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Veröffentlicht am 23.02.2021

Ackerman ist zurück – rasanter, krasser und grausamer denn je

Die Stimme der Rache
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„Ich heiße Francis, nicht Frank“ (S. 421)

Worum geht’s?
Der Black Rose Killer schlägt wieder zu und bekommt mehrere Frauen in seine Gewalt. Francis Ackerman jr. und Nadia Shirazi sind ihm dicht auf der ...

„Ich heiße Francis, nicht Frank“ (S. 421)

Worum geht’s?
Der Black Rose Killer schlägt wieder zu und bekommt mehrere Frauen in seine Gewalt. Francis Ackerman jr. und Nadia Shirazi sind ihm dicht auf der Spur. Auf der Jagt wird Nadja von ihrer Vergangenheit eingeholt und Ackerman wird vom Black Rose Killer in ein Spiel verwickelt. Ein Spiel, in dem es keine Gewinner geben kann.

Meine Meinung:
„Die Stimme der Rache“ von Ethan Cross ist der zweite Teil der Thriller-Serie um Francis Ackerman jr. und Nadja Shirazi. Und dieser Teil hat es in sich! Besonders am Ende hält der Autor mit grausamen Szenen nicht an sich und wer schwache Nerven hat, muss nach dem Lesen des finalen Showdowns nachts das Licht anlassen. Bereits am Anfang ist eine unterschwellige Spannung zu spüren, die rasant ansteigt und bis zum Ende nicht mehr abflaut. Einmalig, wie die einzelnen Szenen, die Charaktere, die Umgebung von Ethan Cross beschrieben werden. Man sieht die Story so bildhaft vor sich, als wäre man dabei und hätte nicht ein Buch in der Hand.

Frank Stine alias Francis Ackerman jr. ist einer meiner Lieblingscharaktere in der Thriller-Szene. Seine Entwicklung über die Bände vom gefürchteten Serienkiller zu einem Berater des FBI ist unbeschreiblich. Allein die Figur an sich. Grausam, fast schon übernatürlich, dennoch herzlich und darum bemüht, ein besserer Mensch zu werden. Seine sarkastischen Aussagen, sein schwarzer Humor: Herrlich! Aber zu Ackerman gehört nun mal auch seine dunkle Seite – und gerade diese Seite liebe ich an ihm. Fast schon ein Übermensch, der seine „Herde“ schützt. Der wie ein Feuerball durch die Reihen der Feinde rollt. Doch selbst er kommt hier an seine Grenzen.

Auch der Charakter von Nadia Shirazi gefällt mir gut. Sie ist eine starke Frau, die mit ihrer Vergangenheit zu kämpfen hat, aber ihren Weg gemacht hat. Auch wenn sie hier noch ein bisschen wie eine kleine Prinzessin wirkt, die gerettet werden muss, bin ich mir sicher, dass sie in Zukunft noch mehr Stärke und Aktion zeigen wird. Knox, der mit den beiden ermittelt, ist ebenfalls ein genialer Charakter. Anfangs wirkt er eher unsympathisch, aber er hat es echt auf dem Kasten und wird einem im Laufe des Buches immer sympathischer.

Besonders grausam ist auch die Idee hinter „Dem Wyrm“. Wie krank ist das? Für mich aber genau richtig. Dark Web, Blut, Spiele fast ohne Regeln – perfekt krank für einen psychotischen Thriller! Und beim finalen Showdown geht es auch nochmals heiß her. Der Sturm auf die Villa von Black Rose – die Beschreibung der Kampfszenen, die Dinge, die Ackerman dort tut… ohne zu spoilern: Es ist der Hammer! Blutig, feurig – ich habe das Buch verschlungen und kann nicht erwarten, bis der nächste Teil und damit der nächste Fall für Ackerman und Nadia rauskommt!

Fazit:
Mit dem zweiten Teil der Ackerman-Shirazi-Reihe „Die Stimme der Rache“ hat Ethan Cross ein Meisterwerk des Grauens erschaffen, das m.M. nach seine vorherigen Bücher sogar noch übertrifft. Blutig, psycho, rasant – aber auch mit viel Sarkasmus. Die Idee des Spiels, der kranke Stalker – wie kommt man nur auf solche Ideen? Ich habe das Buch verschlungen – aber Vorsicht: Die detaillierten, bildhaften Szenen sind nichts für schwache Nerven.

