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Veröffentlicht am 06.01.2019

Glitzerwelt und tiefer Fall

Das Tal der Puppen
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"Anne, Neely und Jennifer haben einen Traum: es als Bühnen- und Filmstars ganz nach oben zu schaffen. Um das zu erreichen, scheint ihnen kein Hindernis zu groß. Doch als der Druck, schön und erfolgreich ...

"Anne, Neely und Jennifer haben einen Traum: es als Bühnen- und Filmstars ganz nach oben zu schaffen. Um das zu erreichen, scheint ihnen kein Hindernis zu groß. Doch als der Druck, schön und erfolgreich zu sein, übermächtig wird, greifen sie zu gefährlichen Hilfsmitteln: Appetitzügler, Beruhigungspillen, Schlaftabletten. Nach außen führen sie das perfekte Leben – doch hinter den glitzernden Kulissen wird der Traum zum Albtraum. "

(Quelle:Verlag)

Anne will einfach nur weg aus dem behüteten Elternhaus in der Kleinstadt und will New York erkunden.
Durch kleine Jobs arbeitet sie sich nach oben und das sehr hart. Anfangs will sie gar nicht zu intensiven Kontakt zum Showgeschäft, doch durch die Agentur in der sie arbeitet rutscht sie regelrecht hinein.
So einstehen Freundschaft und auch vermeintliche, wo es am Ende einfach nur um Profit und Connections geht.

Anne ist hier die Leitfigur des Buches mit der man schnell systematisiert. Neely hingegen welche ein tiefe Freundschaft zu Anne empfindet entwickelt sich zur absoluten Dramafigur des Romanes.
Zudem bleibt eben der Wunsch nach Geborgenheit und durchaus aus spießigen Familienleben auf der Strecke.
Das Geschäft, der Ruhm, das Geld und der Erfolg stehen im Vordergrund der gesamten Szenerie, so dass kein Platz für persönliche Empfindlichkeiten bleibt.

Der Aufbau ist gelungen verflochten und die Story an sich gut.
Leider sind die Passagen zu wechselhaft, so dass sehr langatmige Szenen auf schnelle und durchaus auch interessantere Themen wechseln, so dass der Leser teils nicht mehr mitgenommen wird und man sich verloren fühlt.
Ein Buch dass den Sprung ins 21.Jahrhundert geschafft hat, wenn auch mit Abstrichen.

Veröffentlicht am 18.12.2018

Immer schön auf Kurs bleiben

Kurswechsel: Anker der Freundschaft
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"Die außerordentlich schöne, jedoch unkoordinierte Merit Hanson lebt im Augenblick. Sie leidet unter chronischem Geldmangel. Ein kurzfristiges Job-Angebot als Office Girl an Bord der "Wind of Dreams" verspricht ...

"Die außerordentlich schöne, jedoch unkoordinierte Merit Hanson lebt im Augenblick. Sie leidet unter chronischem Geldmangel. Ein kurzfristiges Job-Angebot als Office Girl an Bord der "Wind of Dreams" verspricht schnelle Abhilfe und ein Leben voll Glitzer und Glamour, zumindest für zehn Tage. Doch als Schöne unter Schönen verliert sie ihren Sonderstatus und muss sich auf ungewohnte Weise behaupten. Merit nimmt erstmals bewusst ihr Leben in die Hand und schlittert dabei von einer Katastrophe in die nächste."


Merit ist einen als Leser wirklich schnell vertraut und sympathisch.
Was sie allerdings auf einer Kreuzfahrt erlebt ist sehr turbulent und dennoch durchaus sehr gut in Szene gesetzt, so dass man sich als Leser einfach mal mit auf Kreuzfahrt geht.
Allerdings ist dies eben weder das Traumschiff, noch Kreuzfahrt ins Glück, sonder ehr ab in die Katastrophe mit Thriller-Charakter.
Dabei sind die einzelnen Figuren sehr gut ausgearbeitet, so das man nicht nur eine optische Vorstellung hat, sondern eben auch einen Charakterzug verspürt.
Ich liebe es und habe die Seiten nur so verschlungen,leider mit abrupten Ende, so dass ich nun gespannt auf die Fortsetzung bin.

