Profilbild von Azyria_Sun

Azyria_Sun

Lesejury Star
offline

Azyria_Sun ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Azyria_Sun über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.08.2026

Ein Leben für ein Leben

Rabenland
0

Worum geht’s?
Vor einem Jahr verschwand die 17-jährige Lilly spurlos. An ihrem 18. Geburtstag taucht sie plötzlich wieder auf. Abgelegt vor einem Krankenhaus. Traumatisiert. Und ohne jede Erinnerung daran, ...

Worum geht’s?
Vor einem Jahr verschwand die 17-jährige Lilly spurlos. An ihrem 18. Geburtstag taucht sie plötzlich wieder auf. Abgelegt vor einem Krankenhaus. Traumatisiert. Und ohne jede Erinnerung daran, was mit ihr geschehen ist. Wo war sie all die Monate? Was wurde ihr angetan? Und was haben die Raben damit zu tun?

Meine Meinung:
Die Reihe um Nils Trojan und Carlotta Weiss ist für mich inzwischen einfach ein Garant für Spannung. Und mit „Rabenland“ beweist Max Bentow einmal mehr, warum diese Serie zu meinen absoluten Lieblingsthrillern und Must-Reads gehört. Die Atmosphäre ist düster und beklemmend, die Geschichte emotional, unerwartet und fesselnd vom ersten Buchstaben an.

Dabei lernen wir auch Carlotta und Nils wieder ein Stück besser kennen – während die beiden gleichzeitig immer mehr über sich selbst herausfinden. Nils beispielsweise findet einen Weg, seine Panik zumindest etwas zu besänftigen. Aber auch unabhängig davon gefällt mir die Dynamik zwischen den beiden unheimlich gut. Wie sie gemeinsam überlegen, spekulieren und sich mit ihren Gedanken gegenseitig ergänzen, macht einfach Spaß. Die anderen Mitglieder des Teams sind diesmal eher Randfiguren. Dafür begleiten wir aber auch Lilly intensiver - eine unglaublich spannende Figur.

Und dann ist da natürlich der Fall. Und der ist, wie wir es von Max Bentow gewohnt sind, absolut undurchsichtig, unvorhersehbar und endet wieder mit einer Auflösung, mit der man zu Beginn niemals gerechnet hätte. Aber ich will gar nicht vorweggreifen, denn erst einmal sind wir ja am Anfang. Und selbst der ist schon erschreckend genug. Dazu kommen die Ermittlungen, die Ausflüge in das abgelegene Waldgebiet, der Bunker – so viele geniale Schauplätze, die wie geschaffen für einen Psychothriller sind und für eine wunderbar unheimliche Atmosphäre sorgen. Und das Gruseligste? Definitiv die Puppen und die Raben …

Dieser Fall hat es wirklich in sich. Zunächst fischen Nils und Carlotta völlig im Trüben, denn sie haben praktisch keine Anhaltspunkte. Und trotzdem stoßen sie schon dort auf grausige Dinge, von denen man eigentlich lieber gar nichts wissen möchte. Je näher sie schließlich der Wahrheit kommen, desto unglaublicher wird die Geschichte. Düsterer. Unvorhersehbarer. Verstörender. Und selbst an dem Punkt, wo man denkt: Ah, jetzt weiß ich, was kommt! – weiß man eigentlich gar nichts. Denn was dann passiert, ist einfach nur unglaublich. Man rechnet nicht damit. Man will nicht damit rechnen. Man darf eigentlich gar nicht damit rechnen. Und trotzdem ist es genau so.

Genau das macht „Rabenland“ für mich wieder zu einem grandiosen Psychothriller. Max Bentow schafft es, eine Geschichte immer weiter zuzuspitzen, bis man glaubt, jetzt könne eigentlich nichts mehr kommen – und dann legt er noch einmal nach. Ich freue mich jetzt schon wahnsinnig auf den nächsten Fall und bin gespannt, was Nils und Carlotta dort erwartet. Denn bei Max Bentow wird selbst das Unmögliche möglich.