5 Sterne von mir für dieses geniale Werk aus Angst, Psychospielen und kranken Phantasien!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.02.2021

Ein gewollt unsympathischer Hauptdarsteller – leider fehlt die Spannung

Tote Vögel singen nicht
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Worum geht’s?
Der Anwalt Cosinus Gauß wacht neben der Leiche einer Frau auf – und kann sich an nicht mehr viel erinnern. Wer ist die tote Frau und wer hat sie ermordet? Er gerät selbst in den Fokus der ...

Worum geht’s?
Der Anwalt Cosinus Gauß wacht neben der Leiche einer Frau auf – und kann sich an nicht mehr viel erinnern. Wer ist die tote Frau und wer hat sie ermordet? Er gerät selbst in den Fokus der Ermittlungen und versucht alles, um den Mörder der Frau zu finden.

Meine Meinung:
„Tote Vögel singen nicht“ von Christian Klinger wird als Thriller beworben, ist in meinen Augen allerdings eher ein Kriminalroman. Für einen Thriller fehlt die nötige Spannung. Das Buch selbst liest sich gut, die Ermittlungsschritte sind schlüssig. Am Anfang, als der Hauptprotagonist neben der Leiche erwacht, ist es auch kurz spannend, danach wirkt das Buch, obwohl es mit 190 Seiten relativ kurz ist, eher langatmig. Zu schleppend verlaufen die Ermittlungen und man hat als LeserIn nicht die Möglichkeit, mitzuraten oder wirklich die Zusammenhänge herauszufinden. Diese werden im Verlauf der Ermittlungen einfach präsentiert.

Auch mit Cosinus Gauß, dem Hauptprotagonisten, bin ich nicht warm geworden. Ok, er soll ein unsympathischer Mensch sein und bewusst als ein solcher dargestellt werden. Zudem leidet er an POTS (Posturales orthostatisches Tachykardiesyndrom) und fällt immer wieder plötzlich in Ohnmacht. Meiner Meinung nach hätte man hieraus jedoch viel mehr machen können. Es gibt gute Ansätze, die Treuetestagentur, die Verwicklungen in der Politik – aber leider wird alles mehr angerissen, als ausführlich in die Geschichte integriert. Auch aus dem Charakter von Cosinus Gauß hätte man mehr machen können. Ebenso aus Dragana, seiner Sekretärin. Auch sie ist in meinen Augen ein Charakter mit Potenzial, das leider nicht genutzt wurde.

Was mir sehr unsympathisch war und m.E. hätte weggelassen gehört, waren der Umgang mit und die Art wie Cosinus über seinen dementen, pflegefälligen Vater gesprochen hat und wie er mit ihm umgegangen ist. Das war in meinen Augen ein No-Go und absolut unter der Gürtellinie. Normalerweise gebe ich Büchern oder Serien von einem Autor eine zweite Chance, wenn diese gute Grundzüge enthalten. Aber diese Abschnitte haben eher eine Abneigung gegen den Autor geschürt und ich glaube nicht, dass ich ein weiteres Buch lesen werde.

Fazit:
„Tote Vögel singen nicht“ von Christian Klinger ist m.E. eher ein Kriminalroman denn ein Thriller. Für einen Thriller fehlt es einfach an Spannung. Das Buch hat gute Grundzüge, die leider nicht ausführlicher umgesetzt wurden, sodass m.E. das Potenzial, welches das Buch hätte haben können, nicht voll ausgeschöpft wurde. Zudem war für mich der Umgang des Hauptprotagonisten mit seinem dementen und pflegebedürftigen Vater menschenunwürdig und hat bei mir einen sehr negativen Beigeschmack hinterlassen.

Daher leider nur 2 Sterne von mir.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.02.2021

Ein bisschen wie die Unendliche Geschichte für Erwachsene – ein Buch, das optimistisch macht!

