Cover-Bild Der Kindersuchdienst (Kindersuchdienst 1)
Band 1 der Reihe "Kindersuchdienst"
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16,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Ullstein Paperback
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Historische Romane
  • Seitenzahl: 496
  • Ersterscheinung: 02.05.2025
  • ISBN: 9783864932519
Antonia Blum

Der Kindersuchdienst (Kindersuchdienst 1)

Für immer in deinem Herzen | Die Schicksale Hunderter Waisenkinder liegen in ihren Händen 

Die Frauen vom Kindersuchdienst – die Schicksale Hunderter Waisenkinder liegen in ihren Händen 

Hamburg 1955: Die schüchterne Annegret und die vornehme Charlotte arbeiten Seite an Seite beim Kindersuchdienst des Deutschen Roten Kreuzes. Doch als ein Geheimnis aus Charlottes Vergangenheit ans Licht kommt, droht ihre Freundschaft zu zerbrechen. Dabei braucht Charlotte gerade jetzt Annegrets Hilfe, um die Eltern der kleinen Monika zu finden, die als Säugling auf einem Bauernhof ausgesetzt wurde. Als dann auch noch der Kindersuchdienst vor dem Aus steht, liegt das Schicksal Tausender Waisen plötzlich in Annegrets und Charlottes Händen. Nicht nur ihr Chef steht ihnen dabei im Weg, sondern auch der gut aussehende Hauptkommissar Hartmann von der Kriminalpolizei. Dabei verbindet ihn und die beiden Frauen dasselbe Ziel: die verlorenen Kinder wieder zu ihren verzweifelten Familien zu bringen.

Herzergreifend und nach wahren Begebenheiten: Bestseller-Autorin Antonia Blum erzählt mitfühlend von der Suche Tausender Mütter und Kinder, und der Kraft wahrer Liebe.  


Band 1: Der Kindersuchdienst - Für immer in deinem Herzen

Band 2: Der Kindersuchdienst - Im Sturm an deiner Seite

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.08.2025

Deutsche Nachkriegsgeschichte gut verpackt

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Hamburg 1955. Zwei junge Frauen suchen Arbeit. Die schüchterne, bescheiden lebende, ledige Mutter Annegret sowie die vornehme Reederstochter Charlotte, die in eine ungewollte Ehe gedrängt werden soll und ...

Hamburg 1955. Zwei junge Frauen suchen Arbeit. Die schüchterne, bescheiden lebende, ledige Mutter Annegret sowie die vornehme Reederstochter Charlotte, die in eine ungewollte Ehe gedrängt werden soll und deshalb zu ihrer ehemaligen Kinderfrau geflohen ist. Beide finden Anstellungen beim Kindersuchdienst des Roten Kreuzes und kämpfen damit Seite an Seite um das Schicksal tausender Waisen. Der zweite Weltkriegt ist seit zehn Jahren vorüber und trotzdem suchen noch unzählige Kinder nach ihren Eltern, bzw. Eltern nach ihren Kindern, die auf der Flucht verloren gingen oder ausgesetzt wurden, um zu überleben.

Antonia Blum schildert eindringlich und ergreifend, wie die Frauen vom Kindersuchdienst auch gegen Widerstände aus den eigenen Reihen alles erdenklich mögliche unternehmen, die Familien wieder zusammenzuführen. Dabei wachsen sie manchmal über sich selbst hinaus, trotz ihrer eigenen Probleme. Durch die Beispiele der Kinder Monika, Norbert und Eberhard wird deutlich, wie schwer sich die Suche der Angestellten gestaltet, wobei jedes kleinste Detail hilfreich ist.

Antonia Blum hat das sehr realistisch und bildhaft aufgezeigt. Der fließende, fesselnde Schreibstil und die gute Recherchearbeit waren mir schon von der Reihe "Kinderklinik Weißensee" bekannt. "Der Kindersuchdienst" ist ein emotionaler und trotzdem unterhaltsamer Roman, der viele tragische Schicksale von Kindern und Erwachsenen beleuchtet. Im Nachwort befinden sich erklärende Worte der Autorin. Band 2 des "Kindersuchdienstes" mit dem Titel "Im Sturm an deiner Seite" erscheint im Frühjahr 2026. Ich freue mich darauf! Band 1 empfehle ich sehr gern weiter.

