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Veröffentlicht am 03.11.2020

Abenteuerroman mit origineller Handlung

Die Romanfabrik von Paris
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Worum Geht’s?
Alexandre Dumas ist ein ziemliches Schlitzohr; er ist hoch verschuldet, hat gewisse „Frauenprobleme“ was sich in seinem Fall auf den Umgang mit mehr als nur einer Frau bezieht, und zudem ...

Worum Geht’s?
Alexandre Dumas ist ein ziemliches Schlitzohr; er ist hoch verschuldet, hat gewisse „Frauenprobleme“ was sich in seinem Fall auf den Umgang mit mehr als nur einer Frau bezieht, und zudem möchte ihm die Gräfin Anna Dorn die Zensurbehörde auf den Hals Jagen. Anna ist der Meinung, die in Dumas „Romanfabrik“ entstandenen Werke, seien „unflätig“ und „schmutzig“. Nicht nur zwischen Anna und Dumas gibt es Schwierigkeiten, schon bald kommt der Schurke der Geschichte ins Spiel: Lemaitre. Dieser ist hinter drei Amuletten her, die sich in Dumas Besitz befanden, und die Lemaitre möglicherweise die Herrschaft über einen Großteil Europas zusichern könnten. Mit dem Ziel Lemaitres Machenschaften zu verhindern, müssen sich Anna und Dumas zusammenschließen, und so machen sie sich auf eine wilde Verfolgungsjagd quer durch Europa.

Meine Meinung:
Die Grundidee der Handlung ist sehr spannend, besonders dass die Handlung den realen Schriftsteller Dumas thematisiert begeistert mich sehr. Jedoch kann ich leider nicht behaupten, dass mich die Handlung vollkommen überzeugt hat. Meiner Meinung nach gibt es ein wenig zu viele unglaubwürdige Zufälle, und einige Entscheidungen der Charaktere erschließen sich mir nicht so ganz.
Was ich als sehr positiv empfunden habe, ist der „rote Faden“, der sich durch das ganze Buch zieht. Viele Dinge die scheinbar in Vergessenheit geraten sind, werden an späterer Stelle wieder aufgegriffen, einige Dinge scheinen zunächst wenig Sinn zu ergeben, tragen jedoch später einen großen Teil zur Entwicklung der Handlung hinzu.
Der Erzählstil ist sehr angenehm. Husemann versetzt seine Leser mit der Sprache völlig in die Welt des 19. Jahrhunderts. Die Sprache ist sehr detailgetreu, und erzeugt beim Lesen eine bildhafte Vorstellung. Die Sprache ist zwar sehr dem Zeitalter und der Romane von Dumas angemessen, jedoch führt diese auch dazu, dass das Lesen nicht immer völlig flüssig vonstattengeht. Es gibt viele Wörter, die heutzutage nicht mehr genutzt werden, und mir unbekannt waren, dadurch ging bei mir der Lesefluss etwas verloren.
Die Charaktere sind alle sehr interessant und vielschichtig. Sie machen im Verlauf der Handlung eine beträchtliche Charakterentwicklung durch, es entwickeln sich Freundschaften, die man zu Beginn nicht unbedingt erwartet hätte. Anna und Dumas sind mir zu Beginn beide nicht sonderlich sympathisch, was sich jedoch im Laufe der Geschichte verändert.

Fazit:
„Die Romanfabrik von Paris“ ist ein sehr gut durchdachter, und liebevoll geschriebener Roman. Besonders positiv ist die Originalität der Handlung, es ist eben kein 08/15 Roman, bei dem der Ausgang der Geschichte schon nach dem ersten Kapitel feststeht, es gibt immer wieder überraschende Wendungen und Überraschungen. Als Schmöker für einen gemütlichen Abend ist es meiner Meinung nach nicht ganz so perfekt geeignet, weil es doch eher etwas anspruchsvoller zu lesen ist, und man es besser tagsüber lesen kann, wenn man noch genügend Konzentration übrig hat. Schlussendlich kann ich sagen, dass ich schon viele schlechtere Bücher gelesen habe, aber die Romanfabrik hat für mich leider auch kein „Lieblingsbuchpotential“.

  • Cover
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Thema
Veröffentlicht am 27.10.2020

Eine wundervolle Fantasiewelt

One True Queen, Band 2: Aus Schatten geschmiedet
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Worum Geht’s?
Mailin wurde in Lyaskye zur Königin gekrönt und ist damit zum Tode verurteilt. Nun ist sie nach Irland zurückgekehrt, wo sie in Sicherheit zu sein scheint. Doch sie leidet unter Visionen, ...

Worum Geht’s?
Mailin wurde in Lyaskye zur Königin gekrönt und ist damit zum Tode verurteilt. Nun ist sie nach Irland zurückgekehrt, wo sie in Sicherheit zu sein scheint. Doch sie leidet unter Visionen, in denen ihr geliebter Liam, Schreckliches erleiden muss. Gemeinsam mit dem Weltenspringer Nathaniel versucht Mailin einen Weg zurück nach Lyaskye zu finden, um Liam, und ihr Königreich zu retten. Mailin findet einen Weg zurück nach Lyaskye, jedoch verläuft dieser natürlich nicht ganz ohne Komplikationen, sie muss große Opfer bringen, um zurück in ihr geliebtes Königreich zu gelangen. Auch dort warten einige Herausforderungen auf sie, die sie bewältigen muss, bevor ihre Lebenszeit ausläuft.

Meine Meinung:
Ich war von Teil eins der One True Queen Dilogie schon sehr begeistert und wollte deshalb unbedingt Teil zwei lesen. Ich muss sagen, dass die Fortsetzung absolut gelungen ist, auch wenn mir persönlich der erste Teil ein klein wenig besser gefallen hat. Das Cover ist natürlich der absolute Traum und auch der Schreibstil ist sehr angenehm. Jennifer Benkau erschafft eine traumhafte Fabelwelt und schafft es sehr gut, den Leser in diese zauberhafte Welt von Lyaskye zu entführen.

Mir gefällt besonders gut, dass die Hauptperson aus „unserer realen Welt“ kommt und selbst erst in die Fantasiewelt eintaucht, so lernt man als Leser die fremde Welt gemeinsam mit der Protagonistin „Schritt für Schritt“ kennen und ist nicht gleich überfordert von zu vielen unbekannten Dingen. Dafür das Jennifer Benkau diesen „Einstieg“ so gut gemeistert hat, gibt es also noch einmal Pluspunkte, auch wenn das vielleicht eher den ersten Teil betrifft.
Was ich im Gegensatz zum ersten Teil nicht ganz so gut fand, waren einige Passagen bei denen mir nicht ganz klar war, was sie genau aussagen sollten, aber gut das war vielleicht auch nur meine persönliche Meinung.
Die Charaktere sind auf jeden Fall sehr interessant und unterscheiden sich auf eine gute Art voneinander, wodurch sie sich perfekt ergänzen. Sie wachsen dem Leser im Laufe der Geschichte sehr ans Herz. Die Handlung braucht nicht zu lange, um Spannung aufzubauen, sondern fängt gleich recht spannend an. Ich wurde auf jeden Fall sehr in den Bann der Geschichte gezogen und habe sehr mitgefiebert, wie Mailins Geschichte denn nun enden wird. Ich wurde auf jeden Fall nicht enttäuscht, mit dem Ende war ich sehr zufrieden.
„Aus Schatten geschmiedet“ war für mich ein perfekter Abschluss der Geschichte um Mailin und Liam und ich bin gespannt auf die folgende Reihe von Jennifer Benkau, die ja auch irgendwo in der One-True-Queen-Welt spielen soll.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere