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Veröffentlicht am 04.06.2026

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Statt aus dem Fenster zu schauen
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Darum geht es:
Sophie funktioniert. Im Studium, im Praktikum, in einem Leben, das nach außen sinnvoll aussieht und sich für sie trotzdem leer anfühlt. Alle glauben an ihre Zukunft, nur sie selbst hat keine ...

Darum geht es:
Sophie funktioniert. Im Studium, im Praktikum, in einem Leben, das nach außen sinnvoll aussieht und sich für sie trotzdem leer anfühlt. Alle glauben an ihre Zukunft, nur sie selbst hat keine Vorstellung davon, wie diese aussehen soll.
Als sie impulsiv ein heruntergekommenes Haus in der ostdeutschen Provinz kauft, lässt sie die vertraute Ordnung hinter sich. Zwischen bröckelnden Wänden, endlosen Feldern und der ungewohnten Stille geraten ihre bisherigen Gewissheiten ins Wanken. Fern von den Erwartungen anderer beginnt Sophie, sich zum ersten Mal ernsthaft zu fragen, wie sie eigentlich leben möchte.

Mein Leseeindruck:
Dieses Cover ist wirklich ein absoluter Blickfang. Ich habe es gesehen und war sofort schockverliebt. Es transportiert genau diese ruhige, warme und gleichzeitig nachdenkliche Stimmung, die sich später auch in der Geschichte wiederfindet.

Auch der Einstieg ist mir unheimlich leicht gefallen. Der Schreibstil liest sich flüssig, angenehm und stellenweise fast ein wenig poetisch, ohne dabei zu schwer zu wirken. Ich war sofort in der Geschichte drin und wollte einfach weiterlesen.

Besonders gut gefallen hat mir die Botschaft des Romans. Es geht um die Frage, was Glück eigentlich für einen selbst bedeutet und wie schnell man sich im Alltag, in Erwartungen und im ständigen Funktionieren verlieren kann. Die Geschichte erinnert immer wieder daran, innezuhalten und nicht permanent erreichbar sein zu müssen. Smartphone, Internet und dieser ganze technische Dauerlärm rücken plötzlich in den Hintergrund und machen Platz für Ruhe, Gedanken und echte Selbstreflexion.

Beim Lesen musste ich tatsächlich oft an mein eigenes Leben denken. Viele Gedanken und Gefühle aus dem Buch wirken noch lange nach und genau das macht diese Geschichte für mich so besonders.

Da bleibt viel hängen, auch nachdem man das Buch längst zugeschlagen hat.

Mit Sophie selbst hat es bei mir ein wenig gebraucht. Ich konnte ihre Gedanken und Entscheidungen zwar gut nachvollziehen, hatte aber nicht durchgehend das Gefühl einer wirklichen Nähe zu ihr. Auch manche Entwicklungen rund um den Hauskauf wirkten auf mich stellenweise etwas sehr zugespitzt. Insgesamt hat das meiner Begeisterung für die Geschichte aber keinen Abbruch getan.

Denn die Grundidee und vor allem die Message hinter dem Roman finde ich wirklich großartig. Dieses Buch regt zum Nachdenken an und hat mir viele schöne Lesestunden bereitet.

Fazit:
4/5 ⭐️ Ein ruhiger, atmosphärischer Roman, der lange nachhallt und zum Innehalten einlädt.

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Veröffentlicht am 04.06.2026

Eine warmherzige, entschleunigende Geschichte!

Brombeerblaue Tage
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Darum geht es:
Elisa lebt in einem Alltag, der von Terminen, Verantwortung und permanenter Erreichbarkeit bestimmt wird. Als sie vorübergehend auf das abgelegene Gutshaus ihres Vaters auf Rügen ziehen ...

Darum geht es:
Elisa lebt in einem Alltag, der von Terminen, Verantwortung und permanenter Erreichbarkeit bestimmt wird. Als sie vorübergehend auf das abgelegene Gutshaus ihres Vaters auf Rügen ziehen muss, gerät ihre gewohnte Ordnung aus dem Gleichgewicht. Das Haus ist verfallen, das Grundstück verwildert, die Insel fern von allem, woran sie sich orientiert.

