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Harakiri

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.10.2021

Spannung pur

Stadt des Zorns
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Janus schlägt wieder zu. Und dieses Mal beschränkt er sich nicht auf einen kleinen Kreis. Ganz Köln ist sein Ziel. Und natürlich hat er seine Lieblingsfeindin, Hannah, wieder mit einbezogen. Hannah ist ...

Janus schlägt wieder zu. Und dieses Mal beschränkt er sich nicht auf einen kleinen Kreis. Ganz Köln ist sein Ziel. Und natürlich hat er seine Lieblingsfeindin, Hannah, wieder mit einbezogen. Hannah ist auf Besuch bei ihrer Schwester als eine vermeintliche Umweltaktion den Verkehr von Köln lahmlegt. Doch das ist erst der Anfang und Hannah gerät in einen Strudel von Angst, Gewalt und Rache.
Auch wenn ich den ersten Band nicht kenne, hatte ich nicht das Gefühl, die Handlung nicht zu verstehen. Anfangs gibt es noch kleine Rückblenden, so dass man allem gut folgen kann.
Die Spannung steigt mit jeder Seite und Janus als Täter musste ich schon fast bewundern. Seine Schläue ist unübertroffen, dadurch gibt es im Buch immer wieder neue Wendungen und Überraschungen und der Spannungsbogen ist permanent hoch. Das Tempo des Buches ist wirklich sehr rasant und auch als Leser kommt man kaum dazu, Luft zu holen.
Durch Perspektivenwechsel zwischen Hannah und Kommissar Kappler, steigt zudem die Spannung noch an, sofern das überhaupt noch möglich ist. Mir haben die perfiden Spiele von Janus sehr gut gefallen, ich fand sie sehr ausgefallen und neuartig, überraschend.
Fazit: ich muss jetzt unbedingt Band 1 haben.

Veröffentlicht am 11.10.2021

super Thriller

Eisesschatten
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Ein neuer Fall für Psychologin Nathalie Svensson.
In Svartviken verschwindet ein junges Mädchen, kurz danach wird ihr Lehrer ermordet. Verdächtige sind schnell gefunden. Aber alle haben ein Alibi. So tappen ...

Ein neuer Fall für Psychologin Nathalie Svensson.
In Svartviken verschwindet ein junges Mädchen, kurz danach wird ihr Lehrer ermordet. Verdächtige sind schnell gefunden. Aber alle haben ein Alibi. So tappen Nathalie und ihre Profiler-Einheit eine ganze Weile im Dunkeln. Zu lang für das entführte Mädchen?
Ich hing wieder von der ersten bis zur letzten Seite gebannt an den Zeilen. Moström schreibt so mitreißend, anschaulich und spannend, dass ich das Buch kaum zur Seite legen konnte. Durch die vielen Verdächtigen kommt man erst sehr spät, durch eine minimale Andeutung, auf den Täter und das Rätseln vorher war durch viele Wendungen und Andeutungen mehr als spannend gehalten.
In Einschüben wird Ebbas letzter Weg aufgezeigt, aber natürlich nicht bis zum Ende, das hat noch einige Überraschungen in sich.
Nathalie ist mir als Person schon lange sympathisch und ihre Freundschaft mit Johan mag ich auch sehr gerne. Wenn Moström auch hier mit den Nerven des Lesers spielt.
Der Thriller ist atmosphärisch dicht und durch die lange Dunkelheit, die Kälte und den Schnee noch aufreibender.
Fazit: Wer Thriller mag, wird Eisesschatten lieben.

Veröffentlicht am 09.10.2021

Die Todesliste

Die Früchte, die man erntet
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3 Morde in Stockholm, die nicht miteinander zusammenhängen zu scheinen rufen Vanja Lithner und ihr Team auf den Plan. Schnell ist ein Täter entlarvt, dem aber die Flucht gelingt. Nun gilt es, weitere Morde ...

3 Morde in Stockholm, die nicht miteinander zusammenhängen zu scheinen rufen Vanja Lithner und ihr Team auf den Plan. Schnell ist ein Täter entlarvt, dem aber die Flucht gelingt. Nun gilt es, weitere Morde zu verhindern, denn die Todesliste ist noch lang.


Gleichzeitig kämpft Vanjas Vater Sebastian Bergmann mit den Dämonen seiner Vergangenheit und dann ist da auch noch Kollege Billy, auf dem ein furchtbarer Verdacht lastet.


Ganz schön viele Baustellen für Vanja in ihrem neuen Fall. Ein bisschen schade finde ich, dass Sebastian ein wenig in den Hintergrund gerät. Auch wenn er schon speziell ist, ich mag ihn sehr gerne. Und er darf ja am Rande weiter dabei sein.



Auch Vanja mag ich sehr gerne und ihr neuer Fall verlangt ihr wirklich viel ab. Er ist spannend aufgebaut und wird durch Einschübe aus Sicht des Täters ergänzt, die die Hintergründe beleuchten und das Ganze noch anschaulicher machen. Man ist fast ein wenig versucht an Bonnie und Clyde zu denken.

