Cover-Bild Sturmschreie
Band 4 der Reihe "Kommissarin Lind ermittelt"
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17,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Blanvalet
  • Themenbereich: Belletristik - Thriller / Spannung
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 576
  • Ersterscheinung: 17.12.2025
  • ISBN: 9783734114168
Tina N. Martin

Sturmschreie

Thriller - Nordisch, packend, topaktuell: Der Bestseller aus Schweden!
Leena Flegler (Übersetzer)

Ein grausamer Mord, ein Mädchen auf der Flucht und die Frage, was ein Menschenleben wert ist ... Die internationale Bestsellerreihe aus Schweden geht weiter!

Eine stark verstümmelte Leiche wird im Fluss bei Harads gefunden. Bald stellt sich heraus, dass es sich bei dem Verstorbenen um einen Geflüchteten handelt, der in einem nahe gelegenen Abschiebelager untergebracht war, dann aber eine Aufenthaltsgenehmigung erhielt. Als Idun Lind und Calle Brandt beginnen, Fragen zu stellen, stoßen sie auf eine Mauer des Schweigens. Gleichzeitig versucht Nadira, ein Mädchen im Teenageralter, dem kriegsgebeutelten Syrien zu entkommen. Eine gefährliche Reise, bei der sie niemandem trauen kann ...

Lesen Sie auch die anderen spannenden Fälle von Idun Lind und Calle Brand.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.12.2025

Spannender Thriller aus Schweden

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Klappentext:
Eine stark verstümmelte Leiche wird im Fluss bei Harads gefunden. Bald stellt sich heraus, dass es sich bei dem Verstorbenen um einen Geflüchteten handelt, der in einem nahe gelegenen Abschiebelager ...

Klappentext:
Eine stark verstümmelte Leiche wird im Fluss bei Harads gefunden. Bald stellt sich heraus, dass es sich bei dem Verstorbenen um einen Geflüchteten handelt, der in einem nahe gelegenen Abschiebelager untergebracht war, dann aber eine Aufenthaltsgenehmigung erhielt. Als Idun Lind und Calle Brandt beginnen, Fragen zu stellen, stoßen sie auf eine Mauer des Schweigens. Gleichzeitig versucht Nadira, ein Mädchen im Teenageralter, dem kriegsgebeutelten Syrien zu entkommen. Eine gefährliche Reise, bei der sie niemandem trauen kann.

„Sturmschreie“ von Tina N. Martin ist der 4. Band der Thriller-Reihe „Kommissarin Lind ermittelt“ aus Schweden.

Im Mittelpunkt stehen die zwei Ermittler Idun Lind und Calle Brand. Calle ist oft etwas ruppig, arbeitet aber schon länger gut mit Idun zusammen.

Kriminalkommissarin Idun Lind arbeitet in der Abteilung für Kapitalverbrechen im nordschwedischen Luleå.
Sie ist eine toughe Ermittlerin, die so schnell nicht schreckt.
Mit ihrem Kollege Calle Brand arbeitete sie immer gerne und gut zusammen.
Calle Brand wurde im 1. Band angeschossen und lebensgefährlich verletzt. Jetzt ist er aber wieder voll einsatzfähig.

Auch auf Tareq treffen wir wieder, er leitet eine Ermittlungseinheit bei der Abteilung Kapitalverbrechen in Stockholm. Er ist ein elegant gekleideter großer Mann mit dunklem Bart.

Die Ermittler gefallen mir gut und ich habe mich gefreut sie wiederzutreffen.

Die Geschichte ist ähnlich aufgeteilt wie beim 1. Und 2. Band und hat auch wieder zwei, Erzählstränge.

In der Gegenwart sind die Leser*innen bei den Ermittlungen dabei.
Es wird eine verstümmelte Leiche gefunden. Das Opfer wird als ein Flüchtling identifiziert, der zwar in einem Abschiebelager war, aber dann doch eine Aufenthaltsgenehmigung bekommen hat. Je mehr Calle und Idun in die Ermittlungen einsteigen, auf so viel mehr Schweigen stoßen sie.

