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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.04.2026

4 Schwestern und ein Todesfall

Beth is dead
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4 Schwestern und ein Todesfall. Am Neujahrsmorgen wird Beth tot gefunden – und eine fieberhafte Jagd nach dem Täter beginnt.
Der Autorin gelingt es wunderbar, den Leser mitzureißen. Durch kurze Kapitel ...

4 Schwestern und ein Todesfall. Am Neujahrsmorgen wird Beth tot gefunden – und eine fieberhafte Jagd nach dem Täter beginnt.
Der Autorin gelingt es wunderbar, den Leser mitzureißen. Durch kurze Kapitel und eine lebendige, teilweise fast poetische, Schreibweise, macht das Lesen einfach Spaß. Ich musste nur immer aufpassen, dass ich die Schwestern richtig zusammenbekomme und wer jetzt erzählt. Die Kapitel wechseln nämlich zwischen den Schwestern in Gegenwart und Vergangenheit. Durch die Kapitel von früher erfährt man die Hintergründe und sie lösen einige Geheimnisse auf.
Die Schwestern sind total unterschiedlich und das macht mit einen Reiz des Buches aus. Ein weiterer Pluspunkt ist es, wie gut es der Autorin gelingt, falsche Fährten zu legen und so dem Leser quasi die Karotte vor die Nase zu halten, um bis zum Schluss mitzutraben. Ich muss zugeben, ich kam nicht auf den Täter.
Fazit: Ein mitreißendes Buch, eine tolle Idee einen Klassiker neu zu beleben und eine tolle Schreibweise zeichnen diesen Krimi aus.

Veröffentlicht am 30.03.2026

Von der ersten Seite an fesselnd

Ostseehölle
6

Bei einer Kirchenführung wird eine Leiche gefunden. Pia und ihr Team beginnen zu ermitteln, werden aber bald von dem Fall abgezogen. Zum Glück gibt es noch einen Altfall zu lösen, der wohl auch mit dem ...

Bei einer Kirchenführung wird eine Leiche gefunden. Pia und ihr Team beginnen zu ermitteln, werden aber bald von dem Fall abgezogen. Zum Glück gibt es noch einen Altfall zu lösen, der wohl auch mit dem aktuellen Mord zu tun hat.

Ich mag Pia vom ersten Band an. Die Krimis sind nie blutig oder brutal, aber immer fesselnd. Und auch Pias Privatleben hat einiges zu bieten und lohnt sich, zu verfolgen. Ostseehölle ist in sich abgeschlossen, aber es ist schöner, wenn man die Vorgänger kennt.

Almstädts lebendige Schreibweise zieht wieder von der ersten Seite an ihren Bann. Bereits der Prolog vermag zu fesseln und die folgenden Kapitel verleiten immer wieder dazu, noch eins lesen zu wollen. Wie immer bei Korittki weiß man, dass die offensichtlichen Verdächtigen meist nicht die wahren Täter sind, sondern die, die nur kurz erwähnt und eingeführt werden. Was aber, wenn sie ihren Kurs einmal ändert? Und so fiebert man von der ersten bis zur letzten Seite mit dem Team mit.

Pias Privatleben kam mir dieses Mal etwas zu kurz und tatsächlich fand ich den Streit am Anfang etwas konstruiert.

Am Ende laufen alle Fäden schlüssig zusammen und alles wird aufgeklärt und sorgt für den AHA-Moment.

Fazit: Wieder gelingt es Eva Almstädt einen Krimi abzuliefern, der es in sich hat und der von der ersten Seite an überzeugt.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 22.03.2026

Tolles Autoren-Duo

Doppelspiel
2

Ein sehr rasanter Krimi, in der Tom Borg fälschlicherweise des Mordes bezichtigt wird. Er flüchtet, um seine Unschuld selbst beweisen zu können. Ein klassischer Wrong-Man-Krimi also im Stile Hitchcocks.
Dahl ...

Ein sehr rasanter Krimi, in der Tom Borg fälschlicherweise des Mordes bezichtigt wird. Er flüchtet, um seine Unschuld selbst beweisen zu können. Ein klassischer Wrong-Man-Krimi also im Stile Hitchcocks.
Dahl und Moström im Duo – das kann nur gut werden. Beide Schriftsteller beweisen immer wieder aufs Neue, wie gut sie schreiben können und auch in ihrem ersten gemeinsamen Werk schreiben sie einen Pageturner.
Vor allem die Szenen, in denen Borg der Polizei nur wenig voraus ist, diese ihm dicht auf den Fersen ist und vor allem die Tatsache, dass private Zusammenhänge stattfinden, macht dieses Buch zu etwas erfrischend Neuem. Die Dynamik aus Flucht und eigener Spurensuche hält den Spannungsbogen konstant hoch.
Die Handlung spielt in nur wenigen Tagen, dennoch kam es mir beim Lesen vor, als würde ich die Protagonisten länger begleiten. Denn die Flucht und die Verfolgung machen atemlos. Tom verzweifelt immer mehr und bald nähern sich die letzten Zeilen des Buches – die konnten mich dann nicht soo sehr überzeugen. Immerhin bieten sie Raum für einen zweiten Teil, den ich sehr gerne lesen werde.
Fazit: ein Autoren-Duo, das zu überzeugen weiß. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.

