Das Leben ein Rausch
Weird GirlsWenn das Leben richtig kickt – und Maggie, Harley und Róise sind mittendrin. Mitten in ihren Zwanzigern, mitten in Belfast mit seinem Nachtleben, Drogen und Alkohol – und mitten in ihrer Trauer und Selbstzweifeln. ...
Wenn das Leben richtig kickt – und Maggie, Harley und Róise sind mittendrin. Mitten in ihren Zwanzigern, mitten in Belfast mit seinem Nachtleben, Drogen und Alkohol – und mitten in ihrer Trauer und Selbstzweifeln. Denn ursprünglich waren sie zu viert. Ein Kleeblatt. Gemeinsam in dem alten Stadthaus, das eben so brüchig ist wie ihre Beziehungen es sind. Doch Lydia ist tot. Gestorben vor einem Jahr bei einem tragischen Unfall. Und als Leerstelle doch jeden Tag bei ihnen.
Und eben dieser Verlust bringt das ins Rollen, was schon lange wackelte. Und lässt die Risse in ihren Leben deutlich werden. So wie auch ihr Zuhause immer weiter bröckelt, bebt und bricht. Da ist der Schimmel, der ihr Badzimmer nach und nach erorbert, da ist Róises Affaire mit ihrem Chef. Und Nähe, die sie nicht zulassen kann. Da ist Lydias Zimmer, das sich zunehmend in ein Mausoleum aus Staub und Überresten ihres kurzen Lebens verwandelt. Ein Nichtort hinter verschlossenen Türen. Und da ist Maggies Liebe zu Cate, die sie nach Momenten der Intimität und großen Leidenschaft wieder wegstößt. Und verletzt. Und da sind die vielen Abstürze. Allein. Gemeinsam. Und zunehmend.
Und vor allem ist da der große Sogeffekt, den dieser Roman auf seine Leser ausübt. Denn ebenso wie die Tragik, Trauer und der Tod, welche das Leben der Freundinnen durchziehen, sind da die weiterhin große Energie, Lebensfreude und die Suche nach Liebe, Sicherheit und einer Beständigkeit, die die Drei immer und immer weiterziehen lassen. Und sowohl ihnen selbst als auch der Geschichte eine große Dynamik und Lebendigkeit verleihen. Und Entwicklungen, Erlebnisse und Wendungen in einer Schlagzahl produzieren, die einfach nur richtig Spaß macht. Und mich über die Seiten und Kapitel fliegen ließ.