Der zweite Erzählstrang erzählt von Nadira, eine Syrerin, die im Krieg viel gelitten hat.
Sie wagt die Flucht, doch wie man sich denken kann, ist der Weg steinig und schwierig. Von der Familie getrennt, stößt sie überall auf Misstrauen und Ablehnung.

Die Ermittlungen sind schwierig und gehen nur langsam voran. Das Schicksal des Opfers wie auch das von Nadira, haben mich berührt. Vor allem die Rückblenden, in denen man Nadira besser kennenlernt, sind recht emotional.

Der Schreibstil von Tina N. Martin ist fesselnd, flüssig und gut verständlich.
Die einzelnen Szenen werden von der Autorin so beschrieben, dass man sie sich gut vorstellen kann.
Mit ihren Ermittlern hat die Autorin großartige Charaktere geschaffen. Idun Lind finde ich besonders sympathisch.
Es macht Spaß zu rätseln, wer der Täter ist, aber auch als ich einen Verdacht hatte, war mir das Motiv bis zum Ende unklar.

Ich freue mich schon auf weitere Fälle aus der Feder von Tina N. Martin.

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Veröffentlicht am 21.12.2025

spannender Thriller

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Meinung: wie ihr wisst, liebe ich skandinavische Thriller und genau deshalb bedeutet mir diese Reihe so viel. Ich begleite sie von Anfang an, und mit jedem neuen Band fühlt es sich an, als würde ich zu ...

Meinung: wie ihr wisst, liebe ich skandinavische Thriller und genau deshalb bedeutet mir diese Reihe so viel. Ich begleite sie von Anfang an, und mit jedem neuen Band fühlt es sich an, als würde ich zu alten Bekannten zurückkehren. Am Seeufer nahe dem kleinen Dorf Harads wird ein toter Mann gefunden. Schnell wird klar, dass der Tote ein ehemaliger Bewohner des nahegelegenen Abschiebelagers für Geflüchtete war. Für Kommissarin Idun Lind und Kommissar Calle Brandt beginnt ein Fall, der von Anfang an schwer auf der Seele liegt. Je tiefer sie ermitteln, desto dichter wird das Schweigen um sie herum. Es fühlt sich kalt an, abweisend, bedrückend fast so, als würde sich die ganze Umgebung gegen sie stellen.
Parallel dazu begegnen wir Nadira. Ein junges Mädchen aus Syrien, dessen Leben vom Krieg zerrissen wurde. Ihre Flucht ist kein Weg, sondern ein Kampf gegen Angst, gegen Misstrauen, gegen die ständige Unsicherheit, ob sie den nächsten Tag erleben wird. Nadiras Geschichte hat mich tief im Herzen getroffen. Die Trennung von ihrer Familie, diese unendliche Sehnsucht, das Hoffen und gleichzeitige Verzweifeln all das war beim Lesen so spürbar, so schmerzhaft nah.
Der Schreibstil ist angenehm ruhig und flüssig, fast sanft und gerade dadurch entfalten die schweren Themen ihre volle Wucht. Die Seiten sind nur so dahin geflogen, während mein Herz immer schwerer wurde. Die verschiedenen Perspektiven verleihen der Geschichte eine enorme Intensität.
Jeder Erzählstrang bringt eigene Emotionen mit sich, doch besonders Nadiras Vergangenheit hat sich unauslöschlich in mein Herz eingebrannt. Die Charaktere wirken lebendig, echt und nahbar. Gleichzeitig haben auch die neuen Figuren schnell einen Platz in meinem Herzen gefunden. Ich habe mitgefiebert, mitgerätselt, mir Theorien zurechtgelegt und wollte unbedingt verstehen, wie all diese Schicksale miteinander verwoben sind. Die Spannung war von Anfang bis zum Schluss aufrecht erhalten.
Das Ende ist stimmig, rund und fühlt sich ehrlich an. Kein lauter Knall, sondern ein leiser Abschluss

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Veröffentlicht am 20.12.2025

Wieder spannend

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Ein Hundehalter findet am Seeufer, beim Dorf Harads, einen toten Mann. Der Tote wird als ehemaliger Bewohner des nahen Abschiebelagers für Flüchtende identifiziert.