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Veröffentlicht am 03.08.2025

Historisches Lesehighlight

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Worum geht’s?
Hamburg 1955: Der Krieg ist vorbei und alles ist im Aufschwung. Aber viele Familien haben sich noch nicht gefunden. Der Kindersuchdienst des DRK versucht hier, zu vermitteln. Die schüchterne ...

Worum geht’s?
Hamburg 1955: Der Krieg ist vorbei und alles ist im Aufschwung. Aber viele Familien haben sich noch nicht gefunden. Der Kindersuchdienst des DRK versucht hier, zu vermitteln. Die schüchterne Annegret und die vornehme Charlotte kämpfen dort nicht nur für die Familien, sondern auch für sich selbst und den Kindersuchdienst, der plötzlich vor dem Aus zu stehen scheint.

Meine Meinung:
Antonia Blum startet mit „Der Kindersuchdienst – Für immer in deinem Herzen“ ihre historische Reihe um den Suchdienst, der bis heute noch Familienzusammenführungen macht. Dabei beruft sie sich auf wahre Begebenheiten, die sie in ausdrucksstarken Worten und lebendigem, unter die Haut gehenden Schreibstil mit Fiktion vermischt.

Annegret und Charlotte sind mir beide ans Herz gewachsen. Die so unterschiedlichen Frauen, die zu Freundinnen werden und gemeinsam kämpfen. Überhaupt alle Mädels vom Suchdienst – ein wundervoller Haufen, in dem alle Charaktere vertreten sind und bei dem man zu gerne Teil des Teams sein würde. Ich freue mich jetzt schon, alle noch weiter – auch privat – kennenlernen zu dürfen.

Vom Kindersuchdienst habe ich schon gehört, aber eher am Rande. Mitzuerleben, wie sich die Mitarbeitenden dafür einsetzen, um Familien wieder zusammenzuführen, ist wirklich herzergreifend! Und das im Jahre 1955 – ohne Internet mit Karteikarten in verstaubten Archiven. Hier durften wir vor allem die Schicksale von Monika und Hardy miterleben. Zu wissen, dass es sich um wahre Begebenheiten handelt, mach das alles noch krasser und emotionaler. Und es war einfach wundervoll, z.B. gemeinsam mit Annegret nach Kaliningrad zu reisen. Der Bürgermeister dort ist herrlich – ich hoffe, auch ihn sehen wir wieder. Es gab in dem Buch überhaupt so viele schöne Momente, so viele Momente, bei denen ich Tränen in den Augen hatte. Es war herzergreifend, es war emotional. Wir haben aber auch den Stand der Frau zu jener Zeit miterlebt. Hier hatten wir jede Menge schreckliche aber auch spannende Momente. Was soll ich sagen? Das Buch war ein bunter Strauß an Emotionen jeglicher Couleur, ein absoluter Pageturner und es gab so viele Szenen, die ich zu gerne wieder und wieder erlebt hätte. Für mich war es ein ganz besonderes Buch, das intensiv war, das vor meinem inneren Auge beim Lesen lebendig war und bei dem ich jetzt schon total der Fortsetzung entgegenfiebere. Von mir eine ganz klare Leseempfehlung für dieses historische Lesehighlight. Ein echtes Herzensbuch!

Fazit:
Antonia Blum hat mich mit dem ersten Teil ihrer Serie „Der Kindersuchdienst – Für immer in deinem Herzen“ mehr als begeistert. Der schillernde Schreibstil, die perfekte Mischung auf Fakt und Fiktion. Die wundervollen Charaktere und die bewegenden Schicksale und Zusammenführungen. Für mich war das Buch ein Pageturner der besonderen Art, der mich tief im Herzen berührt hat. Ich mochte Annegret und Charlotte und freue mich so auf das weitere Kennenlernen im nächsten Band.

