Profilbild von Harakiri

Harakiri

Lesejury Star
offline

Harakiri ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Harakiri über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.06.2026

Vollendung bedeutet Tod

Vollendung
0

Veit Etzold ist zurück – und wie
Vollendung bedeutet Tod
Als die Tochter von Clara Vidalis übers Internet mit einer Gruppe in Kontakt kommt, die sich „Vollendung“ nennt, gerät Victoria in große Gefahr. ...

Veit Etzold ist zurück – und wie
Vollendung bedeutet Tod
Als die Tochter von Clara Vidalis übers Internet mit einer Gruppe in Kontakt kommt, die sich „Vollendung“ nennt, gerät Victoria in große Gefahr. Zu tief sitzt noch der Schmerz und die Angst aus der Fast-Tötung.
Clara macht es sich zur Aufgabe, die Gruppe zu unterwandern und den Anführer zu überführen. Doch dabei stößt sie fast an ihre Grenzen.
Also wegen mir hätte das Buch gerne noch weitergehen können. Ein wenig tiefer gehen und manche Szenen ausführlicher beschreiben. Aber auch so hatte das Buch ganz viel von dem, was ich mag. Bereits in den ersten 10 Kapiteln gibt es 4 Tote. Und nicht nur mal eben erschossen. Etzold bereitet hier die ganze Palette der Grausamkeiten aus. Keine Ahnung, wie er auf solche Gedanken kommt – aber mir gefällt es.
Etzold kehrt zurück zu seinen Roots und beschränkt sich auf Action statt langweiliger und langwieriger Erklärungen, die die Handlung nicht voranbringen. Und das ist gut so. Ein Buch ist ein gutes Buch, wenn man es nicht aus der Hand legen kann. Und das gelingt Etzold mit „Vollendung“ perfekt.
Auch das Ende hat es in sich – und ich freue mich schon auf den nächsten Band.
Fazit: Hart, härter, Etzold.

Veröffentlicht am 30.05.2026

Spannend

Im Morgengrauen (Art Mayer-Serie 4)
0

„Im Morgengrauen“ ist der 4. Band der Art-Mayer-Reihe und sehr spannend erzählt.
Die Erzählweise ist mal etwas Anderes. Die Handlungsstränge wechseln sich ab und erzählen immer nur genau so viel, wie ...

„Im Morgengrauen“ ist der 4. Band der Art-Mayer-Reihe und sehr spannend erzählt.
Die Erzählweise ist mal etwas Anderes. Die Handlungsstränge wechseln sich ab und erzählen immer nur genau so viel, wie der Leser im Moment braucht, um der Handlung gut folgen zu können und den Ermittlern einen kleinen Schritt voraus zu sein. So spielt ein Strang in der Gegenwart und einer ein paar Tage zuvor, der die Hintergründe aufdeckt.
Besonders der Schauplatz – das U-Bahn-Netz in Berlin – sorgt für eine düstere Atmosphäre, die dafür sorgt, dass die Spannung fast greifbar ist. Die kurzen Kapitel und einige überraschende Wendungen sorgen dafür dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Manches Kapitel endet mit einem Cliffhanger, was zusätzliche Dramatik sorgt.
Art Mayer ist ein Charakter, den man mögen muss. Auch wenn mich die Story mit Juli langsam nervt. Man merkt: man sollte die Vorgängerbände gelesen haben, sonst fehlen wichtige und wesentliche Bauteile der Geschichte.
Fazit: Ich denke, dass mit „Im Morgengrauen“ die Reihe um Art Mayer endet, weil sie auserzählt ist. Auf der einen Seite finde ich es schade, denn seine Art ist mir ans Herz gewachsen. Auf der anderen Seite freue ich mich, dass endlich alle losen Stränge verknüpft und alle Geheimnisse aufgeklärt sind.

Veröffentlicht am 28.05.2026

Golden Cage 3

Revenge. Die Rache einer Frau ist schön und brutal (Golden Cage 3)
0

Revenge



Es sieht nicht gut aus für Faye: ihr Vater ist aus dem Gefängnis ausgebrochen und will Rache. Scheinbar übermächtig beseitigt er alle Gegner und Faye weiß: wenn sie jetzt nicht handelt, sind ...

Revenge



Es sieht nicht gut aus für Faye: ihr Vater ist aus dem Gefängnis ausgebrochen und will Rache. Scheinbar übermächtig beseitigt er alle Gegner und Faye weiß: wenn sie jetzt nicht handelt, sind sie und ihre Tochter die nächsten Opfer.



Die Handlung startet fast etwas gemächlich. Doch spätestens ab der Hälfte kann man das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Die Zeit im Gefängnis fand ich sehr gut geschildert und als Faye dann Hilfe von unerwarteter Seite bekommt, war ich vollends gefangen in der Handlung.



