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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.03.2022

Sympathische Ermittlerin

Boom Town Blues
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Patsy Logan, Kommissarin des Münchner LKA, nimmt sich Bildungszeit, so heißt es zumindest offiziell. Inoffiziell sucht sie in Dublin Zuflucht vor privaten Sorgen und beruflichem Ärger: Ihre Ehe kriselt, ...

Patsy Logan, Kommissarin des Münchner LKA, nimmt sich Bildungszeit, so heißt es zumindest offiziell. Inoffiziell sucht sie in Dublin Zuflucht vor privaten Sorgen und beruflichem Ärger: Ihre Ehe kriselt, der unerfüllte Kinderwunsch belastet sie schwer und der verdiente Karrieresprung wird ihr zugunsten eines männlichen Kollegen verwehrt. Doch Patsy will in Irland nicht nur Abstand von ihrem Alltag gewinnen. Sie möchte auch Hinweisen von Menschen nachgehen, die ihren Vater lebend in Dublin gesehen haben wollen. Das ist einigermaßen verwirrend, denn: Patsys Vater ist seit vielen Jahren tot. Als in der österreichischen Botschaft eine junge deutsche Praktikantin mit Blausäure vergiftet wird, ist es mit Patsys Auszeit und ihren privaten Nachforschungen schlagartig vorbei und sie muss zurück zu ihrer alten Stärke finden. Zusammen mit dem irischen Team und dem Kollegen Sam Feuerstein nimmt sie die Ermittlungen auf - und blickt mitten in die hässliche Fratze von Ausbeutung und Kapitalismus. (Quelle: Inhaltsangabe Lovleybooks)

Bisher kannte ich diese Reihe noch gar nicht und weil mir der Krimi gefallen hat, werde ich wohl auch die Vorgänger lesen werden. Die Protagonistin war in meinen Augen sympathisch, auch wenn ich einiges nicht so nachvollziehen konnte. Der Krimi springt zwischen Heute und Damals hin- und her, was mich etwas gestört hat, aber gut, ich mag einfach keine Bücher mit unterschiedlichen Zeiten und ständigem Hin- und Hergespringe. Der ganzen Geschichte hat es nicht schlecht getan. Das Thema Finanzkrise war sehr aktuell und hat mir gewissen Punkten wirklich die Augen geöffnet. Danke dafür. Der Protagonistin wünsche ich einen baldigen Abschluss mit der Vergangenheit und dass sie nur noch nach vorne sieht.

Klare Leseempfehlung von mir.

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Veröffentlicht am 01.03.2022

Wunderschöne Geschichte

Sheltie - Wie Sheltie zu uns kam
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Lustig, klug und ganz schön frech – so ist Emmas Pony Sheltie. Gemeinsam erleben die beiden aufregende Abenteuer und haben eine Menge Spaß! Emma will nicht aufs Land ziehen. Dort ist es bestimmt furchtbar ...

Lustig, klug und ganz schön frech – so ist Emmas Pony Sheltie. Gemeinsam erleben die beiden aufregende Abenteuer und haben eine Menge Spaß! Emma will nicht aufs Land ziehen. Dort ist es bestimmt furchtbar langweilig! Es erwartet sie jedoch eine riesige Überraschung: Vor der Tür steht ein Pony, das ihr ganz allein gehören soll. Die beiden werden sofort dicke Freunde und so lässt das erste Abenteuer nicht lange auf sich warten. (Quelle Inhaltsangabe Vorablesen)

Die Geschichte um Emma und Sheltie hat uns sehr gefallen. Die Geschichte geht so ans Herz und es wurde mal wieder offensichtlich, dass Tiere die besten Freunde sind. Die Dialoge sind schlicht und einfach und verständlich für die Kinder. Dazu sind sie sehr lustig hin und wieder, was uns gefallen hat. Die Illustrationen tun ihren Rest und sind eine wunderschöne Ergänzung zu dieser herzerwärmenden Geschichte.

Klare Leseempfehlung von uns.

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Veröffentlicht am 01.03.2022

Wunderschöne Geschichte

Die Dorflehrerin
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Tannau im Berchtesgadener Land. Als Antonie Weber, bei den Englischen Fräulein in München zur Lehrerin ausgebildet, 1911 im Bergdorf Tannau ihre erste Stelle antritt, rollt ihr eine Lawine von Misstrauen ...

Tannau im Berchtesgadener Land. Als Antonie Weber, bei den Englischen Fräulein in München zur Lehrerin ausgebildet, 1911 im Bergdorf Tannau ihre erste Stelle antritt, rollt ihr eine Lawine von Misstrauen und Vorurteilen entgegen. Aber Antonie ist aus hartem Holz geschnitzt. Als Waise aufgewachsen, war ihr eigener Weg zu Bildung und Beruf hart erkämpft. Lehrerin zu sein ist ihre wahre Berufung, verfügt sie doch über die Gabe, ihre Schüler für das Lernen zu begeistern und ihnen den Wert von Bildung nahezubringen. So findet sie in ihren kleinen Schützlingen schnell Verbündete. Als sie sich in den Revierförster Sebastian verliebt, steht sie vor der schwersten Entscheidung ihres Lebens: Folgt sie ihrer Berufung oder ihrem Herzen? (Quelle: Inhaltsangabe von Lovelybooks)

Ich fand diesen Roman sehr inspirierend. Die Protagonistin Antonie ist mir von der ersten Seite an ans Herz gewachsen und in gewissen Situationen habe ich sie sehr bewundert um ihren Mut und ihr Durchsetzungsvermögen und ihre Liebe zu den Kindern. Die Zeit um 1911 beschreibt und schildert die Autorin sehr authentisch, sodass ich mich gut in diese Zeit hineinversetzen konnte. Die ganze Mentalität der Leute, die Unterdrückung (vor allem der Frauen) und schwere Zeit wurde bildhaft und sehr klar veranschaulicht. Der gefühlvolle Schreibstil hat mir sehr gefallen und ich würde mich ebenfalls über eine Fortsetzung freuen.

