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Veröffentlicht am 26.05.2026

Zwischen Wahrheit und Abgrund

Im Morgengrauen (Art Mayer-Serie 4)
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Worum geht’s?
Das Video einer jungen Frau geht viral. Angeblich wurde sie vom Kanzler sexuell genötigt. Als erst der Kanzler spurlos verschwindet und dann die junge Frau tot aufgefunden wird, droht alles, ...

Worum geht’s?
Das Video einer jungen Frau geht viral. Angeblich wurde sie vom Kanzler sexuell genötigt. Als erst der Kanzler spurlos verschwindet und dann die junge Frau tot aufgefunden wird, droht alles, aus der Bahn zu geraten. Was hat Art mit der Sache zu tun? Wie ist Juli, die Frau des Bundeskanzlers darin verwickelt?

Meine Meinung:
Auf den vierten Fall der Art-Mayer-Reihe „Im Morgengrauen“ war ich wirklich gespannt. Denn bislang drehte sich alles um Dana, die verschwundene Mutter von Milla. Marc Raabe hat diesen Handlungsstrang im letzten Band abgeschlossen und genau deshalb war ich neugierig, ob die Reihe dieses hohe Niveau überhaupt halten kann. Tja. Konnte sie. Mühelos. Als hätte jemand beschlossen, Schlaf sei ohnehin überbewertet und Herzfrequenzen unter 120 reine Zeitverschwendung.

Dieses Buch packt einen nicht langsam. Es greift zu und zieht einen hinein. In politische Machtspiele, schmutzige Geheimnisse, zerstörte Leben und eine Wahrheit, die mit jedem Kapitel gefährlicher wird. Marc Raabe schafft es erneut, Spannung nicht einfach nur aufzubauen, sondern sie permanent unter Strom zu setzen. Ständig hatte ich dieses Gefühl, dass gleich alles explodiert. Und meistens tat es das dann auch.

Art und Nele funktionieren dabei wieder grandios zusammen. Beide tragen ihren eigenen Ballast mit sich herum, beide kämpfen an unterschiedlichen Fronten und trotzdem merkt man in jeder Szene, wie tief dieses Vertrauen inzwischen geworden ist. Keine perfekte Hochglanzpartnerschaft, sondern ein Team mit Kratzern, Narben und Ecken. Genau deshalb fühlt es sich echt an. Und genau deshalb fiebert man mit ihnen mit.

Besonders gefallen haben mir auch wieder die zwischenmenschlichen Entwicklungen. Milla ist weiterhin herrlich vorlaut und gleichzeitig erschreckend klug für ihr Alter. Leo bringt noch einmal eine ganz andere emotionale Ebene hinein und öffnet eine weitere Tür in Arts Vergangenheit. Stück für Stück werden Dinge enthüllt, die lange im Schatten lagen. Manche Antworten tun weh. Andere reißen neue Fragen auf. Und dann ist da Kessy. Ihre Videotagebücher haben für mich alles noch intensiver gemacht. Diese Ausschnitte wirken nah, roh und bedrückend echt. Während Art und Nele ermitteln, bewegt man sich mit Kessy langsam auf den unausweichlichen Tag 0 zu. Man weiß, dass etwas Schreckliches passieren wird, aber nicht wann genau der Boden endgültig nachgibt. Gerade dieser Wechsel zwischen Ermittlungen und Videotagebuch erzeugt eine wahnsinnige Spannung. Marc Raabe spielt hier perfekt mit Informationen, Andeutungen und Timing. Man ist den Ermittlern manchmal einen Schritt voraus und gleichzeitig komplett im Dunkeln.

Dazu kommen unglaublich starke Schauplätze. Die Szenen im alten Stellwerk hatten eine fast klaustrophobische Intensität. Überhaupt hatte das Buch dieses typisch düstere, leicht kalte Raabe-Gefühl. Orte wirken nie einfach nur wie Kulisse. Sie atmen. Sie bedrohen. Sie haben Geschichte. Und irgendwo zwischen verlassenen Gebäuden, politischen Fassaden und kaputten Menschen entfaltet sich dann dieses riesige Gesamtbild, bei dem plötzlich alles ineinandergreift. Das Buch hatte für mich wirklich alles: Spannung, emotionale Wucht, heftige Wendungen, zerstörte Hoffnungen, dunkle Wahrheiten und gleichzeitig so viele Momente, in denen endlich Dinge ans Licht kommen. Aber genau da liegt auch mein Problem: Es fühlt sich nicht abgeschlossen an. Nicht vollständig. Nicht fertig. Viel zu viele Fragen stehen noch im Raum. Wie geht es mit Art und Juli weiter? Was passiert mit Leo? Wie entwickelt sich alles rund um Nele, Roman und Lasse? Und vor allem: Kann das wirklich das Ende gewesen sein? Falls ja, wäre das fast schon grausam.

Fazit:
„Im Morgengrauen“ von Marc Raabe ist für mich ein absolutes Thriller-Highlight. Düster, hochspannend, emotional und voller Szenen, die den Puls hochtreiben. Die Mischung aus politischen Abgründen, persönlichem Drama und gnadenloser Spannung funktioniert perfekt und macht das Buch zu einem echten Pageturner. Besonders die Dynamik zwischen Art und Nele, die Videotagebücher von Kessy und die vielen offenen Wahrheiten haben mich komplett gefesselt. Ich habe jede Seite verschlungen und wollte gleichzeitig unbedingt wissen, wie alles endet und niemals, dass es vorbei ist. Falls das tatsächlich der letzte Band gewesen sein sollte, würde mir dieses Team wirklich fehlen.

5 Sterne von mir!

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Veröffentlicht am 25.05.2026

Herz, Hirn und Humor

Humbi und Mohna auf der wilden Wiese
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Worum geht’s?
Humbi und Mohna erwachen aus dem Winterschlaf. Sie freunden sich an und erkunden ihre Wiese. Es ist wirklich wie im Paradies. Doch plötzlich tauchen Trampler auf und rollen mit Baufahrzeugen ...

Worum geht’s?
Humbi und Mohna erwachen aus dem Winterschlaf. Sie freunden sich an und erkunden ihre Wiese. Es ist wirklich wie im Paradies. Doch plötzlich tauchen Trampler auf und rollen mit Baufahrzeugen durch ihre wundervolle Welt.

Meine Meinung:
„Humbi und Mohna auf der wilden Wiese“ von Carina Lendl, illustriert von Hannelore Demel-Lerchster, ist weit mehr als nur ein Erstlesebuch. Es ist eine kleine, summende Liebeserklärung an die Natur. Voller Abenteuer, Freundschaft, Humor und gleichzeitig mit einer wichtigen Botschaft, die einfach so zwischen den Zeilen steckt und einen noch lange beschäftigt.

Besonders schön fand ich, wie liebevoll die Autorin den österreichischen Dialekt einfließen lässt. Ignatz der Igel hatte in meinem Kopf sofort diesen herrlich grantig-wienerischen Klang, selbst wenn er später Hochdeutsch beziehungsweise Wiesisch sprach. Und falls kleine Leserinnen und Leser einmal nicht alles verstehen? Macht überhaupt nichts, denn Humbi und Mohna geht es ganz genauso. Dadurch wirkt alles noch lebendiger und oft auch herrlich komisch.

Überhaupt sind die Figuren einfach großartig gelungen. Die kleine Mohnbiene Mohna und die Steinhummelkönigin Humbi wachsen einem unglaublich schnell ans Herz. Dazu kommen Emil und Eiltrud, das Eidechsenpärchen, Manfred der Maulwurf und jede Menge weiterer Krabbeltiere, die diese wilde Wiese zu einem kleinen Universum machen. Jeder hat seine Eigenheiten, jeder seinen Platz. Und ja, manchmal wird auch jemand gefressen. Natur ist schließlich kein Disneyfilm mit Singvögeln und moralisch stabilen Eidechsen.

