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Veröffentlicht am 15.03.2026

Fesselnde Geschichte auf drei Zeitebenen

Spiegelland
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Rebekka Frank nimmt uns in „Spiegelland“ auf eine bewegende Zeitreise durch drei Zeitebenen. Das Thema häusliche Gewalt zieht sich durch alle drei Ebenen und wird je nach Zeitgeist entsprechend anders ...

Rebekka Frank nimmt uns in „Spiegelland“ auf eine bewegende Zeitreise durch drei Zeitebenen. Das Thema häusliche Gewalt zieht sich durch alle drei Ebenen und wird je nach Zeitgeist entsprechend anders verarbeitet.

Mich konnte die Geschichte vollkommen fesseln, insbesondere die Erzählung der einfachen Moorbauern Aletta und Krischan im Jahre 1756 hat es mir angetan, da es unüblich ist, aus dieser Zeit zu lesen. Zudem wurden die damaligen Geschehnisse eindrucksvoll mit den Ereignissen 1999 und 2025 verwoben. Die Autorin schafft es, Parallelen zwischen allen drei Geschichten zu erzeugen, die mich bewegt haben und zum Nachdenken bringen konnten. Es werden wichtige Themen thematisiert, und traumatisierende Geschehnisse erzählt, aber ohne dabei zu schwermütig zu werden. Es gibt mehrere starke Protagonistinnen, und durch die Verknüpfung der verschiedenen Zeitebenen bleibt es durchgehend spannend. Die Szenerie des Moores mit all der Natur und den Farben wird so bildlich beschrieben, dass man das Gefühl bekommt, vor Ort direkt in das Geschehen einzutauchen.

Mich konnte „Spiegelland“ vollends begeistern. Ich kann es jedem empfehlen der nach einer kurzweiligen Lektüre mit bewegenden Themen sucht.

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Veröffentlicht am 02.03.2026

Netter Zeitvertreib

Limerence
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Das wunderschöne Cover und der Farbschnitt haben mich sofort auf das Buch aufmerksam gemacht, und direkt die ersten Seiten haben mich in den Bann von „Limerence“ gezogen. Der Einstieg in die Geschichte ...

Das wunderschöne Cover und der Farbschnitt haben mich sofort auf das Buch aufmerksam gemacht, und direkt die ersten Seiten haben mich in den Bann von „Limerence“ gezogen. Der Einstieg in die Geschichte ist sehr vielversprechend. Überzeugt hat mich insbesondere der Schreibstil - durch die „ich-Perspektive“ der Protagonistin Poppy werden wir in die düstere Welt des Elite-Internates Lionswood eingeführt. Der mysteriöse und unheimliche Schulschwarm Adrian scheint trotz seines Musterschüler Rufes über Leichen zu gehen, um seine Ziele zu erreichen. Auch wenn die düstere Stimmung zu Beginn sehr viel Spannung aufgebaut hat, und mich direkt in ihren Bann ziehen konnte, hat der Mittelteil mich leider etwas verloren. Die Geschichte spiegelt eher ein Machtspiel aus Erpressung und Kontrolle wider als tatsächliche Romance. Mir fehlte dort etwas Charakterentwicklung oder auch ein richtiger Spannungsbogen. Die Beziehung zwischen Poppy und Adrian schien sich ein wenig in wiederkehrenden Szenarien zu verlieren. Das Ende hat zwar einiges wieder wett gemacht, konnte bei mir aber leider keine Begeisterungsstürme auslösen, was schade ist, weil der Anfang so viel Potenzial versprochen hatte. Letztendlich wird deutlich, dass Band 1 nur der Vorgeschmack auf den zweiten Teil bieten soll.

Wer Lust auf eine etwas flache, aber kurzweilige Geschichte über Teenager mit zu viel Geld hat, liegt mit „Limerence“ genau richtig. Allen anderen würde ich eher davon abraten. Die Moral der Geschichte ist nämlich, dass reiche Menschen sich alles erlauben können, ohne jegliche Konsequenzen befürchten zu müssen. Selbst die in anderen Verhältnissen aufgewachsene Poppy, zeigt kaum Skrupel, sich diesem Grundsatz zu fügen.

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Veröffentlicht am 15.02.2026

Interessanter Perspektivwechsel

Gelbe Monster
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Ich habe "Gelbe Monster" an einem Nachmittag durchgelesen. Besonders gefesselt hat mich, dass man aus der Perspektive von Charlie in diese toxische Beziehung hineingezogen wird. Ich konnte mich zwar wenig ...

Ich habe "Gelbe Monster" an einem Nachmittag durchgelesen. Besonders gefesselt hat mich, dass man aus der Perspektive von Charlie in diese toxische Beziehung hineingezogen wird. Ich konnte mich zwar wenig in Charlie hineinversetzen, da ich mich persönlich von ihr stark unterscheide, aber dennoch hat Clara Leinemann es sehr hervorragend geschafft, dass ich die Gefühle und die Spirale von Charlie gut nachvollziehen konnte. Der Schreibstil hat mich wirklich beeindruckt, und die Thematik, Gewalt in Beziehungen einmal aus der „Täter“-Perspektive und zudem noch mit weiblicher Täterin zu erleben hat mich sehr beeindruckt. Die zwei Zeitstränge der Handlung zum einen und der Aufarbeitung zum anderen waren beeindruckend miteinander verwoben, sodass ich sehr gebannt war, und den Roman verschlungen habe. Ich kann das Buch sehr empfehlen, wobei ich es nicht uneingeschränkt empfehlen kann, da es viel Gewalt enthält, die vielleicht nicht für jeden leicht zu lesen ist. Wenn man damit umgehen kann, ist es aber ein sehr interessantes und gut geschriebenes Buch.