Während Elisa beginnt, sich um das Anwesen zu kümmern, verändert sich ihr Blick auf ihr eigenes Leben. Die Arbeit im Garten, die Ruhe der Landschaft und die Distanz zur Stadt schaffen einen Raum, in dem alte Erinnerungen, Verletzungen und verdrängte Wünsche wieder sichtbar werden. Gleichzeitig zwingt die Krankheit ihres Vaters sie dazu, Entscheidungen nicht länger aufzuschieben.

Zwischen bröckelnden Mauern, überwucherten Wegen und dem Rhythmus der Natur stellt sich Elisa der Frage, ob ein Neuanfang möglich ist und welchen Preis er verlangt.

Mein Leseeindruck:
Können wir bitte zuerst über dieses wunderschöne Cover sprechen? Es ist ein absoluter Hingucker und hat auf mich sofort eine beruhigende Wirkung ausgeübt. Schon bevor ich die erste Seite gelesen hatte, vermittelte es genau die Atmosphäre, die mich später auch in der Geschichte erwartet hat.

Die Handlung ist ruhig erzählt und kommt ohne großes Drama aus, ist dabei aber zu keiner Zeit langweilig. Ich habe Elisa unheimlich gern auf ihrem Weg durch die Geschichte begleitet. Besonders berührt hat mich, wie sie auf Rügen nicht nur zur Ruhe kommt, sondern Schritt für Schritt auch wieder zu sich selbst findet.

Der Schreibstil von Simone Veenstra ist feinfühlig, tiefgründig und angenehm ruhig, stellenweise sogar fast poetisch. Ich habe sehr schnell in die Geschichte hineingefunden und mich vom ersten Moment an wohlgefühlt. Für mich zeigt der Roman auf eindrucksvolle Weise, wie wichtig es ist, über Verletzungen, Sorgen und belastende Erfahrungen zu sprechen, anstatt sie über Jahre oder sogar Jahrzehnte mit sich herumzutragen.

Oft sind es gerade die unausgesprochenen Dinge, die uns am längsten begleiten. Die Geschichte macht deutlich, wie befreiend es sein kann, sich diesen Gefühlen zu stellen und ihnen Raum zu geben.

Man merkt beim Lesen deutlich, dass die Autorin Rügen gut kennt. Das Gutshaus, die Inselatmosphäre und die zahlreichen Beschreibungen von Blumen, Pflanzen und Sträuchern wirken authentisch und lebendig. Besonders schön fand ich, dass diese botanischen Details ganz natürlich in die Handlung eingebunden wurden. Sie vermitteln Wissen und Atmosphäre, ohne jemals sachbuchartig zu wirken.

Was mir besonders gefallen hat: Dieses Buch hat mich selbst entschleunigt. Während des Lesens konnte ich den Alltag für eine Weile hinter mir lassen und in die Ruhe der Geschichte eintauchen.

Ein Roman über Neuanfänge, Vergebung, das Loslassen alter Verletzungen, das Wiederfinden der eigenen Wurzeln und die Erkenntnis, dass es nie zu spät ist, seinem Leben eine neue Richtung zu geben.

Fazit:
Eine warmherzige, entschleunigende Geschichte, die zeigt, dass es nie zu spät ist, alte Wunden heilen zu lassen und einen neuen Weg einzuschlagen. ❤️❤️❤️

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Veröffentlicht am 04.06.2026

Geht unter die Haut und hallt nach!

Solange ein Streichholz brennt
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Darum geht es:
Bohm lebt dort, wo die meisten Menschen achtlos vorbeigehen. Mit seinem Hund Fox an seiner Seite und wenigen Habseligkeiten bestreitet er einen Alltag zwischen Kälte, Einsamkeit und den ...

Darum geht es:
Bohm lebt dort, wo die meisten Menschen achtlos vorbeigehen. Mit seinem Hund Fox an seiner Seite und wenigen Habseligkeiten bestreitet er einen Alltag zwischen Kälte, Einsamkeit und den unsichtbaren Grenzen einer Welt, die ihn längst vergessen zu haben scheint.

Alina sucht nach einer Geschichte, die ihrer Karriere eine neue Richtung geben könnte. Als ihre Wege sich kreuzen, wird aus einer Begegnung mehr als ein journalistisches Interesse. Hinter Bohms zurückhaltender Art entdeckt sie einen Menschen, dessen Vergangenheit noch immer nachwirkt.

Je mehr sie über ihn erfährt, desto deutlicher wird, dass manche Geschichten nicht verloren gehen, selbst dann nicht, wenn sie jahrelang im Schatten gelegen haben.

Mein Leseeindruck:
Dieses Buch hat mich tief berührt. Es hat mich emotional so eingenommen, dass ich oft mit einer regelrechten Schwere im Herzen weitergelesen habe. Noch immer fällt es mir schwer, die richtigen Worte dafür zu finden, weil die Geschichte etwas in mir ausgelöst hat, das weit über das Lesen hinausgeht.

Bohm lebt seit fünf Jahren auf der Straße und während des gesamten Romans habe ich mich immer wieder gefragt: Wie kommt ein Mensch an diesen Punkt? Wie kann ein Leben Stück für Stück entgleiten? Genau diese Fragen haben mich nicht mehr losgelassen. Die Geschichte schaut hin, wo viele Menschen wegsehen, und sie erzählt von einem Schicksal, das mich nachhaltig beschäftigt hat.

Besonders beeindruckt haben mich die Figuren. Bohm und Alina könnten unterschiedlicher kaum sein und doch ergänzen sie sich auf eine Weise, die unglaublich authentisch wirkt. Christian Huber beweist hier ein enormes Feingefühl für seine Charaktere. Jede Figur wirkt lebendig, vielschichtig und greifbar. Ihre Gedanken, ihre Handlungen und vor allem ihre Gespräche haben mich vollkommen in die Geschichte hineingezogen.

Die Atmosphäre dieses Romans ist eindringlich und intensiv. Viele Szenen wirken noch lange nach, weil sie so nahbar und ehrlich erzählt sind. Gleichzeitig hat das Buch auch meine eigene Wahrnehmung von Obdachlosigkeit ein Stück weit verändert oder zumindest wachgerüttelt. Es erinnert daran, dass hinter jedem Menschen eine Geschichte steckt, die wir von außen oft nicht erkennen.

Dieses Buch hat mich lachen lassen, leiden lassen und mehr als einmal zu Tränen gerührt. Vor allem aber hat es etwas mit mir gemacht. Es gehört zu den Geschichten, die man nicht einfach zuklappt und vergisst, sondern die noch lange im Kopf und im Herzen bleiben.

Als ich die letzte Seite gelesen hatte, war ich noch nicht bereit, Bohm und Alina gehen zu lassen. Ich hätte ohne Weiteres noch viele weitere Seiten mit ihnen verbringen können.

Für mich ist dieser Roman ein absolutes Highlight und eines der eindrucksvollsten Bücher, die ich in letzter Zeit gelesen habe.

Fazit:
Eine Geschichte, die unter die Haut geht und noch lange nach der letzten Seite nachhallt. Emotional, eindringlich und voller Menschlichkeit gehört dieser Roman für mich zu meinen absoluten Highlights. Absolute Leseempfehlung ❤️❤️❤️

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Veröffentlicht am 01.06.2026

Ein tiefgründiger, berührender und überraschend vielschichtiger Roman über die vielen Facetten der Liebe!

Eine Liebe ohne Sommer
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Darum geht es:

Ein regnerischer Tag bringt Rosa und Nikolas zusammen. Zwischen ihnen entsteht eine Nähe, die sie nicht mehr loslässt. Doch während ihre Gefühle wachsen, bleiben Teile seines Lebens für ...

Darum geht es:

Ein regnerischer Tag bringt Rosa und Nikolas zusammen. Zwischen ihnen entsteht eine Nähe, die sie nicht mehr loslässt. Doch während ihre Gefühle wachsen, bleiben Teile seines Lebens für sie verschlossen.