Fazit:
Düster, atmosphärisch, verstörend und herrlich unvorhersehbar: „Rabenland“ hatte für mich wieder alles, was ich an Max Bentows Thrillern so liebe. Ein Fall, der immer unglaublicher wird, eine beklemmende Atmosphäre und eine Auflösung, bei der ich nur dachte: Das kann doch jetzt nicht wirklich sein! Für mich wieder ein absolutes Highlight der Reihe – und definitiv nichts für schwache Nerven.

5 Sterne von mir.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.08.2026

Die Wurzeln eines Lebens

Vater unbekannt
0

Worum geht’s?
Trude ist 16 und verliebt. In einen amerikanischen Soldaten. Als ihr Vater davon erfährt, holt er sie kurzerhand aus Stuttgart zurück nach Hause. Doch die junge Liebe bleibt nicht ohne Folgen. ...

Worum geht’s?
Trude ist 16 und verliebt. In einen amerikanischen Soldaten. Als ihr Vater davon erfährt, holt er sie kurzerhand aus Stuttgart zurück nach Hause. Doch die junge Liebe bleibt nicht ohne Folgen. 50 Jahre später erfährt Trudes Enkelin Fanny, dass der Mann, den sie immer für ihren Großvater gehalten hat, gar nicht ihr leiblicher Opa ist. Doch in der Familie will niemand über die Vergangenheit sprechen. Fanny lässt das Geheimnis keine Ruhe und sie beginnt, nach Antworten zu suchen.

Meine Meinung:
Der Roman „Vater unbekannt“ von Stefanie Buchholz ist ein dünnes Buch, aber eines, in dem erstaunlich viel Geschichte und noch mehr Emotionen stecken. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, ebenso die Perspektivwechsel zwischen Trude damals und Fanny in der Gegenwart.

Nach ihrer unglücklichen Liebe scheint Trude sich immer weiter zurückgezogen und vieles mit sich selbst ausgemacht zu haben. Das merkt man auch ihrer Figur an. Obwohl ich mit ihr mitgefühlt, mitgelitten und mitgehofft habe, kam sie mir nie vollkommen nahe. Fanny ist deutlich offener und greifbarer, trotzdem blieb auch bei ihr eine gewisse Distanz. Das kann allerdings durchaus an der großen Zeitspanne liegen, die mehrere Jahrzehnte umfasst.

Der Geschichte selbst tut das keinen Abbruch, denn die ist unglaublich spannend und berührend. Neben Trudes persönlichem Schicksal bekommen wir interessante Einblicke in das Leben junger Frauen in den 1950er Jahren und danach, erfahren etwas über die Besatzungsmächte und den damaligen rechtlichen Status minderjähriger Mütter. In der Gegenwart spielt wiederum die Ahnenforschung über Ancestry eine wichtige Rolle. Und an Helene, Trudes Tochter und Fannys Mutter, sehen wir eindrucksvoll, wie sehr die eigene Herkunft ein ganzes Leben beeinflussen kann.

Das Buch ließ sich wunderbar lesen, war interessant und emotional und gerade zum Ende hin blieben meine Augen definitiv nicht trocken.

Mein einziger kleiner Kritikpunkt: Mit knapp über 200 Seiten war mir „Vater unbekannt“ fast zu kurz. Besonders gerne hätte ich Helenes Perspektive gelesen. Wie war es für sie, bei ihren Großeltern aufzuwachsen? Was wurde ihr über ihren Vater erzählt und wie ist sie damit umgegangen? Gerade ihr Leben scheint von den damaligen Ereignissen und ihrer unbekannten Herkunft besonders stark geprägt worden zu sein. Auch in einige historische und familiäre Aspekte wäre ich gerne tiefer eingetaucht, denn vieles wird nur kurz angerissen. Aber das ist wirklich Jammern auf hohem Niveau. Trudes Geschichte geht zu Herzen und man verfolgt sie beim Lesen nicht einfach nur, man fühlt sie.

Fazit:
Mit „Vater unbekannt“ erzählt Stefanie Buchholz eine berührende Familiengeschichte über eine junge Liebe, die nicht sein durfte, jahrzehntelanges Schweigen und die Suche nach den eigenen Wurzeln. Historische Einblicke verbinden sich mit einem emotionalen Familienschicksal, das mich besonders zum Ende hin sehr berührt hat. Ein bisschen mehr Tiefe und vor allem Helenes Perspektive hätten die Geschichte für mich perfekt gemacht.

4 Sterne von mir.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.08.2026

Home Sweet Home

Die Psychiaterin – Wurde ihr der Job zum Verhängnis?
0

Worum geht’s?
Tricia und Ethan wollen sich außerhalb von New York ein Haus ansehen. Abgelegen, aber ein absoluter Traum. Doch Tricia hat ein seltsames Bauchgefühl. Das Haus strahlt eine Dunkelheit aus, ...

Worum geht’s?
Tricia und Ethan wollen sich außerhalb von New York ein Haus ansehen. Abgelegen, aber ein absoluter Traum. Doch Tricia hat ein seltsames Bauchgefühl. Das Haus strahlt eine Dunkelheit aus, die ihr Ehemann Ethan nicht wahrzunehmen scheint. Das Haus gehört Dr. Adrienne Hale, Psychiaterin und seit drei Jahren verschwunden.

Meine Meinung:
Für mich sind die Thriller von Freida McFadden mittlerweile ein echter Garant für Hochspannung. Ihr Schreibstil ist unglaublich fesselnd, ihre Geschichten sind voller falscher Fährten und unvorhersehbarer Wendungen. Doch „Die Psychiaterin – Wurde ihr der Job zum Verhängnis?“ setzt für mich sogar noch einen drauf. Es ist mein bisheriges Highlight der Autorin und definitiv ihr bestes Buch.

Wir erleben die Geschichte in der Gegenwart aus Tricias Sicht, die mit ihrem frisch angetrauten Ehemann Ethan in einem abgelegenen Anwesen feststeckt. Eingeschneit. Kein Handyempfang. Keine Möglichkeit, einfach wieder zu verschwinden. Gleichzeitig springen wir immer wieder in die Vergangenheit zu Adrienne. Besonders begeistert haben mich jedoch die Mitschnitte ihrer Therapiesitzungen. Genau diese Einblicke haben der Geschichte noch einmal eine ganz eigene Dynamik verliehen. Ehrlich gesagt hätte ich davon gerne noch viel mehr gelesen, ich war genauso süchtig wie Tricia nach diesen Kassetten!

Aus diesem raffinierten Perspektivwechsel spinnt Freida McFadden für uns Leser dann ein Netz aus Verdächtigungen, Halbwahrheiten und falschen Spuren, in dem ich mich komplett verfangen habe. Ich war von Anfang an so sicher, die Lösung zu kennen. Tja... weit gefehlt. Absoluter Holzweg!

Dazu kommt dieses grandiose Setting: das alte, staubige Haus voller dunkler Geheimnisse, draußen ein Schneesturm, absolute Abgeschiedenheit und keinerlei Möglichkeit, Hilfe zu holen. Und mittendrin ein Kühlschrank, der wie selbstverständlich mit frischen Lebensmitteln gefüllt ist. Genau solche kleinen Details sorgen dafür, dass sich ständig dieses ungute Gefühl im Nacken breitmacht und im Hinterkopf immer die Frage nach der verschwundenen Adrienne.

Für mich hat hier einfach alles gepasst. Die Atmosphäre ist durchgehend beklemmend, die Spannung kennt praktisch keine Verschnaufpause. Meine Theorie lag am Ende komplett daneben. Nein, ich habe offensichtlich noch immer keinen Zugang zu Freida McFaddens Gedankengängen. Und das Finale? Oder besser gesagt: der Anfang vom Ende? Einfach meisterhaft. Mit jeder Seite wurde ich sprachloser. Ab sofort gilt für mich: In einem McFadden-Thriller wird niemandem mehr vertraut. Wirklich niemandem!

Fazit:
Freida McFadden liefert mit „Die Psychiaterin – Wurde ihr der Job zum Verhängnis?“ einen Thriller ab, der mich von der ersten bis zur letzten Seite komplett gefesselt hat. Atmosphärisch, nervenaufreibend und voller genial platzierter Twists. Für mich das bislang stärkste Buch der Autorin und ein absolutes Highlight für alle, die glauben, sie könnten einen Thriller durchschauen.

