Wie tief musst du graben, um die Wahrheit zu finden?
Elias hat so richtig Mist gebaut, das weiß er. Er versteckt sich den Sommer über bei seiner Großmutter Catharina im Moor. Doch auch sie hütet ein Geheimnis, das alles infrage stellt, was Elias zu wissen glaubt ...
Ein unendlich weiter Sommer, ein Vierteljahrhundert zuvor: Nach Jahren der Angst findet Catharina endlich den Mut, aus ihrer Ehe auszubrechen. Mit ihrer Tochter flieht sie in ein altes Haus im Moor. Während der Sonnentau im ersten Licht des Morgens leuchtet und die Rauchschwalben rufen, spürt sie sich zum ersten Mal wieder. Doch nichts ist wirklich sicher. Erst recht nicht, als Catharina im Moor eine Entdeckung macht, die ihren Mann auf ihre Spur bringen könnte.
Berührende Lesestunden mit Rebekka Frank:
Das Echo der Gezeiten
Stromlinien
Spiegelland
2025 Elias der sich nach einem Vorfall, total aufgewühlt, zu seiner Oma ins Moor flüchtet um Abstand von den Geschehnissen und seiner Mutter zu haben.
1999 Caro, ...
Das Buch wird in drei Zeitebenen erzählt.
2025 Elias der sich nach einem Vorfall, total aufgewühlt, zu seiner Oma ins Moor flüchtet um Abstand von den Geschehnissen und seiner Mutter zu haben.
1999 Caro, die das Haus von ihrer, ihr unbekannten Großmutter vererbt bekam und Hals über Kopf mit ihrer 12- jährigen Tochter vor ihren gewalttätigen Ehemann flüchtet.
1756 Aletta, die mit ihren Bruder und ihrer Schwägerin versucht, sich ein eigenes, besseres Leben aufzubauen.
Die Geschichte war sehr fesselnd. In jedem Zeitstrang geht es um Gewalt und Unterdrückung von Frauen, also ein sehr emotionales Buch mit sehr starken Charakteren.
Der Schreibstil gefiel mir sehr gut und der Wechsel in die verschiedenen Zeiten ist perfekt gelungen.
Ich kann das Buch jedem, der Familiengeschichten mag, sehr empfehlen.
In meinen Augen ist das Buch ein wunderbarer Familienroman, der, anders als viele anderen, nicht mit nur einem alten Familiengeheimnis versucht den Leser zu fesseln. Nein, hier sind es drei verschiedene ...
In meinen Augen ist das Buch ein wunderbarer Familienroman, der, anders als viele anderen, nicht mit nur einem alten Familiengeheimnis versucht den Leser zu fesseln. Nein, hier sind es drei verschiedene Jahrhunderte in denen Frauen sich gegenüber dominanten Männern und gesellschaftlichen Gepflogenheiten zu behaupten versuchen. Die Autorin wechselt dabei immer zwischen den verschiedenen Frauenschicksalen, was mir auf der einen Seite sehr gut gefallen hat, mich auf der anderen aber anfangs stark gefordert hat, da so viele Personen, die miteinander direkt und indirekt verwandt sind, auf mich zukamen. Das hat sich aber mit Lesefortschritt gegeben. Da hieß es dann für mich einfach nur noch im Moorland abzutauchen.
Rebekka Frank gelingt es die Rollenbilder für Mann und Frau vom 18. bis ins 21. Jahrhundert in diesen Roman einzubetten. Dabei stellt sie heraus, dass auch heute noch manche alte Sichtweise in unseren Köpfen verankert ist und unser Handeln bestimmt. Insofern passt der Titel, denn sowohl dem Leser als auch den Hauptfiguren wird ein Spiegel vorgehalten. Besonders gefallen haben mir die Kapitel über Aletta, also aus dem 18. Jahrhundert, gefallen. Dieses entbehrungsreiche Leben der Moorbauern beschreibt die Autorin sehr anschaulich. Darum lag mir Alettas Schicksal auch besonders am Herzen.