Als Nikolas unerwartet stirbt, bleibt nicht nur die Trauer zurück. Rosa steht vor einem Verlust, der von Fragen begleitet wird. Auf der Suche nach dem Menschen, den sie zu kennen glaubte, begegnet sie den Spuren, die er in anderen Leben hinterlassen hat. Mit jeder Begegnung öffnen sich neue Perspektiven auf einen Mann, dessen Geschichte weit über das hinausreicht, was sie gemeinsam erlebt haben.

Zwischen Erinnerung, Wahrheit und den blinden Flecken einer großen Nähe beginnt für Rosa eine Reise, die alles in ein anderes Licht rückt.

Mein Leseeindruck:

Ich habe bislang ausschließlich begeisterte Stimmen zu Eine Liebe ohne Sommer gelesen und nach der Lektüre kann ich mich ihnen uneingeschränkt anschließen. Dieses Buch ist eine außergewöhnliche, bewegende und tragische Liebesgeschichte, die lange nach dem Lesen nachhallt.

Schon der Titel hat mich sofort begeistert. Eine Liebe ohne Sommer ist nicht nur wunderschön gewählt, sondern bringt die Stimmung des Romans perfekt auf den Punkt. Er klingt nach etwas Unvollendetem, nach einer gemeinsamen Zukunft, die nie Wirklichkeit werden durfte. Treffender hätte dieser Roman kaum betitelt werden können.

Im Mittelpunkt steht Rosa, die nach dem plötzlichen Tod ihres Freundes mit einem Verlust konfrontiert wird, für den es keine einfachen Antworten gibt. Wie trauert man um einen Menschen, mit dem man nur drei Monate seines Lebens geteilt hat? Und was bleibt von einer Liebe, wenn man plötzlich erkennen muss, dass man den anderen vielleicht nie ganz gekannt hat? Auf ihrer Suche nach Antworten lernt Rosa Nikolas gewissermaßen ein zweites Mal kennen. Dabei entsteht nach und nach ein Bild, das ebenso berührend wie schmerzhaft ist.

Besonders beeindruckt hat mich, wie sensibel und authentisch Timothy Paul Rosas Weg durch Trauer, Wut, Zweifel und Sehnsucht beschreibt. Ihre Gefühle wirken niemals aufgesetzt, sondern durchweg nachvollziehbar und menschlich. Gleichzeitig verliert die Geschichte trotz ihrer Schwere nie ihre Wärme. Immer wieder gibt es Momente, die ein Schmunzeln hervorrufen, und andere, die mich sehr berührt haben. Das ein oder andere Tränchen ist bei mir durchaus geflossen. Der Autor findet dabei eine bemerkenswerte Balance zwischen emotionaler Tiefe und einer feinen Prise Humor.


Durch die eingestreuten Rückblenden erlebt man außerdem das Kennenlernen von Rosa und Nikolas sowie die wenigen Monate, die sie miteinander verbringen durften. Gerade diese Szenen verleihen der Geschichte zusätzliche Intensität und machen deutlich, was Rosa verloren hat.

Rosa ist für mich eine ganz besondere Protagonistin. Sie ist verletzlich, klug, manchmal unsicher und dabei unglaublich nahbar. Ich habe sie vom ersten Moment an gern begleitet und konnte ihre Gedanken und Entscheidungen jederzeit nachvollziehen.

Was ich allerdings überhaupt nicht erwartet hatte: Eine Liebe ohne Sommer erzählt von weit mehr als nur einer Liebesgeschichte. Der Roman beschäftigt sich ebenso mit Familie, mit den unterschiedlichen Formen von Liebe innerhalb einer Familie, mit Freundschaften und den Menschen, die uns prägen. Es geht um Verlust und Trauer, aber auch um Zusammenhalt, Erinnerung und die Spuren, die wir im Leben anderer hinterlassen. Dadurch gewinnt die Geschichte eine Tiefe, die weit über eine klassische Liebesgeschichte hinausgeht.

Fazit:

Eine Liebe ohne Sommer ist ein tiefgründiger, berührender und überraschend vielschichtiger Roman über die vielen Facetten der Liebe, dessen Figuren und Emotionen noch lange nach der letzten Seite im Herzen bleiben.