Die Kapitel haben genau die richtige Länge für Erstleser: kurz genug, um nicht zu überfordern, aber immer spannend genug, damit man weiterlesen möchte. Ständig passiert etwas Neues und gemeinsam mit den Tieren entdecken wir nicht nur die Schönheit der Natur, sondern erleben auch ihre Zerbrechlichkeit. Denn als die Trampler mit ihren Maschinen auftauchen und eine Straße durch dieses Paradies bauen wollen, wird die Geschichte plötzlich erstaunlich ernst und berührend. Gerade das macht das Buch so besonders. Es vermittelt Kindern auf wundervolle Weise, warum Natur wichtig ist, warum Zusammenhalt zählt und wie schnell selbst die schönsten Orte verschwinden können. Und das alles mit so viel Herz, Wärme und Humor, dass man sich beim Lesen gleichzeitig wohlfühlt und nachdenklich wird. Die Beschreibung auf dem Cover trifft es perfekt: „Eine Geschichte wie ein Samenkörnchen.“ Klein, unscheinbar und voller Leben. Und genau wie ein Samenkorn bleibt diese Geschichte im Kopf, wächst weiter und arbeitet noch lange nach.

Fazit:
„Humbi und Mohna auf der wilden Wiese“ von Carina Lendl ist ein zauberhaftes, kluges und warmherziges Erstlesebuch, das Abenteuer und Naturbewusstsein auf ganz besondere Weise verbindet. Die tierischen Figuren sind liebenswert, die Geschichte spannend und die Botschaft wichtig, ohne jemals schwer zu wirken. Dazu kommen wunderschöne Illustrationen von Hannelore Demel-Lerchster und ein herrlich lebendiger Sprachstil mit österreichischem Charme. Ein Buch, das kleinen Leserinnen und Lesern die Natur näherbringt und dabei auch Erwachsene daran erinnert, wie schützenswert diese Welt eigentlich ist.

5 hummelig-brummelige Sterne von mir.

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Veröffentlicht am 25.05.2026

Tierisches Chaos mit Suchtpotenzial

Gans, Gans, Elch - Ein tierischer Zählspaß
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Worum geht’s?
Es ist heiß. Was gibt es da besseres, als ein Eis? Gans Simon versucht, Elche und Gänse in die jeweilige Schlange zu sortieren, was nicht ganz so einfach ist. Als dann noch die Maus kommt, ...

Worum geht’s?
Es ist heiß. Was gibt es da besseres, als ein Eis? Gans Simon versucht, Elche und Gänse in die jeweilige Schlange zu sortieren, was nicht ganz so einfach ist. Als dann noch die Maus kommt, ist das Chaos perfekt.

Meine Meinung:
Das Kinderbuch „Gans, Gans, Elch – ein tierischer Zählspaß“ von Kael Tudor mit Illustrationen von Nicola Slater wirkt auf den ersten Blick fast ein bisschen unscheinbar. Wenig Text, einfache Zahlen bis 7, gereimte Sätze, buntes Tierchaos. So ein Buch, bei dem man denkt: „Ja nett, lesen wir halt mal.“ Tja. Falsch gedacht. Komplett falsch gedacht. Dieses Buch hat die Durchschlagskraft eines Kinderzimmer-Ohrwurms auf Zucker.

Offiziell empfohlen ab 4 Jahren, würde ich persönlich eher sagen: perfekt schon ab etwa 2 Jahren. Der Text ist kurz, eingängig und macht beim Vorlesen einfach Spaß. Es ist wirklich so richtig unterhaltsam und lustig.

Mein Kleiner jedenfalls war sofort verloren. Seit das Buch eingezogen ist, läuft hier täglich die große Gans-Elch-Dauerschleife. Erst liest Papa. Dann Mama. Dann „liest“ das Kind. Und zwar erstaunlich treffsicher, weil der Text nach gefühlt zwei Durchgängen direkt im Gehirn festklebt wie Eiscreme an Kinderfingern. Besonders „welch Wirrwarr hier“ wird hier inzwischen mit der Dramatik eines Shakespeare-Schauspielers verkündet.