Die Mitternachtsbibliothek
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„Du musst das Leben nicht begreifen. Du musst es nur leben.“ (S. 312)

Worum geht’s?
Nora Seed hat mit dem Leben abgeschlossen. Doch ihr Weg aus dem Leben führt nicht in den Tod, sondern in die Mitternachtsbibliothek. ...

„Du musst das Leben nicht begreifen. Du musst es nur leben.“ (S. 312)

Worum geht’s?
Nora Seed hat mit dem Leben abgeschlossen. Doch ihr Weg aus dem Leben führt nicht in den Tod, sondern in die Mitternachtsbibliothek. Ein Ort zwischen Raum und Zeit voller Bücher, die alle eine mögliche Version ihres Lebens enthalten. Plötzlich stehen Nora alle Möglichkeiten offen. Doch reicht es aus, um glücklich zu werden?

Meine Meinung:
„Die Mitternachtsbibliothek“ von Matt Haig ist das erste Buch, das ich von ihm gelesen habe. Und ich war von der ersten Seite an gefesselt! Die Verzweiflung, die Nora in ihrer Depression hat, ihre Gefühle in den unterschiedlichen Leben. Als würde man diese durch Nora selbst erleben. Und auch die Darstellung der Orte, die Beschreibung der Menschen – als wäre man selbst dabei!

Besonders gut gefällt mir zu Beginn der Countdown im ersten Satz jedes Kapitels, mit dem man Noras Beschluss, zu sterben, immer näher kommt. Schon hier baut der Autor eine Dramatik auf und als LeserIn möchte man unbedingt wissen: Wird Nora sich wirklich umbringen? Dann die Beschreibung der Bibliothek und von deren Bibliothekarin Mrs. Elms, die Nora als Schülerin kannte. Eine total sympathische Frau, damals wie heute. Man muss sie einfach mögen.

Und auch Nora Seed selbst. Einerseits kann man ihre Verzweiflung verstehen. Andererseits möchte man sie trösen und ihr Hoffnung geben. Sehr gut gefallen haben mir die Reisen in ihre unterschiedlichen Leben, wie diese Nora nach und nach verändert haben und wie sie sich selbst in diesen Reisen finden konnte. Die Entwicklung, die sie dabei durchgemacht hat. Und wie sie immer wieder in der Mitternachtsbibliothek gelandet ist. Man hat direkt angefangen, selbst sein Leben Revue passieren zu lassen, zu überlegen, was man selbst im „Buch des Bereuens“ stehen haben könnte und ob es wirklich bereuenswert ist. Und wie Nora ist man auch selbst während dem Lesen ruhiger, zuverlässiger und optimistischer geworden. Ein Buch, das nicht nur philosophisch und sprachlich sehr ansprechend ist, sondern das zugleich auch motiviert und einen das Leben wieder optimistischer sehen lässt.

Der Showdown zum Schluss hat mich dann ein bisschen an die "Unendliche Geschichte" von Michael Ende erinnert. Wisst ihr noch? Als das große Nichts Phantásien zu verschlingen droht, die Welt zerbricht, alles sich in Staub auflöst und immer kleiner wird. Und Bastian dann vor dem Buch sitzt und anfängt, zu schreiben. Und durch das Schreiben dann Phantásien, die kindliche Kaiserin, Atréju und all die anderen rettet. Daran musste ich denken, als ich fast am Ende des Buches war. Und als das Buch dann zu Ende war, hätte ich es am liebsten gleich nochmals gelesen.

Fazit:
„Die Mitternachtsbibliothek“ von Matt Haig ist ein Buch, das mich nachhaltig beeindruckt hat. Phantasievoll, philosophisch, motivierend – man wird beim Lesen ein optimistischerer Mensch. Nora ist eine Protagonistin, der man beistehen möchte, mit der man mitfühlt und die man auf ihrer Reise durch ihre Leben hindurch begleitet. Ein Buch, das am Ende ein bisschen an die unendliche Geschichte erinnert, als Bastian in das große Buch schreibt und dadurch Phantásien rettet, das vom großen Nicht verschlungen zu werden droht. Ein Buch, das mich von Anfang bis Ende gefesselt hat und jetzt noch nachdenklich – aber positiv nachdenklich stimmt. Ein Buch, das ich am liebsten sofort nochmals lesen möchte – wer weiß, vielleicht mache ich das ja auch.

