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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.03.2020

Eine berührende Geschichte

Emily Pferdeflüsterin
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Emily ist anders als andere Mädchen, sie zieht sich in sich zurück und hält gerne Abstand zu Menschen. Ihr großer Wunsch ist ein eigenes Pferd. Der wird nach einem Gewinn in einer Quizshow erfüllt und ...

Emily ist anders als andere Mädchen, sie zieht sich in sich zurück und hält gerne Abstand zu Menschen. Ihr großer Wunsch ist ein eigenes Pferd. Der wird nach einem Gewinn in einer Quizshow erfüllt und macht Emily glücklich. Leider gibt es Probleme mit Runa, aber Emily wächst über sich hinaus und kann alles zum Guten wenden.
Insbesondere ihre Freundschaft zu Lea zeigt, dass Verständnis und Akzeptanz positive Auswirkungen haben. Emily wächst über sich hinaus. Das ist alles sehr ansprechend beschrieben und lässt den Leser alles hautnah miterleben.
Sehr gut hat mir die Beschreibung vom Verhältnis zwischen Emily und ihrem Vater gefallen. Das nicht immer einfache Miteinander wird realitätsnah dargestellt und berührt total. Insgesamt gibt es Szenen, die zum Lachen anregen und andere, die den Leser zum Nachdenken bringen. Eine interessante Geschichte, die auch Spannung nicht vermissen lässt.

Und hier die Rezension meiner 10jährigen Nichte:
Emily ist ein tolles Mädchen, das sich den Traum von einem eigenen Pferd erfüllen kann, Zusammen mit Lea, ihrer neuen Freundin, erlebt sie viele Abenteuer. Runa, ihr Pferd, vermisst ihren alten Freund und lässt sich darum nicht reiten. Nachdem sie Sky gefunden haben, ändert sich alles und Runa wird wieder lieb.
Ich finde das Buch mega cool, weil ich alle Tiere mag. Das Cover ist richtig schön und frühlingshaft. Die Farben sind richtig gut getroffen und der Titel passt mega gut. Die Schrift ist nicht zu klein und auch nicht zu groß. Die Seiten sind meistens sehr schön gestaltet. Das Buch ist auch sehr spannend und das tollste, das ich jemals gelesen habe.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.03.2020

Eine Frau mit Kaffee im Blut

Der Duft der weiten Welt
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Ein junges Mädchen strebt die Nachfolge des Vaters in der Welt des Kaffeehandels, einer Domäne Hamburger Männer, die Frauen nicht in ihren Kreisen dulden. Noch zu Schul- und Pensionatszeiten zeigt sie, ...

Ein junges Mädchen strebt die Nachfolge des Vaters in der Welt des Kaffeehandels, einer Domäne Hamburger Männer, die Frauen nicht in ihren Kreisen dulden. Noch zu Schul- und Pensionatszeiten zeigt sie, was in ihr steckt. Sie hat Schicksalsschläge zu erleiden und muss eine Vernunft-Entscheidung treffen, anstatt ihren Gefühlen zu folgen.

Anhand der tollen, realistischen Beschreibungen habe ich mich direkt in Hamburg wiedergefunden. Die Autorin hat einen tollen Schreibstil, der den Leser leitet und leicht in die Geschichte eintauchen lässt. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet. Die Protagonistin ist sympathisch und selbstbewusst; für die damalige Zeit eher unüblich. Sie entwickelt ihre Persönlichkeit und wird zu einer starken Frau, die schon in jungen Jahren nicht nur weiß, was sie will, sondern entsprechend ihren Weg geht.

Überraschende Wendungen halten die Spannung auf hohem Niveau. Es bleiben einige offene Fragen, die auf eine Fortsetzung hinweisen und den Leser neugierig auf die Entwicklungen zurücklassen. Ein gelungenes Werk.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.03.2020

Eine Familie, ihr Hotel und das Leben

Das Grand Hotel - Die nach den Sternen greifen
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In den ersten Kapiteln lernen wir die einzelnen Familienmitglieder kennen. Die Mutter und Witwe, die das Hotel seit vielen Jahren erfolgreich führt; der älteste Sohn ist Geschäftsführer und Miteigentümer ...

In den ersten Kapiteln lernen wir die einzelnen Familienmitglieder kennen. Die Mutter und Witwe, die das Hotel seit vielen Jahren erfolgreich führt; der älteste Sohn ist Geschäftsführer und Miteigentümer des Hotels, der zweite Sohn führt ein eigenes Hotel sowie ein Varieté in Berlin und das jüngste Kind, eine Tochter mit Künstlerallüren. Dann ist noch da noch das Zimmermädchen, das eine tragende Rolle spielt. Alle Charaktere treten in einer logisch aufgebauten Geschichte in Erscheinung und machen viele Änderungen durch.

