starker dritter Teil
„Rostiges Grab“ ist der dritte Teil der Reihe um besondere Fälle mit Leonore Askers als ermittelnde Kommissarin. „Stille Falle“ der erste Fall und auch „Eisiges Glas“ sind in den vergangenen Jahren erschienen. ...
„Rostiges Grab“ ist der dritte Teil der Reihe um besondere Fälle mit Leonore Askers als ermittelnde Kommissarin. „Stille Falle“ der erste Fall und auch „Eisiges Glas“ sind in den vergangenen Jahren erschienen. Diese Vorgängerbände sind auf jeden Fall lesenswert, da sie sehr spannend sind, „Rostiges Grab“ kann aber auch unabhängig von diesen Büchern gelesen werden, da es sich um abgeschlossene Fälle handelt. Die privaten Zusammenhänge unter den agierenden Personen sind zwar von Interesse, erklären sich aber im Laufe des Falles und sind nicht ausschlaggebend für das große Ganze.
Auch bei diesem Fall komme ich nicht umhin Parallelen zur Adler Olsen Reihe festzustellen.Auch hier arbeitet das Team an hoffnungslosen Fällen und auch hier sind die Ermittler etwas skurril, haben so ihre Eigenarten und arbeiten in der Etage - 1.
Der Fall als solches ist superspannend, sehr atmosphärisch und mystisch von der Thematik her.
In einer alten Torffabrik wurde vor zehn Jahren die Leiche einer jungen Frau gefunden. Ihr Mörder, ihr Ehemann ,ist nicht gefunden worden.Die Leiche selbst zeigt große Ähnlichkeit auf zu einer vor Jahrzehnten gefundenen Moorleiche dem „ Graumädchen“, der neben anderen Verletzungen auch ein Finger fehlte. Auch Elena, der aufgefundenen Leiche, fehlt ein Finger. Genau dieser Finger taucht in der alten Torffabrik wieder auf, in die zwei Urbexer eindringen, die zuvor Informationen und den Schlüssel zu dem ansonsten verschlossenen Gebäude erhalten. Dort treffen sie auf eine verwirrte Frau, die genau diesen vermissten Finger bei sich hat.
Asker wird dieser Fall zugetragen, der eigentlich in die Abteilung „Cold cases „ gehört. Ihr ehemaliger Liebhaber und Kollege Hellmann hofft dadurch eine anstehende Beförderung Askers zu verhindern, in dem sie bei diesem Fall in eine Falle tappt. Was er anscheinend nicht weiß ist, dass mehr hinter dem Fall steckt als nur der Mord an Elena.
Wieder bin ich atemlos durch das Buch gehetzt, konnte es nicht zu Seite legen, weil der Fall so spannend und komplex war.Das Team um Asker ist in der Recherchearbeit und auch sonst grandios,auch ihr Freund Hill, ein Urbexer, das sind Menschen, die verlassene oder schwer zugängliche Orte erkunden,meist fotografieren und dann ins Netz stellen, spielt wieder eine große Rolle.
Der Fall entwickelt sich im Laufe der Zeit immer spannender und geheimnisvoller und es kommt zu einigen spannenden Verfolgungsjagden.Auch die Komplexität des Falles war klasse.
Die einzelnen Figuren sind einfach gut beschrieben, agieren realistisch, was den Fall dadurch auch sehr authentisch wirken lässt.
Anders de la Motte braucht sich mit seinen Büchern nicht vor denen von Jussi Adler Olsen verstecken. Das Setting ist zwar immer ein anderes als in seinen Büchern, aber die Spannung ist in den Büchern von Anders de la Motte gleichbleibend hoch, sodass man von Anfang an ein absolutes Krimivergnügen genießen kann.