5 faszinierte Sterne von mir.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.07.2026

Zwischen Sonne und Schatten

Summer Heat
0

Worum geht’s?
Mia heuert als Yogalehrerin in einem Luxusresort an der Algarve an. Für diesen Job hat sie alles aufgegeben. Und das nur, um auf eine persönliche Mission zu gehen. Doch dann trifft sie den ...

Worum geht’s?
Mia heuert als Yogalehrerin in einem Luxusresort an der Algarve an. Für diesen Job hat sie alles aufgegeben. Und das nur, um auf eine persönliche Mission zu gehen. Doch dann trifft sie den Barkeeper Yanis. Während sich zwischen den beiden zarte Gefühle entwickeln, häufen sich im vermeintlichen Paradies rätselhafte und beunruhigende Ereignisse.

Meine Meinung:
Solveig-Marie Kastners Thriller „Summer Heat“ hat mich etwas zwiegespalten zurückgelassen. Der Schreibstil konnte mich von Beginn an fesseln, ebenso wie die Erzählweise aus unterschiedlichen Perspektiven und die geschickt eingestreuten Rückblicke in Mias Vergangenheit, die nach und nach immer mehr Puzzleteile offenbaren.

Auch die Figuren sind ebenso interessant wie undurchsichtig. Erzählt wird aus der Sicht von Mia, die mit einem ganz persönlichen Racheplan an die Algarve kommt, sich jedoch schneller von ihren Gefühlen ablenken lässt, als ihr vielleicht guttun würde. Hinzu kommt Yanis, der Barkeeper, der Mia näherkommt, sowie Taciana, über die ich bewusst nicht mehr verraten möchte, um niemandem die Spannung zu nehmen. Insgesamt sind die Charaktere vielschichtig angelegt. Wirklich sympathisch war mir allerdings kaum jemand, was vor allem daran lag, dass sich meine Einschätzung der Figuren ständig änderte und ich bis zuletzt nie sicher war, wem ich eigentlich trauen konnte.

Die Handlung selbst beginnt eher ruhig. Zeitweise hatte ich das Gefühl, als würde die Geschichte im ersten Drittel noch zwischen Enemies-to-Lovers-Romance und Thriller pendeln, bevor sie sich schließlich eindeutig für Letzteres entscheidet. Im letzten Drittel nimmt der Roman dann spürbar Fahrt auf und überrascht mit zahlreichen Wendungen, erschreckenden Szenen, spannenden Ermittlungen und Ereignissen, die ich so nicht erwartet hätte.

Trotz des langsamen Einstiegs hat es mich dennoch irgendwie von Anfang an gefesselt. Der Klappentext verrät ja, in welche Richtung die Geschichte geht, dennoch blieb bis zum Schluss vieles im Unklaren und ich konnte lange nicht erahnen, wie sich die einzelnen Handlungsstränge zusammenfügen würden. Einen Stern ziehe ich dennoch ab, weil der Beginn für meinen Geschmack etwas zu unentschlossen wirkte und sich die Ereignisse am Ende dafür fast schon zu schnell überschlugen. Dennoch habe ich den Roman gerne gelesen. Besonders die Kulisse an der Algarve, das luxuriöse Resort, der Blick hinter die Fassade der High Society und die düsteren Abgründe der Reichen und Schönen (auch hier möchte ich nicht spoilern, deshalb keine Details) haben mir gut gefallen. Gerade diese Aspekte hätten für meinen Geschmack sogar noch früher einsetzen und etwas mehr Raum einnehmen dürfen.

Fazit:
Mit „Summer Heat“ von Solveig-Marie Kastner hatte ich zwar anfangs das Gefühl, als wüsste die Geschichte selbst noch nicht genau, welchen Weg sie einschlagen möchte. Doch je weiter ich gelesen habe, desto stärker hat sie mich in ihren Bann gezogen. Gerade die Mischung aus Urlaubsflair, undurchsichtigen Figuren, dunklen Geheimnissen, Vorurteilen und menschlichen Abgründen hat mich am Ende überzeugt. Für mich ein Thriller, der etwas Anlauf braucht, dafür aber mit einem packenden letzten Drittel belohnt.

