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Veröffentlicht am 06.08.2026

Allerbester Känguru-Humor

Die Känguru-Rebellion (Die Känguru-Werke 5)
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Mit dem Känguru bin ich dieses Jahr durch Schweden gereist. Und auf langen Autofahrten durch raue, ursprüngliche Landschaften haben mein Mann und ich entschieden: Wir schließen uns der Rebellion an! Gegen ...

Mit dem Känguru bin ich dieses Jahr durch Schweden gereist. Und auf langen Autofahrten durch raue, ursprüngliche Landschaften haben mein Mann und ich entschieden: Wir schließen uns der Rebellion an! Gegen die Zustände in der Welt. Und gemeinsam mit dem Känguru und dem Kleinkünstler sind wir dann schon zu viert.
Was dann folgt, sind nicht nur dunkle Tannenwälder und viel Natur und Einsamkeit auf der einen Seite des Fensters. Es ist vor allem ein so punktgenauer, exakt treffender und einfach unglaublich witziger Humor des Beuteltiers und seines Mitbewohners, welcher nicht nur die hunderte Kilometer Fahrt wie im Fluge und damit viel zu schnell vergehen lässt. Der aber auch – und dies an erster Stelle! – politische Statements und scharfe Kritik an bekannten Akteuren und bestehenden Verhältnissen in ein derart charmantes, unterhaltsames Gewand kleidet, dass sie zwar immer noch weh tun und schmerzen. Und das sollen sie auch! Zugleich aber auch Bauch- und Lachmuskeln aufs ärgste strapazieren.
Und die so großartigen Witze, Wortspiele und Running Gags sind in unseren Ohren und vor allem auf der Zunge und im Kopf all die Tage und Wochen, die wir in der schönsten Natur und den beeindruckendsten Städten verbracht haben. Und haben uns tatsächlich im Supermarkt den von Känguru und Kleinkünstler heiß umkämpften Mangojoghurt kaufen lassen. Der dann mit diebischer Freude vor dem jeweils anderen genüsslich verspeist wurde. Dabei das Känguru grinsend zitierend.
Ja, das Buch ist ein Muss. Für Känguru-Fans. Und Fans vom Kleinkünstler auch. Und vor allem für all diejenigen, die sich intelligent gemachtem, politisch bestem Humor nicht entziehen können. Und wollen. Und viel und gern laut lachen und leise schmunzeln. Sehr viel sogar. Und die sich mit uns der Rebellion anschließen.

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Veröffentlicht am 29.07.2026

So traurig, so wunderschön

Der andere Arthur
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Die Flucht in die Einsamkeit – Arthur Opp ist sie vor vielen Jahren angetreten. Verschanzt in seinem Haus in Brooklyn, hat er sich der Außenwelt entzogen. Und sich selbst eingesperrt. Gemeinsam mit all ...

Die Flucht in die Einsamkeit – Arthur Opp ist sie vor vielen Jahren angetreten. Verschanzt in seinem Haus in Brooklyn, hat er sich der Außenwelt entzogen. Und sich selbst eingesperrt. Gemeinsam mit all seinen Gefühlen, Verletzungen und Ängsten. Und gemeinsam mit dem vielen Essen, seinen zahlreichen Mahlzeiten, Snacks und Schlemmereien jeden Tag. Und der Schwere und Unbeweglichkeit, welche diese mit sich bringen. Und den Schritt vor die Tür bald unmöglich erscheinen lassen.
Sein einziger Kontakt zur Außenwelt, seine Lebensader und seltenen Glücksmomente sind die Briefe seiner einstigen, großen Liebe. Die ihn inzwischen immer seltener erreichen. Und ihn doch jeden Tag von den vergangenen Begegnungen und glücklichen Momenten mit Charlene träumen lassen. Und ihm zugleich die verpassten Chancen und Gelegenheiten ebenso vor Augen führen wie die Trauer um eine Zukunft, die nie stattgefunden hat, lebendig halten. Als dann plötzlich und unerwartet sein Telefon klingelt und er Charlenes Stimme hört, verändert eine Nachricht alles. Und in die Dunkelheit ziehen Licht und Hoffnung ein.
Nur wenige Kilometer entfernt kämpft ein „anderer Arthur“ gegen Einsamkeit, Not und Verzweiflung. Und auch, wenn beide voneinander nicht wissen, so sind sie doch über ihre Geschichte miteinander verbunden. Und so wie für den einen Arthur sich das Leben auf dramatische Weise zuspitzt, so öffnet sich für den anderen Arthur eine Tür, die für alle Zeit verschlossen schien. Und nach und nach bewegen sich beide aufeinander zu. Erst zögerlich, dann unaufhaltsam.
Und unaufhaltsam hat sich die Geschichte auch in mein Herz geschrieben. Überwältigt von der Traurigkeit und scheinbaren Ausweglosigkeit der gezeichneten Lebensentwürfe haben mich die Schönheit in der Tiefe der Charaktere und deren Ringen um ein Leben unter widrigsten Umständen emotional nicht nur berührt. Sondern mich zunehmend auch auf einen Ausgang hinfiebern lassen, der Auf- und Erlösung und auch ein zartes Glück verspricht. Und mich aus diesem Grunde schneller und schneller hat über die Seiten fliegen lassen.

