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Veröffentlicht am 14.08.2026

Verborgene Familiengeschichte

Die Bücherfrauen von Listland. Der Duft des Strandhafers
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Endlich geht es weiter mit den Bücherfrauen von Listland!

Die Journalistin Anna März kehrt nach Sylt zurück, um Martje, die Schwester von Fenja, zu suchen. Als junge Frau ist Martje spurlos verschwunden. ...

Endlich geht es weiter mit den Bücherfrauen von Listland!

Die Journalistin Anna März kehrt nach Sylt zurück, um Martje, die Schwester von Fenja, zu suchen. Als junge Frau ist Martje spurlos verschwunden. Ihre Geschichte führt mich zurück ins Jahr 1958, in eine dramatische Sturmnacht, die nicht nur Spuren, sondern auch viele Fragen hinterlassen hat. Während ich Martje auf ihrem Lebensweg begleite, kommt Anna in der Gegenwart dem Geheimnis um ihr Verschwinden immer näher. Und auch Eric kreuzt wieder ihren Weg.
Besonders geliebt habe ich die besondere Atmosphäre dieses Romans. Gabriella Engelmann versteht es wie kaum eine andere, ihre Liebe zu den nordfriesischen Inseln zwischen die Zeilen zu legen. Ihre Beschreibungen sind so lebendig und stimmungsvoll, dass ich beim Lesen beinahe das Gefühl hatte, selbst durch die Dünen zu laufen, den Wind auf der Haut zu spüren und das Meer rauschen zu hören. Dabei war ich tatsächlich noch auf keiner der beiden Inseln und trotzdem fühlte es sich beim Lesen ein bisschen so an, als wäre ich schon einmal dort gewesen.

Die Aufklärung der Familiengeheimnisse ist emotional, berührend und gleichzeitig spannend. Besonders die Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart hat mir sehr gut gefallen, denn nach und nach setzen sich die einzelnen Puzzleteile zusammen.

Der Schreibstil von Gabriella Engelmann ist einfach wunderschön: einnehmend, bildhaft und voller Wärme. Ich liebe diese Mischung aus Wohlfühlroman, Inselatmosphäre und emotionaler Familiensaga. Für mich ist „Der Duft des Strandhafers“ ein gelungener Abschluss der Dilogie und eine Geschichte, die noch ein wenig nachklingt, wenn man das Buch längst zugeschlagen hat.

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Veröffentlicht am 09.08.2026

Faszination und Abscheu

Der Fährmann
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Es fällt mir selten so schwer, ein Buch zu bewerten und meine Gedanken in Worte zu fassen wie bei „Der Fährmann“ von Regina Denk. Ich war während des Lesens immer wieder hin- und hergerissen zwischen Faszination ...

Es fällt mir selten so schwer, ein Buch zu bewerten und meine Gedanken in Worte zu fassen wie bei „Der Fährmann“ von Regina Denk. Ich war während des Lesens immer wieder hin- und hergerissen zwischen Faszination und Abscheu, zwischen dem Wunsch weiterzulesen und dem Bedürfnis, das Buch einfach zur Seite zu legen.

Die Geschichte führt mich in die Jahre 1894 bis 1915, an die Salzach, die zwischen Deutschland und Österreich fließt und in eine Zeit, in der das Leben der Menschen von Bräuchen, Traditionen und festgefügten Regeln bestimmt wird. Es ist eine harte, von Männern dominierte Welt, in der Frauen zu gehorchen haben und kaum Möglichkeiten besitzen, ihr eigenes Leben zu bestimmen. Regina Denk beschreibt diese Zeit schonungslos und fängt die Atmosphäre dieses Landstrichs unglaublich eindringlich ein. Auch die Sprache ist an die Region angepasst. Daran musste ich mich zunächst gewöhnen, doch gerade dadurch wird die Geschichte authentisch und lebendig.
Besonders beeindruckt hat mich, dass die Autorin immer wieder die Perspektive wechselt. Dadurch wird das Geschehen von verschiedenen Seiten beleuchtet und man bekommt einen vielschichtigen Blick auf die Menschen, ihre Entscheidungen und ihre Schuld.

