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Veröffentlicht am 05.07.2026

Das Leben ein Rausch

Weird Girls
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Wenn das Leben richtig kickt – und Maggie, Harley und Róise sind mittendrin. Mitten in ihren Zwanzigern, mitten in Belfast mit seinem Nachtleben, Drogen und Alkohol – und mitten in ihrer Trauer und Selbstzweifeln. ...

Wenn das Leben richtig kickt – und Maggie, Harley und Róise sind mittendrin. Mitten in ihren Zwanzigern, mitten in Belfast mit seinem Nachtleben, Drogen und Alkohol – und mitten in ihrer Trauer und Selbstzweifeln. Denn ursprünglich waren sie zu viert. Ein Kleeblatt. Gemeinsam in dem alten Stadthaus, das eben so brüchig ist wie ihre Beziehungen es sind. Doch Lydia ist tot. Gestorben vor einem Jahr bei einem tragischen Unfall. Und als Leerstelle doch jeden Tag bei ihnen.
Und eben dieser Verlust bringt das ins Rollen, was schon lange wackelte. Und lässt die Risse in ihren Leben deutlich werden. So wie auch ihr Zuhause immer weiter bröckelt, bebt und bricht. Da ist der Schimmel, der ihr Badzimmer nach und nach erorbert, da ist Róises Affaire mit ihrem Chef. Und Nähe, die sie nicht zulassen kann. Da ist Lydias Zimmer, das sich zunehmend in ein Mausoleum aus Staub und Überresten ihres kurzen Lebens verwandelt. Ein Nichtort hinter verschlossenen Türen. Und da ist Maggies Liebe zu Cate, die sie nach Momenten der Intimität und großen Leidenschaft wieder wegstößt. Und verletzt. Und da sind die vielen Abstürze. Allein. Gemeinsam. Und zunehmend.
Und vor allem ist da der große Sogeffekt, den dieser Roman auf seine Leser ausübt. Denn ebenso wie die Tragik, Trauer und der Tod, welche das Leben der Freundinnen durchziehen, sind da die weiterhin große Energie, Lebensfreude und die Suche nach Liebe, Sicherheit und einer Beständigkeit, die die Drei immer und immer weiterziehen lassen. Und sowohl ihnen selbst als auch der Geschichte eine große Dynamik und Lebendigkeit verleihen. Und Entwicklungen, Erlebnisse und Wendungen in einer Schlagzahl produzieren, die einfach nur richtig Spaß macht. Und mich über die Seiten und Kapitel fliegen ließ.

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Veröffentlicht am 30.05.2026

Dämonen, Hexerei und großartiges Worldbuilding

The Red Winter
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Fantasy ist so sehr meins! Schön dunkel muss sie sein. Actionreich und voller Spannung. Schaurig, gruselig, und gerne dürfen auch mal Magen und Nerven strapaziert werden. Und vor allem muss ich mich in ...

Fantasy ist so sehr meins! Schön dunkel muss sie sein. Actionreich und voller Spannung. Schaurig, gruselig, und gerne dürfen auch mal Magen und Nerven strapaziert werden. Und vor allem muss ich mich in der Welt mit ihren Charakteren so richtig verlieren können, geschaffen mit viel Einfallsreichtum und überbordender Fantasie. All dies finde ich in „The Red Winter“. Und noch mehr.
Denn spicy ist die Geschichte auch. Und mit einer Liebe, die Grenzen und Welten überschreitet. Und gegen Widerstand und Gefahren bestehen muss, welche sich allem Bekannten entziehen. Und das Blut in den Adern gefrieren lassen. Denn es ist die Bestie, die im Gévaudan rumgeht. Die Menschen, Tiere und ganze Landschaften in Angst und Schrecken versetzt. Und Opfer um Opfer um Opfer fordert und in einem schrecklichem Zustand zurücklässt.
Monsterjäger Sebastian Grave heftet sich an die Spuren des Ungetüms. In Symbiose mit dem Dämon Sarmodel und ein Meister des Okkulten und der dunklen Künste vermag er sich dem zu stellen, was die Vorstellungskraft der weiteren Jäger überschreitet. Und auch seinen Begleiter, den jungen Adeligen Antoine, ebenso fasziniert wie überwältigt und zugleich zu seinem wichtigsten Gefährten werden lässt. Doch die Bestie ist mächtig und grausam, und ihr Fluch wirkt über Jahre und Generationen hinweg. Und wird schließlich auch zu Sebastians persönlichem Schicksal. Tragisch, blutig und zugleich wunderschön.
Auch mich hat die Bestie in ihren Bann gezogen. Und mit ihr eine Geschichte, die ebenso raffiniert konstruiert ist wie Dunkles und Unerwartetes, Hexerei und Zauberei, Dämonen, Gottheiten und magische Wesen zwischen ihren vielen Seiten beherbergt. Und dabei einen Sog entwickelt, der durch die dunklen Wälder des Gévaudans treibt und zugleich auf weitere Geschichten von dem Monsterjäger und seinen düsteren Gefährten hoffen lässt.

