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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.06.2026

Ich war bestens unterhalten!

Brennerova
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💭 M E I N U N G

Der Protagonist Simon Brenner, der früher als Polizist und Privatdetektiv tätig war, ist zurück und mit ihm auch eine Geschichte, die sich zunächst nach RomCom anfühlt, sich dann jedoch ...

💭 M E I N U N G

Der Protagonist Simon Brenner, der früher als Polizist und Privatdetektiv tätig war, ist zurück und mit ihm auch eine Geschichte, die sich zunächst nach RomCom anfühlt, sich dann jedoch in eine ganz andere Richtung entwickelt.
Was ich bei seinen Geschichten so mag, ist die Art & Weise, wie diese erzählt werden. Auch wenn wir hier einen Krimi haben, haben wir eine Handlung, die total abgefahren und überhaupt nicht vorhersehbar ist, in der aber trotzdem alles irgendwie zusammenhängt und (zumindest oberflächlich) stimmig wirkt. Auch seine gewohnten Abschweifungen und Nebenhandlungen haben mich bei diesem „Brenner Krimi“ wieder überzeugt.
Die Sprache ist gewohnt voll mit Wortwitzen und Redewendungen, die Brenners Weg begleiten, welcher über unzählige Umwege führt und mit ausreichend schwarzem Humor ausgeschmückt ist.

Die Kombination aus wilden Dad-Jokes-Humor vereint mit einer absurden, aber gerade deshalb so unvorhersehbaren und fesselnden Handlung hat mich auch dieses Mal wieder überzeugt und vor allem: richtig gut unterhalten!


⭐️ F A Z I T

Ein gelungener Brenner-Krimi, der mit Wortwitz und Gesellschaftssatire überzeugt!
Wer die Bücher Wolf Haas kennt und seinen Stil mag, wird hier bestens bedient! Wer jedoch einen klassischen Krimi erwartet, der sollte lieber zu einem anderen Buch greifen oder sich vielleicht einfach mal überraschen lassen und sich selbst überzeugen 🙃

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Veröffentlicht am 21.06.2026

Ich habe ALLES daran geliebt!

Klapper
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💭 Meine Gedanken

Die Geschichte von Klapper und Bär dreht sich ums Erwachsenwerden, um Freundschaft und ums Sich-Selbst-Finden.
Erzählt wird dabei in zwei Zeitebenen, nämlich einmal im Jahr 2011, in ...

💭 Meine Gedanken

Die Geschichte von Klapper und Bär dreht sich ums Erwachsenwerden, um Freundschaft und ums Sich-Selbst-Finden.
Erzählt wird dabei in zwei Zeitebenen, nämlich einmal im Jahr 2011, in welchem die Protagonisten 15 bzw. 16 Jahre alt sind und 14 Jahre später, also in 2025. Durch die beiden Zeitstränge, die parallel verlaufen und zwischen welchen hin- & hergesprungen wird, ist von Anfang an eine gewisse Spannung vorhanden und man fragt sich: was genau ist damals passiert?

Die beiden Figuren, Klapper und Bär, tragen nicht nur komische Namen, sondern unterscheiden sich auch von ihrer Gesinnung sehr von ihren Klassenkameraden. Gerade dadurch entwickeln sie eine Komplizenschaft, die es den Leser fasst vergessen lässt, dass insbesondere Klapper, sonst als Außenseiter gesehen und auch so behandelt wird.
Die Freundschaft der beiden hat sich so glaubwürdig und schön entwickelt, als würde ihr eine tatsächlich geschehene Kennenlern-Geschichte zugrundeliegen und das Ganze ohne dabei ins Kitschige abzudriften.

Durch die kurzen Kapitel bin ich nur so durch die Seiten geflogen und auch wenn ich durch den Klappentext bereits vorgewarnt war, dass es kein Happy-Clappy-Buch bleiben wird, hat mich die Wendung eiskalt erwischt, mehr möchte ich an dieser Stelle gar nicht sagen.

