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Veröffentlicht am 22.08.2026

Für mich DAS Sommerbuch in 2026 💙🌈

Restsommer
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💭 Meine Gedanken

Ich bin sonst bei Coming-of-Age Romanen (und auch anderen Romanen) eher ein Freund von weiblichen Protagonistinnen, weil ich mich dann oft besser mit den Figuren identifizieren und mein ...

💭 Meine Gedanken

Ich bin sonst bei Coming-of-Age Romanen (und auch anderen Romanen) eher ein Freund von weiblichen Protagonistinnen, weil ich mich dann oft besser mit den Figuren identifizieren und mein früheres Ich wiedererkennen kann. Doch bei diesem Roman hat mich die Geschichte, trotz des männlichen Protagonisten, ab der ersten Seite abgeholt. Die Geschichte wird aus Sicht des sechzehnjährigen Domi erzählt, welcher in einer Kleinstadt aufgewachsen ist und nun seinen letzten Sommer vor dem Erwachsenwerden erlebt. Von ihm wird erwartet, dass er später das Bestattungsinstitut seines Vaters übernimmt, doch mit Fortschreiten des Sommers kommen in ihm immer mehr Zweifel bezüglich dieses vorgezeichneten Wegs auf. Durch das Zusammentreffen mit Biff, welcher aus Berlin hergezogen ist, beginnt Domi ganz langsam zu begreifen, dass das Leben mehr für ihn bereithält, als die vorbestimmten Rollen…

Zum Inhalt möchte ich gar nicht mehr verraten 🤭

Ich mochte besonders, wie sich Domi und Biff ganz langsam annähern und sich ihre Liebe nach und nach entwickelt. Die Schilderungen waren total authentisch und zu keinem Zeitpunkt zu überstürzt. Generell lebt die Handlung von kleinen, leisen Momenten, anstatt von ständigen Wendungen und übermäßiger Spannung. Doch genau dadurch wurde die Geschichte für mich so besonders: sie versprüht eine besondere sommerliche Atmosphäre und bringt eine gewisse Leichtigkeit, die mich alles um mich rum vergessen ließen.
Die Geschichte wird in leichter Sprache ganz feinfühlig, aber trotzdem humorvoll erzählt. Beim Lesen kommen leichte, lebendige Schwingungen auf, die einen die Summer-Vibes beim Lesen spüren haben lassen🍹 ☀️ 🌊

Die Figuren von Domi und Biff waren beide sofort sympathisch, auch wenn sie zunächst total gegensätzlich wirkten. Auch wenn die Handlung in gewisser Weise nicht überraschend, sondern vielmehr zu erahnen war, mochte ich die Entwicklung der Liebe zwischen Domi und Biff, wie auch die von ihren Charakteren.

Das Buch erzählt eine stimmungsvolle Geschichte über große Gefühle und eine queere Liebe 🫶

⭐️ Mein Fazit

Ein feinfühliger und berührender Roman über das Erwachsenwerden, der Suche nach der eigenen Identität, Mut und der ersten großen Liebe 💙 für mich wirklich DAS Sommerbuch in diesem Jahr! Es bringt einfach alles mit, was ein guter Coming-of-Age Roman braucht! 📚

Ich kanns kaum glauben, dass das ein Debüt war! Von mir gibt’s eine ganz ganz große Empfehlung! Ich hoffe, wir dürfen bald noch mehr lesen von Kea von Garnier ✨🫶

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Veröffentlicht am 10.08.2026

Ganz große Empfehlung!

Fast ein Leben
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💭 M E I N U N G

Durch eine Zufallsbegegnung im Jahr 1978 am Pariser Sacre-Coeur kreuzen sich die Wege der Engländerin Erica und der Französin Laure. Trotz ihrer Gegensätze entwickelt sich eine Beziehung, ...

