, Lukas Weg durch tiefe Gewässer kann dies auch.

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