Zwischen Schlagabtausch und Schmetterlingen
Deal with the DevilWorum geht’s?
Ein Fauxpas an Silvester hat Rias Schwester ihren Job gekostet. Ein Fauxpas, den Ria begangen hat. Ein Fauxpas, wegen dem sie einen Deal mit deren Chef Adrian eingeht, milliardenschwer und ...
Worum geht’s?
Ein Fauxpas an Silvester hat Rias Schwester ihren Job gekostet. Ein Fauxpas, den Ria begangen hat. Ein Fauxpas, wegen dem sie einen Deal mit deren Chef Adrian eingeht, milliardenschwer und äußerst nachtragend. Ein Deal, der wirklich ein Deal mit dem Teufel ist.
Meine Meinung:
Mit „Deal with the Devil“ startet Kyra Parsi ihre Bad-Billionaire-Reihe und was soll ich sagen? Ich war verloren. Komplett. Der lockere Schreibstil, die Dynamik zwischen den Protagonisten und der bissige, schlagfertige Humor haben mich von der ersten Seite an abgeholt.
Wir erleben die Geschichte aus Rias Sicht und sie ist einfach großartig. Sie trägt ihr Herz auf der Zunge, ihre trockenen Kommentare haben mich mehr als einmal laut lachen lassen. Besonders herrlich fand ich ihre innere Stimme, die ihr ständig zuflüstert, was sie eigentlich hätte sagen oder fühlen sollen. Das sorgt für unheimlich viele witzige Momente. Und Adrian? Manche Buchmänner sind einfach viel zu gut gelungen. Charmant, kontrolliert, unverschämt attraktiv und mit genau der richtigen Portion Arroganz.
Überrascht hat mich aber vor allem Adrians Familie. Ich habe sie vom ersten Moment an ins Herz geschlossen und hätte mich am liebsten direkt mit an den Esstisch gesetzt. Julia und Anthony, seine Eltern, sind seit Jahrzehnten verheiratet und trotzdem verliebt wie am ersten Tag. Dazu die herrlich freche Alice, Opa Gumpy und sein rappender Papagei Max. Trotz ihres Milliardenvermögens wirkt diese Familie unglaublich nahbar. Sie necken sich, halten zusammen und lachen miteinander. Genau so muss Familie!
Die Geschichte erinnert an eine klassische Hollywood-RomCom. Ein bisschen Bridget Jones, ein bisschen Der Teufel trägt Prada, dazu jede Menge Wortgefechte, Chemie und romantisches Knistern. Die Tropes Enemies to Lovers, Fake Dating und Forced Proximity greifen perfekt ineinander und lassen zwischen Ria und Adrian in jeder gemeinsamen Szene die Funken fliegen. Und der Glitter am Anfang? Irgendwie hatte ich dabei ein riesiges Déjà-vu. Bis heute weiß ich nicht, warum mir diese Szene so bekannt vorkam. Ging es euch auch so?
Mein einziger kleiner Kritikpunkt betrifft die Kapitel kurz vor dem Ende. Dort wird der Spice plötzlich deutlich ausführlicher. Für meinen Geschmack waren das ein paar Details zu viel und sie passten nicht ganz zu der Leichtigkeit, die den Rest des Buches ausmacht. Spice ist für mich völlig in Ordnung, aber lieber angedeutet als bis ins Detail beschrieben. Aber ich werde dennoch keinen Abzug geben. Denn das Ende hat mich mehr als versöhnt. Denn echt jetzt: Eine Diskussion über einen über 80jährigen mit vielleicht bald Arschgeweih? Das toppt alles! Besser hätte Kyra Parsi dieses Buch kaum abschließen können.
Fazit:
Mit „Deal with the Devil“ gelingt Kyra Parsi ein ebenso witziger wie romantischer Auftakt ihrer Bad-Billionaire-Reihe. Schlagfertige Dialoge, jede Menge Chemie, liebenswerte Nebenfiguren und eine Geschichte, die einfach Spaß macht, sorgen für echtes Suchtpotenzial. Lediglich der etwas ausführlichere Spice zum Ende hin war nicht ganz mein Fall. Das ändert aber nichts daran, dass ich dieses Buch kaum aus der Hand legen konnte und mich jetzt umso mehr auf die Fortsetzung freue.
5 romantische Sterne von mir.