Das Buch hat mich unwahrscheinlich kurzweilig unterhalten und auch. 3gestimmt. Ein Roman, den ich gerne weiterempfehle und der 5 Lese-Sterne verdient hat.
Der vierzehnjährige Elias fährt kurzerhand mit dem Rad ins Moor, wo seine Oma Catharina (Cato) lebt, denn in der Abgeschiedenheit will er sich verstecken, nachdem er sich völlig daneben benommen hat. Was ...
Der vierzehnjährige Elias fährt kurzerhand mit dem Rad ins Moor, wo seine Oma Catharina (Cato) lebt, denn in der Abgeschiedenheit will er sich verstecken, nachdem er sich völlig daneben benommen hat. Was er nicht weiß: nicht nur er hütet ein Geheimnis, auch die Großmutter könnte so einiges erzählen.
Ein wunderbarer Roman in drei großartig verwobenen Zeitebenen erwartet die Leser von Spiegelland, jede einzelne der 560 Seiten ist so fesselnd und absolut kurzweilig, dass ich das Buch an einem Tag regelrecht verschlungen habe. Aber von vorne: Elias flüchtet sich im Sommer 2025 zu seiner Großmutter, wodurch sich ein perfekter Rahmen für die anderen beiden Geschichten ergibt, nämlich jene von seiner Oma und seiner Mutter im Jahre 1999 und eine noch viel weiter zurückliegende Begebenheit, der Urbanisierung des Moores 1756. Nicht nur die historischen Fakten sind akribisch recherchiert und unaufdringlich in den Roman eingeflochten, auch andere - fiktive - Details fußen auf wahren Grundlagen, auf die im Nachwort hingewiesen wird. Abwechslungsreich geht es durch die unterschiedlichen Zeitabschnitte, welche - einem Leporello gleich - die jeweiligen Episoden geschickt und nahtlos miteinander verknüpft, sodass die Gemeinsamkeiten über die Jahrhunderte bestens verdeutlicht werden.
Mit ihrer eloquenten Ausdrucksweise überzeugt Rebekka Frank ebenso wie mit ihren überaus realitätsgetreuen Figuren, die man genau so auch im echten Leben antreffen könnte. Die angesprochenen Themen, vom notwendigen Schutz der Moore über Gewalt in der Familie bis hin zur Täter-Opfer-Umkehr, sind in allen drei Abschnitten gleichermaßen aktuell und zeigen größtenteils ohne moralisierenden Unterton, wie viel auch heute noch zu tun ist. Der Bogen spannt sich vom beschwerlichen Leben im Moor über eine toxische Ehe bis hin zu einer inakzeptablen Handlung eines Jugendlichen und verknüpft alles zu einem ganz besonderen Leseerlebnis.
Nicht immer vergnüglich, dafür aber umso glaubwürdiger, präsentiert sich der neue Roman Spiegelland von Rebekka Frank und verdient, nicht zuletzt durch die vielen bildhaften Beschreibungen, eine uneingeschränkte Leseempfehlung.
Mit "Spiegelland" hat Rebekka Frank einen Roman geschrieben, der in der Hauptsache Gewalt gegen Frauen über Generationen hinweg und über den Umwelt und Naturschutz geschrieben.
Erzählt wird die Handlung ...
Mit "Spiegelland" hat Rebekka Frank einen Roman geschrieben, der in der Hauptsache Gewalt gegen Frauen über Generationen hinweg und über den Umwelt und Naturschutz geschrieben.
Erzählt wird die Handlung aus Sicht von Aletta im Jahr 1756, Catharina und Kira in den Jahren 1999 und 2025 und als Ich-Erzähler Elias im Jahr 2025
Catherina flieht mit ihrer Tochter Kira vor ihrem gewalttätigen Ehemann ins Haus ihrer verstorbenen Großmutter. Ein Erbe, obwohl sie die Großmutter nie gekannt hat. Dort findet sie unter anderem eine gewebten Teppich vor, dessen Geheimnissen sie nachspürt und der alles verbindet.
Ein tolles Werk mit eingängiger Handlung und wunderschönen Landschaftbeschreibung.