💭 M E I N U N G

Durch eine Zufallsbegegnung im Jahr 1978 am Pariser Sacre-Coeur kreuzen sich die Wege der Engländerin Erica und der Französin Laure. Trotz ihrer Gegensätze entwickelt sich eine Beziehung, die den ganzen Sommer über anhält, bis Erica zurück nach England geht. Danach treffen die beiden über mehrere Jahrzehnte immer wieder aufeinander und es steht die große Frage im Raum, wie ihr Leben verlaufen wäre, wenn sie damals in ihrem ersten gemeinsamen Sommer eine andere Entscheidung getroffen hätten. 💭

Besonders beeindruckend fand ich die leise, beobachtende und atmosphärische Sprache, die mich beim Lesen gedanklich nach Paris befördert hat 💭 Paris wird in diesem Roman nicht nur mit der Liebe assoziiert, sondern auch als Herzschmerz- & Sehnsuchts-Stadt geprägt, in welcher zu viel Wein getrunken und zu viel geraucht wird, während über Kunst & Literatur diskutiert wird 🗣️ 📚

Auch die Figuren, die dieser Roman enthält, sind durch die feinfühlige Erzählweise fast zum Leben erweckt worden und haben glaubhafte Entwicklungen erlebt.
Durch Perspektivwechsel können wir in beiden Protagonistinnen hineinblicken und erleben so eine großartige Zeitreise durch eine Liebe, die ich auf diese Weise bisher noch nicht gelesen habe.

Auch wenn ich sonst eher ein Freund von dünneren Büchern (max. 400 Seiten) bin, war die Seitenanzahl für mich hier stimmig. Durch die 570 Seiten konnten viele Thematiken (z.B. Alkoholabhängigkeit, Depression, die Entwicklung der gleichgeschlechtlichen Ehe etc.) in die Geschichte eingebaut werden, ohne dass es zu überladen wirkte.

Zwei Mini-Kritikpunkte habe ich allerdings:
-Die Kapitellängen: Manche Kapitel gingen über mehr als 50 Seiten, wodurch ich das Buch öfter mal zur Seite gelegt habe und erst dann weitergelesen habe, wenn ich bereit war (und genug Zeit hatte) um ein ganzes Kapitel zu lesen.
-Im Text sind mehrere französische Phrasen, die ich zwar für die Pariser Kulisse ganz nett fand und auch ihren Teil zur Atmosphäre beigetragen haben, ich hätte mir jedoch eine Übersetzung (zumindest in der Fußzeile oder im Anhang) gewünscht.

⭐️ F A Z I T

Kiran Millwood Hargrave schafft es in „Fast ein Leben“ Figuren zum Leben zu erwecken und über verpasste Chancen zu sprechen, indem sie den Leser auf eine leise, atmosphärische Zeitreise des Lebens zweier Frauen mitnimmt, welche auch nach Abschluss des Buches mit Sicherheit noch eine Weile in mir nachwirken wird ✨

Autorin: Kiran Millwood Hargrave
Übersetzung: Gabriele Werbeck und Andrea Stumpf
Verlag: Kein&Aber

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Veröffentlicht am 06.08.2026

Das Buch wirkt unfertig.

Mit beiden Händen den Himmel stützen
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In „Mit beiden Händen den Himmel stützen“ von Lilli Tolkien erzählt die Protagonistin Lale aus der Ich-Perspektive über ihr Aufwachsen ohne Mutter und stattdessen in einer Männer-WG mit ihrem leiblichen ...

In „Mit beiden Händen den Himmel stützen“ von Lilli Tolkien erzählt die Protagonistin Lale aus der Ich-Perspektive über ihr Aufwachsen ohne Mutter und stattdessen in einer Männer-WG mit ihrem leiblichen Vater und anderen Männern. Dabei spielen von Anfang an Allohol und Drogen eine große Rolle, auch bereits vor der Geburt wird quasi aus dem Mutterleib über die Drogenabhängigkeit der Mutter berichtet. Später dann, erfahren wir als Leser, wie sie in dieser WG-Konstellation vernachlässigt und sogar missbraucht wird. Sie beschließt dann schließlich auszuziehen und selbst Fuß zu fassen, doch auch hierbei gerät sie in Schwierigkeiten.
Alles in allem eine eindringliche und bedrückende Geschichte, die mich jedoch aufgrund der lakonischen und teils rauen Sprache nicht überzeugen konnte.
Durch die trockene Erzählweise konnte mich die Geschichte bzw. das, was Lale erlebt hat, nicht so wirklich erreichen, weil die Protagonistin so abgeklärt darüber spricht.

Außerdem fehlt dem Buch eine Triggerwarnung, welche im Vorfeld der Erzählung dringend vonnöten gewesen wäre!!

Schade, ich habe mir von dem Buch leider mehr erhofft. Ich habe es in meinem Buchclub gelesen und freue mich schon auf die Besprechung. Ich bin gespannt, ob die anderen mehr gefallen an der Geschichte gefunden haben.