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Veröffentlicht am 14.05.2026

Ein Buch, das glücklich macht

Einatmen. Ausatmen.
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Ein Wohlfühlbuch! In das ich mich am liebsten einkuscheln würde. Zwischen den Seiten verlieren. Mit dem ich gemeinsam auf einer Frühlingswiese im hohen Gras liege. Mit Sonnenlicht, das mir warm ins Gesicht ...

Ein Wohlfühlbuch! In das ich mich am liebsten einkuscheln würde. Zwischen den Seiten verlieren. Mit dem ich gemeinsam auf einer Frühlingswiese im hohen Gras liege. Mit Sonnenlicht, das mir warm ins Gesicht scheint. Ein Buch zum Glücklichsein.
All das Schöne hat der neue Roman von Maxim Leo vermocht. Und dabei hat er mich ganz wunderbar unterhalten. Und zum Lachen, Schmunzeln und langen Lesestunden gebracht. Denn die Geschichte von Marlene gleicht einem Aufeinandertreffen zweier Welt, einem Aufprall, der alles erschüttert und ins Wanken bringt. Und Neues erschafft. Und das ganz unerwartet: Denn als knallharte Managerin ist Marlene es gewohnt, Erfolg vor Gefühle zu stellen. Lange Arbeitstage vor Freundschaften oder gar Beziehungen. Und eigene Sehnsüchte und Träume fernab einer Beförderung zum CEO scheint es nicht zu geben.
Und dann der gruselige Alptraum für Marlene: Sie wird zu einem Achtsamkeitsseminar verpflichtet. Ihrer Mitarbeitendenführung fehlt es an Empathie und Sensibilität. Das kommt nicht überraschend, auch nicht für Marlene. Was allerdings für sie sehr wohl ganz undenkbar war: Unter der harten Schale ist etwas, was auf Coach Alex Grow mit seinem Künstlernamen und Methoden anspringt. Und Wirrungen nicht nur in ihrem Irren sondern auch in seiner „Academy“ mit ihren Menschen auslöst. Und nach dem ersten Schrecken allen Beteiligten sehr gut tut. Mich als Leserin eingeschlossen.
„Einatmen Ausatmen“ hat mich nachdenklich gemacht. Mich reflektieren lassen. Und vor allem in vielem sehr gestärkt und beruhigt. Denn die Suche nach Glück, Sinn und Selbstverwirklichung ist universell. Und zwar ein Thema von großer Tiefe, hier aber mit sehr viel Leichtigkeit, Freude und Lachen erzählt. Und macht damit bereits beim Lesen glücklich.

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Veröffentlicht am 01.05.2026

Stark und eindringlich in Sprache und Thema

Die Routinen
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Wer von Euch kann ein Rad? Was mit einer so harmlos wirkenden Frage beginnt, ist ein Anfang. Und der Einstieg in die Welt des Leistungssports. In eine Kindheit und Jugend des Trainings, der Siege, des ...

