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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.04.2026

Große Leseempfehlung!

Lebensursache: Tod
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Das Buch "Lebensursache Tod" von Matt Morgan hat mich wirklich sehr bewegt. Es sind viele besondere Geschichten darin, die zeigen, wie sehr unser Leben manchmal vom Zufall abhängt. Zum Beispiel Fälle, ...

Das Buch "Lebensursache Tod" von Matt Morgan hat mich wirklich sehr bewegt. Es sind viele besondere Geschichten darin, die zeigen, wie sehr unser Leben manchmal vom Zufall abhängt. Zum Beispiel Fälle, in denen Menschen vom Blitz getroffen werden oder alles davon abhängt, ob rechtzeitig ein passendes Spenderorgan gefunden wird.

Beim Lesen habe ich oft darüber nachgedacht, wie wenig wir eigentlich kontrollieren können und wie viel einfach zusammenkommen muss, damit alles gut geht. Gleichzeitig fand ich es total spannend, mehr über die Entwicklung der Intensivmedizin zu erfahren. Das war nicht trocken erklärt, sondern richtig interessant und verständlich.

Am meisten berührt haben mich aber die Geschichten der echten Menschen. Sie gehen einem nah und machen einem nochmal bewusst, worauf es im Leben wirklich ankommt. Für mich ist es ein Buch, das noch lange nachwirkt und das ich nicht so schnell vergessen werde.

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Veröffentlicht am 20.04.2026

Toller Roman!

Die Liebeshungrigen
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Ich habe dieses Buch einfach nicht aus der Hand legen können. Innerhalb von zwei Tagen war ich durch und hatte dabei durchgehend dieses seltene Gefühl, wirklich in eine Geschichte einzutauchen.

Was mich ...

Ich habe dieses Buch einfach nicht aus der Hand legen können. Innerhalb von zwei Tagen war ich durch und hatte dabei durchgehend dieses seltene Gefühl, wirklich in eine Geschichte einzutauchen.

Was mich besonders fasziniert hat, ist die Frage, was mit Menschen passiert, wenn Macht plötzlich wegbricht. Vor allem bei Männern wird hier sehr eindrücklich gezeigt, wie eng Identität und Selbstbild damit verknüpft sind. Mit meinem Hintergrund in der Politikwissenschaft habe ich das als unglaublich spannend und präzise beobachtet empfunden.

Gleichzeitig richtet sich der Blick auch auf die Menschen im Umfeld. Partnerinnen, Kinder, all jene, die die Folgen mittragen müssen. Diese Perspektiven haben dem Ganzen eine Tiefe gegeben, die mich sehr berührt hat.

Auch der Umgang mit Medien spielt eine große Rolle. Dieser schnelle Druck, die oft fehlenden Nuancen, die harten Urteile. Themen wie Antisemitismus und der abwertende Blick auf Frauen werden klar sichtbar gemacht, ohne dass es jemals platt wirkt.

Am Ende bleibt für mich vor allem die leise Erkenntnis, dass es im Leben auf ganz andere Dinge ankommt als auf Macht oder Status. Dass Beziehungen und ein stabiles Selbstbild viel wichtiger sind.

Ich habe das Buch wirklich sehr gerne gelesen und kann es von Herzen empfehlen. Auf die nächsten Bücher der Autorin freue ich mich jetzt schon.

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Veröffentlicht am 17.04.2026

Schöner, aber wenig spannender Kriminalroman

Mordscoach. Die Therapie geht weiter
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Ich hab „Mordscoach: Die Therapie geht weiter“ von Lilli Pabst gelesen und muss sagen, es hat mir leider nicht so richtig zugesagt. Die Idee mit dem forensischen Psychologen, der weiter in mörderische ...

Ich hab „Mordscoach: Die Therapie geht weiter“ von Lilli Pabst gelesen und muss sagen, es hat mir leider nicht so richtig zugesagt. Die Idee mit dem forensischen Psychologen, der weiter in mörderische Fälle eintaucht, klang spannend, und die Fortsetzung hat Potenzial für Action und Psychotwists gehabt. Aber insgesamt blieb es für mich zu flach und vorhersehbar – ich hab die Auflösungen meilenweit vorausgeahnt, und die Handlung fühlte sich stellenweise wie ein Déjà-vu aus anderen Krimis an. Band 1 hat mir da deutlich besser gefallen, mit frischerem Drive und mehr Überraschungen.

