Cover-Bild Heaven's Gate
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19,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Diogenes
  • Themenbereich: Belletristik - Krimi: Detektive
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 304
  • Ersterscheinung: 25.02.2026
  • ISBN: 9783257301182
Daniel Faßbender

Heaven's Gate

Ein Fall für Caruso

Nach Monaten des bittersüßen Nichtstuns auf der philippinischen Insel Surogao steht Caruso, ehemaliger deutscher Profisurfer und Privatdetektiv, tief in der Kreide. Da kommt die schöne Spanierin sehr gelegen, die ihn beauftragt, ihren verschwundenen Sohn wiederzufinden. Die Insel, ein Paradies für Wellenreiter und Touristen auf Selbstsuche, ist ein heißumkämpfter Umschlagplatz für Drogen. Schnell führen seine Ermittlungen Caruso in einen Abgrund aus Gewalt und Korruption und zu mehr als einem verlorenen Sohn.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.07.2026

Wenn das Paradies zur Drogenhölle wird

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„Heaven’s Gate“ von Daniel Faßbender ist ein Hardboiled-Krimi und zugleich der Auftakt einer Reihe um den Ex-Profisurfer und Privatdetektiv Caruso. Auf der philippinischen Insel Surogao wollte Caruso nur ...

„Heaven’s Gate“ von Daniel Faßbender ist ein Hardboiled-Krimi und zugleich der Auftakt einer Reihe um den Ex-Profisurfer und Privatdetektiv Caruso. Auf der philippinischen Insel Surogao wollte Caruso nur noch surfen, trinken und seine Vergangenheit ertränken – doch die Realität ist teurer als der Rum. Der ehemalige deutsche Profisurfer und abgehalfterte Privatdetektiv steht tief in der Kreide, als eine betörende Spanierin ihn bittet, ihren verschwundenen Sohn zu finden.

Wenn das Paradies zur Drogenhölle wird: „Heaven’s Gate“
Inhalt / Zusammenfassung „Heaven’s Gate“
Im Zentrum von „Heaven’s Gate“ steht Caruso, ein ehemaliger deutscher Profisurfer, der sich auf der philippinischen Insel Surogao mehr schlecht als recht als Privatdetektiv durchschlägt. Von einem erfolgreichem Surfer, ist nur noch ein abgehalfterter Inseldetektiv übrig: verschuldet, zynisch, ständig kurz vor dem Absturz. Genau dieser Antiheld ist das Herz des Romans.

Der Plot folgt einer bewusst klassischen Hardboiled-Struktur: Eine schöne, geheimnisvolle Spanierin beauftragt Caruso, ihren verschwundenen Sohn Jean „John John“ zu finden – zunächst ein scheinbar überschaubarer Auftrag. Doch die Suche führt ihn tief hinein in ein Geflecht aus Drogenhandel, korrupten Politikern, Gangstern mit politischen Ambitionen und Polizisten, deren Loyalität längst käuflich ist. Caruso wird verprügelt, beinahe ertränkt, entführt und gefoltert; sein Leben ist bald „keinen Peso mehr wert“. Die Eskalation der Gewalt gehört zum Kern der Erzählung, ohne je in reine Effekthascherei abzurutsche

»Warum sitzt du in meinem Zimmer, während ich schlafe?«, fragte ich Yahoo. »Woher soll ich wissen, dass du bis mittags im Koma liegst? Hast du dich geprügelt?« »Keine Ahnung. Möglich.« »Mit dem Russen?« »Woher weißt du vom Russen?« »Weil die ganze Insel von ihm weiß. Angeblich hat er ein Kopfgeld auf dich ausgesetzt.« »Shit. Das also auch noch. Und du bist hier, weil du mich warnen wolltest?«

Daniel Faßbender. Heavens Gate (Function). Kindle Edition.

Faßbender inszeniert Surogao gleichzeitig als Traumkulisse und Abgrund: perfekte Wellen, Strand und Surferflair stehen neben Armut, Perspektivlosigkeit, Drogenkriminalität und allgegenwärtiger Korruption. Der Kontrast „hardboiled unter gleißender Sonne“ macht den Reiz des Settings aus; wie Deutschlandfunk treffend bemerkt, knüpft der Roman damit an Traditionen von California- und Surf-Noir (etwa bei Charlotte Armstrong oder Don Winslow) an, ohne diese einfach zu kopieren.