Wer von Euch kann ein Rad? Was mit einer so harmlos wirkenden Frage beginnt, ist ein Anfang. Und der Einstieg in die Welt des Leistungssports. In eine Kindheit und Jugend des Trainings, der Siege, des Erfolgs. Und ebenso der Entbehrungen und des Leids. Und in diesem Fall: des Missbrauchs.
Son Lewandowski richtet ihren klaren, unverstellten Blick auf das, was hinter dem Rampenlicht, dem Applaus und dem Lächeln der Gewinnerinnen liegt. Auf ein System, welches junge Mädchen auf ihren Körper und die Leistungen reduziert, welche dieser zu erbringen vermag. Auf die Psyche, die für einen Platz auf dem Siegertreppchen gebrochen wird. Auf die Grenzüberschreitungen, welche diesen Weg durchziehen. Schmerzhaft und traumatisierend für die Betroffenen. In der jeweiligen Situation selbst. Und oftmals noch viele Jahre und Jahrzehnte später.
Was sie aus Quellen zusammentragen und in Beziehung setzen kann und schließlich in Form eines fiktionalen Textes aufarbeitet, ist erschreckend. Voll unterschwelliger Grausamkeiten und offensichtlichem Leid. Und von einer hohen literarischen Qualität. Mit einer überzeugenden, eindringlichen Figurenzeichnung, welche nach und nach Systematik und Struktur der Ausbeutung mit ihren desaströsen Konsequenzen ans Tageslicht befördert. Mit einer Sprache, die präzise, pointiert und zugleich von einer tiefen Schönheit und mit starken Bildern ist. Und einen Rhythmus und Erzählfluss erzeugt, der durch die Kapitel und von Trainingseinheit zu Wettkampf zu Tränen und durchwachten Nächten am Krankenbett trägt. Und von ihrer ganz eigenen Meisterschaft ist.
Für mich ist „Die Routinen“ das Überraschungsbuch meines bisherigen Lesejahres. Dass ich einen besonderen Text in meinen Händen halte, ließ die Buchvorstellung bereits erkennen. Dass dieser von einer solchen Reife, sprach- und wortgewaltig ist und ein schweres, verstörendes Thema sensibel wie eindringlich zu vermitteln vermag, hat sich mir von Zeile zu Zeile, von Seite zu Seite erschlossen. Und mich sehr für den Roman begeistert.

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Veröffentlicht am 23.04.2026

Drei Frauen und ein Dorf in den Wäldern und Bergen

Die Riesinnen
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Drei Generationen, drei außergewöhnliche Frauen, ein Dorf – das sind die Riesinnen. Liese, Cora und Eva. Von der Großmutter zur Tochter, zur Enkelin. Und das ist Wittenmoos. Ein kleines Dorf im Schwarzwald. ...

Drei Generationen, drei außergewöhnliche Frauen, ein Dorf – das sind die Riesinnen. Liese, Cora und Eva. Von der Großmutter zur Tochter, zur Enkelin. Und das ist Wittenmoos. Ein kleines Dorf im Schwarzwald. Ihre Heimat.
Doch vor allem ist „Die Riesinnen“ ein Roman, der fasziniert und begeistert und von einer großen Sogkraft und Schönheit ist, wie auch der dunkle, dichte Wald für die drei Frauen- Der sie umgibt und umfängt, ihnen Zuflucht und der Ort ist, an dem sie sich geliebt und geborgen fühlen. Denn ihr Leben in der engen, verschworenen Dorfgemeinschaft ist von Ausgrenzung, Anfeindung und übler Nachrede geprägt und wird so zu einem Lebens- und Überlebenskampf. Zumindest bei Liese und später bei ihrer Tochter Cora ist dies so. Und so stark ausgeprägt. Liese, die unter der Dominanz und Vorherrschaft ihres Mannes leidet, der sie klein und gefügig hält. Und dessen Tod es ihr erst erlaubt, zu Selbstbewusstsein und Selbstständigkeit zu finden. Ganz anders Cora mit ihrem Freiheitsdrang und unangepassten Verhalten, die es sehr schnell sehr in die Ferne zieht. Und dann noch Eva. Bei Eva ist alles anders.
Und dass Evas Leben und ihre Akzeptanz in Wittenmoos sich so sehr von dem ihrer Großmutter und auch Mutter unterscheiden, ist Zeichen und Folge der Entwicklung, welche die Familie von Generation zu Generation durchläuft. Und ebenso das Dorf mit seinen Bewohnern, die nur auf den ersten, oberflächlichen Blick der Zeit und den äußeren Einwirkungen zu trotzen scheinen. Doch ist es auch Ergebnis der Stärke und des Muts der drei Frauen. Ihrer unbeugsamen Charaktere. Und ihres Willens, trotz der Erwartungen anderer ihren eigenen Weg zu finden. Und diesen auch zu gehen.
Ich selbst bin ganz ohne Erwartungen auf diesen Roman getroffen. Und hatte ein Leseerlebnis, das mögliche Erwartungen noch übertroffen hätte. Denn die Sprache ist präzise, treffend und in Worten und Bildern, die mich haben innehalten lassen. Und die Geschichte ist schön und traurig zugleich, ließ mich durch die Seiten fliegen und doch wünschen, dass sie nicht enden mag.

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