Veröffentlicht am 08.12.2018

Leuchtendes Meisterwerk der Spannung

Muttertag
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"Im Wohnhaus einer stillgelegten Fabrik wird eine Leiche gefunden. Es handelt sich um den ehemaligen Betreiber des Werks, Theodor Reifenrath, wie Kriminalhauptkommissarin Pia Sander feststellt. ...

"Im Wohnhaus einer stillgelegten Fabrik wird eine Leiche gefunden. Es handelt sich um den ehemaligen Betreiber des Werks, Theodor Reifenrath, wie Kriminalhauptkommissarin Pia Sander feststellt. In einem Hundezwinger machen sie und ihr Chef Oliver von Bodenstein eine grausige Entdeckung: Neben einem fast verhungerten Hund liegen menschliche Knochen verstreut und die Spurensicherung fördert immer mehr schreckliche Details zutage. Reifenrath lebte sehr zurückgezogen, seit sich zwanzig Jahre zuvor seine Frau Rita das Leben nahm. Im Dorf will niemand glauben, dass er ein Serienmörder war.

Rechtsmediziner Henning Kirchhoff kann einige der Opfer identifizieren, die schon vor Jahren ermordet wurden. Alle waren Frauen. Alle verschwanden an einem Sonntag im Mai. Pia ist überzeugt: Der Mörder läuft noch frei herum. Er sucht sein nächstes Opfer. Und bald ist Anfang Mai."
(Quelle:Verlag)

Ein anfänglicher einfacher Todesfall entwickelt sich zu einen schrecklichen Sammelsurium an Unfassbarkeiten.
Nachdem plötzlich weitere Leichen auf den Grundstück des Toden entdeckt werden wird schnell klar, dass dies kein tragischer Zufall ist sondern das Werk eines Serienmörders.
Danke Nele Neuhaus wird man in die Untiefen der Psyche eines Serienmörders gezogen und taucht tief in die kriminalistischen Strukturen ein, welche extrem gut recherchiert wurden.
Man sympathisiert schnell mit den Ermittlerin und bekommt einen grandiosen Einblick in die Verworrenheit der Figuren.
Gerade die vielen Figuren im Buch machen das Geschehen extrem interessant und lassen kaum Luft zu atmen und dennoch Raum für Spekulationen.
Vor allem weiß man lange nicht die zusammenhänge und die Stellungen der Figuren zueinander. Und eben auch - was ist der Grund für die Auswahl der Opfer und die Art des Todes, welche erschreckend qualvoll erscheint.
Ein leuchtendes Meisterwerk, dass man nicht einfach so weglegen kann.

Veröffentlicht am 20.11.2018

Der Arbeitsratgeber

Überleben unter Kollegen
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„Vielen von uns machen intrigante, langsame oder jammernde Kollegen das Leben schwer. Sinkende Arbeitsmotivation, schlechtes Teamwork und eine steigende Krankheitsquoten sind die Folgen. Businesscoach ...

„Vielen von uns machen intrigante, langsame oder jammernde Kollegen das Leben schwer. Sinkende Arbeitsmotivation, schlechtes Teamwork und eine steigende Krankheitsquoten sind die Folgen. Businesscoach Mathias Fischedick liefert auf humorvolle Weise Einblicke in die Psychen besonders nerviger Zeitgenossen und zeigt, was genau die Zusammenarbeit mit ihnen so anstrengend macht. Unter Einbezug des von ihm entwickelten WOW-Prinzips gibt er zahlreiche Tipps, wie wir besser miteinander auskommen können und so wieder mehr Spaß bei der Arbeit haben.“

