Wenn das Eis schmilzt und der Berg ruft
Tal der SchwalbenAlles hat seinen Preis! Und das gilt auch für das Leben in der so nahen Zukunft. Der Energiebedarf wächst und fordert seine Opfer. Und geopfert werden die hohen Alpen. Die nach und nach entvölkert werden, ...
Alles hat seinen Preis! Und das gilt auch für das Leben in der so nahen Zukunft. Der Energiebedarf wächst und fordert seine Opfer. Und geopfert werden die hohen Alpen. Die nach und nach entvölkert werden, zu einer Sperrzone erklärt, in der Leben nicht vorgesehen ist. Und nur noch schwerlich möglich. Abgeschnitten von der Versorgung. Unter extremen Wetterbedingungen. Und nah des Gletschers, der taut und schmilzt. Und genau dort liegt Aleschs Heimat.
Und da liegt auch Aleschs Problem. Denn als Wissenschaftler ist er auf der Suche nach endlosen Energiequellen und gerät dabei zwischen dien Stühle. Und in einen inneren Konflikt. Pradetta opfern, seine Heimatdorf? Und seinen Sehnsuchtsort. Den er nie verlassen wollte, ebenso wenig wie seine große Liebe Annetta. Eigentlich. Eine Reise in die Sperrzone soll Klarheit bringen. Und bringt doch neue Wirrungen und Gefahren. Und lässt die Vergangenheit wieder lebendig werden. Während der Berg über der kleinen Dorfgemeinschaft ächzt und tobt. Und das Wetter plötzlich umschlägt.
Und damit sind wir mittendrin: in einem packenden Klimathriller, der erschreckt und überrascht, einer Dystopie, die uns in diesem Hitzesommer 2027 das Blut in den Adern gefrieren lässt. Und in einer Liebesgeschichte, die einen ebenso überraschenden Plottwist bereithält. Tal der Schwalben bei momentan knapp 40 C Außentemperatur zu lesen, verstärkt Wirkung und Botschaft noch einmal aufs Äußerste. Und beschert zudem wunderbar fesselnde Lesestunden am heimischen Badesee. Oder gar hoch oben in den Bergen – bei Radler, Brezn und einem besorgten Blick Richtung Gipfel.