Cover-Bild Spiegelland
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24,00
inkl. MwSt
  • Verlag: FISCHER
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: Familienleben
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 560
  • Ersterscheinung: 25.02.2026
  • ISBN: 9783758700439
Rebekka Frank

Spiegelland

Der neue Roman der Autorin von Stromlinien

Wie tief musst du graben, um die Wahrheit zu finden?

Elias hat so richtig Mist gebaut, das weiß er. Er versteckt sich den Sommer über bei seiner Großmutter Catharina im Moor. Doch auch sie hütet ein Geheimnis, das alles infrage stellt, was Elias zu wissen glaubt ...

Ein unendlich weiter Sommer, ein Vierteljahrhundert zuvor: Nach Jahren der Angst findet Catharina endlich den Mut, aus ihrer Ehe auszubrechen. Mit ihrer Tochter flieht sie in ein altes Haus im Moor. Während der Sonnentau im ersten Licht des Morgens leuchtet und die Rauchschwalben rufen, spürt sie sich zum ersten Mal wieder. Doch nichts ist wirklich sicher. Erst recht nicht, als Catharina im Moor eine Entdeckung macht, die ihren Mann auf ihre Spur bringen könnte.

Berührende Lesestunden mit Rebekka Frank: 

Das Echo der Gezeiten

Stromlinien

Spiegelland

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.03.2026

Ein Roman, der mich noch lange begleiten wird

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„Spiegelland“ ist einer dieser seltenen Romane, die man nicht einfach liest, sondern erlebt. Rebekka Frank hat eine Geschichte geschaffen, die sich wie ein Netz über drei Jahrhunderte spannt – fein verwoben, ...

„Spiegelland“ ist einer dieser seltenen Romane, die man nicht einfach liest, sondern erlebt. Rebekka Frank hat eine Geschichte geschaffen, die sich wie ein Netz über drei Jahrhunderte spannt – fein verwoben, erschütternd ehrlich und voller leiser, aber unüberhörbarer Kraft. Schon nach wenigen Seiten war mir klar: Dieses Buch wird mich nicht so schnell loslassen.

🌫️ Ein Setting, das atmet – und schweigt
Das Teufelsmoor ist nicht nur Kulisse, sondern ein atmender Organismus. Es verschlingt, bewahrt, spiegelt. In seinen Nebeln liegen Geheimnisse, die über Generationen hinweg nachhallen. Die Autorin beschreibt diese Landschaft so eindringlich, dass ich beim Lesen das Gefühl hatte, selbst im feuchten Gras zu stehen, das Knacken der alten Balken im Moorhaus zu hören und die Schwere der Vergangenheit im Nacken zu spüren.

🕰️ Drei Zeiten, drei Leben – ein gemeinsamer Schmerz
Die Erzählstruktur ist ein Meisterstück.
1756, 1999, 2025 – drei Zeitebenen, die sich zunächst fremd anfühlen, dann aber wie Puzzleteile ineinandergreifen, bis ein erschütternd klares Bild entsteht.

Aletta, die im 18. Jahrhundert gegen Naturgewalten und patriarchale Fesseln kämpft.

Cato, die 1999 vor einem gewalttätigen Ehemann flieht und im Moor Zuflucht sucht.

Elias, der 2025 mit seiner eigenen Schuld ringt und begreift, wie tief familiäre Muster reichen.

Jede dieser Figuren trägt ihre eigene Last, doch ihre Geschichten spiegeln einander – wie Wasserflächen, die dieselbe Wahrheit in unterschiedlichen Wellen zeigen.

💔 Gewalt, Macht, Schweigen – und der Mut, sich zu erheben
Was mich am tiefsten berührt hat, ist die Art, wie Rebekka Frank über patriarchale Strukturen, häusliche Gewalt und familiäre Prägungen schreibt. Nichts wird ausgeschlachtet, nichts wird verharmlost. Stattdessen entsteht ein stiller, eindringlicher Sog, der zeigt, wie schwer es ist, sich aus alten Mustern zu lösen – und wie viel Mut es braucht, es trotzdem zu versuchen.

