Cover-Bild Spielverderberin
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23,00
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  • Verlag: Kiepenheuer & Witsch
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: Heranwachsen
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 224
  • Ersterscheinung: 12.02.2026
  • ISBN: 9783462008739
Marie Menke

Spielverderberin

Roman

Über Landmenschen und Stadtkinder und das, was zwischen ihnen liegt

Marie Menke schreibt über eine obsessive Freundschaft zwischen Dorfjugend und Großstadtanonymität und über die Kraft, die drei junge Frauen zusammenhält und gleichzeitig zu zerstören droht. Stimmungsvoll und bildreich entwirft die Autorin ein perfektes Zusammenspiel zwischen Zartem und Abgründigem.

Sophie und Lotte kennen sich seit Kindertagen, sie stammen aus derselben Bauerschaft im Süthland. Erst in der Oberstufe stößt Romy dazu: Sie kommt aus der Stadt und ist freier und mutiger – aber auch unzuverlässiger. Die neue Dreierkonstellation ist getragen von gegenseitiger Faszination, die bald Gefahr läuft zu kippen.

Beim Versuch, in ihren frühen Zwanzigern ihre Freundschaft nach Köln zu transportieren, hadern die jungen Frauen. Als Romy plötzlich verschwindet, reißen alte Wunden auf: Zwischen all den intensiven Momenten der Vergangenheit liegt auch eine harte Nacht vergraben, an die eine der drei niemals erinnert werden darf. 

»Was für eine kluge und schöne Sprache, die uns an ihre schwitzige Hand nimmt und mit den Füßen im Baggersee in die Tiefen einer Dreiecksfreundschaft bringt.« Sara Gmuer

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.02.2026

Wow!

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Was für ein Buch! Ich habe angefangen zu lesen und konnte das Buch wirklich nicht mehr aus der Hand legen! Die Geschichte der drei Frauen hat mich gefesselt & ich wäre sofort bereit für ein weiteres Buch ...

Was für ein Buch! Ich habe angefangen zu lesen und konnte das Buch wirklich nicht mehr aus der Hand legen! Die Geschichte der drei Frauen hat mich gefesselt & ich wäre sofort bereit für ein weiteres Buch der Autorin.
Im Buch lernen wir Sophie, Romy und Lotte kennen. Das Buch spielt auf zwei Zeitebenen, wobei diese nur vier Jahre auseinanderliegen. Das fand ich sehr spannend, weil trotzdem sehr viel in der Zeit passiert ist.
Das Buch berichtet von Bindung, Abhängigkeit, Freundschaft, dem Erwachsenwerden, Intrigen und welche macht diese zwischenmenschlichen Beziehungen haben.
Besonders toll fand ich, wie die einzelnen Charaktere dargestellt waren und wie man einen Einblick in deren Innenwelt bekommen hat. Hier ist die Autorin auch psychologisch sehr geschickt.
Ich hoffe sehr, dass es nicht das letzte Buch der Autorin war.
Für mich ein neues Lieblingsbuch!

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Veröffentlicht am 24.01.2026

Ernsthaft, verletzlich und stark

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Dieses Buch hat mich auf eine stille und gleichzeitig sehr laute Weise berührt. Spielverderberin erzählt von weiblichem Aufwachsen, von inneren Kämpfen, von Erwartungen und von dem Wunsch, sich selbst ...

Dieses Buch hat mich auf eine stille und gleichzeitig sehr laute Weise berührt. Spielverderberin erzählt von weiblichem Aufwachsen, von inneren Kämpfen, von Erwartungen und von dem Wunsch, sich selbst treu zu bleiben. Die Geschichte ist feinfühlig und roh zugleich und genau diese Spannung hat mich tief in ihren Bann gezogen.

Das Lesen war nicht immer leicht, weil die Konflikte andere sind als die, die man aus klassischen Erwachsenengeschichten kennt. Es sind die kleinen, aber existenziellen Dramen junger Frauen. Gefühle, die übersehen werden. Grenzen, die immer wieder überschritten werden. Gerade das hat mich so gefesselt, weil es mich stark an meine eigene Jugend erinnert hat, obwohl dieses Buch kein Jugendbuch ist.

Als Frau, die selbst auf dem Dorf groß geworden ist, habe ich mich in vielen Bildern und Stimmungen wiedergefunden. Dieses Gefühl von Enge und Freiheit zugleich, von Beobachtetwerden und Unsichtbarkeit. Die Autorin beschreibt diese Welt mit großer Sensibilität und einer Sprache, die mutig ist, eigenständig und im besten Sinne außergewöhnlich. Ich habe es an einem Samstag komplett gelesen und hatte große Freude dabei.

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Veröffentlicht am 04.02.2026

Verstörende Freundschaft

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Marie Menke legt mit ihrem Debüt "Spielverderberin" einen eindringlichen Roman über die Dynamik zwischen Freundschaft, Abhängigkeit und Selbstfindung vor.

Spielverderberin erzählt von drei Freundinnen, ...



Marie Menke legt mit ihrem Debüt "Spielverderberin" einen eindringlichen Roman über die Dynamik zwischen Freundschaft, Abhängigkeit und Selbstfindung vor.

Spielverderberin erzählt von drei Freundinnen, die sich nach ihrer Schulzeit aus den Augen verloren haben, jedoch nach Jahren wieder treffen um ihre Freundschaft aufleben zu lassen, doch die Vorkommnisse in der Vergangenheit lassen eine wirkliche Nähe nicht mehr zu.