Klare Kauf- und Leseempfehlung von mir. Danke für diesen Roman.

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Veröffentlicht am 03.01.2022

Eher enttäuschend

Kommissar Gennat und der Anschlag auf den Orientexpress
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Max Kaminski ist eigentlich Reporter, aber viel zu neugierig, um nicht auch selbst auf die Fährte von Verbrechern zu gehen. Als 1931 in der Nähe der Kleinstadt Jüterbog bei Berlin ein Zug entgleist und ...

Max Kaminski ist eigentlich Reporter, aber viel zu neugierig, um nicht auch selbst auf die Fährte von Verbrechern zu gehen. Als 1931 in der Nähe der Kleinstadt Jüterbog bei Berlin ein Zug entgleist und ein anonymer Brief mit einer Geldforderung auftaucht, ruft das die Berliner Kriminalpolizei auf den Plan. Aber Kommissar Gennat und seine Kollegen tappen zunächst im Dunkeln. Nach einigen Monaten entgleist dann in Ungarn der legendäre Orient-Express auf dem Weg nach Wien. Nicht nur die Showgröße Josephine Baker ist unter den Fahrgästen, auch der Reporter Max Kaminsky und seine Frau Lissy. Kaminsky gibt alles, um dem Attentäter auf die Spur zu kommen, bis ihm ein Zufall zuhilfe kommt… (Quelle: Inhaltsangabe auf Lovelybooks)

Ich habe den vorigen Fall mit Gennat und Kaminski sehr geliebt, deswegen war die Freude groß, als ich erfahren habe, diese Reihe wird fortgesetzt. Der Fall war an und für sich sehr informativ und interessant geschildert, allerdings ließ die Spannung nach der ersten Hälfte deutlich nach und der ganze Fall verhedderte sich in belanglosen Details und Szenerien, die einfach nicht vorangingen; außerdem gab es Figuren, die überflüssig waren. Im letzten Fall war es bei mir eindeutig Lissy, die in diesem Teil bzw. Fall total fehl am Platz war und mehr störte, als irgendetwas voranzubringen. Mich würde es freuen, wenn man sich nicht immer an ihr bedienen würde, um die richtigen Hinweise oder Spuren zu liefern. Das ist wiederholend und nicht gerade fördernd für meine Leselust. Denn das hatten wir alles schon. Der Fall war sehr gut recherchiert von der Autorin, darin ist sie einfach ein Genie. Die bildhaften Schilderungen machten die Szenerien sehr lebendig. Die Figuren Gennat und Max Kaminsiki finde ich sehr interessant, auch wenn Max bei diesem Fall in der zweiten Hälfte nicht mehr so oft vorkam, was bedauerlich ist. Vor allem Gennats Dialoge mit ihm oder mit Lissigkeit sind sehr unterhaltsam. Mir hat es bedauerlicherweise an Emotionen gefehlt. Vieles war mir zu emotionslos, wie z.b. das Verhalten der Kaminskis nach dem Attentat.

Ich würde mich freuen, wenn diese Reihe fortgesetzt wird, aber ich kann dieses Mal lediglich drei von fünf Punkten geben.

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Veröffentlicht am 03.01.2022

Nichts neues, nicht überraschend

Das Chalet
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Ein Luxus-Chalet in den französischen Alpen mitten im tiefsten Winter. Die Mitarbeiter eines erfolgreichen Social-Media-Start-ups haben sich hier eingemietet, um über das Übernahmeangebot eines großen ...

Ein Luxus-Chalet in den französischen Alpen mitten im tiefsten Winter. Die Mitarbeiter eines erfolgreichen Social-Media-Start-ups haben sich hier eingemietet, um über das Übernahmeangebot eines großen Unternehmens zu diskutieren. Die Stimmung ist angespannt. Alle hier haben etwas zu verlieren. Und manche viel zu gewinnen. Dann beginnt das Grauen: Ein Mitglied der Gruppe nach dem anderen wird ermordet oder verschwindet. Nach einem Lawinenabgang ist das Chalet von der Außenwelt abgeschnitten, es gibt keinen Handyempfang. Der Killer muss einer der Gäste sein … (Quelle: Klappentext, Lovelybooks)

Auch wenn ich mich sehr auf dieses Buch gefreut habe, weil Ruth Ware eine fantastische Autorin ist, muss ich gestehen, dass ich im Großen und Ganzen doch sehr enttäuscht bin.

Erstmal war die erste Hälfte sehr gewöhnungsbedürftig, um nicht zu sagen langweilig und alles andere als spannend. Es wird aus der Sicht von zwei Protagonisten erzählt. Teilweise ist die Handlung sehr unrealistisch und fadenscheinig. Fast alle Figuren sind unsympathisch, was die Lust am Lesen sehr erschwerte und nicht gerade steigerte. Motiv und Täter werden schon sehr bald klar und den Gedanken und die Hoffnung auf eine überraschende Wendung kann man schnell verwerfen. Die Idee und Umsetzung war nichts Besonderes, vor allem aber nicht neu.

Keine Leseempfehlung von mir und von mir gibt's gut gemeinte 3 von 5 Punkte.

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