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Veröffentlicht am 15.02.2026

Distanzierte Ordnung von Erinnerungen

Ein Versuch, meine Liebe zu ordnen
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Auch wenn der Schreibstil von Christien Brinkgreve mir zunächst sehr gut gefiel, hatte ich über den Lauf des Buches deutliche Schwierigkeiten, mich darauf fokussieren zu können. Ich vermisse eine Entwicklung. ...

Auch wenn der Schreibstil von Christien Brinkgreve mir zunächst sehr gut gefiel, hatte ich über den Lauf des Buches deutliche Schwierigkeiten, mich darauf fokussieren zu können. Ich vermisse eine Entwicklung. Wie der Titel schon verspricht, ordnet die Autorin mit "Ein Versuch, meine Liebe zu ordnen" ihre Gedanken und Erinnerungen an ihren verstorbenen Ehemann - eine Beziehung die nicht immer ganz so leicht gewesen zu sein scheint.

Die Autorin hat das Glück, ein recht privilegiertes Leben führen zu können, mit einem Ferienhaus am Meer und teuren Urlauben hält sie die unglückliche Beziehung über Jahre lang aus. Am Ende des Buches hatte ich allerdings das Gefühl, dass die Erzählung sich im Kreise dreht. Sie stellt sich häufig die Frage warum sie es mit dem Ehemann so lange ausgehalten habe. Ich vermisse dabei allerdings eine Charakterentwicklung, oder einen Perspektivwechsel. Die Autorin berichtet recht distanziert von ihrer Beziehung und schiebt meiner Meinung nach viele Probleme ihrem Ehemann zu, ohne den Fehler bei sich selbst zu suchen. Auch wenn sie einen interessanten Einblick in eine trostlose Beziehung bietet, hatte ich stellenweise das Gefühl, Einblick in ein "zu privates" Tagebuch zu erhalten.

Dadurch, dass die Geschichte auf reinen Gedanken und Erinnerungen der Autorin basieren, gibt es kaum Dialoge, ihr Ehemann und ihre Kinder werden nicht beim Namen genannt. Dadurch baut sich wenig Spannung auf (was vermutlich auch beabsichtigt ist). Dadurch dass viele Buch- und Gedichtzitate eingebracht werden, hatte ich zeitweise das Gefühl eine Liste an Literaturempfehlungen für eine fortführende Recherche zum Thema zu erhalten. Vielleicht wäre der funke eher zu mir übergesprungen, hätte ich eines der genannten Bücher gelesen.

So konnte ich mich für das Buch allerdings wenig begeistern. Den verbleibenden Stern vergebe ich gern für den doch ausgewählten, gut lesbaren Schreibstil von Christien Brinkgreve. Das Thema hat mich grundsätzlich sehr angesprochen, aber ich war von der eher einseitigen Umsetzung leider eher enttäuscht.

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Veröffentlicht am 30.01.2026

Detailliert und Praxisnah

100 Übungen für Westernreiter - Band 1
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Auf der Suche nach Übungen für den Arbeitsalltag mit meinem Tinker-Wallach, habe ich mir dieses Buch gekauft. Mit den 104 Seiten ist es recht dünn. Besonders gut gefällt mir, dass jede Übung mit Bild dargestellt ...

Auf der Suche nach Übungen für den Arbeitsalltag mit meinem Tinker-Wallach, habe ich mir dieses Buch gekauft. Mit den 104 Seiten ist es recht dünn. Besonders gut gefällt mir, dass jede Übung mit Bild dargestellt ist, und sich in der Praxis so sehr leicht umsetzen lässt. Das Buch beginnt ganz simpel mit den einfachsten Bahnregeln und steigert sich dann über Bahnfiguren, Übungen mit Stellung, Übungen mit Wendungen zu Western Horsemanship und Trail Patterns. Gegen Ende enthält es sogar einige Erklärungen zum Thema Ausritte.

Ich hätte mir leider einige Übungen mehr gewünscht. Meiner Meinung nach nimmt das Buch sehr viel Raum für die "Leichten" Übungen ein, die jede:r bereits kennen sollte der/ die bereits einmal (Western-)Reitunterricht in Anspruch genommen hat. Gegen ende wird es dann mit den Trail und Western Horsemanship Übungen sehr kompliziert, man hätte eine Menge Dinge aufzubauen, worauf ich im Alltag nicht immer Lust habe. Aus diesem Grund hätte ich mehr Übungen erwartet, die man recht einfach mit ein paar Stangen/ Pylonen ausführen kann.

Trotz diesem kleinen Makel ein recht hilfreiches und unkompliziertes Buch, ich überlege mir auch den zweiten Band zu kaufen.

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