Solider Krimi und ein Ausflug ins Surfermilieu
Da ist er also wieder. Der Oligarchensohn samt Anhang. Tut so, als könne er surfen. Hat sich extra ein teures Brett zugelegt. Als ob er damit über die Wellen gleiten könnte, wie ein Meister. Angeber. Das ...
Da ist er also wieder. Der Oligarchensohn samt Anhang. Tut so, als könne er surfen. Hat sich extra ein teures Brett zugelegt. Als ob er damit über die Wellen gleiten könnte, wie ein Meister. Angeber. Das sind die Gedanken von Caruso. Aber was soll´s. Heute sind die Wellen sehr hoch und er ist mitten in seinem Element. Bis dieser arrogante Typ droht zur ertrinken. Was macht Caruso? Er rettet ihn, weil seine Entourage auch nicht surfen kann. Dass ihm das zum Verhängnis wird und gar seinen Tod bedeuten könnte, das ahnt Caruso nicht.
Caruso bekommt einen ganz besonderen Auftrag. Eine hübsche Lady besucht ihn und bittet darum, ihren Sohn zu finden. Er ist seit zwei Wochen spurlos verschwunden. Sie gibt ihm einen hohen Vorschuss. Da Caruso chronisch pleite und zudem mit seiner Miete weit im Rückstand ist, nimmt er den Auftrag an. Für ihn ist schnell klar, dass der Junge sich absetzte und nicht gefunden werden möchte. Er wird wohl am Strand herumlümmeln. Mit Dope und einer netten Lady. Leider liegt er damit aber völlig falsch.
„Heavens Gate“ spielt auf den Philippinen. Auffallend ist am Anfang, wie genau der Autor das Surfen beschreibt. Für Fans dieses Sport bestimmt interessant. Die Story plätschert zunächst dahin. Sie spielt zwischen Asien und Deutschland. Die Kapitel sind kurz und das gefiel mir gut. Die Sprache locker mit häufiger wörtlicher Rede, für mich oft zu locker. Etwa in der Mitte fing es dann an, spannender zu werden. Es gibt einige Wendungen, die aber nicht immer nachvollziehbar, will sagen realistisch, sind. Die vier Sterne sind sehr wohlwollend von mir, da ich immer denke, dass hinter jedem Buch viel Arbeit steckt. Zum Glück arbeitet Diogenes nicht mit „Autoren“, die ihre Werke mit Künstlicher Intelligenz schreiben lassen.