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Veröffentlicht am 21.07.2026

Das war grandios!

Stromlinien
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💭 Meine Gedanken

Der Einstieg ist total gelungen: durch diesen erhält der Leser einen ersten Eindruck von der Atmosphäre der Geschichte und dem naturnahen Setting im Alten Land.
Durch die unterschiedlichen ...

💭 Meine Gedanken

Der Einstieg ist total gelungen: durch diesen erhält der Leser einen ersten Eindruck von der Atmosphäre der Geschichte und dem naturnahen Setting im Alten Land.
Durch die unterschiedlichen Zeitstränge ist die Erzählung zwar sehr komplex, für mich jedoch auch ganz besonders, denn es fordert den Leser und ich hatte großen Spaß dabei, die Geschichte zu lesen, die sich immer mehr zusammenfügt, bis am Ende dann, nachdem man ein paar mal fehlgeleitet wurde, plötzlich alle Stränge perfekt zusammenlaufen und einen Sinn ergeben. ✨
Erst durch das abschließende Nachwort bin ich wieder in der Realität angekommen und wurde noch darüber aufgeklärt, was aus der Geschichte auf Tatsachen beruht und wo die Fantasie der Autorin eingegriffen ist 🪄

Weitere Pluspunkte:
Die Atmosphäre des Buches: auch wenn über der Geschichte eine gewisse Schwere liegt, habe ich mich total gut ins Setting einfinden können und mich gefühlt, als würde ich an Ennas Seite alles miterleben und miterforschen 🕵
Ich war von Anfang an gefesselt und auch wenn ich durch „Spiegelland“ eine gewisse Vorahnung hatte, sind die Wendungen geglückt und ich durfte während des Lesens mehrere „Aha-Momente“ erleben 💭
Es war spannend bis zum Schluss und durch einige unerwartete Plottwists komplett unvorhersehbar! ⚡️
Außerdem liebe ich die Gestaltung des Buches, sowohl das Cover an sich, als auch die Umschlaggestaltung 🌊


⭐️ Mein Fazit

Ein eindrucksvoller und bewegender Familienroman, der verschiedene Zeitstränge perfekt miteinander verbindet, sodass am Ende eine tiefgründige Erzählung über Schuld, Vergebung und Zusammenhalt entsteht, welche durch die Einbindung von kriminalistischen Motiven vom Spannungsfaktor schon fast einem Thriller ähnelt.

Auch bei diesem Roman hat für mich einfach alles gestimmt: die starken Charaktere, das atmosphärische Setting im Alten Land, die Verknüpfung der einzelnen Erzählstränge, die Geheimnisse, die mich fehlgeleitet haben und auch die Spannung, die sich durch die gesamte Erzählung zieht - für mich (erneut) ein Highlight und wirklich unvergleichlich! 🫶

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Veröffentlicht am 18.07.2026

Weird Girl Fiction vom Feinsten!

She’s a Star!
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💭 M E I N U N G

Von Anfang an lernen wir Jessamyn als selbstsüchtige und narzistische Protagonistin kennen, die davon überzeugt ist, ein Star zu sein, nur die Menschheit muss dies noch erkennen. In dem ...

💭 M E I N U N G

Von Anfang an lernen wir Jessamyn als selbstsüchtige und narzistische Protagonistin kennen, die davon überzeugt ist, ein Star zu sein, nur die Menschheit muss dies noch erkennen. In dem aufkommenden Musical sieht sie die Chance endlich an ihren Ruhm zu gelangen und groß rauszukommen.
Durch ihr Handeln wurde in mir eine Wut ausgelöst, die mich in einen Zwiespalt geführt hat: einerseits konnte ich das Buch kaum weglegen, andererseits habe ich mich gefragt, was mir die Geschichte mitgeben will.

Was mir gut gefallen hat: die Art und Weise, wie Jessamyns Wahn dargestellt und beschrieben wird, war unglaublich authentisch und man hat gespürt, dass sie wie im Tunnel ist und alles um sich rum ausblendet, um ihrem Traum näher zu kommen.

⭐️ F A Z I T

Was ein wilder Ritt! Wer auf Weird Girl Fiction und unsympathische Protagonistinnen steht, der wird mit Jessamyn St. Germain bestens unterhalten!

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