Besonders der Schreibstil hat mich gestört, der war mir zu schwer zugänglich: Viele Sätze sind überladen, die Dialoge wirken holprig, und es dauert ewig, bis man in die Geschichte kommt. Schade, weil die Figuren sympathisch sind und Pabst sicher viel recherchiert hat, aber das kam nicht richtig rüber. Irgendwie schade, da es mir im ersten Band so anders vorkam. Vielleicht lag es auch an mir und meiner Tagesstimmung.

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Veröffentlicht am 17.04.2026

Einfach schön!

Der Gesang der See
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„Der Gesang der See“ hat mich sofort in eine andere Welt gezogen. Schon nach den ersten Seiten hatte ich dieses wunderbare Gefühl, völlig in die norwegische Landschaft einzutauchen, und genau das liebe ...

„Der Gesang der See“ hat mich sofort in eine andere Welt gezogen. Schon nach den ersten Seiten hatte ich dieses wunderbare Gefühl, völlig in die norwegische Landschaft einzutauchen, und genau das liebe ich so an solchen Büchern: Man liest nicht nur eine Geschichte, man ist plötzlich selbst dort, zwischen Fjorden, rauer Natur und dieser besonderen Ruhe, die Norwegen für mich immer mitbringt. Besonders schön fand ich den femininen Blick auf die Geschichte und den Rollenbruch, der darin mitschwingt. Genau solche Figuren mag ich, weil sie nicht einfach in vorgegebenen Mustern bleiben, sondern ihren eigenen Weg gehen und damit auch etwas in Bewegung bringen. Das macht die Erzählung für mich nicht nur interessant, sondern auch persönlich berührend.
Norwegen ist mein absolutes Lieblingsurlaubsland, und genau deshalb hat mich das Buch noch mehr begeistert. Es war für mich fast wie ein kleiner Urlaub zwischendurch, voller Sehnsucht, Atmosphäre und dieser stillen Schönheit, die man dort immer wieder findet. Ein rundum schönes, besonderes Leseerlebnis, das mich sehr gut abgeholt hat.

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Veröffentlicht am 17.04.2026

Schöner Roman!

Ein gutes Ende
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Schade, dass ich damals die Leserunde zu „Ein gutes Ende“ von Clara Bachmann nicht mitmachen konnte Ich habe das Buch dann einfach selbst gekauft und war total gespannt drauf. Und es hat mich wirklich ...

Schade, dass ich damals die Leserunde zu „Ein gutes Ende“ von Clara Bachmann nicht mitmachen konnte Ich habe das Buch dann einfach selbst gekauft und war total gespannt drauf. Und es hat mich wirklich gefreut, denn es ist eine wunderschöne Romanbiografie über Hedwig Courths-Mahler, diese Pionierin der Trivialliteratur, die aus ärmlichen Verhältnissen in Leipzig kommt, als Dienstmädchen und Verkäuferin schuften muss und trotz allem ihren Traum vom Schreiben durchzieht. Ich hab mitgefiebert, wie sie sich gegen Familie, Ehemann und gesellschaftliche Zwänge durchsetzt, immer mit dem Blick auf die einfachen Leute, und ihre Liebesromane schreibt, die Frauen Mut machen. Das Happy End mit dem Maler Fritz bleibt aus, aber sie findet Trost im Schreiben und wird zur erfolgreichsten Autorin ihrer Zeit - eigentlich erfrischend, weil es im "echten" Leben eben auch oft keine "Happy Ends" gibt.

Der Schreibstil ist mir an manchen Stellen etwas zu ausführlich und langatmig, fast als wollte Bachmann jedes Detail der wilhelminischen Epoche einfangen, was mich zwischendurch gebremst hat. Aber insgesamt ist es ein tolles Buch, das berührt und inspiriert, vor allem als Frau, die selbst mit Texten jongliert. Es hat mich neugierig auf Hedwigs echte Werke gemacht und zeigt, wie hart Künstlerinnen damals kämpfen mussten.

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