Nachdem der Fall gelöst ist, switcht die Handlung vermehrt auf Billy. Andeutungen kamen in den Seiten vorher auch schon vor, aber das restliche Buch befasst sich dann noch mit der Aufklärung alter Morde und der Überführung des netten Kollegen. Fast war mir, als wäre hier ein Break in der Handlung und als lese ich nun ein neues Buch. Hier hätte ich mir eine Verknüpfung besser gefallen, die beide Handlungen erst am Ende aufdröselt. Nichtsdestotrotz waren beide Fäden sehr gut zu lesen. Anschaulich, flüssig und spannend.



Sebastians viele Träume waren mir ein wenig zu viel. Allerdings brauchte man die Handlung auch, um das Ende (das es wahrlich in sich hat) verstehen zu können. Ich bin schon sehr gespannt auf den nächsten Band.


Fazit: wieder toll zu lesen, wie es Sebastian und seinem Team ergeht. Das Autorenduo hat einige Überraschungen auf Lager, was mir sehr gut gefallen hat.

Veröffentlicht am 08.10.2021

Emma und Marlene auf der Suche nach ihrem Glück

Kinderklinik Weißensee – Jahre der Hoffnung
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Marlene hat es geschafft: sie hat ihr Studium abgeschlossen und wird zum medizinischen Praktikum an der Klinik Weißensee zugelassen. Doch die Arbeit dort ist nicht so einfach, muss sie sich doch erneut ...

Marlene hat es geschafft: sie hat ihr Studium abgeschlossen und wird zum medizinischen Praktikum an der Klinik Weißensee zugelassen. Doch die Arbeit dort ist nicht so einfach, muss sie sich doch erneut gegen die Männerwelt durchsetzen. Emma hat es hier etwas einfacher, denn der Krankenschwesternberuf ist von den Männern anerkannt.


Kraftvoll, anschaulich und mitreißend erzählt Antonia Blum die Geschichte der beiden Schwestern Emma und Marlene weiter. Beide sind auf der Suche nach der Liebe und beide werden enttäuscht, was dem Buch einen etwas melancholischen Unterton verleiht. Allerdings sind die Beschreibungen der beiden Frauen in ihren Berufen sehr ausdrucksstark und verleiten dazu, das Buch nahezu zu verschlingen.
Die Autorin hat für ihre Weißensee-Reihe akribisch recherchiert und so wirkt die erzählte Geschichte authentisch und überzeugend. Man kann sich als Leser alles sehr gut vorstellen und lebt die Schicksale mit.
Als Antagonist wurde Waldemar Buttermilch auserkoren, der Marlene das Leben schwermacht. Zum Glück ist Marlene eine gefestigte Persönlichkeit und lässt sich nicht so leicht unterkriegen. Für Spannung sorgen die Aktionen Buttermilchs jedoch allemal.
Der letzte Satz des Buches ist der absolute Hammer und zum Glück verspricht die Autorin im Nachwort eine weitere Fortsetzung, auf die ich mich jetzt schon sehr freue.
Fazit: gelungene Fortsetzung, sehr authentisch und mitreißend. Man muss Emma und Marlene einfach mögen.

Veröffentlicht am 06.10.2021

Spannender Thrill

Todesschmerz
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Ein Buch mit 592 Seiten? Schon happig, aber bei Maarten S. Sneijder dann gar kein Problem und ich hatte das Buch in zwei Tagen durch. Kurze Kapitel und eine spannende Handlung machen das Buch zu einem ...

Ein Buch mit 592 Seiten? Schon happig, aber bei Maarten S. Sneijder dann gar kein Problem und ich hatte das Buch in zwei Tagen durch. Kurze Kapitel und eine spannende Handlung machen das Buch zu einem Pagetuner.
Maarten und sein Team werden nach Oslo geschickt, wo die deutsche Botschafterin in ihrem Büro ermordet wurde. Schnell ist ein erster Verdächtiger gefunden, aber Maarten stellt fest, dass die Geschichte viel tiefer geht. Und wer letztendlich alles in die Sache verwickelt ist, das hätte sich selbst Sneijder nicht vorstellen können.
Das Buch beginnt spannend und hält den Spannungsbogen bis zum Ende. Ich mag Sneijder und sein Team, vor allem der Ermittler hat es mir angetan. Auch wenn er überaus ruppig rüberkommt, steckt doch ein gutes Herz in ihm, was der Autor auch an mehreren Stellen herausstellt. Vor allem mag ich aber seine Schläue. Er wirkt oft so unbeteiligt und man sieht förmlich seinen Kopf rauchen, und schon weiß man „jetzt kommt der Fall ein Stück weiter“. Und das ist in dieser Story ziemlich oft der Fall, denn die Tat ist sehr perfide und Verdächtige gibt es sehr viele.
Und dann ist da ja auch noch der Maulwurf in den eigenen Reihen, der auch das Kriminalteam vor eine große Herausforderung stellt.
Gruber geht in diesem Buch allerdings auch andere Wege und schont seinen Leser nicht. Man muss sich leider im Laufe der Handlung von einigen lieb gewordenen Charakteren verabschieden, was die Story zwar authentischer, aber halt auch trauriger macht.
Das Ende wartet mit einer großen Überraschung und einem offenen Ende auf und ich hoffe, dass Gruber schon an einer Fortsetzung schreibt.
Fazit: wieder ein überaus gelungener, spannender Thriller mit vielen Wendungen und einem sympathischen Ermittlerteam.