Gerade Catos Geschichte hat mich emotional aufgewühlt. Ihre Angst, ihre Entschlossenheit, ihre Liebe zu ihrer Tochter – all das ist so authentisch, dass es unter die Haut geht.

🔥 Erzählerische Wucht – Kapitel, die atmen wie Herzschläge
Die kurzen Kapitel, die ständigen Perspektivwechsel, die Cliffhanger – all das erzeugt einen Sog, dem man sich kaum entziehen kann. Ich wollte „nur noch ein Kapitel“ lesen und fand mich Stunden später völlig versunken wieder. Die Spannung bleibt konstant hoch, und dennoch verliert der Roman nie seine emotionale Tiefe.

🌟 Ein Roman, der bleibt
Als ich das Buch zugeschlagen habe, war ich gleichzeitig erfüllt und erschüttert.
Erfüllt, weil die drei Erzählstränge sich so perfekt zu einem großen Ganzen gefügt haben.
Erschüttert, weil die Themen so real, so gegenwärtig, so notwendig sind.

„Spiegelland“ ist düster, atmosphärisch, klug konstruiert und emotional überwältigend. Ein Roman, der zeigt, wie Vergangenheit und Gegenwart ineinandergreifen – und wie schwer es ist, sich aus dem Schatten der Geschichte zu lösen.

Für mich ein absolutes Highlight. 5 Sterne. Und ein Nachhall, der bleibt.

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Veröffentlicht am 21.03.2026

Sehr gelungen - Lieblingsbuchpotential

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Nachdem mir „Stromlinien“ von Rebecca Frank so gut gefallen hat, war ich sehr neugierig auf ihr neuestes Buch „ Spiegelland“. Der neue Schauplatz ist die faszinierende Landschaft des Teufelsmoors, nahe ...

Nachdem mir „Stromlinien“ von Rebecca Frank so gut gefallen hat, war ich sehr neugierig auf ihr neuestes Buch „ Spiegelland“. Der neue Schauplatz ist die faszinierende Landschaft des Teufelsmoors, nahe Bremen und des Künstlerstädtchen Worpswede, welches ebenfalls eine Rolle spielen wird in dem Buch.

In der Gegenwart von 2025 wächst Elias auf und nachdem er einen großen Fehler gemacht hat, flieht er zu seiner Oma Catherina (Cato), die ein Haus in Teufelsmoor besitzt. In dieses Haus ist ihre Oma viele Jahre zuvor selbst geflohen zusammen mit Elias‘s Mutter Kira. Sie wollte das Zusammenleben mit einem gewalttätigen Ehemann nicht länger ertragen, und da bot ihr das Haus, dass sie überraschenderweise geerbt hatte eine Zuflucht und war der Start für einen Neuanfang.

Ein weiterer Erzählstrang führt weit zurück in die Vergangenheit zum Beginn der Besiedlungsgeschichte des Moors 1976. Hier lebt Aletta, die als Frau außer Heirat oder das Leben als Tante auf dem Hof ihres Bruders keine Möglichkeiten hatte zu überleben. Auch sie erlebte Gewalt als sie sich nämlich gegen die Heirat mit einem einflußreichen Bauern entschied.

Eindrücklich erzählt Rebecca Frank über die Folgen des Patriarchiats auf nachfolgende Generationen. Ich liebe Mehrgenerationen-Romane und kann nur staunen, wie einfühlsam und kunstvoll die Autorin die verschiedenen Geschichten hier miteinander verwebt. Mir hat das Buch große Freude gemacht. Ich hatte es als Hörbuch vorliegen und mochte auch die Vertonung durch Verena Wolfen, Jana Kozewa und Marian Funk sehr.

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Veröffentlicht am 21.03.2026

Wow, wow, wow!!!!