Was mir besonders gut gefallen hat, war die Art und Weise, wie Prödel ganz alltägliche, fast unbedeutende, Momente beschreibt. Seine Sprache ist fein, beobachtend und liegt nah am Alter der Protagonisten. Durch kurze Songpassagen hat das Lesen außerdem einen gewissen Drive bekommen, was mir sehr gut gefallen hat, und das obwohl Kollegah sonst nicht in meiner Playlist zu finden ist.
Durch das Einbringen von kleinen Dingen und Erlebnissen, die die meisten wohl aus ihrer eigenen Kindheit und Jugend kennen, hat sich die gesamte Geschichte für mich so wohlig angefühlt hat und den Charakteren eine gewisse Vertrautheit verliehen.
Aber auch der Humor kommt in dieser Geschichte nicht zu kurz und hat bei mir immer wieder für ein kurzes Schmunzeln gesorgt und die spannende, wenn auch leise, Erzählung aufgelockert.

⭐️ Mein Fazit - kurz & knapp

Ein berührender Coming-of-Age Roman, der wunderschön erzählt ist, eine melancholische Stimmung mitbringt und leichte, aber auch tiefgründige Themen perfekt vereint, ohne dabei zu schwer zu werden und mich sicher noch eine Weile begleiten wird 💭

Ich hatte wirklich (erneut) eine tolle Zeit mit dem Buch von Kurt Prödel und würde sagen, dass ich im direkten Vergleich mit „Salto“ sogar „KLAPPER“ auf die Eins stellen würde! 🙌

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Veröffentlicht am 18.06.2026

Schade, davon habe ich mir mehr erhofft.

Hirschtier
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💭 M E I N U N G

Margret wird ständig begleitet von einem Hirschtier, das quasi die Schuld und Trauer, die das Mädchen umgibt, widerspiegelt.
Der Schreibstil ist hierbei ruhig und atmosphärisch, das hat ...

💭 M E I N U N G

Margret wird ständig begleitet von einem Hirschtier, das quasi die Schuld und Trauer, die das Mädchen umgibt, widerspiegelt.
Der Schreibstil ist hierbei ruhig und atmosphärisch, das hat mir total gut gefallen.

Was mich gestört hat, waren die unterschiedlichen Erzählstränge, die nicht klar voneinander abgetrennt waren, sodass ich manchmal gar nicht wusste, wo ich mich denn gerade befinde. Das hätte man mir kurzen Überschriften (z.B. „Heute“, „Vergangenheit“ etc.) verhindern können.
Und auch die Gedanken der Protagonistin Margret wirkten für mich in manchen Momenten zu erwachsen und nicht ihrem Alter entsprechend.

Für mich ist die Schuldfrage auch nach Abschluss des Buches nicht ganz geklärt, aber die Geschichte hat unterschiedliche Denkanstöße und Ansätze gesetzt, um diese für sich zu beantworten.

Ich bin kein Freund von offenen Enden und hätte mir hier einen versöhnlicheren Abschluss gewünscht. So ganz habe ich die Botschaft, die mir dieses Buch vermitteln sollte, auch noch nicht verstanden, vielmehr lässt es mich etwas unberührt zurück.

⭐️ F A Z I T

Eine eindringliche Geschichte über Trauer und Schuld, die ganz fein erzählt ist, aber mich inhaltlich nicht überzeugen konnte.

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Veröffentlicht am 18.06.2026

Gut für zwischendurch, aber kein Highlight

I am cringe, but I am free
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💭 M E I N U N G

Die Geschichte wird in der Ich-Form aus Sicht einer weiblichen Protagonistin (ihren Namen erfahren wir nicht) erzählt und ist in mehrere Abschnitte bzw. unterschiedliche Lebensphasen unterteilt. ...

💭 M E I N U N G

Die Geschichte wird in der Ich-Form aus Sicht einer weiblichen Protagonistin (ihren Namen erfahren wir nicht) erzählt und ist in mehrere Abschnitte bzw. unterschiedliche Lebensphasen unterteilt. So wächst man als Leser quasi mit der Protagonistin auf und begleitet sie auf ihrem Weg vom „Dazugehören-Wollen“ bis hin zum „Zu-Sich-Stehen-Trotz-Cringe“. 🍭

