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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.07.2026

Hervorragend aufgebautes Familiendrama

Home Before Dark
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Home Before Dark ist ein Thriller, der auf eine ganz besondere Art fesselt. Statt klassischer Ermittlungsarbeit begleite ich Marsibil, die zehn Jahre nach dem spurlosen Verschwinden ihrer Schwester Stina ...

Home Before Dark ist ein Thriller, der auf eine ganz besondere Art fesselt. Statt klassischer Ermittlungsarbeit begleite ich Marsibil, die zehn Jahre nach dem spurlosen Verschwinden ihrer Schwester Stina in ihr Heimatdorf zurückkehrt. Sie möchte endlich herausfinden, was damals wirklich geschah und sich gleichzeitig von den Schuldgefühlen befreien, die sie seit jener Nacht begleiten. Denn sie ist bis heute überzeugt, dass alles ihre Schuld war.

Besonders begeistert hat mich der Aufbau der Geschichte. Die Handlung spielt vollständig in der Vergangenheit, was perfekt zu diesem psychologischen Verwirrspiel passt. Es gibt keine Smartphones, keine moderne Kriminaltechnik. Stattdessen spielen die Briefe zwischen Marsibil und ihrem Brieffreund eine zentrale Rolle. Dieses nostalgische Element verleiht der Geschichte eine ganz eigene Atmosphäre.

Eva Björg Ægisdóttir beweist einmal mehr, wie meisterhaft sie Spannung aufbaut. Mit ihrem ruhigen, flüssigen Schreibstil erzählt sie auf zwei Zeitebenen und aus zwei Perspektiven. Immer wieder springt die Handlung zehn Jahre zurück und lässt Stina selbst zu Wort kommen. Gerade ihre Sichtweise hat mich besonders fasziniert, denn sie rückt viele Ereignisse in ein völlig neues Licht und lässt die Wahrheit Stück für Stück greifbarer werden.

Die düstere, bedrückende Atmosphäre, die ich an Island-Thrillern so liebe, passt hier perfekt zur scheinbar idyllischen Dorfgemeinschaft. Zahlreiche falsche Fährten sorgten dafür, dass ich mit meinen Vermutungen ständig danebenlag. Der große Plottwist am Ende hat mich vollkommen überrascht und wirkte rückblickend absolut schlüssig.

Fazit: Home Before Dark ist kein rasanter Action-Thriller, sondern ein hervorragend aufgebautes psychologisches Familiendrama mit einer dichten Atmosphäre, starken Figuren und einem Finale, das mich begeistert zurückgelassen hat.

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Veröffentlicht am 19.07.2026

Lebe deinen Traum

Au revoir und tschüss
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Caro träumt schon lange davon, eine Sprachreise nach Frankreich zu unternehmen und endlich einmal nur etwas für sich zu tun. Obwohl ihr Ehemann gar nicht begeistert von der Idee ist, bucht sie die Reise, ...

Caro träumt schon lange davon, eine Sprachreise nach Frankreich zu unternehmen und endlich einmal nur etwas für sich zu tun. Obwohl ihr Ehemann gar nicht begeistert von der Idee ist, bucht sie die Reise, auf die ich sie begleiten darf.

Für mich war dieses Buch wie ein kleiner Urlaub. Gudrun Lochte schreibt wunderbar bildhaft, sodass ich sofort das französische Flair spüren konnte. Ich habe mich direkt in die malerische Kleinstadt Uzès mit ihren verträumten Gässchen und den einladenden Restaurants am Marktplatz verliebt.

Caro verbringt dort vier ereignisreiche Wochen und findet dort auch zu sich selbst. Sie lernt wunderbare Menschen kennen und der französische Lebensstil tut ihrer Seele gut.

Die Handlung verzichtet zwar auf die ganz große, dramatische Tiefe und bedient hier und da ein paar Klischees, aber das hat meinem Lesevergnügen keinen Abbruch getan. Dank der kurzen Kapitel und des flüssigen, personalen Erzählstils bin ich nur so durch die Seiten geflogen und habe die Welt ganz nah durch Caros Augen gesehen.

Nachdem ich das Buch beendet habe, steht für mich fest: Ich muss unbedingt einmal selbst nach Südfrankreich reisen! Aber vorher werde ich noch die beiden Rezepte ausprobieren, die es als Bonus ganz am Ende gibt!

Fazit: Leichte, atmosphärische Sommerlektüre mit viel französischem Flair und einer Prise Herzschmerz und Selbstfindung!

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Veröffentlicht am 14.07.2026

Ungewöhnlicher Thriller

Beth is dead
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„Beth is Dead“ von Katie Bernett hat mich von der ersten Seite an gepackt. Es ist einer dieser Thriller, bei denen man sich eigentlich nur kurz hinsetzen möchte – und plötzlich sind Stunden vergangen. ...

„Beth is Dead“ von Katie Bernett hat mich von der ersten Seite an gepackt. Es ist einer dieser Thriller, bei denen man sich eigentlich nur kurz hinsetzen möchte – und plötzlich sind Stunden vergangen. Ich hatte durchgehend das Gefühl, unbedingt wissen zu müssen, was wirklich passiert ist.

Little Women kannte ich bisher tatsächlich nur dem Namen nach. Umso spannender fand ich, wie Katie Bernett die Geschichte in die heutige Zeit überträgt. Dabei wirkt das Buch keineswegs wie ein moderner Thriller-Aufguss, sondern wie eine eigenständige, spannende Geschichte mit starken Figuren, Social Media, Geheimnissen und toxischen Dynamiken. Besonders gelungen fand ich, dass die enge Verbindung und die tiefe Liebe zwischen den March-Schwestern trotz all des Misstrauens und der Verdächtigungen jederzeit spürbar bleiben.

Erzählt wird aus den Perspektiven der Schwestern – und sogar Beth selbst kommt zu Wort, obwohl sie nach einer Party tot aufgefunden wurde. Statt der Profis von der Polizei machen sich ihre Schwestern auf die Suche nach der Wahrheit. Mit jedem Kapitel kommen neue Details ans Licht, sodass irgendwann wirklich jeder verdächtig erscheint. Die wechselnden Perspektiven und die Zeitsprünge zwischen Vergangenheit und Gegenwart haben dafür gesorgt, dass die Spannung konstant hoch blieb. Gerade wenn ich dachte, den Mörder endlich entlarvt zu haben, hat mich der nächste Twist wieder komplett aus der Bahn geworfen.
Fazit: Ein emotionaler, wendungsreicher Thriller mit einer fesselnden Familiengeschichte, der zeigt, dass die gefährlichsten Geheimnisse manchmal in der eigenen Familie verborgen liegen. Mich hat die Geschichte bis zur letzten Seite begeistert – und gleichzeitig neugierig auf Little Women gemacht.

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Veröffentlicht am 10.07.2026

Eine emotionale Zeitreise voller 90er-Nostalgie

You and Me - Die zweite erste Liebe
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„You and Me“ wurde von einem Ehepaar geschrieben und das habe ich beim Lesen immer wieder gespürt. Josie Lloyd und Emlyn Rees erzählen die Geschichte von Jules und Adam mit einer Ehrlichkeit und Wärme, ...

„You and Me“ wurde von einem Ehepaar geschrieben und das habe ich beim Lesen immer wieder gespürt. Josie Lloyd und Emlyn Rees erzählen die Geschichte von Jules und Adam mit einer Ehrlichkeit und Wärme, die zeigt, dass sie wissen, wie sich eine langjährige Beziehung anfühlen kann. Aus der einst großen Liebe ist ein gemeinsamer Alltag geworden – voller Vertrautheit, aber auch geprägt von Routinen und den kleinen Dingen, die sich im Laufe der Jahre zwischen zwei Menschen ansammeln.

Die Idee, dass Adam und später auf Jules mithilfe ihrer alten Mix-Tapes und eines Sony-Kassettenrekorders in die Vergangenheit reisen können, hat mich sofort begeistert. Was für ein wunderschöner Gedanke, noch einmal zu den Momenten zurückzukehren, die eine Liebe geprägt haben! Besonders die Mix-Tapes haben mein Herz berührt. Ich bin selbst mit diesen Kassetten aufgewachsen und viele der Songs haben sofort Erinnerungen an meine eigene Jugend geweckt. Immer wieder musste ich schmunzeln und fühlte mich in die 90er zurückversetzt.

Besonders gelungen fand ich auch die wechselnden Perspektiven von Jules und Adam. Beide erzählen ihre Sicht auf die gemeinsame Geschichte, wodurch ihre Gefühle, Hoffnungen und Enttäuschungen besonders greifbar werden.

Im weiteren Verlauf verlor die Geschichte für mich leider etwas von ihrem Zauber. Die spannende Grundidee nutzt sich mit der Zeit ein wenig ab und es fehlten neue Impulse. Das Ende hatte ich mir zwar anders vorgestellt, letztlich passte es aber sehr gut zur Geschichte und ihren Botschaften.
Fazit: You and Me ist keine kitschige Liebesgeschichte, sondern eine emotionale, charmante Zeitreise mit viel britischem Esprit, liebenswerten Figuren und einer großen Portion 90er-Nostalgie.

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Veröffentlicht am 05.07.2026

Interessanter Einblick, aber wenig Spannung

Dunkelmann
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Mit Dunkelmann liefert Lars Findsen zwar einen interessanten Einblick in die Arbeit eines Geheimdienstes, als spannender Thriller konnte mich das Buch jedoch nicht überzeugen.

Über weite Strecken habe ...

Mit Dunkelmann liefert Lars Findsen zwar einen interessanten Einblick in die Arbeit eines Geheimdienstes, als spannender Thriller konnte mich das Buch jedoch nicht überzeugen.

Über weite Strecken habe ich den roten Faden vermisst. Die Handlung wirkte auf mich oft sprunghaft und eher verwirrend als fesselnd. Statt Spannung aufzubauen, verlor ich immer wieder den Überblick, wodurch es schwerfiel, wirklich in die Geschichte einzutauchen.

Zu Ende gelesen habe ich das Buch letztlich nur, weil ich wissen wollte, wie alles ausgeht. Leider konnte auch das Ende meine Erwartungen nicht erfüllen und hinterließ bei mir eher Enttäuschung als Begeisterung.

Wer sich für die Arbeitsweise von Geheimdiensten interessiert, findet hier sicherlich einige interessante Aspekte. Wer jedoch einen packenden Thriller mit einer klaren Handlung erwartet, könnte – so wie ich – enttäuscht werden

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