Für Kommissarin Idun Lind und Kommissar ...

Ein Hundehalter findet am Seeufer, beim Dorf Harads, einen toten Mann. Der Tote wird als ehemaliger Bewohner des nahen Abschiebelagers für Flüchtende identifiziert.

Für Kommissarin Idun Lind und Kommissar Calle Brandt ist das dann auch die erste Station der Ermittlungen. Das Leben der Geflüchteten ist hart und sie vermeiden es aufzufallen. So stossen die Ermittler auf eine Mauer des Schweigens.

Nadira, eine junge Frau, die aus Syrien flüchtete und bis nach Schweden gelangte, weiss, was es heisst niemandem trauen zu können.


"Sturmschreie" ist der vierte Band der von mir geschätzten Reihe aus Schweden. Nach "Apfelmädchen", "Gewittermann" und "Schattenschwester" ist dieser vierte Band nicht weniger spannend als seine Vorgänger. In diesem Buch haben es Ermittlerin Idun Lund und ihr Partner Calle Brandt mit dem Verschwinden von abgewiesenen Asylsuchenden zu tun. Wie auch in den Vorgängern ist die Geschichte rund um die beruflichen Belange in sich abgeschlossen. Privates der Ermittler, das wiederum einen sehr kleinen Teil einnimmt, läuft weiter.

Dieser Thriller läuft auf verschiedenen Erzählebenen, die lange Zeit nebeneinander herlaufen und wenig Berührungspunkte haben. Einerseits ist in den Kapiteln "Syrien 2014" der lange Fluchtweg eines syrischen Mädchens beschrieben. Die jugendliche Nadira, die mit ihrem Bruder und den Eltern aus Aleppo flüchtet, kämpft sich am Ende wohl oder übel alleine durch und landet in Schweden. Ihre Flucht, die Trennung der Familie und schlussendlich ihr Schicksal, fand ich den stärksten und einen berührendsten Erzählstrang des Buches. Ich habe mit ihr gehofft und gebangt, auch in dem Wissen, dass das Erzählte leider absolut real ist.

In einem zweiten Strang wird die Leiche eines Geflüchteten im Fluss in Harads gefunden. Idun Lund und Calle Brandt ermitteln und entdecken, dass der Mann bis vor kurzem im nahe gelegenen Abschiebelager gelebt hat.

Weitere Stränge mit Sebastian, einem jungen Mann mit ASS und Malik, einem Flüchtling aus dem Jemen, komplettieren die Erzählung. Gerade Malik und seine bevorstehende Ausschaffung ging mir ordentlich an die Nieren. Auch wiederum mit dem Wissen, dass dies in der Realität auch so ablaufen kann.

Ich war sehr gespannt, wie die einzelnen Erzählstränge zueinanderpassen und wie sie zusammenlaufen werden. Clever gelöst und abscheulich ist die kriminelle Energie, als die Stränge sich miteinander verbinden.

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Veröffentlicht am 14.12.2025

Grandioses Lesevergnügen

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Puh, ich bin noch immer atemlos. Das Buch entwickelt ein wahnsinniges Tempo und ich konnte es kaum zur Seite legen.

Ein toter Asylant wird am Fluss gefunden. Was anfangs wie ein Routinefall aussieht, ...


Puh, ich bin noch immer atemlos. Das Buch entwickelt ein wahnsinniges Tempo und ich konnte es kaum zur Seite legen.

Ein toter Asylant wird am Fluss gefunden. Was anfangs wie ein Routinefall aussieht, entwickelt sich zu etwas ganz Großem. Idun und Calle finden keinen Anhaltspunkt, den Fall zu lösen. Erst als sie einen verdeckten Ermittler in das Flüchtlingsheim einschmuggeln, gerät Bewegung in die Sache. Allerdings ganz anders, als sich Idun und Calle das vorgestellt haben.