Die Art und Weise, wie die Geschichte erzählt wird, ist an die heutige Zeit angepasst. Gleichzeitig ist die Sprache aber auch ironisch und humorvoll gewählt, wodurch ich wirklich gut unterhalten war und das ein oder andere Mal vor mich hin geschmunzelt (oder vielmehr gegrunzt 🐷) habe.😅
Das Buch hat mich außerdem durch die Erwähnung von Snacks, Bands und Songs in meine Kindheit, Jugend und zugleich auch in meine Studienzeit zurückversetzt.
Die Wichtigkeit von echter Freundschaft, Selbstreflektion (und auch Therapie) ist hier super gut hervorgekommen und hat die Geschichte für mich zu einem kleinen Safe-Space gemacht 🫶

Aaaaaber, es gibt auch ein paar Dinge, die für mich nicht ganz stimmig waren 🙈 Denn leider war das, was vermutlich „cringe“ sein sollte, nicht wirklich „cringe“, sondern viel mehr waren das Interessen, die ich in dem Alter auch geteilt habe. Bin ich jetzt auch cringe? 🙉

Was ich ausserdem schade fand: trotz dass die Geschichte aus der Ich-Perspektive geschrieben ist und wir quasi alles aus der Sicht der Protagonistin erleben, hat sie keinen Namen bzw. wir erfahren ihn als Leser nicht, wodurch leider für mich eine gewisse Distanz zu ihr bestand, die für mich nicht ganz passend zur sonst so intimen Geschichte war.

Weiterhin war die Geschichte für mich etwas zu eindimensional, was natürlich zum einen an der niedrigen Seitenzahl liegt, aber auch daran, dass ich das Gefühl hatte, der Fokus liegt darauf ganz viele Klischees unterzubringen, anstatt auf Inhalt oder charakterliche Entwicklung(en) zu setzen. So gab’s zum Beispiel in ihrem Freundeskreis über mehrere Jahre keine einzige Konfliktsituation oder Reiberei.

Außerdem, aber das ist wohl Geschmacksache, gibt es keine Kapitel, sondern lediglich Abschnitte, in welche das Buch unterteilt ist. Ich bin einfach ein Freund von Kapiteln. Punkt.

Das klingt jetzt so, als hätte ich total viel auszusetzen, aber so ist es eigentlich gar nicht. Mir hat die Geschichte wirklich gut gefallen, aber ich glaube, ich hätte das Buch vor ein paar Jahren schon gebraucht. Denn dann hätte ich es wohl eher als Ermutigung gesehen, zu mir selbst zu stehen und einiges, was ich jetzt hier kritisiert habe, „überlesen“. Allerdings war ich von Cover und Klappentext komplett fehlgeleitet worden und habe mir davon eine ganz anderen Verlauf der Geschichte, bzw. eine andere Protagonistin erhofft.

⭐️ F A Z I T

Ein humorvoller und warmherziger Coming-of-Age Roman, über Freundschaft und das Erwachsenwerden, der dazu ermutigt, zu sich selbst zu stehen. Die Geschichte hat mich richtig gut unterhalten und eignet sich super für zwischendurch. Allerdings sollte man sich vom Titel nicht fehlleiten lassen, denn dieser passt meiner Meinung nach nicht ganz so zur Geschichte und setzt falsche Erwartungen.

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Veröffentlicht am 11.06.2026

Ein großartiger Roman über Verlust und das Weitermachen!

Laute Nächte
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- B U C H - T I P P -

Wenn mich jemand fragen würde, was ein Buch braucht, um in meinen Augen ein Highlight zu sein, dann würde ich viele Dinge aufzählen, die in „LAUTE NÄCHTE“ von Ann Freytag vorhanden ...

- B U C H - T I P P -

Wenn mich jemand fragen würde, was ein Buch braucht, um in meinen Augen ein Highlight zu sein, dann würde ich viele Dinge aufzählen, die in „LAUTE NÄCHTE“ von Ann Freytag vorhanden waren. ✨

Am Wichtigsten sind für mich die handelnden Figuren. Diese müssen miteinander und nicht nebeneinander agieren. Sie müssen sich weiterentwickeln anhand von Ereignissen und vor allem müssen sie eines sein: nahbar und vielschichtig.
In dem Roman von Anne Freytag hat sich die WG rund um Kenni, Paul, Elif, Julia und Harry beim Lesen sogar so echt angefühlt, als wären sie aus einer TV-Serie entsprungen. Zudem haben mir die Dynamiken und die entstandenen Beziehungen der Charaktere untereinander richtig gut gefallen.