Verdammt gut und ich sitze hier mit einen Lächeln auf dem Lippen.
Es macht wahnsinnig viel Spaß das Ganze einfach mal humorvoll zu erleben.
Extrem charmant finde ich die Figuren, so dass man dennoch jede einzelne "Nervensäge" den "Perfektionisten" und Co. deutlich erkennen kann und es einfach genießen kann mal nicht Mittendrin zu sein.
Kurzum: passend geschrieben mit viel Witz und dennoch leider wahr.
Da bin ich voll dabei was es angeht, dass man eben durch Erziehung und Erfahrung geprägt wird und so eben sein eigenes Weltbild kreiert hat. Sobald man dann jemanden findet der entweder genauso tickt, oder deutlich "schwächer" ist und man ihm seine Meinung aufdrücken kann, dann scheint die Welt in Ordnung....aber was wenn es da menschen gibt die anders aufgewachsen sind und eben auch andere Erfahrungen gemacht haben?...passen eben nicht zu Einen selbst.
Find ich gut umschrieben und auch, dass man selbst vielleicht das "Problemkind" darstellt und merkt es gar nicht.
Wenn auch hier die 10 Tipps wohl sarkastisch gemeint sind, so sind diese leider recht war, denn ich kenne da auch so Einige, welche ganz offensichtlich eben derartiges Verhalten an den Tag leben und so zu einen wundervoll angespannten Arbeitsklima beitragen.
Wieder einmal auf den Punkt gebracht.
Bei diesen Teil bin ich doch recht ins Stocken geraten und hab auch mal ab und zu den Faden verloren.
Hier gibt es eben viel Theorie und der Übertrag in den Alltag ist mi hier durchaus schwer gefallen.
Dennoch kann ich durchaus das WOW-Prinzip nachvollziehen, wobei ich glaube, dass dieses nix Neues ist.
Definitiv durchaus selbst erkennbar und umsetzbar mit bisschen Verständnis zu den individuellen Problematiken.
Sicher ein super "Ratgeber", wenn auch recht vielschichtig und nicht zu 100% übertragbar.
und ganz wichtig: wenn die Kollegen kein Interesse daran haben das Klima zu ändern, dass ist das eh sinnlos wenn man nur allein kämpft---zumindest tut man sich selbst eine Freude und kann dann evtl. als Einzelkämpfer besser und ruhiger arbeiten und stressfreier mit anderen Blickwinkel auf die Kollegen.

Veröffentlicht am 14.11.2018

Denn niemand ist ohne Schuld

Denn niemand ist ohne Schuld
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Ein Amoklauf - erzählt aus vier Perspektiven.

Die letzten Wochen vor dem Abitur. Für Philipp beginnt ein ganz normaler Tag. Er wird sich irgendwie Geld beschaffen müssen, vielleicht ein paar Kinder abzocken, ...

Ein Amoklauf - erzählt aus vier Perspektiven.

Die letzten Wochen vor dem Abitur. Für Philipp beginnt ein ganz normaler Tag. Er wird sich irgendwie Geld beschaffen müssen, vielleicht ein paar Kinder abzocken, Omas bestehlen und sich mit Mitschülern prügeln. Und er hofft natürlich, damit durchzukommen. So wie immer. Aber dann trifft Philipp eine falsche Entscheidung und die Gewalttätigkeit in seinem Leben gewinnt endgültig die Oberhand. Seine Schwester, seine Eltern, seine Lehrer und die Mitschüler können nur noch tatenlos zusehen, wie Philipp auch ihr Leben für immer verändert. Oder hätte jeder von ihnen vielleicht doch die Chance gehabt, Philipp zu beeinflussen oder zu stoppen?

(Quelle: Verlag)

Thomas Gotthardt hat es geschafft mit seinen Buch , dass man die Perspektiven eines Amoklaufs genauer betrachtet und eben auch von verschiedenen Seiten begutachtet.
Ein Amoklauf ist eben nicht einfach plötzlich vorhanden, denn es erscheint oftmals ein schleichender Prozess zu sein.
In diesem Fall eben durch die Beeinflussung des gesamten Umfeldes.
Dabei macht das Buch sehr betroffen und ist aufschlussreich zugleich, so dass man sich selbst in verschiedenen Situationen mal den Spiegel vorhalten sollte - denn niemand ist ohne Schuld.

Ein großartiges Buch zu einen niederschmetternden Thema mit fulminanter Szenenbeschreibung und ausgebreiteten Figuren.