Der Schreibstil nimmt den Leser mit. Die gelungenen Landschaftsbeschreibungen lassen Binz und auch Berlin vor dem inneren Auge entstehen. Dies ist sicherlich der bildlichen Sprache geschuldet. Auch die vielen Wendungen passen sehr gut in dieses Bild. Ebenso wie das Cover. Es suggeriert ein Hotel im zwanzigsten Jahrhundert, sehr passend zum Buchinhalt. Die Beschreibung der nicht immer goldenen 1920ern ist gelungen, denn es werden auch die anderen Seiten wie Armut und Kriminalität aufgezeigt.

Sehr gut gefallen haben mir die den einzelnen Kapiteln vorangestellten Zitaten der jeweiligen Protagonisten. Sie geben bereits einen Einblick in das Seelenleben des Familienmitglieds. Eine tolle Idee und gelungene Aussagen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.03.2020

Zu viel des Guten

Ihr seid natürlich eingeladen
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Ich muss vorausschicken, dass ich die ersten Bände rund um Familie Bundschuh nicht gelesen habe. Aufgrund des Klappentextes habe ich mir eine leichte Lektüre versprochen. Dies hat sich auch soweit erfüllt, ...

Ich muss vorausschicken, dass ich die ersten Bände rund um Familie Bundschuh nicht gelesen habe. Aufgrund des Klappentextes habe ich mir eine leichte Lektüre versprochen. Dies hat sich auch soweit erfüllt, jedoch waren einige Stellen durch die Übertreibungen doch etwas nervig.

Familie Bundschuh trifft sich zur Hochzeitsfeier des ältesten Sohnes und zieht alle Register. Die potenziellen Schwiegereltern entpuppen sich als schwierige Gäste, die Verständigung mit den Amerikanern bringt Missverständnisse mit sich und die Nachbarschaft leidet. Die überkandidelten Protagonisten verstehen es, Chaos pur zu verbreiten.

Das war mir zu viel des Guten, daher verabschiede ich mich von Familie Bundschuh.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.03.2020

Hommage an einen großen Künstler

Raffael - Das Lächeln der Madonna
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Im Mittelpunkt des Buches steht das Leben und Wirken von Raffael, einem der bedeutendsten Maler der Renaissance. Wir begleiten ihn von seiner Jugend in Urbino über Stationen wie Siena und Florenz nach ...

Im Mittelpunkt des Buches steht das Leben und Wirken von Raffael, einem der bedeutendsten Maler der Renaissance. Wir begleiten ihn von seiner Jugend in Urbino über Stationen wie Siena und Florenz nach Rom und in den Vatikan bis hin zu seinem frühen Tod. Auf diesem Weg trifft er andere Große seiner Zeit wie Leonardo da Vinci und Michelangelo sowie Mächtigen der Politik und der Kirche wie die Borgia und die Medici.

Der Schreibstil ist absolut überzeugend, zu keinem Zeitpunkt fühlte ich mich schlecht unterhalten. Das kurze Leben Raffaels füllt gekonnt mehr als 600 Seiten, ohne langweilig zu werden. Beschreibungen jeglicher Art sind bildlich bestens dargestellt und lassen mich mitten im Geschehen drin sein. Ob Intrigen und Machtspiele im Vatikan, blutige Schlachten oder insbesondere die Charaktere sowie die Schönheit der Kunst haben mich überwältigt. Das Verhältnis der Maler untereinander ist sehr realitätsnah erzählt, ebenso der Stellenwert der Malerei zur damaligen Zeit.

Die farbenprächtige Landkarte im inneren Buchdeckel sieht fantastisch und hochwertig aus. Ebenso finde ich die Dramatis personae wichtig und notwendig, die ich aufgrund der hohen Anzahl von beschriebenen Personen auch zu Rate gezogen habe. Die historischen Details sind hervorragend und mit großer Sorgfalt recherchiert und wunderbar mit der fiktiven Geschichte verbunden.

Dieser Debütroman, ein opulentes Werk, hat mich überzeugt und gerne möchte ich weitere historische Romane aus dieser Feder lesen. Gerne empfehle ich dieses Buch (kunst)historisch interessierten Lesern ohne Einschränkung.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere