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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.11.2020

Viele Rätsel, aber...

Mord auf Vlieland
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Auf dem Vliehors wird an einem Schiffswrack eine in Plastikplane eingewickelte Leiche gefunden. Bei dem Toten handelt es sich um den angesehenen Hotelier Vincent Bakker. Er wurde ermordet, denn auf seiner ...

Auf dem Vliehors wird an einem Schiffswrack eine in Plastikplane eingewickelte Leiche gefunden. Bei dem Toten handelt es sich um den angesehenen Hotelier Vincent Bakker. Er wurde ermordet, denn auf seiner Brust prankt ein Einschussloch.
Kommissarin Griet Gerritsen hat den Dienst in ihrer neuen Dienststelle aufgenommen und soll den Fall übernehmen. Gemeinsam mit zwei weiteren Kollegen begibt sie sich nach Vlieland. Auf der Insel folgt das Leben noch seinen eigenen Regeln und so kommt Griet nur zögerlich an Informationen von den Bewohnern. Griet muss hier mehrere Geheimnisse lüften um der Wahrheit auf die Spur zu kommen.

"Mord auf Vlieland" ist der erste Fall für Griet Gerritsen und für einen Auftakt ganz gut.

Der Schreibstil hat mir ganz gut gefallen. Bis auf einige verschachtelte Sätze, die ich mehrmals lesen musste, ließ sich der Schreibstil recht flüssig lesen. Gut gefallen haben mir auch die holländischen Wörter. Anfangs haben sie meinen Lesefluss etwas gestört, weil ich nicht wusste wie man sie auszusprechen hat, aber sie haben für das holländische Flair gesorgt.

Zu Beginn des Falls sind sehr viele Personen und deren Verbindungen zu einander auf einen eingeprasselt, wo ich den Überblick verloren habe. An dieser Stelle hätte ich mir einen Personenverzeichnis gewünscht.

Gefallen haben mir auch die sehr schönen und detaillierten Schauplatzbeschreibungen sowie die Beschreibungen der Umgebung. Das hat bei mir für Urlaubsfeeling gesorgt.

Der Fall hatte sehr viele Rätsel und Geheimnisse in sich, die zum Miträtseln eingeladen haben. Allerdings kam der entscheidene Hinweis für mich zu früh und so wurde das Ganze dann sehr vorhersehbar und recht langweilig.

Auch das Ende konnte mich nicht überzeugen. Dafür, dass die Rätsel so spannend waren, war das Ende sehr lahm. Da habe ich etwas anderes erwartet.

Mein Fazit:
Guter Auftakt in eine neue Krimireihe mit schönem Lokalkolorit, der aber für mich zu vorhersehbar war und am Ende nicht ganz überzeugen konnte. Daher gibt es von mir nur 3,5 Sterne. Aber man kann es auf jeden Fall lesen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.11.2020

Persönlicher Fall für Tom Babylon

Die Hornisse
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Der gefeierte Rockstar Brad Galloway wird ermordet in einem Hotelzimmer aufgefunden. Seine Leiche zerstümmelt. Tags zuvor gab er auf der Waldbühne noch ein Konzert. Dort trat eine unbekannte Frau ins Scheinwerferlicht ...

Der gefeierte Rockstar Brad Galloway wird ermordet in einem Hotelzimmer aufgefunden. Seine Leiche zerstümmelt. Tags zuvor gab er auf der Waldbühne noch ein Konzert. Dort trat eine unbekannte Frau ins Scheinwerferlicht und übergab ihm einen mysteriösen Umschlag. Vom Babyschwimmen wird Tom Babylon zum Tatort gefunden. Gemeinsam mit der Psychologin Sita Johanns fahndet er nach der unbekannten Frau. Die Spur führt 30 Jahre zurück und sie stoßen zu einer Kindesentführung mit dem Decknamen "Hornisse". Die Ermittlung kann Tom alles kosten, was hat sein Privatleben mit diesem Fall zu tun?

"Die Hornisse" ist der dritte Teil der Tom Baylon-Reihe. Ich finde man sollte die vorherigen Teile gelesen haben, denn Einiges wird nochmal aufgeriffen. Aber man kann ihn auch ohne Vorkenntnisse lesen. Es spoilert nur wenn man die vorherigen Bände dann auch noch lesen möchte.

Wie in den vorherigen Teilen sind mir Tom Babylon und Sita Johanns sehr sympatisch und sie harmonieren sehr gut zusammen. Beide sind Charaktere mit Ecken und Kanten und einer persönlichen Leidensgeschichte.

Der Thriller hatte eine durchgehende Spannung und teilweise ein sehr hohes Tempo, dass einem kaum Zeit blieb uzum Luftholen. Das Finale war so packend, dass ich richtig Herzklopfen hatte. Da war es dann ein richtiger Pageturner, den ich nicht mehr aus der Hand legen konnte.

Mir haben die Perspektivwechsel zwischen den einzelnen Charakteren sowie auch der Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit (kurz vor der Wende '89) gefallen. Das hat die Spannung enorm erhöht, weil es nach einem Cliffhänger erstmal mit einem anderen Erzählstrang weiterging.

Interessant fand ich auch den Bezug zur deutsch-deutschen Geschichte. Da ich in einem wiedervereinigten Deutschland aufgewachsen bin, finde ich sowas immer interessant.

Zwischen der ganzen Spannung hat der Autor sogar ein wenig Humor eingespracht, sodass ich zwischendurch ein wenig schmunzeln und lachen musste. Das hat den Thriller etwas aufgelockert.

Nach dem Finale gab es ein riesengroßen Cliffhänger und ich bin schon jetzt auf den nächsten Teil gespannt und werde den auch definitiv wieder lesen.

Mein Fazit:
Sehr spannender und temporeicher Thriller, den man unbedingt lesen muss!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.11.2020

Spannender True-Crime

Zerrissen
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Rechtsmediziner Fred Abel ist zurück und muss vor Gericht in einem besonders schweren Fall von Misshandlung aussagen. Ein zweijähriges Mädchen liegt in der Charité auf der Intensivstation im Koma. Abel ...

Rechtsmediziner Fred Abel ist zurück und muss vor Gericht in einem besonders schweren Fall von Misshandlung aussagen. Ein zweijähriges Mädchen liegt in der Charité auf der Intensivstation im Koma. Abel musste als Rechtsmediziner ein Gutachten von ihren Verletzungen erstellen, da der Verdacht bestand ihre Mutter hätte sie misshandelt. Ausgerechnet ist dieses Mädchen die Nichte von seiner langjährigen Kollegin Sabine Yao und jetzt ist das Verhältnis zwischen ihnen angespannt.
Lars Moewig, Kumpel von Fred Abel, findet fast zu gleicher Zeit in einem Kickboxclub eine Leiche eingenäht in einem Boxsack. Er bittet Fred Abel um Hilfe und schon bald führen ihre Nachforschungen in die Welt eines libanesischen Drogenclans. Es wird gefährlich für die beiden...

"Zerissen" ist ein 4. Teil und setzt die Trilogie um Rechtsmediziner Fred Abel fort. Es ist nicht zwingend erforderlich die vorherigen Bände zu kennen. Man kann das Buch auch ohne Vorkenntnisse lesen aber aus den vorherigen Bänden wird teilweise etwas aufgeriffen.

Mit den kurzen Kapiteln, wo man sich denkt "ach ein Kapitel kann ich noch lesen" und den Cliffhängern an dem meisten Kapitelenden wird das Buch zu einem Pageturner. Die Orts- und Perspektivwechsel zwischen den einzelnen Protagonisten machen das Buch sehr abwechslungsreich und es wird nie langweilig.

Am Anfang und in der Mitte fand ich es noch recht wenig Spannung, aber zum Ende steigert sie sich umso mehr, sodass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen kann.

Die Fälle, die in "Zerrissen" abgehandelt werden, sind sehr nahe an der Realität und das finde ich sehr grausig und erschreckend.

Der Schreibstil ist sehr spannend und die Handlungen werden sehr bildlich beschrieben. Dadurch sind die Handlungen teilweise sehr blutrünstig und brutal und nichts für einen schwachen Magen. Allerdings kamen ab und an mal Fachbegriffe vor, die ein Laie nicht wirklich zuordnen kann,

Tsokos hat in Kursivschreibweise die Gedanken seiner Protagonisten in die Handlungen einfließen lassen, was mir sehr gut gefallen hat. Denn dadurch konnte man sich in die Personen noch besser hineinversetzen.

Mein Fazit:
Eine rundum gelungene Fortsetzung mit Fred Abel mit einem offenen Ende. Ich freue mich bereits jetzt schon auf den 5. Teil und auf alle vielleicht folgenden weiteren Teile. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.11.2020

Pageturner & perfektes Verwirrspiel

Der Heimweg
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Ein Jahr lang auf das neue Werk von Sebastian Fitzek gewartet und dann war es wieder so schnell gelesen. Seine Bücher kann man aber auch nicht aus der Hand legen.

In seinem neuen Werk "Der Heimweg" übernimmt ...

Ein Jahr lang auf das neue Werk von Sebastian Fitzek gewartet und dann war es wieder so schnell gelesen. Seine Bücher kann man aber auch nicht aus der Hand legen.

In seinem neuen Werk "Der Heimweg" übernimmt Jules von seinem Freund Caesar seine Schicht am Begleittelefon. Das Begleittelefon ist ein ehrenamtlicher Telefonservice für Frauen, die sich zu später Stunde aus Angst einen Begleiter auf ihrem Heimweg wünschen. Kaum hat Jules die Schicht bekommen, bekommt er auch schon den ersten Anruf von einer Frau namens Klara. Sie hat entsetzliche Angst, denn sie glaubt von einem Mann verfolgt zu werden, der ihr Todesdatum mit Blut an die Wand geschrieben hat und dieser Tag ist heute...

Wie immer ist der Schreibstil gewohnt packend und spannend. Schon von der ersten Seite an, war ich an das Buch gefesselt. Er beschreibt alles bildlich und detailgetreu, als wenn man live dabei ist. Zudem schafft Fitzek es wieder den Leser vollkommen zu verwirren. Also mal wieder ein perfektes Verwirrspiel. Ich bin mal wieder auf seine falschen Fährten reingefallen und "voll vor die Wand gelaufen".
Am Ende bekommt der Leser aber eine logische Aufklärung.

Das rasante Erzähltempo und die Spannung macht das Buch zu einem Pageturner. Auch die ständigen Perspektivwechsel zwischen Klara und Jules und die Cliffhänger an den Kapiteln tragen dazu bei. Denn man möchte so schnell wie möglich wissen wie es weitergeht.

Im Buch wird das Thema "häusliche Gewalt" abgehandelt. Ich finde es wurde sehr gut in die Story integriert, auch wenn die Beschreibungen brutal und sehr grausam sind.

Mein Fazit:
Ein neues Meisterwerk von Sebastian Fitzek, das unbedingt gelesen werden muss. Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen und hatte regelrecht Herzklopfen beim Lesen so spannend war es für mich.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.11.2020

Der Erlöser-Fall

Rache, auf ewig
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In einem Gewächshaus auf Sylt wird ein Mann festgehalten. Unter ihm wächst Bambus, der bald so hoch ist, dass er durch ihn hindurch wächst und er qualvoll getötet wird. Bei dem Toten handelt es sich um ...

In einem Gewächshaus auf Sylt wird ein Mann festgehalten. Unter ihm wächst Bambus, der bald so hoch ist, dass er durch ihn hindurch wächst und er qualvoll getötet wird. Bei dem Toten handelt es sich um einen reichen Geschäftsmann und so wird das BKA von der Polizei hinzugezogen
Die beiden Profiler Jan Grall und Rabea Wyler haben ihr eigenes privates Profiler-Unternehmen gegründet und werden nun vom BKA hinzugerufen. Die beiden haben schon viele verstörende Fälle bearbeitet. Ein Spiel auf Zeit beginnt, denn der Tote bleibt nicht der Einzige. Schnell wird klar, dass der Täter auf Rache aus ist...

Bei "Rache, auf ewig" handelt es sich um den dritten Teil der Reihe um die beiden Profiler Grall & Wyler. Da ich die vorherigen Teile bereits gelesen habe, sind mir die beiden Charaktere schon bekannt und ich fand es interessant wie sie sich in ihrer privaten Geschichte weiterentwickelt hat. Aber dieser Teil ist auch ohne Vorkenntnisse lesbar, da der Fall in sich abgeschlossen ist. Es ist nur empfehlenswert die vorherigen Teile auch zu lesen, wenn man sich für die private Entwicklung der beiden Profiler interessiert.

Die beiden Charaktere Jan Grall und Rabea Wyler sind lebendig und haben Ecken und Kanten sowie auch ihr eigenes emotionales Päckchen mit sich zu tragen.

Das Buch hat mich von Anfang an gepackt. Ich war gleich von Beginn an gefesselt. Der Schreibstil ist flüssig und spannend. Dieser Thriller legt ein hohes Tempo mit Perspektivwechseln zwischen den einzelnen Charakteren und immer wieder Unerwartetes an den Tag.

Die Mordideen waren kreativ und außergewöhnlich. An dieser Stelle möchte ich sagen, dass die Beschreibungen der Morde und Mordopfer sehr brutal und grausam ist. Es ist also nichts für Zartbesaitete. Aber genau diese Grausamkeit fand ich klasse und hat diesen Thriller ausgemacht.

Mein Fazit:
Ein klasse dritter Fall für Profiler Jan Grall und Rabea Wyler. Toller spannender Schreibstil mit grausamen Beschreibungen nicht für schwache Nerven, aber genau das Richtige für mich. Gibt von mir eine klare Leseempfehlung.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere