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Veröffentlicht am 18.06.2026

Familiensaga mit einem Hauch von Abenteuer und Mystery

Die Meerglas-Schwestern
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Dies ist der erste Band einer vierteiligen Reihe über die Blackmore-Töchter auf auf Skara in Schottland. Der Prolog erklärt den Fluch, der seit lange vor Christus auf diesem Anwesen liegen soll. Mittlerweile ...

Dies ist der erste Band einer vierteiligen Reihe über die Blackmore-Töchter auf auf Skara in Schottland. Der Prolog erklärt den Fluch, der seit lange vor Christus auf diesem Anwesen liegen soll. Mittlerweile schreiben wir das Jahr 1931. Als erste der Schwestern lernen wir die Älteste, Iris, kennen. Da der Vater das Anwesen heruntergewirtschaftet hat, begibt sie sich auf die Suche nach ihrem Onkel Ralph. Er soll auf Ceylon eine Teeplantage besitzen, deshalb möchte sie ihn um Hilfe bitten. Wie "blauäugig" sie unterwegs ist, wird ihr erst später bewusst.

In der Gegenwart treffen wir auf Roz, die in Australien lebt und nur mit einem Opalring ihrer verstorbenen Mutter auf der Flucht vor ihrem Stiefvater nach London reist. In einer dortigen Galerie zieht sie ein Landschaftsgemälde magisch an. Sie macht sich auf, diesen Ort zu suchen.

Die Autorin Eleanor Buchanan, die mir bisher unbekannt war, erzählt in zwei Zeitebenen und mehreren Strängen sehr flüssig, bildhaft und fesselnd die Geschichte von Iris, die zu einem großen Abenteuer aufbricht und Roz, die unwissentlich auf die Spuren ihrer eigenen Familie stößt. Die Erzählstränge sind so geschickt miteinander verwoben, dass immer nur das Nötigste preisgegeben wird und so die Spannung erhalten bleibt. Natürlich kommt auch das Gefühlsleben der Protagonistinnen nicht zu kurz. Die atmosphärischen Beschreibungen der Landschaften auf allen vorkommenden Kontinenten tragen viel zur Stimmung beim Lesen bei, ebenso wie das wunderschön gestaltete Cover.

Auf die mystischen, irrealen Szenen im Buch hätte ich jedoch gerne verzichten können, sie waren in meinen Augen unnötig. Trotzdem hat mir die Familiengeschichte insgesamt gut gefallen und mich prima unterhalten. Darum freue ich mich auch auf die Fortsetzung, die hoffentlich in nicht allzu langer Zeit erscheinen wird. Für mich ist dieser Roman gute vier Sterne wert.

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Veröffentlicht am 10.06.2026

Auf spannender Suche nach den Dinos

Mein Sachen suchen Wimmelbuch: Dinosaurier
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Mein Sachen suchen Wimmelbuch Dinosaurier ist der Hit für alle kleinen Dino-Fans. Es schickt diese nicht nur auf eine spannende Suche in wimmeligen Landschaften an Land und zu Wasser, sondern weckt auch ...

Mein Sachen suchen Wimmelbuch Dinosaurier ist der Hit für alle kleinen Dino-Fans. Es schickt diese nicht nur auf eine spannende Suche in wimmeligen Landschaften an Land und zu Wasser, sondern weckt auch Neugier durch die vielen Klappen, durch die sich die Bilder verändern. Das Titelcover gibt schon einen guten Hinweis, was die jungen Leser*innen im Inneren erwartet. Etwa drei Viertel der Doppelseiten nimmt jeweils eine wunderbar gezeichnete Szene voller erstaunlicher Urzeitwesen ein, wobei mir hier besonders die dezenten Farben und die Details zum Entdecken sehr gut gefallen. Auch auf die richtige zeitliche Einordnung wurde meines Erachtens nach genau geachtet. Das Viertel am linken Rand bleibt im Untergrund weiß. Hier findet sich ein kurzer erklärender oder einleitender Text, der Zeit und/oder Ort der Szene und damals lelbende Dinos und andere Tiere erwähnt. Immer endet schon dieser Text mit einer Frage, die die Kinder zum Mitmachen und Suchen animiert. Durch die vielen Details ist es manchmal für die ganz Kleinen gar nicht mal so leicht, sofort eins der mindestens sieben gesuchten Bilder aufzuspüren. Oft befindet sich dann auch noch genau bei den gesuchten Tieren eine Klappe, durch die sich zum Beispiel das Maul des Sauriers öffnet oder ein Raubsaurier angreift. Auch ein Blick ins Dino-Nest stillt die Neugier. Am Ende besucht man noch ein naturhistorisches Museum, in dem die Überreste, die man von Dinos gefunden hat, ausgestellt werden. Das regt auf jeden Fall zu einem tollen Familienausflug ins nächste Museum ein. Dass hier während des Publikumsverkehrs gerade neue Exponate vorbereitet werden, ist nicht ganz so realistisch, aber so vereint man zwei Aspekte einer Ausstellung auf einem Bild. Meine Enkel lieben das Buch und ich suche auch gern mit. Einzig die Pappe kommt mir nicht mehr ganz so stabil vor wie früher. 4,5 Sterne

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Veröffentlicht am 27.05.2026

Ruhige Vorschulgeschichten mit pädagogischem Ansatz

Die Vorschulprofis: Wir sind die Großen in der Kita
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In der Kita Kichererbse haben die Großen regelmäßig Vorschulgruppentreffen. Pippa, Aziz, Kisi, Emil und Alma gehören jetzt zu den Vorschulprofis. Mit ihrem Erzieher Joschi machen die fünf Kinder dann besondere ...

In der Kita Kichererbse haben die Großen regelmäßig Vorschulgruppentreffen. Pippa, Aziz, Kisi, Emil und Alma gehören jetzt zu den Vorschulprofis. Mit ihrem Erzieher Joschi machen die fünf Kinder dann besondere Spiele und Aktionen, die ihnen bei der Vorbereitung auf die Schule helfen, aber vor allem machen sie riesigen Spaß und zeigen ihnen, wie viel sie eigentlich schon können. Auch Zuhause ist einiges los, da gibt es Alltagsexperimente, Kuscheltage und Geburtstagsfeiern. Sogar der Schule dürfen die Vorschulprofis einen Besuch abstatten. Da kann ja nichts mehr schief gehen. Wenn da nur am Ende nicht der Abschied von der Kita wäre...

Mir hat das bunte Cover mit den fröhlichen Kindern, die alle tolle Sachen machen, sofort gefallen. Es fällt sehr positiv auf und macht Kindern sicher große Lust aufs Vorlesen. Das Thema Vorschulkind liegt bei uns gerade hoch im Kurs, denn ab September ist meine Enkelin genau das. Das Buch trifft auch in weiten Teilen meine Erwartungen. Die Geschichten sind insgesamt sehr ruhig und besonnen erzählt, häufig geht es ganz lustig und lehrreich zu in der Kita, aber auch bei den Kindern zuhause, wo man sie mit ihren Eltern, Kindern zu Besuch oder ihren Geschwistern erlebt. Zu jedem der 11 Kapitel gibt es Tipps für Aktionen und Spiele, die man meist ganz leicht nachmachen kann. Doch bevor es ans Buch selbst geht, darf das Vorlesekind sich auf der Rückseite des Buchdeckels und er ersten Seite austoben und seinen Namen, seine Schulstimmung und vieles Weitere eintragen. Es folgt ein kurzes Vorwort der Autorin. In der ersten Geschichte lernt man Pippa, Aziz, Kisi, Emil und Alma kennen. Auch Erzieher Joschi kommt gleich zu Anfang sehr sympathisch und engagiert im Umgang mit den Kindern rüber. Insgesamt sind die Geschichten und die darin enthaltenen Spiele und Situationen sehr lehrreich und pädagogisch aufbereitet. Dabei tritt für mich der Lesespaß oft etwas zu sehr in den Hintergrund. Zwar gibt es lustige Situationen und auch mal kurze Konflikte, aber alles ist recht gleichförmig erzählt. Meine Enkelin fand nicht jede Geschichte gleich gut und hatte schnell ihre Lieblinge. Meist waren es die, in denen die Gefühle der Kinder in den Vordergrund traten, wie z. B. die Sorge vor neuen Herausforderungen oder das Lachen bei der Geburtstagsparty. Da konnte man richtig mitgehen und das traf wohl einen Nerv.