Die Geschichte wird aus der Perspektive von Sophie erzählt, die in der Rückschau auf ihre Jugend blickt. Sophie und Lotte kennen sich seit Kindertagen, sie stammen aus derselben Bauerschaft im Süthland. Erst in der Oberstufe kommt Romy, das Mädchen aus der Stadt dazu. Dadurch wird Sophia in die Beobachterrolle gedrängt. Denn Lotte und Romy sind nun unzertrennlich. Sophia ist ebenfalls von Romy fasziniert und wäre auch gerne ihr befreundet. Sie fühlt sich ausgeschlossen. Drei sind einer zu viel.

Die Autorin Marie Menke schreibt in einer sehr schönen klaren schnörkellosen Sprache. Die Story ist atmosphärisch dicht, mit Zwischentönen, die in Andeutungen auf die Geschehnisse in der Vergangenheit hindeuten. Dadurch fiel es mir schwer zu den Protagonistinnen eine echte Verbindung aufzunehmen. Ich fragte mich, fast bis zum Schluss, was ist mit denen eigentlich los. Freundschaft geht für mich anders. Ich empfand es als seltsam, wie Sophia hinter Romy her schnüffelte, jeden ihrer Schritte auf Instagram verfolgte. Das hatte für mich schon krankhafte Züge. Mir persönlich war gerade Romy, in ihrer Unzuverlässigkeit am unsympathischsten.

Sophias Minderwertigkeitsgefühle als Landmädel gegenüber Stadtmenschen konnte ich nachvollziehen. In meiner Jugend dachte ich ähnlich.

Insgesamt ein eher bedrückender Roman.

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Veröffentlicht am 25.01.2026

Dreierkonstellation

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Der Roman handelt von drei Freundinnen. Erzählt wird die Handlung aus der sich Sophies. Sie und Lotte sind in einem kleinen Dorf zusammen aufgewachsen. Erst später stößt Romy zu ihnen. Sie kommt aus der ...

Der Roman handelt von drei Freundinnen. Erzählt wird die Handlung aus der sich Sophies. Sie und Lotte sind in einem kleinen Dorf zusammen aufgewachsen. Erst später stößt Romy zu ihnen. Sie kommt aus der Stadt.

Während Sophie und Lotte durchweg als hinterwäldlerisch dargestellt werden, ist Romy weltgewandt und aufgeschlossen. Ihre Eltern ermöglichen ihr ein privilegiertes Leben. Durch Romys Ankunft wird die Freundschaft der beiden Freundinnen auf die Probe gestellt, neue Konstellationen ergeben sich, die eigene Lebenswelt wird in Frage gestellt. Durch die abwechselnde Beschreibung zweiter unterschiedlicher Zeitspannen ist jedoch schon am Anfang des Romans klar, dass sich diese Konstellation mit fortschreitendem Alter der Mädchen ein weiteres Mal ändern wird.

Der kurze Roman lässt sich recht schnell lesen. Unnötige Längen findet man nicht. Die Autorin versteht es den innersten Gefühlen ihrer Protagonistinnen gut darzustellen. Was mich jedoch gestört hat ist das ständige Kreisen um die Gegenüberstellung Großstädterum versus Provinz. Viele Ansätze und Ansichten werden in diesem Hinblick für mein Gefühl etwas zu plump dargestellt. Es entsteht oft ein Schwarz-Weiß-Bild, das die Autorin facettenreicher hätte ausgestalten sollen.

Das Cover hat mir gut gefallen. Es ist bunt, auffällig und versinnbildlicht das Thema auf kreative Weise.

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Veröffentlicht am 19.01.2026

Wenn Freundschaft zur Falle wird

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Im Roman "Spielverderberin" von Marie Menke begleiten wir eine obsessiven Freundschaft, die zwischen der ländlichen Idylle eines kleinen Dorfes und der Anonymität der Großstadt pendelt. Die Dreier-Konstellation ...

Im Roman "Spielverderberin" von Marie Menke begleiten wir eine obsessiven Freundschaft, die zwischen der ländlichen Idylle eines kleinen Dorfes und der Anonymität der Großstadt pendelt. Die Dreier-Konstellation zwischen Sophie, unserer Erzählerin, Lotte, mit der sie aufgewachsen ist und Romy, die aus München in die Bauerschaft hinzugezogen ist.
Schnell merkt der Leser, wie ungleich diese Freundschaft ist und dass ein Versprechen, von dem die dritte im Bunde und damit auch die leidtragende nichts weiß. Dieses bewusste Versprechen zwischen Sophie und Romy, stellt für Lotte eine Schattenseite dar.

Der Roman besticht durch seinen hervorragenden sprachlichen Ausdruck und die stilistische Sicherheit, mit der Menke die Emotionen und Spannungen zwischen den Charakteren einfängt. Die Beschreibungen der ländlichen Umgebung und die damit verbundenen Abgründe der menschlichen Beziehungen sind überaus eindrücklich und zeugen von einer tiefen Beobachtungsgabe.

Jedoch muss ich gestehen, dass ich Schwierigkeiten hatte, mich in die Figur der Sophie hineinzuversetzen. Ihre impulsiven Entscheidungen und das Verhältnis zu Romy blieben für mich oft unverständlich. Auch in Romy, die aus der Großstadt in das Dorf gezogen ist und damit eine gewisse Exotik und Anziehung ausstrahlt, konnte ich nicht erkennen, was Sophie in ihr sah. Diese ungleiche Freundschaft, die stark von Geheimnissen und unausgesprochenen Erwartungen geprägt ist, ließ mich als Leserin oft distanziert zurück.

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