5 Sterne von mir für dieses geniale Lesehighlight, das mich tief bewegt hat!

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Veröffentlicht am 02.08.2025

Ergreifende Geschichte

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Hamburg 1955: Viele Kinder wurden während der Kriegszeit von ihren Eltern getrennt. Diese wieder zusammenzubringen, ist das Ziel des Kindersuchdienstes des Deutschen Roten Kreuzes. Die meisten Beschäftigten, ...

Hamburg 1955: Viele Kinder wurden während der Kriegszeit von ihren Eltern getrennt. Diese wieder zusammenzubringen, ist das Ziel des Kindersuchdienstes des Deutschen Roten Kreuzes. Die meisten Beschäftigten, deren Ziel diese Suche sind, sind Frauen. Die schüchterne Annegret und die vornehme Charlotte arbeiten dort und gehen in ihrer Aufgabe auf. Doch so schwierig ihre Arbeit ist, bedingt durch die Wirren des Krieges, gibt es einige Schwierigkeiten zu überwinden.

Die Geschichte lehnt sich an wahre Begebenheiten an: Die Autorin Antonia Blum greift die Suche Tausender Mütter und ihrer Kinder auf und lässt damit einen spannenden Roman entstehen, der die Zeit zehn Jahre nach dem Krieg passend wiederspiegelt. Gut getroffen ist dabei die Rolle der Frau, wie sie in dieser Zeit in der Gesellschaft gelebt wurde bzw. gelebt werden durfte. Pikant ist, dass die beiden Frauen, um die es vorrangig in diesem Buch geht, nicht nur Geheimnisse lüften wollen, sondern mit ihrem eigenen Geheimnis jonglieren müssen. Das liest sich sehr authentisch, man fühlt sich in die fünfziger Jahre hineinversetzt.

Dieser historische Roman beschwört den Geist der fünfziger Jahre sehr realistisch hervor, zehn Jahre nach Kriegsende. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe alle 5 möglichen Sterne.

Veröffentlicht am 01.08.2025

Die Nachwirkungen des Krieges eindringlich dargestellt ... Empfehlung!

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In diesem ersten Band der Dilogie „Der Kindersuchdienst“ lerne ich Annegret kennen, eine junge ledige Mutter, die aus lauter Angst den so bitter benötigten Posten bei ebendiesem zu erhalten, ihren kleinen ...

In diesem ersten Band der Dilogie „Der Kindersuchdienst“ lerne ich Annegret kennen, eine junge ledige Mutter, die aus lauter Angst den so bitter benötigten Posten bei ebendiesem zu erhalten, ihren kleinen Sohn Oskar verschweigt. Nachdem Oskars Erzeuger sang- und klanglos in der Nacht verschwand, kämpft Annegret sich allein durch, immer unter dem tadelnden, wenn nicht sogar verachtenden Blick ihres Umfelds. Noch dazu leidet sie sehr unter ihrer Lese- und Schreibschwäche, die nicht wie heute den Namen Legasthenie trägt, sondern sie einfach als „zurückgeblieben“ brandmarkt. Doch Annegret kann sich schließlich behaupten und erhält die heißersehnte Stelle beim Kindersuchdienst in Hamburg.

Auch Charlotte kann dort punkten. Charlotte, eine junge Frau aus einer reichen Reederfamilie, die es vorzieht, sich ohne die Hilfe ihrer Familie durchzuschlagen und Hals über Kopf aus ihrem Elternhaus geflüchtet ist, als die Eltern sie mit einem von ihr ungeliebten Mann zwangsverlobten. Auch sie trägt also ein Geheimnis in sich, das auf keinen Fall auffliegen darf, denn im Jahr 1955 hatten oder gar verheiratete Frauen schlichtweg nicht zu arbeiten. Die Beiden haben nun also zwei gemeinsame Ziele im Auge: die Zusammenführung durch den Krieg auseinander gerissenen Familien und die Wahrung ihrer Geheimnisse.