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💭 M E I N U N G

Die Geschichte wird in drei Erzählsträngen und damit aus drei Perspektiven & auch drei verschiedenen Zeitebenen erzählt, was mich zwar am Anfang etwas verwirrt hat, aber als ich dann mal ...

💭 M E I N U N G

Die Geschichte wird in drei Erzählsträngen und damit aus drei Perspektiven & auch drei verschiedenen Zeitebenen erzählt, was mich zwar am Anfang etwas verwirrt hat, aber als ich dann mal drin war, war ich total gefangen und bin quasi im Buch versunken! Die Atmosphäre des Buchs war düster, beklemmend und hat sich damit an das Setting, dem alten Bauernhäuschen im Moorgebiet, angepasst. Es ist wunderbar anschaulich erzählt und gibt ein paar Metaphern, die immer wiederkehren und uns quasi durch das Buch führen, indem sie immer mehr Verborgenes aufdecken.

Rebekka Frank hat es geschafft, dass fast jedes Kapitel mit einem Cliffhanger geendet hat, anschließend ging es dann in einer anderen Zeitebene weiter, wodurch ich mich wirklich kaum stoppen kannte und der Spannungsbogen unfassbar hoch war!

Ein Buch, das mich einerseits staunend zurücklässt, weil die drei Erzählstränge, die zunächst unabhängig voneinander verliefen, sich so perfekt zu einem großen Komplex zusammengefügt haben, dass ich einfach nur fasziniert bin, wie die Autorin das geschafft hat. Andererseits hat das Buch aber auch total tief gegraben, mich emotional berührt und aufgewühlt. Es hat den Blick auf Themen gerichtet, die leider auch heute noch aktuell sind, nämlich die patriarchalen Strukturen und Femizide bzw. häusliche und partnerschaftliche Gewalt (Achtung Trigger ❗️).

Die drei Geschichten waren, jede für sich, ergreifend und erschreckend zugleich.
Auch wenn das Buch insgesamt sehr düster ist und uns nur bedingt mit einem Happy-End zurücklässt, hat mich die Familiengeschichte und die Einbettung in das besondere Setting total berührt und kalt erwischt.

Einziger Abzug: durch das dicke Buch und die Hardcover-Version konnte ich eigentlich nur im Sitzen lesen, das hat mich in meinem „Leseerlebnis“ gestört. Trotzdem konnte ich total in der Geschichte versinken, daher gibt’s auch keinen Punkt-Abzug, denn die Gestaltung des Buches ist, wie auch schon bei Stromlinien, perfekt gelungen und wirklich ein absoluter Hingucker in jedem Regal 😍✨

⭐️ F A Z I T

Wow, wow, wow! Ich habe alles daran geliebt. Das Setting, die Erzählstruktur, die handelnden Personen. Es war wirklich ein rundum wunderbares, wenn auch sehr Augen öffnendes Buch, das ich jederzeit empfehlen werde! Von mir gibt’s 5 ⭐️ - absolutes Highlight! Ich bin mir sicher, dass die Geschichte und die Protagonisten noch lange in mir nachwirken werden 🫶

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Veröffentlicht am 18.03.2026

Meisterhaft erzählt!

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Darum geht es:
Elias weiß, dass er einen schweren Fehler begangen hat. Um Abstand zu gewinnen, verbringt er den Sommer bei seiner Großmutter Catharina in einem abgelegenen Haus im Moor. Dort merkt er bald, ...

Darum geht es:
Elias weiß, dass er einen schweren Fehler begangen hat. Um Abstand zu gewinnen, verbringt er den Sommer bei seiner Großmutter Catharina in einem abgelegenen Haus im Moor. Dort merkt er bald, dass auch sie etwas verschweigt, ein Geheimnis, das vieles infrage stellt, was er bisher über seine Familie zu wissen glaubte.

Fünfundzwanzig Jahre zuvor hatte Catharina selbst Zuflucht an diesem Ort gesucht. Gemeinsam mit ihrer kleinen Tochter war sie vor ihrem Ehemann geflohen und versuchte, sich als freie Journalistin ein neues Leben aufzubauen. Bei ihren Recherchen stößt sie auf die Spur eines alten Verbrechens und einer Liebe, die die Zeit überdauert hat. Diese Entdeckung könnte alles verändern, ihre Zukunft, ihre Vergangenheit und das Leben ihrer Familie.

Mein Leseeindruck:
Ich liebe Romane, die auf mehreren Zeitebenen erzählt werden. Spiegelland geht sogar noch einen Schritt weiter und entfaltet seine Geschichte über drei verschiedene Zeiten. Für mich war das ein reiner Lesegenuss. Es hat etwas Besonderes, zwischen den Jahren und Jahrhunderten hin und her zu wechseln. Man folgt nicht nur einer Handlung, sondern mehreren Geschichten, die sich nach und nach berühren.

Rebekka Frank gelingt es, die Jahre 2025 und 1995 ebenso lebendig einzufangen wie die ferne Welt des 18. Jahrhunderts. Besonders die historischen Passagen haben mich beeindruckt. Dort spielt die Moorlandschaft eine große Rolle. Auch das Leben rund um das Moor und die Arbeit im Moorgraben werden eindrücklich beschrieben. Die Autorin lässt einen die Zeit so lebendig spüren, dass man sich mühelos dorthin versetzt fühlt. Zwischen den persönlichen Schicksalen schwingt zudem ein ernstes Thema mit. Es geht um Beziehungen, in denen Macht, Angst und Schweigen eine Rolle spielen. Die Autorin deutet diese schwierigen Dynamiken behutsam an und verwebt sie sensibel mit der Handlung. Gerade dadurch gewinnt die Geschichte an Tiefe und Aktualität.

Trotz seines Umfangs von über fünfhundert Seiten verliert der Roman nie an Spannung. Keine Seite wirkt überflüssig. Die verschiedenen Zeitebenen greifen immer stärker ineinander. Nach und nach entsteht ein großes, vielschichtiges Bild. Ich habe das Buch mit einem Lächeln zugeklappt und freue mich schon auf viele weitere Geschichten der Autorin. Für mich war es ein wahrer Lesegenuss.

Fazit:
5/5 ⭐️ Atmosphärisch, spannend, vielschichtig, emotional, meisterhaft erzählt. ❤️

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Veröffentlicht am 17.03.2026

Bewegende Familiengeschichte

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„Spiegelland“ erzählt von Familiengeheimnissen, starken Frauen und dem Leben im Moor.

Ein Teil der Handlung spielt im Jahr 2025 und folgt Elias, der nach einem Vorfall Zuflucht bei seiner Großmutter ...

„Spiegelland“ erzählt von Familiengeheimnissen, starken Frauen und dem Leben im Moor.

Ein Teil der Handlung spielt im Jahr 2025 und folgt Elias, der nach einem Vorfall Zuflucht bei seiner Großmutter sucht. Der zentrale Handlungsstrang spielt 1999: Cato flieht mit ihrer Tochter Kira vor ihrem gewalttätigen Ehemann und sucht Schutz im Moor. Dort hat sie ein Haus von ihren Großeltern geerbt. Die dritte Zeitebene führt zurück ins Jahr 1769, wo Aletta bereits im Moor lebt und mit den schwierigen Lebensbedingungen dieser Epoche zurechtkommen muss.

Gewalt gegen Frauen ist das zentrale und übergreifende Thema. Es ist interessant und zugleich erschreckend zu sehen, wie das Verhalten der Menschen und deren Entscheidungen noch nach Generationen Auswirkungen deren Leben und die Gesellschaft haben.

Zugleich spielen die Natur und insbesondere das Moor als Schauplatz eine große Rolle. Die Landschaft wird eindrücklich dargestellt und beschrieben.

Ein großartig geschriebener Roman zu einem gesellschaftlich äußerst relevanten Thema. Sehr empfehlenswert.

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