Der eigentliche Star sind aber fast die Illustrationen. Überall passiert irgendetwas. Die Blicke. Die genervten Gänse. Die verwirrten Elche. Die Körpersprache. Die Kleidung. Dieses herrlich trockene Chaos auf jeder Seite. Man entdeckt ständig neue Kleinigkeiten und genau das macht das Buch auch für Erwachsene so unterhaltsam. Diese wunderbar grantige Gans, die immer wieder empört auf das „Gänse hier anstellen“-Schild zeigt, hat ehrlich gesagt dieselbe Energie wie Menschen montagmorgens in der überfüllten U-Bahn beim Einsteigen. Und dann dieser herrlich absurde Humor: Simon erklärt dem Elch geduldig die Elche-Reihe und der schaut auf eine Schlange voller Gänse und fragt sinngemäß zurück, ob die mit den Gänsen die Elch-Reihe sein soll. Und dann kommt die Maus…

Dieses Buch ist der beste Beweis dafür, dass Kinderbücher weder riesig noch kompliziert sein müssen, um absolut genial zu sein. Hinter der einfachen Idee stecken so viel Witz, Dynamik, Sprachgefühl und Beobachtungskomik, dass man es immer wieder lesen kann. Oder muss. Denn eure Kinder werden dieses Buch lieben. Wirklich lieben. In einer Intensität, die leicht bedrohlich werden kann. Menschen kaufen sich Noise-Cancelling-Kopfhörer für Langstreckenflüge. Eltern brauchen sie irgendwann für „Gans, Gans, Elch“.

Fazit:
„Gans, Gans, Elch – ein tierischer Zählspaß“ von Kael Tudor, illustriert von Nicola Slater, ist herrlich chaotisch, witzig und überraschend clever. Ein einfaches Konzept wird hier zu einem Vorlesebuch mit echtem Suchtpotenzial für Kinder und erstaunlich viel Humor für Erwachsene. Die gereimten Texte bleiben sofort hängen, die Illustrationen sind voller kleiner Details und das tierische Durcheinander sorgt jedes Mal wieder für Gelächter. Für uns ein absolutes Lieblingsbuch, das vermutlich noch sehr lange durch unser Wohnzimmer gackern und stampfen wird.

5 chaotische Sterne von uns

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Veröffentlicht am 21.05.2026

Einfach genial

Bobo Siebenschläfer Mein Wassermalbuch
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Worum geht’s?
Bobo ist unterwegs: im Haus, beim Verstecken, im Garten und auf Schatzsuche. Hilfst du ihm, mit dem Wassermalstift Dinge zu entdecken und kleine Abenteuer zu erleben?

Meine Meinung:
„Bobo ...

Worum geht’s?
Bobo ist unterwegs: im Haus, beim Verstecken, im Garten und auf Schatzsuche. Hilfst du ihm, mit dem Wassermalstift Dinge zu entdecken und kleine Abenteuer zu erleben?

Meine Meinung:
„Bobo Siebenschläfer – Mein Wassermalbuch“ ist einfach genial! Bobo Siebenschläfer ist den meisten Kindern sowieso ein Begriff, malen geht immer und mit dem Wasserstift gibt es weder Farbspritzer noch Flecken. Alle Eltern atmen an dieser Stelle kurz kollektiv aus.

Angegeben ist das Alter mit 3 Jahren, was ich fast etwas „alt“ finde. Bobo richtet sich doch eher an jüngere Kinder und auch das Malen ist sehr einfach gehalten. Der Stift ist ebenfalls unkompliziert, sodass durchaus schon Kinder mit 1 bis 2 Jahren Freude daran haben können.

Mein Kleiner war auf jeden Fall komplett begeistert. Der Stift lässt sich einfach befüllen und das Wasser bleibt tatsächlich im Stift, ohne auszulaufen. Das war ehrlich gesagt meine größte Sorge, denn Wasser und Kleinkind sind ja sonst eine Kombination, die Wohnungen in Feuchtbiotope verwandelt.

Der Stift liegt gut in kleinen Händen und die Bilder erscheinen schnell, sobald das Wasser die weiße Deckschicht berührt. Mein Kleiner war und ist absolut fasziniert davon, was sich darunter verbirgt, auch wenn er es inzwischen auswendig weiß und schon vor dem Malen erzählt.