Und trotzdem: Dieses Buch war für mich unglaublich schwer auszuhalten. So viel Grausames, so viel Hass, so viel Schuld. Was auf beiden Seiten der Salzach geschieht, hat mich immer wieder erschüttert. Manchmal konnte ich einfach nicht weiterlesen und war am Ende sogar erleichtert, als die letzte Seite gelesen war.
„Der Fährmann“ ist für mich kein Buch, das man einfach nebenbei liest. Es fordert und verlangt, dass man sich auf ein sehr schweres Thema einlässt. Auch wenn mir das Lesen oft wehgetan hat, halte ich die Geschichte für wichtig. Sie zeigt eine dunkle, brutale Zeit und lässt mich mit Gedanken zurück, die noch lange nach dem Zuklappen des Buches weiterarbeiten.

Ein schweres, bedrückendes und erschütterndes Buch, aber gerade deshalb eines, das ich nicht so schnell vergessen werde.

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Veröffentlicht am 03.08.2026

Wenn die Vergangenheit zur tödlichen Falle wird

Nebelbeute
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Mit „Nebelbeute“ beweist Benjamin Cors erneut, warum diese Reihe für mich zu den spannendsten Thriller-Serien der letzten Jahre gehört. Schon die beiden Vorgänger haben mich begeistert und auch der dritte ...

Mit „Nebelbeute“ beweist Benjamin Cors erneut, warum diese Reihe für mich zu den spannendsten Thriller-Serien der letzten Jahre gehört. Schon die beiden Vorgänger haben mich begeistert und auch der dritte Band konnte mich von der ersten bis zur letzten Seite fesseln.

Dieses Mal führt der Weg Mila Weiss in ein abgelegenes, düsteres Bergdorf. Dort hofft sie, endlich mit ihrer Vergangenheit abschließen zu können. Denn sie ist überzeugt, dass sich Johannes Toblach dort aufhält – der Mann, der sie seit Jahren in ihren Albträumen verfolgt und mit dem sie noch eine alte Rechnung offen hat. Ohne Genehmigung und ganz auf sich allein gestellt begibt sie sich auf diese gefährliche Reise. Eine Entscheidung, die sie schon bald bitter bereuen wird. Als Mila spurlos verschwindet, setzt ihre Sondereinheit „Gruppe 4“ alles daran, sie zu finden. Doch die Zeit arbeitet gegen sie.

Die Atmosphäre ist von Anfang an unglaublich dicht und bedrückend. Das einsame Bergdorf mit seinen Geheimnissen, den undurchsichtigen Bewohnern und der ständigen Bedrohung sorgt für echtes Gänsehaut-Feeling. Benjamin Cors versteht es meisterhaft, die Spannung kontinuierlich zu steigern. Immer wieder nimmt die Geschichte eine Richtung, mit der ich überhaupt nicht gerechnet habe.

Besonders gefreut hat mich, dass man die Mitglieder der „Gruppe 4“ noch besser kennenlernt. Mit jedem Band wachsen sie mir mehr ans Herz, und gerade ihr Zusammenhalt macht die Reihe für mich zu etwas Besonderem.

„Nebelbeute“ ist ein atmosphärischer, rasanter Thriller voller überraschender Wendungen, der mich bis zum Schluss in Atem gehalten hat. Wer die ersten beiden Bände mochte, wird auch diesen verschlingen. Von mir gibt es eine absolute Empfehlung!

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Veröffentlicht am 27.07.2026

Hervorragend aufgebautes Familiendrama

Home Before Dark
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Home Before Dark ist ein Thriller, der auf eine ganz besondere Art fesselt. Statt klassischer Ermittlungsarbeit begleite ich Marsibil, die zehn Jahre nach dem spurlosen Verschwinden ihrer Schwester Stina ...

Home Before Dark ist ein Thriller, der auf eine ganz besondere Art fesselt. Statt klassischer Ermittlungsarbeit begleite ich Marsibil, die zehn Jahre nach dem spurlosen Verschwinden ihrer Schwester Stina in ihr Heimatdorf zurückkehrt. Sie möchte endlich herausfinden, was damals wirklich geschah und sich gleichzeitig von den Schuldgefühlen befreien, die sie seit jener Nacht begleiten. Denn sie ist bis heute überzeugt, dass alles ihre Schuld war.

Besonders begeistert hat mich der Aufbau der Geschichte. Die Handlung spielt vollständig in der Vergangenheit, was perfekt zu diesem psychologischen Verwirrspiel passt. Es gibt keine Smartphones, keine moderne Kriminaltechnik. Stattdessen spielen die Briefe zwischen Marsibil und ihrem Brieffreund eine zentrale Rolle. Dieses nostalgische Element verleiht der Geschichte eine ganz eigene Atmosphäre.

Eva Björg Ægisdóttir beweist einmal mehr, wie meisterhaft sie Spannung aufbaut. Mit ihrem ruhigen, flüssigen Schreibstil erzählt sie auf zwei Zeitebenen und aus zwei Perspektiven. Immer wieder springt die Handlung zehn Jahre zurück und lässt Stina selbst zu Wort kommen. Gerade ihre Sichtweise hat mich besonders fasziniert, denn sie rückt viele Ereignisse in ein völlig neues Licht und lässt die Wahrheit Stück für Stück greifbarer werden.

Die düstere, bedrückende Atmosphäre, die ich an Island-Thrillern so liebe, passt hier perfekt zur scheinbar idyllischen Dorfgemeinschaft. Zahlreiche falsche Fährten sorgten dafür, dass ich mit meinen Vermutungen ständig danebenlag. Der große Plottwist am Ende hat mich vollkommen überrascht und wirkte rückblickend absolut schlüssig.

Fazit: Home Before Dark ist kein rasanter Action-Thriller, sondern ein hervorragend aufgebautes psychologisches Familiendrama mit einer dichten Atmosphäre, starken Figuren und einem Finale, das mich begeistert zurückgelassen hat.

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Veröffentlicht am 19.07.2026

Lebe deinen Traum

Au revoir und tschüss
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Caro träumt schon lange davon, eine Sprachreise nach Frankreich zu unternehmen und endlich einmal nur etwas für sich zu tun. Obwohl ihr Ehemann gar nicht begeistert von der Idee ist, bucht sie die Reise, ...

Caro träumt schon lange davon, eine Sprachreise nach Frankreich zu unternehmen und endlich einmal nur etwas für sich zu tun. Obwohl ihr Ehemann gar nicht begeistert von der Idee ist, bucht sie die Reise, auf die ich sie begleiten darf.

Für mich war dieses Buch wie ein kleiner Urlaub. Gudrun Lochte schreibt wunderbar bildhaft, sodass ich sofort das französische Flair spüren konnte. Ich habe mich direkt in die malerische Kleinstadt Uzès mit ihren verträumten Gässchen und den einladenden Restaurants am Marktplatz verliebt.

Caro verbringt dort vier ereignisreiche Wochen und findet dort auch zu sich selbst. Sie lernt wunderbare Menschen kennen und der französische Lebensstil tut ihrer Seele gut.

Die Handlung verzichtet zwar auf die ganz große, dramatische Tiefe und bedient hier und da ein paar Klischees, aber das hat meinem Lesevergnügen keinen Abbruch getan. Dank der kurzen Kapitel und des flüssigen, personalen Erzählstils bin ich nur so durch die Seiten geflogen und habe die Welt ganz nah durch Caros Augen gesehen.

Nachdem ich das Buch beendet habe, steht für mich fest: Ich muss unbedingt einmal selbst nach Südfrankreich reisen! Aber vorher werde ich noch die beiden Rezepte ausprobieren, die es als Bonus ganz am Ende gibt!

Fazit: Leichte, atmosphärische Sommerlektüre mit viel französischem Flair und einer Prise Herzschmerz und Selbstfindung!

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