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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.04.2026

Spannender Urlaubskrimi

Schatten über den Chianti-Hügeln
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Mit „Schatten über den Chianti-Hügeln“ hat mich Gianni Borsa wieder einmal bestens unterhalten, ein Krimi, der leicht zu lesen ist und trotzdem mehr Tiefe mitbringt, als ich zunächst erwartet habe.

Der ...

Mit „Schatten über den Chianti-Hügeln“ hat mich Gianni Borsa wieder einmal bestens unterhalten, ein Krimi, der leicht zu lesen ist und trotzdem mehr Tiefe mitbringt, als ich zunächst erwartet habe.

Der Fall hat mich zum zweiten Mal in die malerische Toskana entführt.
Ein Olivenbauer wird unter verdächtigen Umständen tot aufgefunden und was zunächst nach einem überschaubaren Verbrechen aussieht, entwickelt sich nach dem Fund eines Grabes aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs schnell zu einer komplexen Geschichte, bei der nichts so ist, wie es scheint.
Commissario Daniele Figallo beginnt zu ermitteln und bekommt natürlich wieder Unterstützung von Sandra Wolff, die mittlerweile mit ihrem Yoga-Studio heimisch in Poggibonsi geworden ist.
Während sie versuchen, die Wahrheit ans Licht zu bringen, geraten sie ( und ich😂) immer wieder auf falsche Fährten. Motive und Zusammenhänge verschieben sich ständig, sodass es einfach spannend geblieben ist. Stück für Stück wird dann aber ein dunkles Kapitel der deutsch-italienischen Geschichte sichtbar, das bis in die Gegenwart nachwirkt.

Ich mag Daniele und Sandra einfach, sie ergänzen sich perfekt und besonders schön finde ich, dass sich zwischen den beiden doch eine Entwicklung abzeichnet, und genau das macht es für mich sehr interessant😂
Ich habe in jedem Kapitel wieder die Liebe von Gianni Borsa zur toskanischen Landschaft gespürt und zugleich schafft er es, ein ernstes historisches Thema einzubinden, dieses Zusammenspiel aus Leichtigkeit und Tiefe hat mir besonders gut gefallen. Ich hoffe sehr, dass uns diese ernsten Themen auch heute als Mahnung dienen.

Fazit:
Schatten über den Chianti-Hügeln ist ein Krimi, der mehr bietet als nur Spannung. Die Verbindung aus Gegenwart und Vergangenheit, gibt der Geschichte Gewicht und das mag ich so an Krimis, wenn sie nicht nur spannend sind, sondern auch etwas mitgeben.
Wer Krimis mit Urlaubsfeeling, Tiefgang und überraschenden Wendungen mag, sollte hier unbedingt zugreifen.

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Veröffentlicht am 30.03.2026

Toller 2. Fall

Kohle, Stahl und Mord: Das Totenhaus
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Im Mittelpunkt von „Das Totenhaus" steht ein Mordfall, der tief in die Vergangenheit des Ruhrgebiets führt.
Eine verletzte, erinnerungslose Frau führt Ermittlerin Elin Akay zu einer verlassenen Villa, ...