Veröffentlicht am 22.03.2026

Hat sie oder hat sie nicht?

Das Vermächtnis
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Simon Latch ist Anwalt in Virgina. Immer ist das Geld knapp und so wittert er seine Chance, als er das Testament der Witwe Barnett aufsetzen darf. Doch nichts ist wie es scheint und auf einmal steht er ...

Simon Latch ist Anwalt in Virgina. Immer ist das Geld knapp und so wittert er seine Chance, als er das Testament der Witwe Barnett aufsetzen darf. Doch nichts ist wie es scheint und auf einmal steht er als Angeklagter vor Gericht. Wird es ihm gelingen, seine Unschuld zu beweisen?
Grisham ist ja immer ein Garant für verschachtelte Gerichtskrimis. Der Krimi startet relativ gemächlich – aber nicht minder interessant – mit der Einführung der Charaktere und dem Verfassen des Testaments. Erste Fragen tauchen auf, als die Handlung Fahrt aufnimmt. Und spätestens als Simon verhaftet wird, kann man das Buch nicht mehr aus der Hand legen.
Die Charaktere sind wie immer lebendig gezeichnet, man kann sich sehr gut in sie hineinversetzen. Simons Spielsucht, seine Eheprobleme und die Sorgen mit der Anwaltskanzlei – alles wirkt sehr gut durchdacht und ausgearbeitet.
Wie immer versteht es Grisham meisterhaft Spannung mit menschlichen Konflikten zu verbinden. Während Simon versucht, den Wert des Nachlasses zu schätzen und zu seinem Vorteil zu nutzen, wird er tief in einen Sumpf aus Intrigen gezogen. Klar könnte man jetzt sagen, was für ein doofer Zufall mit dem Täter oder dass gerade jetzt eine nützliche Jugendfreundin wiederauftaucht, aber das sind kleine Negativpunkte, die für mich keinen großen Kritikpunkt darstellen.
Besonders interessant ist es auch wieder, wie der Autor die Atmosphäre des kleinen – fiktiven – Städtchens Baxton einfängt.
Fazit: Grisham weiß einfach, was er schreibt. Und wie er seine Leser fesselt. Er konstruiert einen scheinbar aussichtslosen Fall und bringt diesen vor Gericht. Und beschert dem Leser somit viele spannende Lesestunden

Veröffentlicht am 16.03.2026

Ein Wow-Buch

Blutregen
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Ein Heckenschütze verübt mehrere Attentate in Oslo. Die Opfer sind immer wahllos ausgesucht, so dass kein Zusammenhang gefunden werden kann. Doch Emma Ramm und Alexander Blix vermuten, dass der Täter so ...

Ein Heckenschütze verübt mehrere Attentate in Oslo. Die Opfer sind immer wahllos ausgesucht, so dass kein Zusammenhang gefunden werden kann. Doch Emma Ramm und Alexander Blix vermuten, dass der Täter so nur sein wahres Motiv verschleiern will. Doch wie kommt man so jemandem auf die Spur?



Genau dem nachzugehen fand ich extrem spannend. Die beiden Privatdetektive haben wirklich keine Spur und tun sich anfangs sehr schwer. Der Schütze ist ihnen immer den wesentlichen Schritt voraus. Und Enger und Lier-Horst verstehen es meisterlich, dem Leser (und den Ermittlern) Hoffnung zu machen, dass sie den Täter doch schon fast geschnappt haben.



Doch jede Spur führt erneut ins Nichts. Ich fand das sehr genial gelöst und durch die kurzen Kapitel entsteht ein Wahnsinnstempo, das sich noch dadurch steigert, dass die Kapitel in wechselnder Reihenfolge erzählt werden. So führt ein Cliffhanger zum nächsten.


Besonders angespannt war ich beim Lesen durch die persönliche Komponente, die durch Emmas Privatleben entsteht.



Fazit: ein mehr als rasanter Thriller, der mit den Nerven der Leser spielt.