Starke Atmosphäre: Tropische Inselkulisse trifft auf harte Krimihandlung. Lässiger, hardboiled Ton: Mehrere Rezensionen heben den desillusionierten, zynischen Ermittlertyp und den humorvoll-lässigen Erzählstil hervor.

Protagonisten
Besonderer Protagonist: Caruso ist kein klassischer Ermittler, sondern ein Surfer mit Schattenseiten und Vergangenheit. Besonders stark ist die Figurenbeziehung zu Dieter „Diego“ Mühle, dem Vater des verschwundenen Surfers: ein Ex-Knacki, Zuhälter und Drogenhändler der alten Schule, der als „Sidekick“ viel Reibung und Buddy-Witz in die Handlung bringt. Diego ist einerseits voll klassischer Macho- und Genre-Klischees, andererseits nutzt Faßbender ihn, um diese Klischees sichtbar zu machen und zu brechen – etwa, wenn Caruso dessen Sexismus explizit benennt. Damit reflektiert der Roman die Hardboiled-Tradition, statt sie unkritisch fortzuschreiben.

Sprache und Schreibstil
Sprachlich arbeitet Faßbender mit knappen, harten Sätzen, lakonischen Dialogen und viel Sarkasmus. Der Stil erzeugt Tempo und eine dichte, filmische Bildhaftigkeit; die Szenen stehen knapp umrissen, aber scharf vor Augen. Caruso als Erzählerfigur ist genau in diesem Ton verankert: lakonisch, ironisch, meist nur einen Drink oder einen Schlag davon entfernt, komplett aus der Kurve zu fliegen. Das macht ihn zum typischen Hardboiled-Antihelden, aber nicht zur bloßen Genre-Schablone.

»Zahl deine Schulden, Caruso! Oder verschwinde lieber ganz schnell, bevor meine Frau dich sieht.« Erst als ich meine offene Rechnung beglichen hatte, schenkte mir Arturo seine professionelle Surfer-Lockerheit und setzte sich mit einem Flaschenbier zu mir.

Daniel Faßbender. Heavens Gate (Function). Kindle Edition.

Erzähltechnisch bleibt Heaven’s Gate eng an der Hardboiled-Musterformel: der zu große Auftrag, das Labyrinth aus Täuschungen, das schmerzhafte Hineinstolpern in eine Dimension von Gewalt, die über Carusos Liga hinausgeht. Der SPIEGEL hebt hervor, dass diese Struktur „alles andere als originell“ ist – aber genau darin liegt ein bewusster Kunstgriff. Faßbender nimmt die klassische Form ernst und füllt sie mit einem neuen Schauplatz, einem zeitgenössischen politischen und sozialen Untergrund und einem spezifisch deutschen, surfgeprägten Blick.

Ángel saß reglos vor mir. Ein leichtes Zittern um den Mund herum, mehr spielte sich in ihrem Gesicht nicht ab. Sie sah mich an, als ahnte sie, dass ich ihr nicht die ganze Wahrheit sagte. Die Angelegenheit mochte zu groß für mich sein, aber das war es nicht, was mich daran hinderte, meinem ersten Impuls nachzugeben und ihr zu helfen.

Daniel Faßbender. Heavens Gate (Function). Kindle Edition.

Die Spannung entsteht weniger aus überraschenden Twists als aus Atmosphäre, Eskalation und existenzieller Zuspitzung: Caruso taumelt permanent an der Grenze zum Scheitern, mal diesseits, mal jenseits. Mehrere Rezensionen betonen, dass der Roman eher über seine stete Drucksteigerung, seine Figuren und sein Milieu funktioniert als über einzelne „Spannungsspitzen“. Heaven’s Gate steht klar in der Tradition des amerikanischen Hardboiled: Der Roman nennt selbst Dashiell Hammett und Jörg Fauser als Vorbilder, und hinter Fauser stehen wiederum Chandler und Hammett. Die zentrale Figur – abgehalfterter Privatdetektiv, Alkoholproblem, Auftrag einer verführerischen Frau, ein Fall, der zu groß ist – ist fast eine Lehrbuch-Konstellation des Genres.

Zu Daniel Faßbender
Der Autor lebt in Köln und war mit Heaven’s Gate Stipendiat des 1:1-Mentorings des Literaturbüros NRW und des Literaturhauses Bonn. Das Goethe-Institut bezeichnet das Buch als seinen zweiten Roman.

Fazit / Kritik „Heaven’s Gate“
Haven’s Gate von Daniel Faßbender ist ein sehr gelungenes Hardboiled-Debüt, das klassische Genre-Muster souverän nutzt und zugleich mit Surf noir vor tropischer Kulisse einen eigenen Ton findet. Es steht nicht zufällig auf Platz 1 der Krimibestenliste von Deutschlandfunk Kultur – der Roman verbindet Härte, Atmosphäre und kluge Genre-Reflexion bemerkenswert stimmig.

Unterm Strich ist Heaven’s Gate ein atmosphärisch dichter, rauer Krimi, der mit Surfer-Flair, politischer Korruption, Drogenmilieu und ironischem Humor einen sehr eigenständigen Platz im deutschsprachigen Hardboiled einnimmt.

Heaven’s Gate steht klar in der Tradition des amerikanischen Hardboiled: Der Roman nennt selbst Dashiell Hammett und Jörg Fauser als Vorbilder, und hinter Fauser stehen wiederum Chandler und Hammett. Die zentrale Figur – abgehalfterter Privatdetektiv, Alkoholproblem, Auftrag einer verführerischen Frau, ein Fall, der zu groß ist – ist fast eine Lehrbuch-Konstellation des Genres.

Gleichzeitig handelt es sich um Surf noir: Wie bei Don Winslow oder Kem Nunn wird die Surferkultur als Zugang zu einem kriminellen Untergrund genutzt; die vermeintliche Freiheit des Wellenreitens kollidiert mit brutaler Realität von Drogenkartellen, korrupter Politik und Gewalt. Faßbender nutzt diesen Widerspruch – Trauminsel vs. Abgrund, Freiheit vs. Netz aus Korruption – als zentrale erzählerische Triebfeder. Im deutschsprachigen Kontext reiht sich der Roman ein in eine Linie von Hardboiled-Krimis mit starkem eigenem Ton, etwa Jörg Fausers „Schlangenmaul“.

Mein herzlicher Dank geht an den Diogenes Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars „Heaven’s Gate“.

Für meine Recherche arbeite ich mit der KI Perplexity.

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Veröffentlicht am 04.03.2026

Caruso, ein Surfer und Privatdetektiv

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Ach Caruso, warum hast Du den Schnösel nicht sterben lassen? Ein kleiner Diktator weniger! Im Laufe des Romans aber merken wir, der reiche Russe dient nur als Ablenkungsmanöver, um uns, die Krimifans ...

Ach Caruso, warum hast Du den Schnösel nicht sterben lassen? Ein kleiner Diktator weniger! Im Laufe des Romans aber merken wir, der reiche Russe dient nur als Ablenkungsmanöver, um uns, die Krimifans auf falsche Fährten zu locken.
Daniel Faßbender hat einen sehr spannenden Roman geliefert. Die Ich-Perspektive lässt den Leser direkt am Geschehen teilhaben und die trockenen Kommentare sind die Würze dazu.
Ich war richtig beeindruckt vom Fachjargon des Surfens. Für mich, als Fernsehzuschauerin, war Surfen schön anzusehen, sonst nichts. Ob der Autor selbst surft? Die Termini klingen hinreißend sportlich und faszinierend: Bottom-Turn, Kurvenmanöver, Weißwasserwalzen, Pop up!, Wellenschulter, schräg eine Welle reiten, und so weiter. Ist das nicht schön? Beim nächsten Longdrink an der Strandbar kann ich mit solchen Begriffen um mich werfen!
Der Krimi an sich ist routiniert erzählt, mit einigen 180° Wendungen, die Guten werden zu Bösen, die anderen zu Guten, der vermeintliche Sunnyboy wollte groß ins Drogengeschäft einsteigen, die unwahrscheinlichsten Charaktere im Buch tun sich zusammen. Das macht die Geschichte so spannend. Die typischen Showdowns finden auch statt, Verhaftungen, Befreiungen, nichts, was ein Hollywood Thriller nicht auch könnte, aber hier kommt noch die exotische Kulisse auf einer kleinen philippinischen Insel hinzu. Und es ist alles da: heiße Bräute, Umweltaktivisten, Polizei, mal mehr, mal weniger korrupt, Drogendealer-Rentner, ich meine, richtige Rentner, die das Drogendealen aufgegeben haben und nun sogar in Schulen auf ihre Art vor Kindern auftreten und sie vor diesem dreckigen Geschäft warnen. Pädagogisch völlig am Ziel vorbei, zur Verzweiflung der Lehrer, aber für die Kinder wirksam, Neo- und Altnazis, wirklich alles da. Das macht das Buch so interessant und fesselnd.
Einige Worte noch zum Titelbild: Danke Diogenes Verlag! Für einen Krimi, der im Surfer-Milieu spielt, ist es das richtige Bild. Ich frage mich, was der Surfer dort tut? Einen Bottom-Turn, reitet er schräg die Welle? Fährt er einen Tunnel entlang? Egal, das Bild ist hinreißend.Ich frage mich auch, wo der Fotograf wohl stand? Der war ja wohl auch in dieser gleichen Welle, musste sich auf dem Brett halten und fotografieren. Wessen Leistung ist größer?

