Profilbild von Hornita

Hornita

Lesejury Star
offline

Hornita ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Hornita über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.04.2026

Cooler Aufhänger, sympathische Charaktere

Mord ist die beste Beseitigung
0

Dies ist der zweite Fall für Svetlana und Tommi und er hat mir besser gefallen als der erste Band, da ich ihn ausgewogener fand. Die Reihe lebt von den sympathischen Charakteren, vor allem Svetlana gefällt ...

Dies ist der zweite Fall für Svetlana und Tommi und er hat mir besser gefallen als der erste Band, da ich ihn ausgewogener fand. Die Reihe lebt von den sympathischen Charakteren, vor allem Svetlana gefällt mir sehr gut. Auch tauchen einige skurrile Nebenfiguren aus dem ersten Teil wieder auf, so dass man sich direkt heimisch fühlt. Ich glaube, dass man auch gut zurechtkommt, wenn man den ersten Band nicht gelesen hat. Tommis schriftstellerische Bemühungen fand ich etwas anstrengend und deshalb hätten sie für mich weniger Raum haben dürfen. Der Fall ist interessant und vor allem der Aufhänger mit dem Reiseruf ist mal was anderes, nostalgisch und ungewöhnlich zugleich. Es gibt einiges an Cosy Beiwerk, aber zum spannenden Ende hin konzentriert sich die Handlung auf den Fall. Es wird ein richtiger Showdown geboten mit einer überraschenden Wendung, die ich nicht erahnt habe, die aber trotzdem plausibel ist. Einige nebensächliche Details bleiben offen, dennoch fand ich das Ende befriedigend. Das Buch lässt sich sehr gut lesen, ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Da es noch ein bisschen Luft nach oben gibt, vergebe ich gute vier Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.04.2026

Rasant und spannend

Das letzte Buch von Marceau Miller
0

Ab der ersten Seite hatte ich Spaß an diesem Buch. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen und die Handlung nimmt sofort Fahrt auf. Da der Schwung nie abreißt habe ich das Buch an einem Tag gelesen. ...

Ab der ersten Seite hatte ich Spaß an diesem Buch. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen und die Handlung nimmt sofort Fahrt auf. Da der Schwung nie abreißt habe ich das Buch an einem Tag gelesen. Es gibt einige Perspektivwechsel, die so gut dosiert waren, dass man den Überblick nicht verlieren konnte. Das Manuskript von Marceau Miller wurde geschickt in die Handlung eingebaut und hat die jeweiligen Abschnitte gut unterstützt. Ich wusste lange nicht, wo die Geschichte hinführt, aber gerade ein guter Aufbau ist ja die Kunst einer spannenden Geschichte. Die Charaktere und die alten Freundschaften fand ich gut gezeichnet und glaubhaft. Nach und nach zeigen sich Geheimnisse der Vergangenheit und Gegenwart und ich fand die Lösung am Ende dramatisch, aber nachvollziehbar. Auch das schöne Setting mit teilweise dramatischer Landschaft hat die Spannung gut unterstützt. Ich bin sehr zufrieden und kann diesen Spannungsroman uneingeschränkt empfehlen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.04.2026

Beschauliches Dorf-Setting

Mirabellentage
0

Mir hat die Geschichte über die Haushälterin Anna gut gefallen, die nach dem Tod ihres Jugendfreunds, Arbeitgebers und Dorfpfarrers Josef ihr Leben neu ordnen muss. In Erinnerungen wird beider Lebensgeschichte ...

