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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.01.2026

Cooler Reiseführer!

Coolcation Europa
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Da wir zu heiße Temperaturen nicht mögen hat uns dieser spezielle Reiseführer interessiert und nicht enttäuscht. Die ganze Aufmachung ist durchdacht und das Buch ist sinnvoll strukturiert. Über die Europakarte ...

Da wir zu heiße Temperaturen nicht mögen hat uns dieser spezielle Reiseführer interessiert und nicht enttäuscht. Die ganze Aufmachung ist durchdacht und das Buch ist sinnvoll strukturiert. Über die Europakarte kann man sich den Zielen nähern, die vom eigenen Wohnort nicht zu weit entfernt sind und bekommt einen schönen Überblick über die erfrischenden Reiseziele. Die Aufteilung in vier große Segmente (Wasser, Berge, Stadt, Land) ist eine sinnvolle Struktur, falls man von Anfang an eine bestimmte Art von Urlaub im Blick hat. Die einzelnen Ziele sind teilweise absehbar, es gab aber auch viele für uns überraschende Urlaubsziele im Buch. Für die einzelnen Ziele gibt es keine feste Seitenanzahl, sondern es wird dem Inhalt angepasst, das ist sehr schön. Auch sind die Tipps sehr hilfreich, es gibt wiederkehrende Rubriken wie Tipp und Info (mit Anreise und Wissenswertem), die das Auffinden bestimmter Details einfach machen. Besonders gut hat mir gefallen, dass es auch Themen gab, die zum Nachdenken anregen, wie zum Beispiel der Nachhaltigkeitskodex zu Beginn oder Hinweise zu Heilklimaorten, die man meistens gar nicht auf dem Schirm hat und gerade weil sie geprüft sind und ein gut verträgliches Klima haben, eine tolle Alternative sind. Auch die Fotos im Buch sind gut gewählt und schön anzusehen. Man bekommt einen guten Eindruck von den jeweiligen Reisezielen. Das Konzept ist einfach bestechend gut, wir sind sehr zufrieden mit diesem Europa-Reiseführer.

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Veröffentlicht am 09.01.2026

Guter Schreibstil, aber der Plot könnte spannender sein

Perfect Crime - Wenn niemand dir glaubt
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Der Schreibstil hat mir gefallen. Das Buch lässt sich gut und flüssig lesen, obwohl ich es nicht besonders spannend fand. Es gibt verschiedene Erzählzeiten und Perspektiven, die man nicht alle sofort einordnen ...

Der Schreibstil hat mir gefallen. Das Buch lässt sich gut und flüssig lesen, obwohl ich es nicht besonders spannend fand. Es gibt verschiedene Erzählzeiten und Perspektiven, die man nicht alle sofort einordnen kann, da sich zwischen Gegenwart und Rückblenden zu einer anderen Person auch Auszüge aus Emilias Buchtext befinden. Trotzdem hatte ich immer das Gefühl, einen guten Überblick zu haben. Die Perspektive der Hauptfigur und Autorin Emilia ist interessant, aber je mehr seltsame und unerwartete Dinge passierten, umso unglaubwürdiger fand ich ihre Gedanken und Handlungen. Der Plot wirkt am Ende sehr konstruiert, die überraschende Wendung war nicht ganz so unerwartet und die Auflösung zieht sich etwas hin. Die Grundidee fand ich nicht schlecht, das Buch hat seine Stärken in der ersten Hälfte. Deshalb vergebe ich trotz des etwas lahmen Endes noch 3,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 08.01.2026

Feinsinnige Kurzgeschichten

Der Fluss der Zeit
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Für mich war es die erste Erfahrung mit Werken von Pascal Mercier und bin begeistert vom wunderschönen, federleichten Schreibstil. Inhaltlich fand ich alle fünf Kurzgeschichten sehr ansprechend. Sie sind ...