Die Autorin Antonia Blum nimmt mich mit ins Hamburg der 50er Jahre, wo inzwischen zwar viele Trümmer weggeräumt sind, aber das Leben dennoch noch lange nicht seinen normalen Lauf nimmt. Viele Familie wurden durch Flucht und Vertreibung oder schreckliche Bombardements auseinandergerissen, viele Kinder leben als vermeintliche Waisen bei Pflegefamilien oder schlimmer noch, in oft wenig liebevoll geführten Waisenhäusern. Hier kommt der Kindersuchdienst, eingerichtet durch das Rote Kreuz, ins Spiel. In mühsamer Kleinstarbeit anhand von Karteikarten versuchen die Mitarbeiterinnen suchenden Eltern aber auch suchenden Kindern wieder ein gemeinsames Leben zu ermöglichen. Doch die Erfolgsquote mit dieser Methode ist nicht berauschend, wenn auch jede zusammengeführte Familie einem kleinen Wunder gleicht. Das Kriegsende liegt zehn Jahre zurück, das Interesse der Bevölkerung lässt nach und schließlich droht der Staat die Mittel zur Aufrechterhaltung des Dienstes zu streichen …

Antonia Blum versteht es exzellent, ihren Lesern die damaligen Zustände zu vermitteln. Bildhaft und sehr realistisch verknüpft sie Fiktion mit der Realität, mit der die Menschen damals vor siebzig Jahren zu kämpfen hatten. Frauenrechte standen ganz unten auf der Prioritätenliste und so bewundere ich die jungen Frauen des Kindersuchdienst umso mehr. Die Beiden aber auch die Kinder Oskar, Norbert, Monika und Hardy wuchsen mir beim Lesen sehr ans Herz und so vergebe ich für diesen Auftaktband sehr gerne mit fünf Punkten die Bestnote. Der zweite Band, der im Jahr der Sturmflut, 1962, anknüpfen wird, steht natürlich heute schon auf meiner Wunschliste, wenn ich mich auch noch ein wenig gedulden muss …

Veröffentlicht am 30.07.2025

Rotes Kreuz

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Das Rote Kreuz unterhält nach dem Zweiten Weltkrieg einen Suchdienst für Personen, um auseinandergerissene Familien wieder zusammenzuführen. Annegret und Charlotte sind aus ganz unterschiedlichen Gründen ...

Das Rote Kreuz unterhält nach dem Zweiten Weltkrieg einen Suchdienst für Personen, um auseinandergerissene Familien wieder zusammenzuführen. Annegret und Charlotte sind aus ganz unterschiedlichen Gründen dabei, Turbulenzen mit schwierigen Vorgesetzten, einem unliebsamen Polizeihauptkommissar und Geldsorgen erschweren die Arbeit immer wieder.

Basierend auf wahren Begebenheiten erzählt dieser Roman Szenen aus den 1950er-Jahren, zeigt auf, wie wenig eine Frau und ihre Meinung wertgeschätzt wird, insbesondere eine Alleinerziehende mit unehelichem Kind. Dass so manche junge Dame aber doch Mut und Willenskraft aufbringt, wenn es um das Wohl der Kinder geht, das schildert Antonia Blum auf beeindruckende Weise mit diesem kurzweiligen Buch. So schließen Annegret, heimliche Mutter eines aufgeweckten Sohnes, und Charlotte, die aus einer wohlhabenden Reederfamilie stammt, trotz ihrer gegensätzlichen Herkunft bald Freundschaft in der Arbeit und helfen einander mit Karteien, Schriftstücken und Gesprächen mit verzweifelten Suchenden. Aufregende Recherchearbeit im Suchdienst wird auf unterhaltsame Weise verknüpft mit den privaten Schicksalen der beiden jungen Damen, arrangierte Eheversprechen und zarte Liebeleien bringen Schwung und Abwechslung ins Geschehen. So nimmt es nicht wunder, dass man vom flüssigen Schreibstil und den interessanten historischen Details bis hin zu Bundeskanzler Konrad Adenauer Kapitel um Kapitel verschlingt, die oftmals mit spannenden Momenten enden und so immer wieder zum Weiterlesen animieren.

Ein Roman, der informativ und unterhaltsam zugleich ist und mit vielen liebenswerten Charakteren punktet, dass da und dort auch ein Bösewicht mitmischt, entspricht wohl der Realität. Nach anregenden Lesestunden spreche ich gerne eine Empfehlung für den Kindersuchdienst aus.

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