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Veröffentlicht am 05.07.2026

Das Leben ein Rausch

Weird Girls
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Wenn das Leben richtig kickt – und Maggie, Harley und Róise sind mittendrin. Mitten in ihren Zwanzigern, mitten in Belfast mit seinem Nachtleben, Drogen und Alkohol – und mitten in ihrer Trauer und Selbstzweifeln. ...

Wenn das Leben richtig kickt – und Maggie, Harley und Róise sind mittendrin. Mitten in ihren Zwanzigern, mitten in Belfast mit seinem Nachtleben, Drogen und Alkohol – und mitten in ihrer Trauer und Selbstzweifeln. Denn ursprünglich waren sie zu viert. Ein Kleeblatt. Gemeinsam in dem alten Stadthaus, das eben so brüchig ist wie ihre Beziehungen es sind. Doch Lydia ist tot. Gestorben vor einem Jahr bei einem tragischen Unfall. Und als Leerstelle doch jeden Tag bei ihnen.
Und eben dieser Verlust bringt das ins Rollen, was schon lange wackelte. Und lässt die Risse in ihren Leben deutlich werden. So wie auch ihr Zuhause immer weiter bröckelt, bebt und bricht. Da ist der Schimmel, der ihr Badzimmer nach und nach erorbert, da ist Róises Affaire mit ihrem Chef. Und Nähe, die sie nicht zulassen kann. Da ist Lydias Zimmer, das sich zunehmend in ein Mausoleum aus Staub und Überresten ihres kurzen Lebens verwandelt. Ein Nichtort hinter verschlossenen Türen. Und da ist Maggies Liebe zu Cate, die sie nach Momenten der Intimität und großen Leidenschaft wieder wegstößt. Und verletzt. Und da sind die vielen Abstürze. Allein. Gemeinsam. Und zunehmend.
Und vor allem ist da der große Sogeffekt, den dieser Roman auf seine Leser ausübt. Denn ebenso wie die Tragik, Trauer und der Tod, welche das Leben der Freundinnen durchziehen, sind da die weiterhin große Energie, Lebensfreude und die Suche nach Liebe, Sicherheit und einer Beständigkeit, die die Drei immer und immer weiterziehen lassen. Und sowohl ihnen selbst als auch der Geschichte eine große Dynamik und Lebendigkeit verleihen. Und Entwicklungen, Erlebnisse und Wendungen in einer Schlagzahl produzieren, die einfach nur richtig Spaß macht. Und mich über die Seiten und Kapitel fliegen ließ.

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Veröffentlicht am 30.05.2026

Dämonen, Hexerei und großartiges Worldbuilding

The Red Winter
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Fantasy ist so sehr meins! Schön dunkel muss sie sein. Actionreich und voller Spannung. Schaurig, gruselig, und gerne dürfen auch mal Magen und Nerven strapaziert werden. Und vor allem muss ich mich in ...

