Netter Zeitvertreib
LimerenceDas wunderschöne Cover und der Farbschnitt haben mich sofort auf das Buch aufmerksam gemacht, und direkt die ersten Seiten haben mich in den Bann von „Limerence“ gezogen. Der Einstieg in die Geschichte ...
Das wunderschöne Cover und der Farbschnitt haben mich sofort auf das Buch aufmerksam gemacht, und direkt die ersten Seiten haben mich in den Bann von „Limerence“ gezogen. Der Einstieg in die Geschichte ist sehr vielversprechend. Überzeugt hat mich insbesondere der Schreibstil - durch die „ich-Perspektive“ der Protagonistin Poppy werden wir in die düstere Welt des Elite-Internates Lionswood eingeführt. Der mysteriöse und unheimliche Schulschwarm Adrian scheint trotz seines Musterschüler Rufes über Leichen zu gehen, um seine Ziele zu erreichen. Auch wenn die düstere Stimmung zu Beginn sehr viel Spannung aufgebaut hat, und mich direkt in ihren Bann ziehen konnte, hat der Mittelteil mich leider etwas verloren. Die Geschichte spiegelt eher ein Machtspiel aus Erpressung und Kontrolle wider als tatsächliche Romance. Mir fehlte dort etwas Charakterentwicklung oder auch ein richtiger Spannungsbogen. Die Beziehung zwischen Poppy und Adrian schien sich ein wenig in wiederkehrenden Szenarien zu verlieren. Das Ende hat zwar einiges wieder wett gemacht, konnte bei mir aber leider keine Begeisterungsstürme auslösen, was schade ist, weil der Anfang so viel Potenzial versprochen hatte. Letztendlich wird deutlich, dass Band 1 nur der Vorgeschmack auf den zweiten Teil bieten soll.
Wer Lust auf eine etwas flache, aber kurzweilige Geschichte über Teenager mit zu viel Geld hat, liegt mit „Limerence“ genau richtig. Allen anderen würde ich eher davon abraten. Die Moral der Geschichte ist nämlich, dass reiche Menschen sich alles erlauben können, ohne jegliche Konsequenzen befürchten zu müssen. Selbst die in anderen Verhältnissen aufgewachsene Poppy, zeigt kaum Skrupel, sich diesem Grundsatz zu fügen.