Die Schicht trocknet außerdem schnell wieder, sodass das Buch nach kurzer Zeit direkt für den nächsten Einsatz bereit ist. Wir haben es schon viele Male ausgemalt und die Qualität ist immer noch gut. Nur zu schräg sollte man den Stift nicht halten, da dann die weiße Schicht leicht angekratzt werden kann.

Für uns ist es auf jeden Fall ein geniales und gelungenes Produkt, das täglich bespielt wird.

Fazit:
„Bobo Siebenschläfer – Mein Wassermalbuch“ ist ein richtig tolles Beschäftigungsbuch für kleine Bobo-Fans. Es ist einfach zu benutzen, macht keinen Dreck und sorgt trotzdem für große Begeisterung. Besonders schön ist, dass die Seiten nach dem Trocknen immer wieder neu bemalt werden können. Für uns ein absolut gelungenes Produkt, das hier ständig im Einsatz ist.

5 Sterne von uns.

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Veröffentlicht am 20.05.2026

Leckeres Streetfood

Pocha
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Worum geht’s?
Pocha ist mehr als nur Essen, es ist ein Lebensgefühl. Die Gerüche, das Aroma – hier kommen Korea-Fans voll auf ihre Kosten!

Meine Meinung:
In „Pocha: Seoul auf dem Teller“ stellt Su Scott ...

Worum geht’s?
Pocha ist mehr als nur Essen, es ist ein Lebensgefühl. Die Gerüche, das Aroma – hier kommen Korea-Fans voll auf ihre Kosten!

Meine Meinung:
In „Pocha: Seoul auf dem Teller“ stellt Su Scott 80 verschiedene koreanische Rezepte vor. Die Beschreibung der Zubereitung ist klar verständlich und zudem haben wir viele Bilder, die schon beim Durchblättern ordentlich Hunger auf das Streetfood machen. Man sitzt praktisch gedanklich schon zwischen dampfenden Garküchen, Neonlichtern und brutzelnden Pfannen.

Gut gefallen hat mir, dass die Autorin zu Beginn Tipps gibt, was z.B. gut vorbereitet werden kann und auch, was zur späteren Verwendung eingefroren werden kann. Zudem bekommt man einen kleinen Einblick darin, was hinter dem koreanischen Streetfood steckt und warum Pocha in Südkorea eben weit mehr ist als nur schnelles Essen. Die Rezepte selbst sind gut erklärt und einfach nachzumachen, wodurch man direkt Lust bekommt, sich selbst durch die verschiedenen Gerichte zu kochen.

Etwas schwierig fand ich allerdings die Beschaffung der Zutaten. Inzwischen gibt es zwar oft gut ausgestattete Asia-Abteilungen auch in kleineren Orten, dennoch konnte ich viele Rezepte nicht wirklich zubereiten, da mir schlicht einige Zutaten gefehlt haben. Gerade bei außergewöhnlicheren Kochbüchern finde ich es immer hilfreich, wenn Alternativen zu schwer erhältlichen Zutaten vorgeschlagen werden. Ein entsprechendes Kapitel hat mir hier leider gefehlt. Auch die Kategorien, in denen die Rezepte eingeteilt waren, waren nicht immer nachzuvollziehen, aber das nur am Rande.

Dennoch ein wirklich gelungenes Kochbuch, das mit Atmosphäre, Vielfalt und authentischem Streetfood-Feeling punktet, für mich persönlich aber leider nur eingeschränkt alltagstauglich war.

Fazit:
„Pocha: Seoul auf dem Teller“ von Su Scott macht richtig Lust auf koreanisches Streetfood und bringt viel Atmosphäre mit. Die Rezepte sind verständlich erklärt, die Bilder wunderschön und die kleinen Einblicke in die koreanische Esskultur machen das Buch zusätzlich spannend. Schade ist lediglich, dass einige Zutaten nur schwer erhältlich sind und Alternativen fehlen. Trotzdem ein tolles Kochbuch für alle, die Lust auf authentisches Korea-Feeling in der eigenen Küche haben.

4 Michelin-Sterne von mir.

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