Für mich war es die erste Erfahrung mit Werken von Pascal Mercier und bin begeistert vom wunderschönen, federleichten Schreibstil. Inhaltlich fand ich alle fünf Kurzgeschichten sehr ansprechend. Sie sind sehr feinsinnig und psychologisch nachvollziehbar. Selbst ungewöhnliches Verhalten der Charaktere wird glaubhaft und stimmig beschrieben. Jede Geschichte ist auf ihre Weise wunderschön und ich kann mich gar nicht entscheiden, welche mir am Besten gefällt. Sie verfügen alle über eine große psychologische, ja philosophische Tiefe, die ich beeindruckend finde. Gerade weil es sich um kurze Geschichten handelt, sind sie sehr pointiert, ohne aufdringlich zu sein. Für mich sind sie meisterhaft geschrieben, da Inhalt und Schreibstil wunderbar harmonieren und sie gute Gedankenanstöße geben.

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Veröffentlicht am 08.01.2026

Wichtige Perspektive eindringlich beschrieben

Für immer
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Dieses Buch hat mich tief beeindruckt und ich fand es sehr wichtig, dass sich ein Hinterbliebener, ein Angehöriger auf diesem Weg zu Wort gemeldet hat. Diese Seite wird oft nicht gesehen und ich fand den ...

Dieses Buch hat mich tief beeindruckt und ich fand es sehr wichtig, dass sich ein Hinterbliebener, ein Angehöriger auf diesem Weg zu Wort gemeldet hat. Diese Seite wird oft nicht gesehen und ich fand den Mut von Georg Metger beeindruckend. Das Buch ist sehr bedacht formuliert und gut aufgebaut. Man spürt ab der ersten Seite die tiefe Betroffenheit und das gleichzeitige Ringen um den richtigen Umgang mit der Situation, den Medien, den Behörden. Er erzählt etwas über sein Leben mit den Verstorbenen und ihre Charaktere, Hobbies, usw. und gibt ihnen dadurch ihre Menschlichkeit zurück. Außerdem berichtet er darüber, wie er, seine Angehörigen und andere Hinterbliebene die Zeit nach der Tat erlebt haben und wie nicht nur diese, sondern auch die Ungewissheit, dann das Wissen, der offizielle und mediale Umgang traumatisiert haben. Auch praktische Dinge, wie Unterkunft, Zutritt zum Haus und die Nachlaßregelung werden offen geschildert. Alles zusammen macht dem Leser bewusst, wie unfassbar diese Situation für die Angehörigen ist. Für mich verdient auch Respekt, wie würdevoll es Georg Metger gelingt, Fassung und Haltung zu bewahren bzw. zu gewinnen. Als Verdächtigter führte er ein Leben unter dem Brennglas und musste doch auch seinen Alltag bewältigen und sich um seine Kinder kümmern. Sehr gut hat mir gefallen, dass mit seinem erwachsenen Sohn eine weitere Perspektive geschildert wurde. Nach dem Lesen dieses Buches sehe ich auch den aktuellen True Crime Hype deutlich kritischer, da es für die Hinterbliebenen eine Herausforderung bis Zumutung sein kann.

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Veröffentlicht am 03.01.2026

Ein schöner, bitterböser Heimatroman

Gromzell
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Aus den verschiedenen Perspektiven seiner Bewohner und Bewohnerinnen schildert der Autor das Leben in einem Bergdorf namens Gromzell. Die Strukturen einer dörflichen Gemeinschaft werden mit Humor offengelegt ...

Aus den verschiedenen Perspektiven seiner Bewohner und Bewohnerinnen schildert der Autor das Leben in einem Bergdorf namens Gromzell. Die Strukturen einer dörflichen Gemeinschaft werden mit Humor offengelegt und analysiert. Ausgehend vom Tod der ältesten Bewohnerin Marie werden die Charaktere treffend in einer Ausnahmesituation in der Enge des Dorfes beschrieben. Er demaskiert Aberglauben, Borniertheit und Beharrungswillen durch die bedrohlich wahrgenommene Veränderung aufgrund des Todesfalls. Dirk Bernemann gelingt es meisterhaft, Gromzell und seine Bevölkerung verdichtet aus Klischees, Vorurteilen, Glaube und Abhängigkeiten zu schildern. Das Ganze geschieht mit einer großen psychologischen Tiefe, ist nachvollziehbar, intelligent und aufgrund der guten Beobachtungs- und Analysegabe des Autors bitterböse und sehr unterhaltsam. Mich hat das Buch sehr gut unterhalten, die Charaktere fand ich glaubhaft und das auch manchmal absurde Verhalten in ihrer speziellen Gedanken- und Erlebniswelt nachvollziehbar.

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