Mir hat die Geschichte über die Haushälterin Anna gut gefallen, die nach dem Tod ihres Jugendfreunds, Arbeitgebers und Dorfpfarrers Josef ihr Leben neu ordnen muss. In Erinnerungen wird beider Lebensgeschichte im Dorf erzählt, die jeweils vorgezeichnet oder fremdgesteuert war. Die Charaktere sind tief und komplex dargestellt, ich fand sie sehr sympathisch und glaubhaft. Die kleinen Ausbrüche aus dem Alltag waren sehr charmant und liebenswert. Die Schilderung des Dorflebens fand ich dagegen oft zu ausführlich, es werden für meinen Geschmack zu viele lustige Anekdoten erzählt und auch die Informationen und Lebensgeschichten zu den Dorfbewohnern sind zu detailreich und lang. Das hat die Gegenwartserzählung etwas aus dem Fluss gebracht, da für mich Anna das Hauptmotiv des Buches war und der Fokus etwas verloren ging. Die nette, beschauliche Stimmung im Dorf und der Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft werden aber gut transportiert und man fühlt sich beim Lesen sehr wohl. Dank des guten Schreibstils lässt sich das Buch sehr gut lesen und ich finde es empfehlenswert.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.04.2026

Tradition und Moderne gekonnt miteinander verflochten

Die Stimmen der Nacht
0

Die Familien- und Lebensgeschichten von Margaret und Benjamin werden in drei großen Erzählzeiten und aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Obwohl die Zeitwechsel auch unangekündigt kommen, habe ich den ...

Die Familien- und Lebensgeschichten von Margaret und Benjamin werden in drei großen Erzählzeiten und aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Obwohl die Zeitwechsel auch unangekündigt kommen, habe ich den Überblick meistens behalten und fand die verschiedenen Sichtweisen gut gemacht und sehr interessant. Der Schreibstil hat mir gut gefallen, ich habe schnell ins Buch und in das für mich ungewohnte Setting in Nigeria reingefunden. Gerade die frühe Erzählperspektive der Ahnen hat mir besonders gut gefallen, man bekommt einen besonderen Eindruck und Blick auf die Kolonialisierung Nigerias und die Auswirkungen auf die alten Familien- und Dorfstrukturen. Die Mischung aus Tradition und Moderne im Buch fand ich sehr reizvoll, auch die langfristigen Auswirkungen auf die Betroffenen über Generationen hinweg. Nach der Hälfte war die Handlung einen Tick langatmig, ansonsten wirklich ansprechend. Ergänzend hätte ich mir noch ein Personenregister, ein Glossar und eine Landkarte gewünscht, um Verständnis und Überblick zu vereinfachen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.04.2026

Interessantes Motiv, aber streckenweise langatmig

Schlaf
0

Man begleitet Margaret in großen Kapiteln mit Zeitsprüngen durch ihr Leben. Der Schreibstil hat mir gut gefallen, die Erzählzeit und die Kindheits- und Missbrauchserinnerungen werden gut transportiert. ...

Man begleitet Margaret in großen Kapiteln mit Zeitsprüngen durch ihr Leben. Der Schreibstil hat mir gut gefallen, die Erzählzeit und die Kindheits- und Missbrauchserinnerungen werden gut transportiert. Gerade der erste Abschnitt über Margarets Kindheit war für mich das Beste am Buch. Die Figur der Mutter ist stellenweise klar, manchmal aber auch nebulös und wenig greifbar, das macht sie glaubhaft und ihr Verhalten realistisch. Gerade die Darstellung ihrer Prioritäten fand ich gut gemacht. Danach fand ich die Geschichte ziemlich banal und langatmig. Margarets Alltag mit Ex-Mann, neuem Partner, Kindern, usw. sind ziemlich unspektakulär und nicht wirklich interessant. Das aufgrund des Klappentextes erwartete Grundmotiv (Verhältnis zur Mutter, Missbrauch) wird zwischendurch und auch am Ende nur gestreift. Ich hätte mir eine bessere Ausarbeitung gewünscht. Dagegen wird klar transportiert, dass die Mißbrauchserfahrung ebenso wie das Verhalten der Mutter immer in Margarets Kopf sind und ihre Gedanken und ihr Verhalten beeinflussen. Das Buch lässt sich gut lesen, hat meine Erwartungen aufgrund des Klappentexts nicht erfüllt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere