Profilbild von Harakiri

Harakiri

Lesejury Star
offline

Harakiri ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Harakiri über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.07.2026

Manche Opfer sind zu groß

Opfer, die wir bringen
0

Karhuu und Nordh werden zu einem schrecklichen Tatort gerufen: 3 junge Mädchen wurden mit einem Jagdgewehr erschossen. Das Brisante: die Mädchen waren Teil einer Aussteigerkommune und die anderen Mitglieder ...

Karhuu und Nordh werden zu einem schrecklichen Tatort gerufen: 3 junge Mädchen wurden mit einem Jagdgewehr erschossen. Das Brisante: die Mädchen waren Teil einer Aussteigerkommune und die anderen Mitglieder mauern. Als auch noch 3 männliche Jugendliche verschwinden, beginnt eine fieberhafte Suche.
Das Autorenduo liefert wieder mehr als solide Arbeit ab. Es menschelt bei den Ermittlern und der Fall ist überaus bizarr und scheint unlösbar. Es gibt zwar Verdächtige, aber die Spuren sind schwer zu verfolgen. Das macht das Lesen aber sehr spannend und lädt zum Mitraten ein. Auf die Lösung wäre ich jedenfalls nie gekommen.
Briefe erhellen ein wenig das Innenleben eines der Mädchen. Wobei ich hier am Ende etwas ratlos war – es standen auf einmal zwei Dinge im Raum, die sehr unterschiedlich sind.
Die Schreibweise des Duos ist wieder mitreißend und man kann das Buch kaum zur Seite legen.
Fazit: eine atemberaubende Jagd durch die Wälder Schonens.

Veröffentlicht am 13.07.2026

Tolles Finale

Endspiel
0

William Warwick hat es fast geschafft. Sein Traum, Commissioner zu werden, kann in Erfüllung gehen, wenn London den Zuschlag für die Olympischen Spiele erhält und er für einen reibungslosen Ablauf sorgt. ...

William Warwick hat es fast geschafft. Sein Traum, Commissioner zu werden, kann in Erfüllung gehen, wenn London den Zuschlag für die Olympischen Spiele erhält und er für einen reibungslosen Ablauf sorgt.
Klingt einfach? Ist es nicht. Denn wir lesen einen Roman von Jeffrey Archer. Und dass der seine Protagonisten nicht schont, beweisen schon die 7 Vorgängerbände.
Auch im finalen Band „Endspiel“ bekommt William es mit seinem Gegenspieler Miles Faulkner zu tun. Der wurde von höheren Mächten angeworben, die Spiele zu sabotieren. Ich liebe es ja jedes Mal aufs Neue, die beiden gegeneinander antreten zu sehen. Archer gelingt es immer wieder, mich hier zum Schmunzeln und Staunen zu bringen.
Kurz hatte ich Angst, dass die Schilderungen rund um die Olympischen Spiele zu politisch oder sportlich werden könnten, aber dem war ganz und gar nicht so. Warwicks Bemühungen stehen im Vordergrund und auch seine Familie wird mit einbezogen.
Archers Schreibweise fesselt wieder von der ersten Seite an und hält bis zum Schluss. Ich konnte das Buch gar nicht zur Seite legen, bis ich es durchhatte.
Fazit: Mit „Endspiel“ bekommt die Reihe um William Warwick ein rundes Ende. Dennoch finde ich es schade, die Protagonisten jetzt zu verlieren. Ich bin schon sehr gespannt, was Archer als nächstes plant.

Veröffentlicht am 13.07.2026

Der Drache muss weg

King Sorrow II
0

Drehte sich Band 1 noch weitgehend darum, den Drachen heraufzubeschwören, geht es in Band 2 darum, ihn wieder loszuwerden. Denn King Sorrow wird immer gieriger und mit jedem Jahr blutrünstiger. Doch der ...

Drehte sich Band 1 noch weitgehend darum, den Drachen heraufzubeschwören, geht es in Band 2 darum, ihn wieder loszuwerden. Denn King Sorrow wird immer gieriger und mit jedem Jahr blutrünstiger. Doch der Drache ist viel mächtiger als die Freunde ahnen.
Ein bisschen hat sich die Handlung dieses Mal gezogen. Der Einsturz des Gefängnisses und die Folgen haben die Handlung nicht so wirklich vorangebracht und der Start mit den Experimenten war etwas lang, wenn auch interessant. Dennoch hat mir das Buch wieder sehr gut gefallen und die Story fand ich auch sehr gelungen. Mysteriöse Momente wechseln sich ab mit grausamen, fröhliche mit traurigen und Hill schont seine Protagonisten nicht. Im Gegenteil – ohne zu viel zu verraten, sie werden weniger.
Der zweite Band von King Sorrow setzt die düstere und packende Geschichte von Arthur, Donna, Gwen und Colin beeindruckend fort. Hill schafft es erneut, mit seinem charakteristischen, sehr ausführlichen Stil eine beklemmende Atmosphäre zu erzeugen, die zu fesseln weiß. Die Figuren entwickeln sich im zweiten Band weiter und gewinnen an Tiefe. Die Handlung ist mitreißend und gut durchdacht und die Mischung aus Horror, Mystery und Drama ist gut ausbalanciert. Die mysteriösen Elemente werden dezent eingestreut, die Spannung überwiegt.
Fazit: Mit King Sorrow 2 endet die Dilogie. Alle losen Enden sind verwoben und alle Fragen geklärt. Insgesamt war die Lektüre der beiden Bücher ein sehr interessantes und mitreißendes Leseerlebnis.

Veröffentlicht am 12.07.2026

wieder ein klasse Thriller

Die Psychiaterin – Wurde ihr der Job zum Verhängnis?
0

Schon die Optik ist ein Hingucker – aber was sich im Buch verbirgt ist wieder vom Feinsten.
Tricia und Ethan sind frisch verheiratet und auf der Suche nach einem Haus. Bei der Besichtigung eines abgelegenen ...

Schon die Optik ist ein Hingucker – aber was sich im Buch verbirgt ist wieder vom Feinsten.
Tricia und Ethan sind frisch verheiratet und auf der Suche nach einem Haus. Bei der Besichtigung eines abgelegenen Anwesens werden sie eingeschneit und müssen die Nacht in dem Haus verbringen. Doch komische Geräusche und ein rätselhaftes Bild machen die Nacht alles andere als angenehm.
Freida McFadden ist immer ein Garant für spannende Lesestunden und auch in ihrem neuen „Thriller“ vermag sie zu fesseln. Ich habe das Buch in einem Stück durchgesuchtet. Von der ersten bis zur letzten Seite hing ich wie festgetackert an den Seiten. Die Autorin vermag es wie kaum eine andere, die Handlung voranzupeitschen und die Kapitel so zu setzen, dass ein Cliffhanger den andere jagt.
Die Handlung spielt auf mehreren Ebenen: die Gegenwart mit Tricia und Ethan, die Vergangenheit der vorherigen Bewohnerin des Hauses und einige Kapitel sind Transkripte zwischen Patienten und der Psychiaterin, die die Handlung schnell vorantreiben.
Die Autorin ist auch bekannt für ihre überraschenden Wendungen und auch denen wird sie in ihrem neuen Buch voll gerecht.
Fazit: spannend, wendungsreich und überraschend.

Veröffentlicht am 12.07.2026

Eine Liebe mit gesellschaftlichen Hürden

Sturmland
0

Eine Liebe mit Standesproblemen
Cora flieht vor ihrem einschränkenden Leben in Hamburg. Sie findet zur Ruhe auf Norderney. Doch die Vergangenheit lässt sie nicht los und auch die Gegenwart bietet einiges ...

Eine Liebe mit Standesproblemen
Cora flieht vor ihrem einschränkenden Leben in Hamburg. Sie findet zur Ruhe auf Norderney. Doch die Vergangenheit lässt sie nicht los und auch die Gegenwart bietet einiges zu verdauen.
Miriam George zu lesen ist immer wieder schön. Ihre Charaktere wirken so lebendig, dass man fast meint, neben ihnen zu sitzen und sie anfassen zu können. Auch ihre Naturbeschreibungen sind so ansprechend, dass man Lust auf Urlaub in der Region bekommt.
Das Buch spielt Ende des 19. Jahrhunderts und ist in meinen Augen wieder super recherchiert und anschaulich erzählt. Die Einschränkungen, die Frauen damals noch hatten, sind in der heutigen Zeit gar nicht mehr vorstellbar. Auch die Beziehung zwischen Cora und Onnen, die eigentlich nicht sein darf, fesselt und ich bin gespannt, was die beiden noch erleben. Beide haben Geheimnisse und Onnens wird im ersten Band noch nicht gelöst. Hier bin ich besonders gespannt, da es bisher nur Andeutungen gab.
Die vielen Geheimnisse sorgen für Spannung und die lebendige Schreibweise dafür, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Das Ende ist offen und wir im Oktober mit dem Band „Salzwind“ fortgesetzt, das ich auf jeden Fall lesen werde.
Fazit: hier stimmt einfach alles: Charaktere, Recherche und Erzählweise.