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Veröffentlicht am 28.05.2026

Ein atmosphärischer Wohlfühlroman voller Sommerstimmung, familiärer Wärme und einer Kulisse

Firefly Island: Gegen die Vernunft
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Darum geht es:
Firefly Island liegt vor der Küste Nova Scotias, rau, abgelegen und voller Erinnerungen an jene Sommer, die Holly Parker nie vergessen konnte. Für sie und ihre Schwestern war die Insel immer ...

Darum geht es:
Firefly Island liegt vor der Küste Nova Scotias, rau, abgelegen und voller Erinnerungen an jene Sommer, die Holly Parker nie vergessen konnte. Für sie und ihre Schwestern war die Insel immer mehr als nur ein Ferienort. Sie war ein Stück Familie, ein Ort voller Wärme und längst vergangener Glücksmomente. Nun soll ausgerechnet dieser Ort verkauft werden.
Holly organisiert beruflich exklusive Hochzeiten und perfekte Feste. Als Schauspieler Jaxon Knight und seine Verlobte kurzfristig nach einer neuen Location für ihre Trauung suchen, scheint Firefly Island plötzlich die ideale Lösung zu sein. Gemeinsam mit ihren Schwestern setzt Holly alles daran, das Anwesen in eine unvergessliche Kulisse für den großen Tag zu verwandeln.
Doch zwischen endlosen Vorbereitungen, salziger Meeresluft und der besonderen Atmosphäre der Insel geraten Gefühle ins Wanken, die besser nie entstanden wären. Denn manchmal reicht ein einziger Sommer aus, um alles zu verändern.

Mein Leseeindruck:
Miriam Covi schafft es jedes Mal aufs Neue, bei mir sofort dieses besondere Gefühl auszulösen, sobald eine neue Reihe angekündigt wird. Auch mit Firefly Island hat sie mich wieder vollkommen abgeholt. Schon nach wenigen Seiten hatte ich das Gefühl, selbst auf der kleinen Insel vor der Küste Nova Scotias angekommen zu sein und gemeinsam mit Holly, Rosalie und Ivy durch einen Sommer voller Erinnerungen, Herausforderungen und leiser Gefühle zu gehen.
Die Atmosphäre dieses Romans ist außergewöhnlich dicht und unglaublich warm. Firefly Island und auch Mahone Bay wirken nicht wie bloße Schauplätze, sondern wie Orte, an die man sofort zurückkehren möchte. Obwohl ich selbst noch nie in Kanada gewesen bin, konnte ich beim Lesen den Atlantik förmlich sehen, das Meeresrauschen hören, die salzige Luft spüren und die kühlen Abendbrisen auf der Haut fühlen. Miriam Covi beschreibt ihre Kulissen mit einer solchen Lebendigkeit, dass man vollkommen darin versinkt.

Besonders geliebt habe ich erneut den Schreibstil der Autorin. Er liest sich leicht, fließend und süchtig machend, fast so, als würde man eine Tüte Gummibärchen öffnen und sich vornehmen, nur eines zu essen, nur um wenig später festzustellen, dass plötzlich alle verschwunden sind. Genau dieses Gefühl hatte ich beim Lesen. Ich wollte nur noch ein Kapitel lesen und konnte doch nicht aufhören.

Ein absolutes Highlight waren für mich Granny Violet und ihre Freundin Phyllis. Die beiden haben dem Roman so viel Charme, Wärme und Humor verliehen, dass sie mir immer wieder ein Lächeln ins Gesicht gezaubert haben. Gerade diese kleinen, liebevollen Momente zwischen den Figuren machen die Geschichte so besonders.

Die Liebesgeschichte selbst hat bei mir diesmal nicht die ganz großen Schmetterlingsstürme ausgelöst, wie ich sie aus anderen Büchern der Autorin kenne. Trotzdem habe ich diesen Auftakt unglaublich gerne gelesen, weil er sich einfach rundum gut angefühlt hat. Als ich die letzte Seite zugeschlagen habe, blieb dieses wohlig warme Gefühl zurück, das nur Geschichten hinterlassen, in denen man sich vollkommen zuhause gefühlt hat.

Fazit:
4/5 ⭐️ Ein atmosphärischer Wohlfühlroman voller Sommerstimmung, familiärer Wärme und einer Kulisse, die noch lange nach der letzten Seite nachhallt.

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