Martins Schreibweise entwickelt eine düstere und packende Atmosphäre. Die Erzählweise ist direkt und oft hart, vor allem die Szenen in Syrien und der Türkei. Die Handlung spielt auf mehreren Ebenen und beleuchtet die Flüchtlingsdramatik 2015 auf ganz persönliche Weise.
Auch die Charaktere sind sehr vielschichtig und tiefgründig. Sei es Sebastian, der immer auf 5 zählt oder Nadira, die glücklich in Syrien aufwächst – mit allen Personen kann man sich gut identifizieren und in sie hineinfühlen. Man bangt mit ihnen mit und hofft nur das Beste für sie.

Der Fall ist logisch aufgebaut und der Spannungsbogen ist von Anfang bis Ende hoch. Dass die Handlung teilweise auf einer wahren Begebenheit beruht, macht das Buch noch authentischer und mitreißender. So viel Böses kann man sich gar nicht vorstellen.

Fazit: Ein Buch, das Herzklopfen verursacht.

Veröffentlicht am 31.01.2026

Solide Fortsetzung

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Bei Harads wird im Fluss eine männliche Leiche gefunden. Es stellt sich heraus, dass es sich bei dem Toten um einen Geflüchteten handelt, der im nahe gelegenen Abschiebelager lebte und kurz zuvor eine ...

Bei Harads wird im Fluss eine männliche Leiche gefunden. Es stellt sich heraus, dass es sich bei dem Toten um einen Geflüchteten handelt, der im nahe gelegenen Abschiebelager lebte und kurz zuvor eine Aufenthaltserlaubnis erhalten hat. Die Ermittler Idun Lind und Calle Brandt stoßen bei ihren Nachforschungen jedoch auf hartnäckiges Schweigen und verschlossene Türen. Gleichzeitig kämpft die junge Nadira in Syrien ums Überleben und wagt eine riskante Flucht, bei der jeder Schritt zur Bedrohung werden kann.

"Sturmschreie" ist der 4. Band der Reihe mit dem Ermittler-Team Idun Lind und Calle Brandt. Es empfiehlt sich die Vorgängerbände zu kennen, da die Story nahtlos an die Vorgänger anknüpft. Bei mir waren die Vorgänger nicht mehr so präsent, daher fiel mir der Einstieg etwas schwer. Leider gibt es auch keine Rückblenden oder Einwürfe zu Iduns privater Geschichte. Somit fällt es schwer direkt wieder eine emotionale Verbindung zu ihr aufzubauen, obwohl sie als Figur weiterhin sympathisch und greifbar bleibt. Ihr Partner Calle bleibt weiterhin sehr blass. Über ihn erfährt man nach wie vor wenig, sodass seine Rolle eher funktional bleibt und emotional kaum Tiefe gewinnt.

Die Handlung wird aus verschiedenen Perspektiven im Wechsel erzählt. Dadurch ist es abwechslungsreich und vielschichtig. Überraschende Wendungen sorgen für Spannung. Die Perspektive von der jungen Syrerin Nadira ist der zentrale Schlüssel zur Handlung und verknüpft viele der thematischen Fäden. Jedoch bleibt diese Perspektive auf einer gewissen Distanz und wird nicht so emotional zugänglich. Die Cliffhänger an den Kapitelenden animieren zum Weiterlesen. Gleichzeitig gibt es aber Passagen, in denen sich die Handlung spürbar zieht. Diese Längen bremsen den Lesefluss. Zudem verlieren sich manche angeschnittenen Aspekte im Verlauf und werden nicht weitergeführt.

Der Schreibstil bleibt angenehm flüssig und gut lesbar. Es wird ein brisantes, gesellschaftlich relevantes Thema aufgegriffen: Flüchtlinge, Asyl und Abschiebungen. Diese Thematik verleiht der Handlung Aktualität.


Mein Fazit:
Dieser Teil der Reihe konnte mich leider nicht ganz so überzeugen wie die Vorgänger. Obwohl der Fall spannend war, hatte mir die Handlung zu viele Längen und konnte mich nicht so emotional erreichen. Außerdem gab es zu viele Aspekte, die einfach nicht weiterverfolgt wurden. Trotzdem recht lesenswert für alle, die Iduns Geschichte weiterverfolgen wollen.

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