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Veröffentlicht am 04.03.2026

Gefährliche Ermittlungen

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Der Krimi "Heaven's Gate“ wurde von Daniel Faßbender verfasst und erschien am 25. Februar 2026 im Diogenes Verlag. Das Buch umfasst 304 Seiten und das Cover ist stimmig zum Setting gestaltet. In der Geschichte ...

Der Krimi "Heaven's Gate“ wurde von Daniel Faßbender verfasst und erschien am 25. Februar 2026 im Diogenes Verlag. Das Buch umfasst 304 Seiten und das Cover ist stimmig zum Setting gestaltet. In der Geschichte geht es um Caruso, einen ehemaligen deutschen Profisurfer, der auf der philippinischen Insel Surogao in Geldnöten steckt. Als eine Spanierin ihn bittet, ihren vermissten Sohn zu suchen, nimmt er den Auftrag an. Schnell merkt er, dass hinter dem Verschwinden mehr steckt: Die paradiesische Insel ist ein gefährlicher Drogenumschlagplatz und Caruso gerät in einen Strudel aus Korruption und Gewalt. Der Schreibstil des Autors ist flüssig, ruhig und sehr bildhaft. Die lebendigen Beschreibungen der Insel und ihrer Atmosphäre lassen die Umgebung förmlich greifbar werden. Die Spannung bleibt dabei von Anfang bis Ende hoch, die Krimihandlung ist gekonnt und fesselnd aufgebaut. Die Charaktere sind klar nachvollziehbar gestaltet. Besonders Caruso wirkt als Hauptfigur authentisch und vielschichtig. Seine Vergangenheit als Surfer und sein jetziges Leben als Privatdetektiv fügen sich zu einer glaubwürdigen und sympathischen Persönlichkeit zusammen, deren Handlungen und Gedanken stets verständlich bleiben. Insgesamt ist das Buch ein gelungener, kurzweiliger Krimi, der nicht nur spannende Unterhaltung bietet, sondern auch zum Nachdenken anregt.

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Veröffentlicht am 26.02.2026

Caruso zwischen den Zeilen. Sympathisch und tiefgründig.

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Ein außergewöhnlich literarischer, solider und entspannter Krimi mit Seltenheitswert.
Sympathischer Protagonist mit Vorgeschichte und Grips, ohne Hochglanz-Anstrich.
Gefällt mir.
Die Charaktere in Heaven's ...