Auch wenn der Band in sich abgeschlossen ist, sollte man die Vorgänger kennen, damit alle Handlungsstränge nachvollziehbar sind. Teilweise wird Bezug genommen auf die beiden ersten Bände, die es auch schon in sich haben.



Läckberg hat wirklich ein Auge für Feinheiten und bringt diese so zu Papier, dass der Leser gespannt ist. Eigentlich ist Faye ja die Böse, aber durch Läckbergs Schreibstil entwickelt man doch positive Gefühle für Faye und die anderen Frauen. Der Schreibstil ist wie immer flüssig und sehr temporeich. Läckberg baut zudem einige überraschende Wendungen ein und baut die Handlung von Anfang an so auf, dass keine Fragen offenbleiben und man als Leser nachvollziehen kann, warum die Personen so handeln.



Manche Szenen wirken allerdings etwas weit hergeholt oder zu zufällig, aber das tut der Spannung keinen Abbruch.



Fazit: Revenge – Die Rache einer Frau ist schön und brutal ist somit ein packender Psychothriller, der die Geschichte von Faye intensiv und spannend weitererzählt und das Ende der Trilogie darstellt.

Veröffentlicht am 27.05.2026

What if?

Code Null. Dieses Spiel kennt keine Regeln
0

Code Null ist der Auftakt zu einer neuen Reihe des Autors, der bisher seine Bücher meistens mit einem Co-Autor geschrieben hat.
Berlin steht unter Druck: eine Organisation, die sich TimeOut nennt, hat ...

Code Null ist der Auftakt zu einer neuen Reihe des Autors, der bisher seine Bücher meistens mit einem Co-Autor geschrieben hat.
Berlin steht unter Druck: eine Organisation, die sich TimeOut nennt, hat die Kontrolle über Satelliten übernommen und könnte damit für Verkehrsausfälle oder Flugzeugabstürze sorgen.
Charlie, eine junge Hackerin, findet schnell heraus, dass die Ursache sehr tief liegt und nur mit Hilfe einer KI überwältigt werden kann.
Puh, anfangs fand ich den Krimi sehr technisch und speziell, hatte mich aber schnell eingelesen. Mit Charlie ist Schwiecker eine sympathische Protagonistin gelungen, die aber auch ihre Ecken und Kanten hat. Auch Lukas mochte ich gerne, obwohl er nicht so viel Raum einnahm.
Die Handlung ist rasant und spannend, allerdings zieht sie sich an manchen Stellen etwas und die vielen Abkürzungen, die sehr oft wiederholt werden, hemmen den Lesefluss etwas.
Ein wenig bleibt die Spannung hinter vielen technischen Erklärungen zurück. Man merkt, dass Schwiecker selber in der IT-Branche ist. Ein paar weniger Seiten hätten dem Buch gutgetan.
Die Idee hinter der Handlung fand ich aber sehr gelungen, dieses „Was wäre, wenn es tatsächlich so weit käme?“ macht nachdenklich und lädt zum Mitfiebern ein. Vor allem der Krieg am Ende ist neu und erfrischend. Und das war ja nur der Anfang wie der letzte Satz des Buches eindringlich zeigt und neugierig auf den Folgeband macht.
Fazit: nicht nur für Techniknerds ein gelungener Auftakt zu einer neuen Krimireihe, die aktueller kaum sein könnte.

Veröffentlicht am 26.05.2026

nicht ganz so spannend, aber durchaus lesenswert

Der Tote auf dem Kniepsand
0

Ein weiterer Fall für die Inselkommissare
Ein Toter auf Amrum und der Verdacht auf den Zusammenhang mit Drogenschmuggel – klingt ganz nach einem Fall für Lena Lorenzen und ihr Team.
Das Buch ist ein fesselnder ...

Ein weiterer Fall für die Inselkommissare
Ein Toter auf Amrum und der Verdacht auf den Zusammenhang mit Drogenschmuggel – klingt ganz nach einem Fall für Lena Lorenzen und ihr Team.
Das Buch ist ein fesselnder Krimi, der Spannung, norddeutsche Küstensatmosphäre und Lokalkolorit miteinander verwebt.
Die Figuren sind gut ausgearbeitet und der Schreibstil klar und flüssig, ohne überflüssige Ausschweifungen und dennoch entfaltet sich die Handlung geschickt durch das Legen falscher Spuren und vieler Verdächtiger.
Auch die private Seite der Ermittler kommt nicht zu kurz. In diesem Fall aber fast schon ein wenig zu lang. Denn die Beziehungsprobleme von Lenas Kollegin haben mich ein wenig genervt.
Ansonsten aber ein solider Krimi, der mit einer logischen Handlung und einem flüssigen Schreibstil punktet.
Fazit: Der 13. Fall für Lena war jetzt nicht der spannendste, aber dennoch überaus lesenswert.