Die Aktionen der Kinder werden am Ende als Vorschläge auf einer Art Checkliste zum Nachmachen erläutert und dabei auch deren pädagogischer Wert erläutert. Letztere Angaben habe ich am Ende nur noch überflogen. Es reicht mir zu wissen, dass die Spiele Sinn machen und dieses Kriterium erfüllt so ziemlich jedes Spielen, Basteln und Toben. Für Erzieher*innen haben diese Angaben vermutlich mehr Nutzen, um Kinder gezielt zu fördern. Mir als Erwachsener gefiel zwar, dass das Buch die Vielfalt der Gesellschaft widerspiegelt (z. B. zwei Papas, ein Kind mit Hörimplantat etc.), dennoch waren mir die Charaktere insgesamt zu gleichförmig, zu homogen. Selbst, wenn ein Kind mal mehr Sorge gezeigt hat, als andere, konnte man kaum Unterschiede oder gar Schwächen erkennen. Aber auch diese Art Vielfalt gehört für mich dazu.

Superbunt und schön empfinden wir die Illustrationen, sowie die gesamte Gestaltung des Buches. Immer wieder gibt es einen QR-Code für das Vorschulprofilied, das die Gruppe bei jedem Treffen singt. Einmal gab es auch ein Video zu einem Beipsiel für ein Klatschspiel. Das ist immer mal eine tolle Abwechslung und erleichtert das Mitmachen. Auch die Spiele sind leicht vorbereitet, man hat meist alles Nötige zuhause. Deswegen erhalten die Vorschulprofis von uns 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 22.04.2026

Emotionale, fesselnde Familiengeschichte aus dem hohen Norden

Die Bücherfrauen von Listland. Der Duft des Strandhafers
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Die versprochene Suche nach Fenjas vermisster älterer Schwester Martje, aber auch die Sehnsucht nach Fenjas Sohn Eric bringen die Journalistin Anna zurück nach Listland auf Sylt. Fenja ist mittlerweile ...

Die versprochene Suche nach Fenjas vermisster älterer Schwester Martje, aber auch die Sehnsucht nach Fenjas Sohn Eric bringen die Journalistin Anna zurück nach Listland auf Sylt. Fenja ist mittlerweile 85 Jahre alt und hofft, ihre Schwester noch einmal in die Arme schließen zu können. Martje ist seit einem Sturm 1958 spurlos verschwunden. Erstaunt muss Anna erfahren, dass Fenja doch mehr über ihren Verbleib weiß, als sie bisher offenbart hat. Kann Anna die Fährte aufnehmen? Dann ist da noch die geheimnisvolle Stipendiatin Leevke, die Martens Buch fertigstellen soll.

Dies ist Band 2 der Dilogie "Die Bücherfrauen von Listland". Zum besseren Verständnis empfehle ich, auf jeden Fall vorab Band 1 "Der Gesang der Seeschwalben" zu lesen. Doch auch das vorangestellte Personenregister ist hilfreich. Die Autorin Gabriella Engelmann schreibt sehr flüssig, tiefsinnig und vor allem bildgewaltig. Durch die Zeitstränge bleibt stets eine gewisse Spannung erhalten. Die Szenen um Anna und Eric, sowie Leevke ergänzen das Ganze.

Vor allem die Lebensgeschichte von Martje hat mich bewegt. Ihre Flucht zu Herk, das harmonische Zusammenleben mit Nanning, alles, was sie aus ihrem weiteren Leben gemacht hat, wirkt auf mich sehr authentisch. Sie war dann doch mehr "Bücherfrau" als gedacht. Dieser Roman hat mich berührt und gut unterhalten, auch wenn zum Ende hin einige Fragen offen geblieben sind. Es war faszinierend, auf den Nordseeinseln Gast zu sein. Eigens erwähnen möchte ich das stimmungsvolle Titelbild, das eine besondere Atmosphäre spüren lässt und zum Verweilen auf der Bank in den Dünen einlädt. Von mir gibt es dafür verdiente 4,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 19.04.2026

Schönes Freizeitpark-Abenteuer zum Mitbestimmen

Das Fundbüro der verlorenen Schätze - Flammensturm
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Lotta und Karlos besuchen mit ihrem großen Bruder den Freizeitpark. Beim Erkunden stoßen die beiden auf das Fundbüro von Herrn Nox. Der berichtet über ein verschwundenes magischen Hufeisen, ohne das die ...

Lotta und Karlos besuchen mit ihrem großen Bruder den Freizeitpark. Beim Erkunden stoßen die beiden auf das Fundbüro von Herrn Nox. Der berichtet über ein verschwundenes magischen Hufeisen, ohne das die Reitershow zum Fiasko werden könnte. Vermutlich wurde es gestohlen. Die beiden Geschwister wollen helfen und du kannst bei der Suche nach dem Dieb helfen.

Meine Kinder haben früher die Insel der 1000 Gefahren geliebt. Später gab es bei Ravensburger mehr Titel der Reihe, irgendwann aber nicht mehr unbedingt für Erstleser. Daher war ich sehr begeistert, dass es für meine Enkel nun eine neue Reihe zum Mitbestimmen gibt: Das Fundbüro der verlorenen Schätze. Den Reihentitel finde ich sehr gelungen. Welches Kind wird nicht neugierig, wenn es um Schätze geht. Und auch ein Fundbüro kann so manches Geheimnis bergen. Das motiviert doch ungemein, zum Buch zu greifen.

Im ersten Band geht es um das verschwundene Hufeisen an einer Statue des Pferdes Flammensturm, das magische Fähigkeiten haben soll. Um zum Auftrag von Fundbüroleiter Herr Nox zu kommen, müssen die jungen Leser*innen schon die ersten Entscheidungen treffen. Der Freizeitpark mit seinen vielen Wegen und Möglichkeiten eignet sich als Setting dafür perfekt und viele Wege können hier ans Ziel führen. Jeder darf immer wieder zwischen zwei Möglichkeiten selbst entscheiden, wie es weitergeht und damit auch, wie schnell und mit welchem Ende der Fall gelöst wird.

Der Text ist in großer Schrift gedruckt, die beiden Entscheidungsmöglichkeiten noch etwas größer und fett. Ebenso die Aufforderung, wo man weiterlesen soll. Leider hat nicht jede Doppelseite eine Auswahl. Oft ist es nur jede zweite. Trotzdem macht es Spaß, mit Lotta und Karlos durch den Freizeitpark zu laufen und bei den Pferden nach dem Dieb Ausschau zu halten. Einige Male darf man erst nach dem Lösen eines Rätsels weiterblättern. Hier hätte ich es schöner gefunden, wenn die Lösung der Rätsel der Hinweis auf die nächste Seite gewesen wäre. So kann man auch einfach weiterblättern. Allerdings wollten wir unsere Rätselfähigkeiten auf jeden Fall testen und haben Labyrinth und Worträtsel geknackt. Sehr motivierend und beim Lesen unterstützend sind die farbigen Illustrationen von Nikolai Renger, dessen Bilderbücher uns schon immer gut gefallen. Das Ende war in Ordnung, man kann das Buch natürlich nochmals lesen und andere Wege testen, bis man alles ausprobiert hat. Das Fundbüro aus dem Reihentitel kam uns insgesamt fast ein bisschen zu kurz, denn eigentlich geht es mehr um den betroffenen Teil des Freizeitparks, aber das kann sich natürlich in den nächsten Bänden noch ändern. Für Kinder dürfte das Buch auf jeden Fall ein großer Spaß sein, was dazu führt, dass Lesen gar nicht mehr langweilig ist. So soll es sein. Wir vergeben 4 gute Sterne für diesen ersten Band.

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