Im Mittelpunkt von „Das Totenhaus" steht ein Mordfall, der tief in die Vergangenheit des Ruhrgebiets führt.
Eine verletzte, erinnerungslose Frau führt Ermittlerin Elin Akay zu einer verlassenen Villa, in der ein Mann ermordet wurde. Es ist die Stinnes-Villa, einst Wohnsitz des Zechendirektors auf ehemaligem Bergbauareal, eben das titelgebende „Totenhaus".
Die Nachforschungen enthüllen ein lange zurückliegendes Verbrechen aus der Bergbauzeit, das bis heute nachwirkt.
Elin Akay ist eine Ermittlerin, die mich einfach fasziniert, klar, hartnäckig im Vorgehen und mit einem feinen Gespür für Zwischentöne. Sie wirkt bodenständig und glaubwürdig, genau so, wie ich mir eine Hauptkommissarin im Ruhrpott vorstelle. Ihr Team ergänzt sie hervorragend, mit unterschiedlichen Starken und Reibungspunkten.
Ein Highlight ist für mich die neue Staatsanwältin. Sie bringt frischen Wind in die Ermittlungen, ist scharf im Denken, unbequem, aber absolut kompetent, jemand, der nicht einfach nur mitläuft.
Martin Conrath schreibt atmosphärisch und ohne Schnörkel. Der Ton passt einfach zum Ruhrgebiet: rau und ehrlich. Gefallen hat mir auch, wie selbstverstandlich er Orte mit Geschichte und Bergbau verbindet. Es ist für mich einfach ein Krimi, bei dem ich immer gedacht habe, noch ein kapitel, und dann war die Nacht tast rum e eben ein Pageturner. Die Mischung aus glaubwürdigen Figuren und einem Setting, das ich kenne und liebe hat funktioniert. Dass die Handlungsorte quasi vor meiner Haustür liegen und der Bergbau eine so zentrale Rolle spielt, hat den Krimi für mich noch interessanter gemacht.
Fazit:
Wer Krimis mag, die nicht glattgebügelt sind, sondern Ecken, Kanten und Geschichte haben, sollte hier unbedingt zugreifen

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Veröffentlicht am 26.03.2026

Super

Nordstrøm – Die Jagd
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Mit „NORDSTRØM - Die Jagd" hat mich Claudia Rimkus total gepackt.
Der Krimi beginnt mit dem Fund der verstümmelten Leiche eines Kommunalpolitikers an der Kreideküste auf Rügen. Der ehemalige Polizeipsychologe ...

Mit „NORDSTRØM - Die Jagd" hat mich Claudia Rimkus total gepackt.
Der Krimi beginnt mit dem Fund der verstümmelten Leiche eines Kommunalpolitikers an der Kreideküste auf Rügen. Der ehemalige Polizeipsychologe Erik Nordstrøm wird von der Witwe beauftragt, den Mord aufzuklären, während er gleichzeitig nach einem verschwundenen jungen Mechaniker sucht. Zusammen mit seiner neuen Kollegin Sara Sachs folgt er Spuren über mehrere Ostseeorte und entdeckt eine Verbindung zwischen den Fällen, während weitere Morde passieren und sie selbst in große Gefahr geraten.
Spuren führen zu Personen, die eigentlich längst aus dem Fokus geraten sein sollten, und zu Taten, die nie wirklich aufgearbeitet wurden.
Ohne zu viel zu verraten: Der Roman steuert auf ein Finale zu, das nicht nur nervenaufreibend ist, sondern auch eine moralische Frage aufwirft, die mich als Leser wirklich beschäftigt hat.

Claudia Rimkus schreibt klar, direkt und sehr atmosphärisch. Die Handlung entwickelt sich zügig, ohne hektisch zu wirken, und immer wieder setzt sie kleine Spannungsmomente, die einen praktisch zwingen weiterzulesen.
Besonders gelungen fand ich, wie sie Spannung aufbaut: Nicht nur durch Action oder überraschende Wendungen, sondern auch durch das langsame Aufdecken von Zusammenhängen. Man merkt, dass jedes Detail eine Rolle spielen könnte – und genau das sorgt für diesen krassen Spannungsbogen, der sich durch den gesamten Roman zieht.
Fazit:
Das Ermittlerpaar Eric und Sara funktioniert hervorragend und die zentrale Frage nach Selbstjustiz bleibt noch lange im Kopf.
Wer spannende Ermittlungen und interessante Figuren mag, sollte hier definitiv zugreifen. Ich hoffe sehr, dass wir die Beiden bald wieder in einem neuen Fall begleiten dürfen.

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Veröffentlicht am 25.03.2026

Spannend

Der tiefe Grund
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„Der Tiefe Grund“ ist der zweite Fall für Lea Nielsen und überzeugt mit spannender
Ermittlungsarbeit und persönlichen Einblicken.
Ausgangspunkt ist der tödliche Zusammenstoß einer Fahrradfahrerin mit ...

„Der Tiefe Grund“ ist der zweite Fall für Lea Nielsen und überzeugt mit spannender
Ermittlungsarbeit und persönlichen Einblicken.
Ausgangspunkt ist der tödliche Zusammenstoß einer Fahrradfahrerin mit einem Auto, dessen Fahrer flüchtet. Gemeinsam mit ihren Kollegen geht Lea der Sache nach und taucht ein in interessantes Geflecht von Ungereimtheiten und stößt dabei auf ein brisantes Thema.
Gleichzeitig wird Leas Privatleben stärker beleuchtet: der Umgang mit ihrem dementen Vater, eine neue Beziehung und alte Gefühle sorgen für die Gefühlsebene.
„Der tiefe Grund“ ist ein Krimi, der sich Zeit nimmt und genau das ist einfach Klasse, wer einen actionreichen Thriller erwartet, wird hier weniger abgeholt, wer jedoch Wert auf glaubwürdige Figuren und eine dichte, unterschwellige Spannung legt, bekommt hier genau das.
Fazit:
Ich mag den Schreibstil der Autorin und Lea Nielsen ist für mich eine Ermittlerin, die mir im Gedächtnis bleibt, und genau deshalb empfehle ich den Krimi sehr gerne weiter.

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Veröffentlicht am 22.03.2026

Spannende Lesestunden

Untergang - Jensen und Sander ermitteln
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Mit „Untergang – Jensen und Sander ermitteln“ hat mich Steffen Jacobsen komplett umgehauen, schon lange habe ich keinen so spannenden Thriller mehr gelesen.

Michael Sander wird mitten in seiner persönlichen ...

Mit „Untergang – Jensen und Sander ermitteln“ hat mich Steffen Jacobsen komplett umgehauen, schon lange habe ich keinen so spannenden Thriller mehr gelesen.

Michael Sander wird mitten in seiner persönlichen Krise von einem Anruf überrascht: Ein russischer Agent, dem er sein Leben verdankt, bittet ihn um Hilfe. Bei einem geheimen Treffen erfährt Michael, dass der Mann brisante Informationen über den Untergang der MS Estonia besitzt, die bis in höchste politische Kreise reichen. Dadurch gerät Michael selbst ins Visier internationaler Geheimdienste. Während er ums Überleben kämpft, muss er zugleich seine privaten Probleme mit Lebe in den Griff bekommen.
Die Handlung baut sich kontinuierlich auf, ich finde durch die Rückblicke zieht die Spannung immer weiter an und lässt einem kaum Luft zum Durchatmen. Es gibt keine wirklichen Pausen, es werden immer neue Fragen aufgeworfen.

Steffen Jacobsen schreibt präzise und direkt, ohne sich in unnötigen Details zu verlieren. Die Kapitel sind so gesetzt, dass man immer noch „nur schnell eins“ lesen will, was bei mir dazu geführt hat, dass meine Nacht tatsächlich zum Tage wurde. Die Perspektivwechsel sorgen für Tempo, ohne zu verwirren. Besonders gefallen hat mir, wie geschickt alles aufgebaut ist.
Es gibt keine Längen, keine Kapitel, die man überspringen möchte, im Gegenteil: Es ist ein absoluter Pageturner. Die Mischung aus Ermittlungsarbeit, persönlicher Ebene der Figuren und der komplexen Aufklärung funktioniert hier einfach richtig gut.

Fazit:
Ich habe dieses Buch nicht nur gern gelesen, ich habe es regelrecht verschlungen. Wer Thriller mag, die Spannung, starke Figuren und eine dichte Atmosphäre verbinden, wird hier definitiv fündig. Für mich ein Lesehighlight

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