5 Sterne von mir für diese herausragende Geschichte!

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Veröffentlicht am 15.02.2021

Eine schöne Geschichte über Freundschaft, Mut und die Liebe

Wie ein Leuchten in tiefer Nacht
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Worum geht’s?
Die Engländern Alice heiratet Bennett und geht mit ihm nach Baileyville in Kentucky. Sie findet nicht das erhoffte Glück und schließt sich einer Gruppe von Frauen an, die eine mobile Bibliothek ...

Worum geht’s?
Die Engländern Alice heiratet Bennett und geht mit ihm nach Baileyville in Kentucky. Sie findet nicht das erhoffte Glück und schließt sich einer Gruppe von Frauen an, die eine mobile Bibliothek auf die Beine stellen. Hier findet sie tiefe Freundschaft, Liebe und die Heimat, die sie sich immer gewünscht hat.

Meine Meinung:
„Wie ein Leuchten in tiefer Nacht“ von Jojo Moyes ist ein Buch, das einem das Kentucky des Jahres 1937 bildhaft nahebringt. Die Autorin versteht es gekonnt, mit Worten Bilder zu erschaffen und damit den LeserInnen die Landschaft und die Menschen nahezubringen. Das Buch ist eine Mischung aus Emotionen, aber auch aus Spannung. Aus Freundschaft und Liebe, aber auch aus Verzweiflung und Hass. Gan im Stil von Jojo Moyes ein bisschen von allem zu einem ausgewogenen Cocktail der Gefühle gemixt.

Auch die Geschichte selbst ist interessant und spannend. Durch Zufall stieß sie auf die Geschichte der „mobilen Bibliothek“ und ein altes Bild einer Gruppe von Frauen, die es sich zum Ziel gemacht hatten, Wissen in Form von Büchern an abgelegene Orte zu bringen. Das ist ein historisches ungewöhnliches aber sehr interessantes Detail, um das Jojo Moyes eine Geschichte gesponnen hat, bei dem die Engländerin Alice und die Amerikanerin Margery im Mittelpunkt stehen.

Alice, die England für einen Mann verlässt, deren Liebe jedoch unerfüllt bleibt. Zumindest die Liebe zu ihrem Mann Bennett. Die ihr Herz jedoch an Fred verliert. Margery, die etwas eigene Außenseiterin, die gegen alle Konventionen ist und sich am Ende doch aus Liebe zu ihrer Tochter den Konventionen ergibt. Diese beiden starken Frauen dürfen wir auf ihrer Reise begleiten. Dabei, wie sie die Bücherei auf die Füße stellen. Wie sie sich in die Herzen der Bewohner kämpfen. Dabei gibt es viele Nebenschauplätze, die gekonnt in die Geschichte mit einfließen. Das Bergwerk, in dem Alices Mann und ihr Schwiegervater arbeiten und wo nicht alles so abläuft, wie es sein soll. Der Klatsch und Tratsch in der Kleinstadt Baileyville, gegen den sie sich immer wieder behaupten müssen. Die engstirnige Kleinstädtigkeit. Und ein Mord, der einen spannenden Akzent in die Geschichte bringt und die LeserInnen immer wieder den Atem anhalten lässt.

Alles in allem ein Buch, das sich leicht lesen lässt, Bilder erschafft und interessante Eindrücke vermittelt. Leider konnte ich – im Gegensatz zu den anderen Büchern der Autorin – nicht die Sympathie mit den Protagonisten aufbauen, die sie verdient hätten. Irgendwie waren mir die Charaktere schon sympathisch aber auf der anderen Seite auch doch etwas entfernt, sodass man nicht vollkommen warm wurde. Das ist der einzige Punkt, den ich hier vielleicht etwas negativ anzumerken hätte. Ansonsten hat mir das Buch gefallen – auch wenn es nicht ganz mit z.B. „Ein Bild von dir“ mithalten kann.