Fantasy ist so sehr meins! Schön dunkel muss sie sein. Actionreich und voller Spannung. Schaurig, gruselig, und gerne dürfen auch mal Magen und Nerven strapaziert werden. Und vor allem muss ich mich in der Welt mit ihren Charakteren so richtig verlieren können, geschaffen mit viel Einfallsreichtum und überbordender Fantasie. All dies finde ich in „The Red Winter“. Und noch mehr.
Denn spicy ist die Geschichte auch. Und mit einer Liebe, die Grenzen und Welten überschreitet. Und gegen Widerstand und Gefahren bestehen muss, welche sich allem Bekannten entziehen. Und das Blut in den Adern gefrieren lassen. Denn es ist die Bestie, die im Gévaudan rumgeht. Die Menschen, Tiere und ganze Landschaften in Angst und Schrecken versetzt. Und Opfer um Opfer um Opfer fordert und in einem schrecklichem Zustand zurücklässt.
Monsterjäger Sebastian Grave heftet sich an die Spuren des Ungetüms. In Symbiose mit dem Dämon Sarmodel und ein Meister des Okkulten und der dunklen Künste vermag er sich dem zu stellen, was die Vorstellungskraft der weiteren Jäger überschreitet. Und auch seinen Begleiter, den jungen Adeligen Antoine, ebenso fasziniert wie überwältigt und zugleich zu seinem wichtigsten Gefährten werden lässt. Doch die Bestie ist mächtig und grausam, und ihr Fluch wirkt über Jahre und Generationen hinweg. Und wird schließlich auch zu Sebastians persönlichem Schicksal. Tragisch, blutig und zugleich wunderschön.
Auch mich hat die Bestie in ihren Bann gezogen. Und mit ihr eine Geschichte, die ebenso raffiniert konstruiert ist wie Dunkles und Unerwartetes, Hexerei und Zauberei, Dämonen, Gottheiten und magische Wesen zwischen ihren vielen Seiten beherbergt. Und dabei einen Sog entwickelt, der durch die dunklen Wälder des Gévaudans treibt und zugleich auf weitere Geschichten von dem Monsterjäger und seinen düsteren Gefährten hoffen lässt.

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Veröffentlicht am 14.05.2026

Ein Buch, das glücklich macht

Einatmen. Ausatmen.
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Ein Wohlfühlbuch! In das ich mich am liebsten einkuscheln würde. Zwischen den Seiten verlieren. Mit dem ich gemeinsam auf einer Frühlingswiese im hohen Gras liege. Mit Sonnenlicht, das mir warm ins Gesicht ...

Ein Wohlfühlbuch! In das ich mich am liebsten einkuscheln würde. Zwischen den Seiten verlieren. Mit dem ich gemeinsam auf einer Frühlingswiese im hohen Gras liege. Mit Sonnenlicht, das mir warm ins Gesicht scheint. Ein Buch zum Glücklichsein.
All das Schöne hat der neue Roman von Maxim Leo vermocht. Und dabei hat er mich ganz wunderbar unterhalten. Und zum Lachen, Schmunzeln und langen Lesestunden gebracht. Denn die Geschichte von Marlene gleicht einem Aufeinandertreffen zweier Welt, einem Aufprall, der alles erschüttert und ins Wanken bringt. Und Neues erschafft. Und das ganz unerwartet: Denn als knallharte Managerin ist Marlene es gewohnt, Erfolg vor Gefühle zu stellen. Lange Arbeitstage vor Freundschaften oder gar Beziehungen. Und eigene Sehnsüchte und Träume fernab einer Beförderung zum CEO scheint es nicht zu geben.
Und dann der gruselige Alptraum für Marlene: Sie wird zu einem Achtsamkeitsseminar verpflichtet. Ihrer Mitarbeitendenführung fehlt es an Empathie und Sensibilität. Das kommt nicht überraschend, auch nicht für Marlene. Was allerdings für sie sehr wohl ganz undenkbar war: Unter der harten Schale ist etwas, was auf Coach Alex Grow mit seinem Künstlernamen und Methoden anspringt. Und Wirrungen nicht nur in ihrem Irren sondern auch in seiner „Academy“ mit ihren Menschen auslöst. Und nach dem ersten Schrecken allen Beteiligten sehr gut tut. Mich als Leserin eingeschlossen.
„Einatmen Ausatmen“ hat mich nachdenklich gemacht. Mich reflektieren lassen. Und vor allem in vielem sehr gestärkt und beruhigt. Denn die Suche nach Glück, Sinn und Selbstverwirklichung ist universell. Und zwar ein Thema von großer Tiefe, hier aber mit sehr viel Leichtigkeit, Freude und Lachen erzählt. Und macht damit bereits beim Lesen glücklich.

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