Ein außergewöhnlich literarischer, solider und entspannter Krimi mit Seltenheitswert.
Sympathischer Protagonist mit Vorgeschichte und Grips, ohne Hochglanz-Anstrich.
Gefällt mir.
Die Charaktere in Heaven's Gate kommen authentisch daher und bringen Integrität mit. Mehr noch, sind sie wirklich raffiniert gezeichnet. Manchmal hintergründig intelligent, auf angenehme Weise scharfzüngig, charismatisch, loyal. Oder eben auch irgendwie dann doch gar nicht so unsympathische Unsympathlinge.
Caruso erinnert mich an Serien wie Colter Shaw, bloß mit mehr Antihelden-Flair; macht neugierig auf Daniel Faßbender, der ein Garant für eine gute Geschichte ist.
Wer zweimal hinschaut und tiefer zuhört, findet in Caruso einen antiheldisch gemalten Charakter, der genau das eben doch nicht ist. Horst Eckert zitiert: „Wer Caruso nicht in sein Herz schließt, hat keins.“; weiter: wer Caruso nicht in sein Herz schließt, hat nicht zwischen den Zeilen gelesen.
Dort schreibt Daniel Faßbender eine Persönlichkeit, die sich hinter einer zutiefst Lebens-realistischen, pseudo-performativen Resignation erzählt, die Caruso vor allem sich selbst nicht glaubhaft machen kann; mit einem Herz, das vielleicht tiefer ist, als alle anderen zusammen.
Ein Kriminalroman, der poetisch-bildhaft eine fesselnde Story mit einem großartigen Plot einrahmt und sichtbar macht, das Leben nicht schwarz oder weiß stattfindet, sondern sich in den Grautönen ereignet.

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Veröffentlicht am 25.02.2026

Ermittlungen im Surfer-Paradies

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Klappentext:
Nach Monaten des bittersüßen Nichtstuns auf der philippinischen Insel Surogao steht Caruso, ehemaliger deutscher Profisurfer und Privatdetektiv, tief in der Kreide. Da kommt die schöne Spanierin ...

Klappentext:
Nach Monaten des bittersüßen Nichtstuns auf der philippinischen Insel Surogao steht Caruso, ehemaliger deutscher Profisurfer und Privatdetektiv, tief in der Kreide. Da kommt die schöne Spanierin sehr gelegen, die ihn beauftragt, ihren verschwundenen Sohn wiederzufinden. Die Insel, ein Paradies für Wellenreiter und Touristen auf Selbstsuche, ist ein heißumkämpfter Umschlagplatz für Drogen. Schnell führen seine Ermittlungen Caruso in einen Abgrund aus Gewalt und Korruption und zu mehr als einem verlorenen Sohn.

„Heaven’s Gate“ von Daniel Faßbender führt die Leserinnen auf die philippinische Insel Surogao. Die Philippinen sind ein Handlungsort, der nicht oft in Büchern vorkommt und hat mich daher interessiert.

Im Mittelpunkt steht Caruso. Einst war er Profi-Surfer, jetzt versucht er sich als Privatdetektiv mehr schlecht als recht über Wasser zu halten.
Als Caruso dringend Geld braucht, kommt Ángel Guzmán Gaviria zu ihm. Ihr Sohn Juan ist verschwunden und Caruso soll ihn finden. Der philippinischen Polizei traut Ángel Guzmán Gaviria nicht zu, den Sohn zu finden. Die Bequemlichkeit der örtlichen Polizei, hat für Caruso seine Vorteile, es bringt ihm doch immer wieder einen Auftrag ein.
So macht er sich daran Juan zu finden. Dabei stößt er auf Korruption, Drogen und Alkohol. Unterstützung bekommt er durch den Hacker Yahoo.

Daniel Faßbender verbindet in seinem Kriminalroman das Parasitische der Insel Surogao, mit den Abgründen, die er entdeckt und natürlich mit Spannung.

Die Charaktere sind gut gezeichnet. Caruso ist ein Unikum, er frönt am liebsten dem Nichtstun, Surfen ist seine Leidenschaft, er kann sich aber auch in die Ermittlungen stürzen. Denn mit dem Geld, das er damit verdient, kann er wieder dem Nichtstun frönen.
Daniel Faßbender beschreibt den Handlungsort eindrucksvoll und gibt seinen Leser
innen auch tiefe Einblicke in das Surfen. Ich konnte das Meer rauschen hören und die Wellen vor meinem inneren Auge brechen sehen.

Die philippinische Polizei gibt in dieser Geschichte kein gutes Bild ab. Willkür und Faulheit zeichnen sie eher aus.

Der Autor lässt das Surfer Paradies sich mit den Ermittlungen abwechseln. So ist das Buch sehr kurzweilig, unterhaltsam und auch spannend.

„Heaven’s Gate“ habe ich gerne gelesen, ich würde mich freuen Caruso einmal wieder zutreffen.

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