Fazit:
„Wie ein Leuchten in tiefer Nacht“ von Jojo Moyes ist ein Buch, das die wahre Geschichte einer mobilen Bibliothek als Grundlage hat. Darauf baut die Autorin auf bewegende Weise Bilder auf und eine Geschichte darum herum, die man von Anfang bis Ende verschlingt. Man hat alles: Gefühle, Freundschaft, Liebe, Hass und Verzweiflung, Mut und neue Anfänge. Ein schönes Buch, dass mir ihren anderen nicht ganz so mithalten kann, weil einem die Protagonisten bis zum Ende nicht so nahekamen, wie in ihren anderen Büchern. Aber ein Buch, dass durchaus kurzweilig und spannend zu lesen ist.

4 Sterne von mir und ich freue mich schon auf weitere Geschichten von der Autorin!

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Veröffentlicht am 12.02.2021

Lustige Episoden aus dem Leben einer Rentnerin, die nicht auf den Mund gefallen ist

Ich bin nicht süß, ich hab bloß Zucker
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Auch wenn Winter ist – ich muss heute mal auf die Friedhöfe und wenigstens Harken. „Den Männern die Haare kämmen“, wie Gertrud immer sagt (S. 17)

Worum geht’s?
So lustig kann das Leben einer Rentnerin ...

Auch wenn Winter ist – ich muss heute mal auf die Friedhöfe und wenigstens Harken. „Den Männern die Haare kämmen“, wie Gertrud immer sagt (S. 17)

Worum geht’s?
So lustig kann das Leben einer Rentnerin sein. Zwischen Seniorensport, Friedhöfen, Facebook und Twitter erzählt uns Renate Bergmann lustige Episoden aus ihrem Leben.

Meine Meinung:
„Ich bin nicht süß, ich hab bloß Zucker“ von Renate Bergmann ist ein lustiges Buch für Zwischendurch. Das, was man als leichte humoristische Lektüre bezeichnen würde. Wer Tiefgang und Lebensweisheiten sucht, ist hier falsch. Wer lustig unterhalten werden will, der ist dagegen brandrichtig.

Mit viel Wortwitz erzählt Renate Bergmann den LeserInnen lustige Episoden aus ihrem Leben. Ich musste mehrmals schmunzeln bei den schlagfertigen Kommentaren, beim Umgang mich den „neumodischen Dingen“. Oder wenn Sachen, die „immer so waren“ umgestellt wurden. Wie z.B. das Abholen der Kontoauszüge komplett vom Schalter auf Drucker umgestellt wurde. Auch lockere und lustige Art erzählt die Autorin hiervon und nimmt die Leser mit in eine Welt des Älterwerdens. Die Probleme, aber auch die neuen Möglichkeiten, die sich erschließen. Und wie sie selbst auf Twitter aktiv wurde. Dabei bringt sei dem Leser ihre Gedanken auf mehr als anschauliche Weise näher, wie sie denkt, wie sie mit Dingen umgeht, die sie noch nicht kennt. Was ihr bei den ersten Ausflügen ins „Internetz“ passiert ist.

Ein Buch, das äußerst kurzweilig ist und die perfekte Lektüre für zwischendurch, wenn man beim Lesen auf satirische und teilweise sarkastische Art unterhalten werden möchte, ohne zu tief mitdenken zu müssen. Ich habe mir Renate Bergmann direkt bei Twitter abonniert.

Fazit:
„Ich bin nicht süß, ich hab bloß Zucker“ von Renate Bergmann ist die perfekte Lektüre für zwischendurch, wenn man mal etwas zum Lachen braucht. Wer Ironie liebt, wird die schlagfertigen Senioren in diesem Buch lieben. Das Buch enthält leichte Episoden für jeden Tag, wenn man mal einfach abschalten möchte und nicht zu tief mitdenken möchte.

Ein Buch, das mich mehrmals zum Schmunzeln gebracht hat. 4 Sterne von mir für diesen lustigen Ausflug ins Leben einer 82-jährigen!

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