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Veröffentlicht am 31.03.2026

Über einen Bürgerkrieg, der viele Unschuldige tötete

Entscheidung in Spanien
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Kaum nachvollziehbar aber leider wahr. In Spanien gab es im letzten Jahrtausend einen Bürgerkrieg, der viele Todesopfer forderte. Hier kämpften Brüder gegeneinander und Familien wurden durch unterschiedliche ...

Kaum nachvollziehbar aber leider wahr. In Spanien gab es im letzten Jahrtausend einen Bürgerkrieg, der viele Todesopfer forderte. Hier kämpften Brüder gegeneinander und Familien wurden durch unterschiedliche Ansichten getrennt. So viele Dörfer und Städte waren Orte der Verwüstung. Faschisten wollten die Macht an sich reißen und es gelang ihnen. Zu ihren Helfern gehörten auch die Waffen der Deutschen. Deren Flugzeuge zerbombten unter anderem das Dorf Guernica. Es war ein Luftkrieg gegen die wehrlose Zivilbevölkerung.

Auch damals gab es Journalisten und Kriegsreporter, die von der Front berichteten. Sie verdrängten dabei jede Gefahr für Leib und Leben. Zu ihnen zählte neben Martha Gelhorn auch ihr Lebensgefährte und spätere Ehemann Ernest Hemingway. Dass der Name Willy Brandt ebenfalls in dem Buch "Entscheidung in Spanien" genannt wird, erstaunte mich. Er kämpfte damals bereits gegen den Faschismus und für Demokratie.

Eigentlich unglaublich, dass es innerhalb Europas einen so blutigen Bürgerkrieg gab. Dass sogar Herr Hitler um Mithilfe gebeten wurde, nicht wirklich überraschend. War doch Franco für einige Zeit einer seiner engen Verbündeten innerhalb Europas. Das Buch überzeugt durch detaillierte Darstellungen des Krieges. Der Fokus liegt dabei nicht auf die Erfolge der kriegsführenden Parteien. Es ist das Leid der Unschuldigen, das zu Herzen geht. Für mich ein ganz wichtiges Buch, das zeigt, wie grausam Menschen sein können. Sind es nicht Frauen und Kinder, die am meisten unter den Kämpfen der Mächtigen leiden?

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Veröffentlicht am 31.03.2026

Zwischendurch recht spannend, aber es gibt viel Luft nach oben

Wo ist meine Tochter?
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"Wo ist meine Tochter" beginnt mit einem Schulfest. Die Kinder haben sich verkleidet und tanzen miteinander in der großen Aula. Auch Hollie ist dabei und fühlt sich in ihrem Schmetterlingskostüm sehr wohl. ...

"Wo ist meine Tochter" beginnt mit einem Schulfest. Die Kinder haben sich verkleidet und tanzen miteinander in der großen Aula. Auch Hollie ist dabei und fühlt sich in ihrem Schmetterlingskostüm sehr wohl. Leider hat sie aber auch in diesem Jahr nicht den ersten Platz für das beste Kostüm einfahren können. Ihre Mutter will sie tröstend in die Arme nehmen und mit ihr nach Hause fahren. Aber Hollie ist spurlos verschwunden.

Zunächst war das Buch für mich sehr verwirrend. Unterschiedliche Aussagen der Mutter und diese unterschwelligen Andeutungen, nein das trug nicht zum Verständnis bei. Der Krimi ist stellenweise zu brutal und nicht wirklich realistisch. Die Idee gefiel mir gut und auch das Ende war nicht vorauszusehen. Welche Rolle die Zwillingsschwester dann tatsächlich spielt, bleibt ein Geheimnis. Sowie es auch weitere Fragen gibt, die leider nicht aufgelöst wurden.

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Veröffentlicht am 30.03.2026

Hans Christian Andersen hautnah erleben

Die Liste der Lebenden
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Am 13. September 1858 geschah das Unglaubliche. Das eigentlich unsinkbare Schiff, mit modernster Technik ausgestattet, sank. 495 Menschen starben. Unter ihnen auch eine enge Freundin des berühmten Dänen ...

Am 13. September 1858 geschah das Unglaubliche. Das eigentlich unsinkbare Schiff, mit modernster Technik ausgestattet, sank. 495 Menschen starben. Unter ihnen auch eine enge Freundin des berühmten Dänen Hans Christian Andersen, Henriette Wulff. Sie rettete sich zunächst auf eine Türe und hoffte stundenlang auf die Erlösung. Dabei schrieb sie fiktive Briefe. Also in Gedanken. Alles, was sie Herrn Christian schon immer sagen wollte, kam ihr im Angesicht des Todes in den Sinn.

In Kopenhagen wartete der Dichter auf ein Lebenszeichen von Henriette. Obwohl er sehr verärgert war, dass sie ihn verließ und in die USA auswandern wollte. Sie fehlt ihm schon jetzt. Um seine Sorgen zu vergessen, schreibt auch er Briefe. Beide trauen sich endlich, ihre Gefühle füreinander zu offenbaren. Gleichzeitig erfährt der Leser auch noch eine Menge über das Leben von Andersen und Wulff.

Ein Buch, das nicht mit Spannung oder Erotik aufwartet. Leise Töne und versteckte Sympathiebekundungen machen es so lesenswert. Die Sprache ist ein genaues Abbild jener Zeit. Ein wunderschönes Stück Vergangenheit, das mir den Dichter noch ein Stück näher brachte. Die Recherchen des Autors waren äußerst umfangreich, denn über Frau Wulff gibt das Netz nur wenig her. Interessant fand ich seinen Verweis auf Artikel zu den beiden Briefschreibern.

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Veröffentlicht am 27.03.2026

Ein gutes Buch, das volle Konzentration verlangt

Das glückliche Schicksal
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Wandas Vater war Zwangsarbeiter in Deutschland. Mittlerweile kann er nicht mehr arbeiten. Die Folgen von Hunger, Misshandlungen und Überlastung machen sich immer häufiger bemerkbar. Wie Wanda lebt er in ...

Wandas Vater war Zwangsarbeiter in Deutschland. Mittlerweile kann er nicht mehr arbeiten. Die Folgen von Hunger, Misshandlungen und Überlastung machen sich immer häufiger bemerkbar. Wie Wanda lebt er in Krakau und von hier aus macht sich die Tochter auf den Weg in den Westen. Zum ersten Mal. Ihr Ziel ist Venedig, wo das das Ehepaar Mrugalski lebt. Sie möchte ein Interview mit Herrn Henryk Mrugalski machen. Die beiden nehmen sie herzlich auf.

"Das glückliche Schicksal" taucht ein in die Erinnerungen von Henryks Lagerhaft im Ural. Er wurde verurteilt, weil er angeblich flüchten wollte. Kaum mehr lebensfähig wurde er begnadigt und das Schicksal meinte es gut mit ihm. Er fand nämlich auch seine jüdische Frau und beide konnten als Exilanten nach London reisen. Zunächst hat Wanda es nicht leicht mit dem Herren. Es sieht aus, als sei eine Mauer zwischen ihnen aufgebaut. Zum Glück währte diese Befangenheit nicht lange.

Der Roman ist fesselnd und zugleich stimmt er sehr nachdenklich. Es werden Ereignisse aufgeführt, die sich im grausamen Krieg und seinen Nachwehen ereigneten. Kein Buch, das mit erhobenem Zeigefinger oder gar Verurteilungen daherkommt. Sachlich und klug ausgearbeitet, so empfand ich es beim Lesen. Mein Fazit: Hervorragende Lektüre, die volle Aufmerksamkeit verlangt.

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Veröffentlicht am 27.03.2026

Männer wie Willy Brandt fehlen mehr denn je

Nein sagen
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Am 20. Juli 1944 wurde ein Attentat auf den „Führer“ verübt. Tapfere Männer wollten auf diese Weise dem Grauen de Krieges ein Ende bereiten. Leider misslang die Aktion und es folgte eine Flut von Hinrichtungen. ...

Am 20. Juli 1944 wurde ein Attentat auf den „Führer“ verübt. Tapfere Männer wollten auf diese Weise dem Grauen de Krieges ein Ende bereiten. Leider misslang die Aktion und es folgte eine Flut von Hinrichtungen. In jedem Jahr wird dieser Helden gedacht und so geschah es auch im Jahr 2025. Zu den geladenen Rednern gehörte Matthias Brandt und er überlegte lange, ob er dieser Einladung folgen sollte. Aber sein Pflichtbewusstsein besonders im Hinblick auf seine Eltern, ließen ihn zusagen. Seine Gedanken dazu schrieb er in seinem Buch "Nein sagen" nieder.

Ich hörte mir das Buch als Hörbuch an und war gefesselt. Als Sohn des ehemaligen Kanzlers Willy Brandt berichtet er Ereignisse aus seinem Leben, die ich nicht kannte. Ja, der „Kniefall von Warschau“ ist wohl den meisten Deutschen ein Begriff. Für Willy Brandt war wichtig, dass sich die ehemaligen Feinde annähern und das Verhältnis begann, sich zu entspannen. Aber auch, dass er vor Hitler und seinen Schergen fliehen musste? Dass er aktiv im Widerstand kämpfte und das von Norwegen aus? Willy Brandt ist in meinen Augen noch immer ein Vorbild. Politiker, wie er es war, die fehlen heute. Auf welche Weise er damals seinen Platz räumen musste, ist für mich bis heute nicht nachvollziehbar. Mehr werde ich nicht offenbaren, denn dieses Buch sollte auf vielen Wunsch- und Einkaufslisten stehen.

Neben dem Inhalt des Buches gefiel mir der Vortrag des Autors ebenfalls sehr gut. Er präsentiert sein Werk völlig unaufgeregt, aber im Verweis auf die nationalsozialistischen Kräfte in Deutschland, sehr deutlich. Ganz klare Empfehlung gibt es daher von mir.

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