4 sommerliche Sterne von mir.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.07.2026

Herbst und Freundschaft sind kunterbunt

Hase Hibiskus und die Herbstsause
0

Worum geht’s?
Es wird Herbst in Waldhausen. Hase Hibiskus und seine Freunde freuen sich auf die große Herbstsause, eine Party für alle Tiere des Waldes. Doch bis das Fest stattfinden kann, gibt es noch ...

Worum geht’s?
Es wird Herbst in Waldhausen. Hase Hibiskus und seine Freunde freuen sich auf die große Herbstsause, eine Party für alle Tiere des Waldes. Doch bis das Fest stattfinden kann, gibt es noch jede Menge zu erledigen.

Meine Meinung:
Für uns war „Hase Hibiskus und die Herbstsause“ das erste Buch rund um den kleinen Hasen und seine Freunde und es hat uns auf Anhieb richtig gut gefallen. Der kindgerechte Text von Andreas König war für meinen Kleinen genau richtig. Er ist zwar erst drei Jahre alt, liest beziehungsweise hört aber schon sehr aufmerksam zu und ist bei Büchern seinem Alter oft etwas voraus. Im Vergleich zu vielen anderen Büchern dieser Altersgruppe enthält die Geschichte bereits recht viel Text. Für uns war das perfekt, vom Bauchgefühl her hätte ich das Buch aber eher in die Altersgruppe ab vier Jahren eingeordnet.

Besonders begeistert haben uns auch die liebevoll gestalteten, detailreichen Illustrationen von Günther Jakobs. Sie untermalen den Text nicht nur wundervoll, sondern erzählen die Geschichte an vielen Stellen ganz nebenbei weiter. Die warmen Herbstfarben schaffen eine gemütliche Atmosphäre, die Tiere sind genau die richtige Mischung aus natürlich und vermenschlicht. Ein echtes Highlight ist dabei das große Suchbild in der Buchmitte. Zugegeben: Mein Kleiner hat Tom Bär innerhalb von vielleicht 10 Sekunden gefunden. Trotzdem soll ich ihn bei jedem Vorlesen aufs Neue suchen lassen und hat jedes Mal wieder seinen Spaß daran, sodass wir die Suche auch auf die anderen Tiere erweitert haben.

Auch die Geschichte selbst hat uns sehr gefallen. Babsi Biber teilt Hibiskus, Maxi und Tom auf ihre herrlich charmante Art einfach kurzerhand Aufgaben zu, und genau dadurch entwickelt sich das Abenteuer ganz natürlich. Besonders schön ist, dass bei allem, was die Freunde erleben und erledigen, nicht das eigentliche Ziel im Mittelpunkt steht, sondern ihre Freundschaft und ihre Hilfsbereitschaft. Sie unterstützen sich gegenseitig, helfen den anderen Waldbewohnern ganz selbstverständlich und erleben so auf fast jeder Seite ein neues Abenteuer. Das Schönste daran ist, wie sich am Ende des kleinen Chaos plötzlich alles wie von selbst zusammenfügt und ganz nebenbei, fast unbemerkt, sämtliche Vorbereitungen für die Herbstsause erledigt sind. Diese Botschaft über Zusammenhalt, Freundschaft und gegenseitige Unterstützung wird auf wundervolle Art fast nebenbei vermittelt. Genau das macht die Geschichte so liebenswert. Uns hat das Buch richtig gut gefallen und wir sind uns sicher, dass noch weitere Abenteuer von Hase Hibiskus und seinen Freunden bei uns einziehen dürfen.

Fazit:
Andreas König erzählt mit „Hase Hibiskus und die Herbstsause“ eine warmherzige Geschichte über Freundschaft, Hilfsbereitschaft und Zusammenhalt, die von den liebevollen Illustrationen von Günther Jakobs perfekt ergänzt wird. Gemeinsam schaffen die beiden ein herbstliches Vorlesebuch voller Charme, das kleine und große Leser gleichermaßen begeistert. Uns hat der Ausflug nach Waldhausen richtig gut gefallen und wir sind sicher, dass noch weitere Abenteuer von Hase Hibiskus und seinen Freunden bei uns einziehen werden.

5 herbstliche Sterne von mir.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere