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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.08.2018

Humorvoll, sarkastisch und dennoch Realität

Die Elternsprecherin
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Jennifer ist eine glückliche dreifach Mutter und muss aber schnell erkennen, dass sie mit ihrem Nachzügler Max doch die durchaus älteste, bzw. erfahrenste Mutter in der Vorschulklasse ist.
Dank ...

Jennifer ist eine glückliche dreifach Mutter und muss aber schnell erkennen, dass sie mit ihrem Nachzügler Max doch die durchaus älteste, bzw. erfahrenste Mutter in der Vorschulklasse ist.
Dank der besten Freundin Nina wird sie schnell zur Elternsprecherin, ein Amt, dass einfach niemand machen möchte.
Statt den Kopf in den Sand zu stecken legt sie los mit witzigen und auch sarkastischen Mail an die Eltern.
Leider stößt dies nicht immer auf offene Ohren.
So beginnt die irrsinnig lustige fahrt durch das unbekannte Terrain der geballten Elternmasse mit allen was es zu bieten hat incl. Helikoptermütter und Allergikermütter.
Doch es gibt auch ein Geheimnis auf dessen Schliche Jen nach und nach kommt, trotz der schwierigen Umständer mit den anderen Müttern.

Von Anfang an fesselt dieser Roman doch extrem und es gibt einfach keine Seite in der nicht wenigstens ein kleines Lächeln über das Gesicht huscht, wenn man denn nicht schon in Tränen ausgebrochen ist vor Lachen.
Gerade wenn man vielleicht selbst Mutter ist kann man einfach alles perfekt nachvollziehen und sympathisiert schnell mit Jen.
Gerad auch der Schriftverkehr dank der Emails macht das ganze einfach rund und man ist mitgerissen.
Der Schreibstil ist flüssig und die Figuren sehr gut ausgearbeitet, so dass man sich regelrecht wohlfühlt.
Der perfekte Zeitvertreib und auch für Väter und Nicht-Mütter geeignet.

Veröffentlicht am 13.08.2018

Idee an sich gut

Beim Ruf der Eule
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Der Roman von Emma Claire Sweeney ist durchaus emotional und herzzerreißend, aber wird durchaus überschattet von der wechselnden Schreibweise.
So fällt es dem Leser wirklich schwer sich in die Hauptfiguren ...

Der Roman von Emma Claire Sweeney ist durchaus emotional und herzzerreißend, aber wird durchaus überschattet von der wechselnden Schreibweise.
So fällt es dem Leser wirklich schwer sich in die Hauptfiguren einzufinden und mit diesen zu sympathisieren.
Schwierig wird es einem damit gemacht, dass der Roman komplett in verschiedenen Sichtweisen und Schreibstilen erschaffen wurde, so dass man recht verwirrt ist wann man sich in der Gegenwart, wann in der Vergangenheit und wann es einfach nur gesammelte und gemischte Aussagen von einer der Hauptfiguren handelt.

Die Hauptfigur aus deren Sicht das gesamte Buch letzen Endes aufgebaut ist,ist eine knapp 80 jährige gestandene kinderlose Dame, welche noch immer eine Pension führt und dort gern geistig und körperlich behinderte Menschen umsorgt.
Entsprechend ist ein Teil des Personals ebenfalls geistig behindert.

Man mag die Figur dieser Maeve doch recht gern , so dass man diese schneller als gedacht ins Herz nimmt.
Störend sind aber einfach die Gedankengänge welche Maeve hat und denen man als Leser teils gar nicht folgen kann und es recht verwirrend erscheint.
Dennoch gewöhnt sich zur Mitte des Buches daran und ist ein wenig vorbereitet auf den großen Mix der Schreibstile.

So erfährt man hier eben schnell wie schwer es Maeve gefallen sein muss die ganzen Jahre mit Schuldgefühlen und auch Hass zu leben, bis sie endlich die Chance bekommt mit der Vergangenheit aufzuräumen, da sie einen damaligen Verehrer in ihrer Pension begrüßt.
Aber ob sie es schafft sich ihm zu öffnen ?

Auch wie liebevoll und rührend sie mit den behinderten Angestellten umgeht und versucht deren Leben auch noch zu organisieren und sie in jeder Lebenslage zu unterstützen ist einfach wundervoll.
Dabei gibt es stets Ungereimtheiten und Neues was sich immer erst im Laufe des Buches auflöst und Licht ins Dunkel bringt, so dass man als Leser trotz der schwierigen Wechsel der Schreibstile am Ball bleibt und einfach wissen möchte wie es denn nun weitergeht.

Ein Buch voller Liebe,Dramatik und auch Humor mit diversen Zeitreisemomenten.


Veröffentlicht am 08.08.2018

Bahnbrechend und real

Der Horror der frühen Medizin
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"Leichenraub, Chirurgen in Straßenklamotten und Heroin als verschriebenes Heilmittel – Mitte des 19. Jahrhunderts ist das Praktizieren der Ärzte ein einziger Albtraum, die medizinische Versorgung der Bevölkerung ...

