Verborgene Familiengeschichte
Die Bücherfrauen von Listland. Der Duft des StrandhafersEndlich geht es weiter mit den Bücherfrauen von Listland!
Die Journalistin Anna März kehrt nach Sylt zurück, um Martje, die Schwester von Fenja, zu suchen. Als junge Frau ist Martje spurlos verschwunden. ...
Endlich geht es weiter mit den Bücherfrauen von Listland!
Die Journalistin Anna März kehrt nach Sylt zurück, um Martje, die Schwester von Fenja, zu suchen. Als junge Frau ist Martje spurlos verschwunden. Ihre Geschichte führt mich zurück ins Jahr 1958, in eine dramatische Sturmnacht, die nicht nur Spuren, sondern auch viele Fragen hinterlassen hat. Während ich Martje auf ihrem Lebensweg begleite, kommt Anna in der Gegenwart dem Geheimnis um ihr Verschwinden immer näher. Und auch Eric kreuzt wieder ihren Weg.
Besonders geliebt habe ich die besondere Atmosphäre dieses Romans. Gabriella Engelmann versteht es wie kaum eine andere, ihre Liebe zu den nordfriesischen Inseln zwischen die Zeilen zu legen. Ihre Beschreibungen sind so lebendig und stimmungsvoll, dass ich beim Lesen beinahe das Gefühl hatte, selbst durch die Dünen zu laufen, den Wind auf der Haut zu spüren und das Meer rauschen zu hören. Dabei war ich tatsächlich noch auf keiner der beiden Inseln und trotzdem fühlte es sich beim Lesen ein bisschen so an, als wäre ich schon einmal dort gewesen.
Die Aufklärung der Familiengeheimnisse ist emotional, berührend und gleichzeitig spannend. Besonders die Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart hat mir sehr gut gefallen, denn nach und nach setzen sich die einzelnen Puzzleteile zusammen.
Der Schreibstil von Gabriella Engelmann ist einfach wunderschön: einnehmend, bildhaft und voller Wärme. Ich liebe diese Mischung aus Wohlfühlroman, Inselatmosphäre und emotionaler Familiensaga. Für mich ist „Der Duft des Strandhafers“ ein gelungener Abschluss der Dilogie und eine Geschichte, die noch ein wenig nachklingt, wenn man das Buch längst zugeschlagen hat.