Außerdem für mich bedeutend: die Handlungsorte, an welchen eine Geschichte spielt. Es müssen gar nicht zwingend viele unterschiedliche Orte sein, manchmal reicht ein authentisches Setting, um die Atmosphäre wohlig und heimelig zu umschreiben und mich in die Geschichte hineinzuversetzen. Bei Anne Freytag ist mit jedem neuen oder neuenalten Ort die Geschichte erweitert und abgerundet worden, was ich sehr mochte ☺️

Was ich weiterhin mag, sind gewisse Dynamiken, die durch Perspektivwechsel oder Zeitsprünge entstehen. Anne Freytag setzt in ihrem Roman auf Zeitsprünge und Ortswechsel, die gekonnt eingearbeitet sind, dem Buch Spannung verleihen und für mich die Geschichte zu einem besonderen Leseerlebnis gemacht haben. Dass die gesamte Geschichte aus Kennis Sicht erzählt wird, war für mich nicht störend, wobei ich gerne auch ein paar andere Blickwinkel auf das Gelesene erlebt hätte.

Was mir außerdem wichtig ist, sind ein gewisser Tiefgang und eine emotionale Bindung an die Figuren. Kennis Geschichte hat mich von Anfang an abgeholt. Ich mochte seine Art mit dem Verlust umzugehen, konnte seinen Gedanken, sein „altes“ Leben zu verlassen, absolut nachvollziehen und damit auch seinen Entschluss nach Wien zu ziehen. Je mehr im Laufe der Geschichte über die Beziehung mit Jasmin ans Licht kommt, umso mehr habe ich mit ihm und seinen Struggles mitgefühlt. Insbesondere die Innenansicht und damit die Einblicke in seine Gedanken, die man als Leser erhält, haben mich sehr berührt. Und auch wenn ich ihn manchmal gern geschüttelt hätte, dass er endlich ausspricht, was er fühlt, konnte ich seine Handlungen dadurch besser nachvollziehen. Aber auch die anderen Charaktere waren gut in die Geschichte integriert und für mich viel mehr als bloße Nebenfiguren. Selbst Julia, die als leise und fast unsichtbar beschrieben wird, hatte ihren Sinn in dem Roman und ohne ihre Anwesenheit, hätte was gefehlt, was die Geschichte abgerundet und verfeinert hat.

Was vielleicht blöd klingt, aber der Wahrheit entspricht: Geschichten dürfen hart sein, denn das Leben ist auch manchmal. So auch bei Laute Nächte. Die Themen Trauer und Verlust werden nicht romantisiert oder irgendwie kleingemacht. Vielmehr wird durch deren Darstellung dem Roman eine nötige Schwere verliehen, die er braucht, um den Leser zu erreichen und zu binden. Diese Schwere wird durch warme, leisere Momente wieder ausgeglichen und sorgt dafür, dass das Gelesene noch lange nachwirkt. 💭

Zu guter letzt darf in meinen Augen eine gewisse Menge an Humor nicht fehlen, auch hier überzeugt Anne Freytag und lockert die sonst eher ruhigere und nachdenkliche Stimmung durch kleine, unerwartete Passagen etwas auf 🙃

Mein einziger Kritikpunkt: das offene Ende. Ich weiß, dass das natürlich Geschmacksache ist, aber ich hätte mir am Ende etwas „mehr“ gewünscht. Ich glaube so ein kleiner Blick in die Zukunft hätte der Geschichte ganz gut getan - und mir als Leser 😌

⭐️ Mein Fazit

Wow, in meinen Augen war das ein rundum gelungener Roman, der schwierige Themen mit einer gewissen Leichtigkeit vermittelt und mich insbesondere durch die feinfühlige Zeichnung der handelnden Figuren überzeugt hat!

Ein emotionaler und ehrlicher Roman über Trauer, Verlust und das Weitermachen, aber auch über Freundschaft & Liebe, der noch lange in mir nachwirken wird! 🫶

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