"Leichenraub, Chirurgen in Straßenklamotten und Heroin als verschriebenes Heilmittel – Mitte des 19. Jahrhunderts ist das Praktizieren der Ärzte ein einziger Albtraum, die medizinische Versorgung der Bevölkerung desaströs. Warum fast alle Patienten sterben, wie sich Krankheiten ausbreiten, darüber herrscht nicht die geringste Einigkeit, nur hanebüchene Theorien. Bis der junge Londoner Student Joseph Lister eine Methode entwickelt, die das Sterben vielleicht beenden kann – und mit seinen Entdeckungen alles verändert." (Quelle:Verlag)

Ein Werk das seines Gleichen sucht.
Mit verdammt guter Recherche ist ein Buch entstanden, dass das Leben des jungen Studenten Lister bis hin zu seinen Tod begleitet.
Dabei anhand von medizinischen Grundlagen und vor allen auf wahren Begebenheiten beruhend bekommt man einen faszinierenden Einblick in die Anfänge der Chirurgie und in der damals "dreckigen und schmerzvollen" Arbeitsweise der frühen Medizin.
Dabei wird detailliert geschildert wie schwer es für Lister war seine Erkenntnisse in der Forschung zu verbreiten und er durch gute Weggefährten es dennoch gelungen ist den Fortschritt voranzutreiben und so den Grundstein der heuten Medizin zu legen.
Ein wahres Meisterwerk an Fachkompetenz in kompakten Format zu bringen und dabei so aufzuarbeiten, dass es auch für Laien interessant und spannend geschrieben ist.
Hier wird Wissen vermittelt, dass man so nicht unbedingt als Allgemeinbildung abtun kann.

Veröffentlicht am 05.08.2018

Abenteuerliche und kindgerechte Geschichten aus dem Allatg

Frido macht Geschichten - Vom besten Dachbodentag und anderen guten Tagen
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In diesen Sammelband findet man gleich 9 wundervolle Geschichten rund um das Leben von den kleinen Frido.

Frido ist ein Grundschüler, der mit seiner Mutter zusammen in einer WG wohnt.
Dabei erlebt er ...

In diesen Sammelband findet man gleich 9 wundervolle Geschichten rund um das Leben von den kleinen Frido.

Frido ist ein Grundschüler, der mit seiner Mutter zusammen in einer WG wohnt.
Dabei erlebt er viele schöne Abenteuer.
Man ist schnell mit den Figuren per-Du und kann sich gut in die Gefühlswelt von Frido einfinden.
Der Schreibstil ist flüssig und leicht, so dass es Spaß macht das Buch gemeinsam mit Kindern zu erkunden.
Jede Geschichte für sich ist dabei abgeschlossen und ist dabei nie langweilig der langatmig.
Dazu mag ich diese recht moderne Zusammenstellung der Charaktere, was es eben noch alltäglicher macht und nicht das Bild der perfekten Familie aufgezeigt wird.

Zusätzlich finden man wunderschöne bunte Illustrationen im buch, so dass es eben gleich die Fantasie erweckt.

Veröffentlicht am 03.08.2018

Wundervolle Fantasiewelt voller Abenteuer

Der kleine Flohling
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Der Kinderbuchautorin Sandra Grimm ist mit dem Buch "Der kleine Flohling" ein regelrechtes Meisterwerk für die gesamte Familie gelungen.
Ein Buch, welches von Beginn an begeistert und fasziniert und dabei ...

Der Kinderbuchautorin Sandra Grimm ist mit dem Buch "Der kleine Flohling" ein regelrechtes Meisterwerk für die gesamte Familie gelungen.
Ein Buch, welches von Beginn an begeistert und fasziniert und dabei eben nicht nur für kinder eine Bereicherung darstellt.


Der kleine Flohling ist ein kleiner Waldwichtel oder auch Littel genannt.
Dieser wächst sehr behütet auf und zum Ende der Grundschule soll er nun sein Talent ausbauen.
Doch leider hat er als Einziger kein offensichtliches Talent.
So begibt er sich auch eine abenteuerliche Reise auf der Suche nach seinen versteckten Talent.
Hilfe und Unterstützung erhält er dabei von seinen kleinen Spatz Pilflink und seiner Freunden Lisbet mit Kröte Krotte.

Dabei wird die Fantasie ganz schön gefordert und man steckt recht schnell in der Littlewelt mit den wundersamen Wesen und wird dabei unterstützt durch die detaillierten Illustrationen von Anja Grote.


Auch wenn es eigentlich ein Kinderbuch oder Vorlesebuch ist, so habe ich als Erwachsener regelrecht das Bedürfnis beim Lesen, dass es ruhig weitergehen könnte mit den Abenteuern im Littelwald.

Diese Gemeinschaft der Littel ist herzerwärmend und humorvoll, so dass hier eben jeder auch mal Fehler machen darf.

Einfach kindgerecht und lehrreich geschrieben mit der Extrabrise an Zauberstaub.
Die Kapitellänge ist zwar teils unterschiedlich, aber stets passend und so kann man das Buch auch sehr gut abschnittsweise lesen/vorlesen.
Die Erzählform ist leicht und sehr gut verständlich, so dass die Kinder schnell mitkommen und auch gern mal kleine Abschnitte selbst lesen.


Fazit:

Eine absolute Bereicherung im Bücherregal jedes Kindes. Das beste Vorlesebuch, dass ich bisher gelesen habe.